Kategorie: Vortrag

  • Ausverkauft: 03.05.2025 – 125 Jahre DER GLUBB

    ACHTUNG: Die Veranstaltung ist AUSVERKAUFT!
    Der 1. FC Nürnberg wird im Mai 125 Jahre alt. Für die linke Party ist das ein Grund mit dem antifaschistischen Teil der Fanszene zu feiern!

    Samstag, 03.05.25 Soft Spot

    125 Jahre DER GLUBB

    ACHTUNG: Die Veranstaltung ist AUSVERKAUFT!

    Der Eintritt ohne Ticket ist voraussichtlich erst im später Verlauf des Abends möglich, wenn andere Gäst*innen die Veranstaltung wieder verlassen haben.

    Eintritt gegen Spende

    Die Erlöse aus der Veranstaltung werden an den Solikreis Nürnberg und das Fanprojekt Nürnberg e.V. gespendet.

    Der 1. FC Nürnberg e. V. und seine Fans – in den vergangenen 125 Jahren haben sie viel erlebt: Siege, Titel, sensationelle Erfolge, aber auch bittere Niederlagen, Abstiege und Zeiten voller Leid. Vom überschwenglichen Freudentaumel bis zum Haareraufen – weil der Glubb sich und seine Anhänger*innen mal wieder vom Himmel in die Hölle und wieder zurückgeschickt hat. Aber genau deswegen lieben wir ihn!

    Dieser Verein hat aber noch etwas Gutes: Er bringt viele unterschiedliche Menschen zusammen! In den ganzen Jahren ging es mit Freund*innen „naus zum Glubb“. Neue Leute kamen dazu, es entstanden Freundschaften und viele unvergessliche Momente.

    Am 4. Mai feiert der Glubb seinen 125. Geburtstag und wir wollen in diesen mit euch reinfeiern und den Verein und unsere Gemeinschaft hochleben lassen. Mit einer Lesung, Live-Musik (Punkrock zum Mitsingen), Menschen hinter dem DJ Pult (Soul, Indie, HipHop und Elektro ) und einem Glas Cremant in der Hand, wollen wir den Abend und die Nacht mit euch verbringen und den Verein feiern, der uns alle zusammengebracht hat.

    Mit dabei sein werden u.a.: Dj Molton, KITTL, Dj Clarabiat, Dj Benny & Meriel, Bamerang Dj-Team, Dj Paul Schmidpeter

    Der Eintritt ist auf Spendenbasis und der komplette Gewinn geht an den Solikreis Nürnberg und an das Fanprojekt Nürnberg e.V.

    LOVE GLUBB – HATE RACISM


    Einlassvorbehalt: Die Veranstalter*innen behalten sich gemäß § 6 VersG/Art. 10 BayVersG vor, von ihrem Hausrecht Gebrauch zu machen und Personen, die neonazistischen Organisationen angehören, der extrem rechten Szene zuzuordnen sind oder bereits in der Vergangenheit durch antisemitische, rassistische oder nationalistische Äußerungen in Erscheinung getreten sind, den Zutritt zur Veranstaltung zu verwehren oder sie von dieser auszuschließen.

     

  • 08.02.25 Die linke Party – In Solidarity With Nova Festival mit Merle Stöver (Vortrag) + all female DJ Line up

    Am 08. Februar gibt’s die nächste Ausgabe der linken Party in Solidarität mit dem Nova Festival. Merle Stöver beginnt die Nacht mit dem Vortrag „#MeToo unless you’re a jew“ und dann feiern wir mit einem all female DJ Line up!

    Samstag, 08.02.25 Soft Spot

    Die linke Party – Solidarity With Nova

    Eintritt gegen Spende
    Der Erlös wird diesen beiden Organisationen gespendet:
    Cadus – Dieses Organisation leistet Nothilfe in Gaza, ohne mit der Hamas zusammenzuarbeiten.
    SafeHeart – Diese Organisation bietet kostenlose psychologische Unterstützung für jede Person, die am Nova Festival teilgenommen hat.

    19:00 Uhr Einlass

    20:00 Uhr Vortrag

    „#MeToo unless you’re a jew“ von Merle Stöver

    22:00 Uhr

    Party mit all female DJ Line up:

    ix_tar
    Frau K.
    Purple Orb Soundsystem
    Julio Paradise
    eve massacre

    Merle Stövers Vortrag vor der Party beschäftigt sich mit dem Antisemitismus in queeren und feministischen Bewegungen, die sich selbst als links und emanzipatorisch begreifen. Nach den grauenhaften Ereignissen am 07.10.2023 und dem größten Angriff auf ein Techno-Festival überhaupt haben sie aber gezeigt, dass (feministische) Solidarität nicht für alle gilt.
    Deshalb: Lasst uns das gemeinsam ändern! Die Linke Party – Solidarity with Nova Festival!
    Tanzt mit uns für ein Zeichen der Solidarität! Für alle, die sagen: We Will Dance Again! Lasst uns an die Opfer denken, in dem wir weiter für sie tanzen und feiern, genau wie sie es getan haben. Wir sind und bleiben widerständig, gegen jeden Antisemitismus!

    Freut euch außerdem auf schicke Solishirts.

    Die Erlöse werden gespendet an SafeHeart und Cadus.

     

  • 25.07.24 Deep Talk About Sex: Prostitutionstheater mit Ruby Rebelde

    In der Reihe Deep Talk About Sex tauchen wir am 25. Juli mit Ruby Rebelde in die schieflagige Welt der deutschsprachigen Medienberichterstattung über Sexarbeit ein.

    Donnerstag, 25.07.24 Kantine / Soft Spot

    „Prostitutionstheater“

    Referentin: Ruby Rebelde (no pronouns)

    In der Reihe DEEP TALK ABOUT SEX

    Eine Kooperation von musikverein und AIDS-Hilfe Nürnberg-Erlangen-Fürth e.V.

    Einlass 19:30 Uhr, Beginn 20 Uhr
    Eintritt: 0 – 10 €

    Homepage   Instagram

    Wenn deutsche Medien über Sexarbeit berichten – dann in der Regel mit erhobenem Zeigefinger: „Darf es das geben?
    Die öffentliche Debatte zum Thema krankt an vielem: Zu wenig Recherche, immer die gleichen Gesichter, Betroffene kommen kaum zu Wort.
    Aufmerksamkeitsökonomie, Ko-Orientierung, False Balance sind einige Stichwort zu denen Ruby Rebelde referieren wird.

  • 14.03.24 Deep Talk About Sex: Anti-Sexwork-Allianzen mit Ruby Rebelde

    In der Reihe Deep Talk About Sex klärt am 14. März Ruby Rebelde über Anti-Sexwork-Allianzen auf.

    Donnerstag, 14.03.24 Kantine

    Anti-Sexwork-Allianzen

    Referentin: Ruby Rebelde (no pronouns)

    In der Reihe DEEP TALK ABOUT SEX

    Eine Kooperation von musikverein und AIDS-Hilfe Nürnberg-Erlangen-Fürth e.V.

    Einlass 19:30 Uhr, Beginn 20 Uhr
    Eintritt: 0 – 10 €

    Homepage   Instagram

    Der Slogan „Welt ohne Prostitution“ formuliert eine Brückenideologie und ist ein Türöffner in menschenfeindliche, rückwärtsgewandte Einstellungen. Weißer Feminismus, fundamentalistische ChristInnen, Maskulinisten, (extreme) Rechte, TERFs und die PorNo-Bewegung finden sich zusammen. Ihr Ziel: Prostitution abschaffen oder die Rechte von Sexarbeiter*innen einschränken. Welche Gruppierungen, Positionen und Argumente sammeln sich in diesen Allianzen?

  • 29.02.24 Deep Talk About Sex: Let’s talk porn mit Matida Oeming

    Am 29. Februar heißt’s in der Reihe Deep Talk About Sex „Let’s talk about porn!“ Zu Gast ist Matida Oeming mit ihrem Buch „Porno – eine unverschämte Analyse.“

    Donnerstag, 29.02.24 Kantine

    Let’s talk porn!

    Referentin: Matida Oeming (sie/ihr)

    In der Reihe DEEP TALK ABOUT SEX

    Eine Kooperation von musikverein und AIDS-Hilfe Nürnberg-Erlangen-Fürth e.V.

    Einlass 19:30 Uhr, Beginn 20 Uhr

    Homepage   Buch-Website   Instagram

    Fast 90% der Erwachsenen und 60% aller Jugendlichen haben schon einmal Pornos geguckt. Längst sind sie Teil unserer Alltagskultur geworden und doch ein Tabuthema geblieben. Das will die Kulturwissenschaftlerin Madita Oeming ändern. Mit ihrem Buch „PORNO – Eine unverschämte Analyse“ lädt sie uns ein zum Sprechen und Nachdenken über Pornos.

  • 16.11.23 Deep Talk About Sex: Beziehungen jenseits der Norm – Yaniv Barinberg

    Am 16. November wird uns in der Reihe ‚Deep Talk About Sex‘ Yaniv Barinberg einen Überblick und Diskussionsmöglichkeit zu Beziehungen jenseits der Norm geben!

    Donnerstag, 16.11.23 Kantine

    Beziehungen jenseits der Norm

    Referentin: Yaniv Barinberg (keine/er/ihm/they/them), Autor*in, Beziehungscoach

    In der Reihe DEEP TALK ABOUT SEX

    Eine Kooperation von musikverein und AIDS-Hilfe Nürnberg-Erlangen-Fürth e.V.

    Einlass 19:30 Uhr, Beginn 20 Uhr
    Eintritt kostenfrei

    Wie sieht eigentlich die Beziehungslandschaft 2023 aus? Und welche Herausforderungen oder vielleicht auch Gemeinsamkeiten bringen unterschiedliche Beziehungsformen mit sich? Immer dringlicher wird auch die Frage, wie eigene Bedürfnisse und alternative Beziehungsformen, abseits der romantischen hetero Zweierbeziehung, navigiert werden können. Neben all diesen Fragen wird Yaniv einen kurzen Überblick über unser Verhältnis zu und Verständnis von Liebesbeziehungen der letzten 100 Jahre sprechen und einen kritischen Blick auf gesellschaftliche Rahmenbedingungen für vielfältige Beziehungsformen werfen.

    *  ~  *

    Barrierefreiheit

    Bei Bedarf können wir Gebärdendolmetscher*innen organisieren. Hierzu ist bitte eine Anmeldung erforderlich bis 31.10.2023 an veranstaltung@aidshilfe-nuernberg.de

    Leider ist die Kantine nicht barrierefrei zugänglich. Gerne bemühen wir uns eure Teilnahme
    zu ermöglichen. Bitte kommt auf uns zu und nennt uns eure Bedarfe.

    Die Kantine / Soft Spot ist vom Hauptbahnhof in wenigen Minuten zu erreichen.

     

  • 02.11.23 Race, Class und Gender in Detroit Techno, Chicago House und New York Garage

    Chris Wilpert wird am 2. November bei uns das Thema ‚Race, Class und Gender in Detroit Techno, Chicago House und New York Garage‘ als einen der Kernaspekte von Simon Reynolds Buch Futuromania vorstellen. Im Anschlus könnt ihr dann noch zu solcher Musik tanzen: Ramshackle legt auf!

    Donnerstag, 02.11.23 Kantine

    Chris Wilpert

    Race, Class und Gender in Detroit Techno, Chicago House und New York Garage

    Buchpräsentation von Simon Reynolds: Futuromania. Elektronische Träume von der Zukunft

    Im Anschluss legt Ramshackle passende Club Sounds zum Tanzen auf, bis ca. 1 Uhr – bless Midweek Clubbing!

    Einlass 19:30 Uhr, Beginn 20 Uhr
    Eintritt frei

    Die Geschichte der elektronischen Tanzmusik ist in erster Linie eine Geschichte der Black Music, die aber nicht ohne Klassenverhältnisse, Gender und Sexualität zu denken ist: In Detroit hatte sich im Zuge des Fordismus eine schwarze Mittelschicht herausgebildet, die Anfang der 1980er-Jahre Techno erfand. Ihre maßgeblichen Einflüsse waren neben Disco und Funk aus einer Art Europhilie heraus Kraftwerk, Giorgio Moroder (»Euro Disco«) oder britische Synth-Musiker wie Gary Numan. Während Detroit Techno zuvorderst ein Phänomen der Mittelklasse war, die sich von den Kids aus dem »Ghetto« abheben wollte, entstand die Chicagoer House-Szene aus einer schwarzen Schwulenszene, die sich vor allem der homophoben »Disco Sucks«-Bewegung widersetzte. Die New Yorker Garage-Szene hatte ihre Ursprünge ebenfalls im schwarzen und hispanischen schwulen Disco Underground der späten 1970er, der sich mit Electro-Funk- und Avantgarde-Musiker*innen wie Arthur Russell oder Laurie Anderson verband. Aber erst im transatlantischen UK Garage und 2Step wurde die männliche Dominanz im Techno schließlich nennenswert gebrochen.

    Chris W. Wilpert hat zusammen mit Jan-Niklas Jäger »Futuromania. Elektronische Träume von der Zukunft« (Ventil, Juni 2023) von Simon Reynolds übersetzt. Er ist geschäftsführender Redakteur der PROKLA und schreibt für Neues Deutschland, Jungle World und Phase 2.

  • 01.08.23 Deep Talk About Sex: Julia Jenkner – Sexuelle Aufklärung vs Frühsexualisierung

    Der rechts-konservative Kampfbegriff der „Frühsexualisierung“ schafft es, bis in die Mitte der Gesellschaft hinein falsche Ängste zur erzeugen. Grund genug in der Deep Talk About Sex-Reihe mal eine erfahrene Sexualpädagogin Aufklärung über die Aufklärung leisten zu lassen: Julia Jenkner ist am 1. August zu Gast!

    Dienstag, 01.08.23 Kantine

    Sexuelle Aufklärungs vs. Frühsexualisierung

    Referentin: Julia Jenkner (sie/ihr)

    In der Reihe DEEP TALK ABOUT SEX

    Eine Kooperation von musikverein und AIDS-Hilfe Nürnberg-Erlangen-Fürth e.V.

    Einlass 19:30 Uhr, Beginn 20 Uhr
    Eintritt auf Spendenbasis 0 – 10 €

    Referentin Julia Jenkner (sie/ihr), Sozialpädagog*in der AIDS-Hilfe, Sexualpädagog*in: In diesem Vortrag widmen wir uns der Fragestellung, welche vermeintlichen Sorgen und Ängste hinter den Angriffen auf sexuelle als auch politische Bildung und queere Sichtbarkeit stecken, welche Akteur*innen von diesen profitieren und wie Aufklärungsarbeit und Repräsentanz dem entgegenwirken können.
    Im Anschluss wird noch etwas Musik aufgelegt und es gibt Raum für Gespräche. Bar geöffnet.

    Barrierefreiheit
    Bei Bedarf können wir Gebärdendolmetscher*innen organisieren. Hierzu ist bitte eine Anmeldung erforderlich bis 12.07.2023 an veranstaltung@aidshilfe-nuernberg.de
    Leider ist die Kantine nicht barrierefrei zugänglich. Gerne bemühen wir uns eure Teilnahme zu ermöglichen. Bitte kommt auf uns zu und nennt uns eure Bedarfe.
    *  ~  *
    Einlassvorbehalt
    Personen, die rechtsextremen Parteien oder Organisationen angehören, der rechtsextremen Szene zuzuordnen sind oder bereits in der Vergangenheit durch rassistische, nationalistische, antisemitische oder sonstige menschenverachtende Äußerungen in Erscheinung getreten sind, sind von der Veranstaltung ausgeschlossen, das behalten die Veranstaltenden sich gem. §6 VersG / Art. 10 BayVersG vor.
  • 18.01.24 TRANS ANGST: Lia Becker – Schnitte durch die zweite Haut

    Zum Abschluss der TRANS ANGST Reihe kommt am 18. Januar Lia Becker in die Kantine, die erkären wird, warum neoliberale Anerkennungspolitik zu kurz greift, wenn es um Trans*feindlichkeit, strukturelle Gewalt und Prekarität geht, und Klassen- und Identitätspolitik einander nicht ausschließen: sie müssen kein Gegensatz sein.

    Donnerstag, 18.01.24 Kantine

    Schnitte durch die zweite Haut

    Trans*feministische Perspektiven zu Gewalt, Klasse, Gender-Trauma und Heilung

    Referentin: Lia Becker

    In der Reihe TRANS ANGST

    Eine trans-solidarische Vortragsreihe für Information, Aufklärung und Diskussionsmöglichkeit zu Themen rund um Transfeindlichkeit und Anti-Gender/Anti-Woke-Hetze

    Eine Kooperation von Orchid, musikverein und Künstlerhaus im Kunstkulturquartier
    Präsentiert von Buchhandlung Jakob und Radio Z

    Einlass 19:30 Uhr, Beginn 20 Uhr
    Eintritt frei

     

    Trans*feminismus meint heterogene Bewegungen, (Sub-)Kultur und Theorien, die feministische Kritik, Widerstand und Emanzipation aus eigenen Erfahrungen von trans* und trans*femininen Menschen entwickeln. Dabei geht es um mehr als um Identität. Gender-Trauma und eigensinnige Aufbrüche daraus, Trans*Misogynie und Marginalisierung hinterlassen tiefe Spuren, „Schnitte durch die zweite Haut“. Die Mehrheit der trans* Menschen in Europa lebt in prekären Verhältnissen. Lia Becker fragt nach trans*feministischen und marxistischen Perspektiven auf Gender-Trauma und Gewalt, Heilung und Befreiung. An dem Abend liest sie aus ihrem Text „Schnitte durch die zweite Haut“ und aus dem im Frühjahr erscheinenden Buch „bite back! Queere Prekarität, Klasse und Solidarität“.

     

    Lia Becker arbeitet als wissenschaftliche Referent*in zu Hegemonie, Krisenanalysse und linken Transformationsperspektiven, seit 2023 bei der Rosa-Luxemburg-Stiftung. Aus eigener Erfahrung schreibt sie auch zu queeren und trans*feministischen Themen. Sie ist Mitherausgeber*in von „Bite back! queere Prekarität, Klasse und unteilbare Solidarität“ (erscheint 2024 bei Edition Assemblage).

    Über die Reihe TRANS ANGST:

    Transfeindlichkeit und der sogenannte „Anti-Genderismus“ ist ein Thema, bei dem bei vielen ein vages Bauchgefühl an die Stelle von Wissen tritt und das oft als Brücke von rechten und anderen frauen*- und queerfeindlichen Bewegungen zum bürgerlichen Mainstream ausgenutzt wird. Weil sich auch in Nürnberg solche Bewegungen breitmachen und solches Gedankengut verbreitet wird, wollen wir den Ängsten, der Stigmatisierung und dem Hass, die da geschürt werden, etwas entgegensetzen. Wir vom musikverein und ORCHID haben uns deswegen gedacht, wir machen eine Vortragsreihe dazu bzw. dagegen. Wir freuen uns, dass Künstlerhaus und Kunsthalle das Ganze kooperativ unterstützen.

    Den Namen TRANS ANGST haben wir u.a. wegen seiner mehrdeutigen Offenheit gewählt: Er greift sowohl die Ängste auf, die trans Menschen derzeit verstärkt durch gesellschaftliche Stigmatisierung und der (social)-medialen Ausbreitung von Transfeindlichkeit ausgeliefert sind, aber er spielt auch auf Ängste von cis Leuten vor trans Personen an, die der Hetze der Antigender-Bewegung glauben, und wo wir hoffen, mit Aufklärung etwas entgegensetzen zu können.

    Wir sind überzeugt, dass politische Bildung, Informationsangebot und Diskussionsgelegenheit gerade auch auf lokaler Ebene immer ein gutes Mittel sind, um aufzuklären und gegen solche Tendenzen zu arbeiten.

    Wir wollen mit der Reihe aber auch ein trans-solidarisches Zeichen setzen. Deswegen freuen wir uns, dass es, um die trans-solidarische Symbolwirkung noch zu verstärken, eine Reihe von politischen Gruppen und guten Läden in der Stadt gibt, die das Ganze symbolisch unterstützen, um ihre Solidarität auszudrücken: Solidarisch unterstützt von CSD Nürnberg, Dyke*March Nürnberg, DESI, Ende Gelände Nürnberg, Radio Z, Interventionistische Linke Nürnberg, Das Schweigen durchbrechen, t*time, AIDS-Hilfe Nürnberg, Filmkunsttheater Casablanca, Diversity Media e.V., Projekt 31 und die Buchhandlung Jakob!

    *  ~  *
    Einlassvorbehalt
    Personen, die rechtsextremen Parteien oder Organisationen angehören, der rechtsextremen Szene zuzuordnen sind oder bereits in der Vergangenheit durch rassistische, nationalistische, antisemitische oder sonstige menschenverachtende Äußerungen in Erscheinung getreten sind, sind von der Veranstaltung ausgeschlossen, das behalten die Veranstaltenden sich gem. §6 VersG / Art. 10 BayVersG vor.
  • 07.12.23 TRANS ANGST: Maren Behrensen – Die Rückkehr der Terfs

    Zur Geschichte, der Größenordnung und internationalen Vernetztheit des Anti-Trans-Aktivismus wird uns Maren Behrensen am 7. Dezember im Soft Spot in der Reihe TRANS ANGST erzählen.

    Donnerstag, 07.12.23 Soft Spot

    Die Rückkehr der Terfs

    Anti-Trans-Aktivismus im historischen und internationalen Kontext

    Referentin: Maren Behrensen

    In der Reihe TRANS ANGST

    Eine trans-solidarische Vortragsreihe für Information, Aufklärung und Diskussionsmöglichkeit zu Themen rund um Transfeindlichkeit und Anti-Gender/Anti-Woke-Hetze

    Eine Kooperation von Orchid, musikverein und Künstlerhaus im Kunstkulturquartier
    Präsentiert von Buchhandlung Jakob und Radio Z

    Einlass 19:30 Uhr, Beginn 20 Uhr
    Eintritt frei

    Mit zunehmender politischer und sozialer Sichtbarkeit von trans Personen hat sich vor allem in Nordamerika, Großbritannien und der Europäischen Union ein Backlash formiert, der zunehmend hysterischer und gewaltbejahender wird. Vordergründig richtet er sich gegen geplante Selbstbestimmungsgesetze und behauptet, sich um das Wohl von trans Jugendlichen zu sorgen. Tatsächlich handelt es sich um eine internationale politische Kampagne, die maßgeblich von rechten und religiösen Kreisen betrieben wird. Dieser Vortrag beleuchtet die ideengeschichtlichen Hintergründe der aktuellen Entwicklungen.

    „International organisierte Transfeindlichkeit“ bei Geschichte der Gegenwart

    Maren Behrensen ist Assistenzprofessor:in für Philosophie an der Universität Twente, Enschede, Niederlande. Maren forscht aktuell zu queerer Technikethik und (schon seit längerem) zu sozialen Identitäten und Populismus.

    Über die Reihe TRANS ANGST:

    Transfeindlichkeit und der sogenannte „Anti-Genderismus“ ist ein Thema, bei dem bei vielen ein vages Bauchgefühl an die Stelle von Wissen tritt und das oft als Brücke von rechten und anderen frauen*- und queerfeindlichen Bewegungen zum bürgerlichen Mainstream ausgenutzt wird. Weil sich auch in Nürnberg solche Bewegungen breitmachen und solches Gedankengut verbreitet wird, wollen wir den Ängsten, der Stigmatisierung und dem Hass, die da geschürt werden, etwas entgegensetzen. Wir vom musikverein und ORCHID haben uns deswegen gedacht, wir machen eine Vortragsreihe dazu bzw. dagegen. Wir freuen uns, dass Künstlerhaus und Kunsthalle das Ganze kooperativ unterstützen.

    Den Namen TRANS ANGST haben wir u.a. wegen seiner mehrdeutigen Offenheit gewählt: Er greift sowohl die Ängste auf, die trans Menschen derzeit verstärkt durch gesellschaftliche Stigmatisierung und der (social)-medialen Ausbreitung von Transfeindlichkeit ausgeliefert sind, aber er spielt auch auf Ängste von cis Leuten vor trans Personen an, die der Hetze der Antigender-Bewegung glauben, und wo wir hoffen, mit Aufklärung etwas entgegensetzen zu können.

    Wir sind überzeugt, dass politische Bildung, Informationsangebot und Diskussionsgelegenheit gerade auch auf lokaler Ebene immer ein gutes Mittel sind, um aufzuklären und gegen solche Tendenzen zu arbeiten.

    Wir wollen mit der Reihe aber auch ein trans-solidarisches Zeichen setzen. Deswegen freuen wir uns, dass es, um die trans-solidarische Symbolwirkung noch zu verstärken, eine Reihe von politischen Gruppen und guten Läden in der Stadt gibt, die das Ganze symbolisch unterstützen, um ihre Solidarität auszudrücken: Solidarisch unterstützt von CSD Nürnberg, Dyke*March Nürnberg, DESI, Ende Gelände Nürnberg, Radio Z, Interventionistische Linke Nürnberg, Das Schweigen durchbrechen, t*time, AIDS-Hilfe Nürnberg, Filmkunsttheater Casablanca, Diversity Media e.V., Projekt 31 und die Buchhandlung Jakob!

    *  ~  *
    Einlassvorbehalt
    Personen, die rechtsextremen Parteien oder Organisationen angehören, der rechtsextremen Szene zuzuordnen sind oder bereits in der Vergangenheit durch rassistische, nationalistische, antisemitische oder sonstige menschenverachtende Äußerungen in Erscheinung getreten sind, sind von der Veranstaltung ausgeschlossen, das behalten die Veranstaltenden sich gem. §6 VersG / Art. 10 BayVersG vor.
  • 09.11.23 TRANS ANGST: Veronika Kracher – Die Rockefellers machen unsere Kinder trans

    In der Reihe TRANS ANGST wird am 9. November in der Kunsthalle Veronika Kracher zu Gast sein und uns die Zusammenhänge zwischen Antisemitismus und Trans-/Queerfeindlichkeit mit einem historischen und sozialpsychologischem Einblick.

    Donnerstag, 09.11.23 Kunsthalle (Foyer)

    Die Rockefellers machen unsere Kinder trans

    Zum Verhältnis von Antisemitismus und LGBTQ-Feindlichkeit

    Referentin: Veronika Kracher

    In der Reihe TRANS ANGST

    Eine trans-solidarische Vortragsreihe für Information, Aufklärung und Diskussionsmöglichkeit zu Themen rund um Transfeindlichkeit und Anti-Gender/Anti-Woke-Hetze

    Eine Kooperation von Orchid, musikverein und Künstlerhaus im Kunstkulturquartier
    Präsentiert von Buchhandlung Jakob und Radio Z

    Einlass 19:30 Uhr, Beginn 20 Uhr
    Eintritt frei

    „LGBTQ-Lobby“, „Groomer“, „Trans-Agenda“: Queere Menschen, vor allem trans Personen, sind momentan das Feindbild Nummer eins im rechten Kulturkampf. In den USA wurden dieses Jahr bereits über 500 LBTQ-feindliche Gesetzgebungen erlassen. Die Narrative sind jedoch nicht neu: der Hass auf queere Menschen ist inhärenter Bestandteil patriarchaler und faschistischer Ideologie und dient, ähnlich wie Antifeminismus, regelmäßig als „Türöffner“ in die radikale und extreme Rechte. Dies ist darin verwurzelt, dass Queerfeindlichkeit und Antisemitismus historisch eng miteinander verwoben sind. Sei es der „sexualisierte Antisemitismus“ im frühen 20. Jahrhundert, der den „verweichlichten Juden“ als Antipode zum faschistischen deutschen Mann etablierte, die „Lavender Scare“ in den USA der 1950er oder das Geraune vom „Kulturmarxismus“ als Ursache für den „Verfall“ des Westens – immer wieder sind es „die Juden“, die für Homosexualität und Transgeschlechtlichkeit verantwortlich gemacht werden. Dieser Vortrag wird anhand einer historischen Analyse, aktueller Beispiele und einer sozialpsychologischen Einordnung herausarbeiten, wieso dem so ist – und wieso der Kampf gerade gegen Transfeindlichkeit eines der wichtigsten feministischen Anliegen unserer Zeit sein sollte.

    Buch zu Incel-Kultur      „Frauenhassende Online-Subkulturen“ PDF   Foto von Dennis Pesch
    Twitter   Instagram   Facebook

    Veronika Kracher ist Publizistin, Autorin und Monitoring-Expertin der Amadeu Antonio-Stiftung. Ihre Arbeitsschwerpunkte sind Antifeminismus, LGBTQ-Feindbildkeit, Rechtsradikalismus und Online-Radikalisierung. Im November 2020 erschien ihr Buch „Incels – Geschichte, Sprache und Ideologie eines Online-Kults“ im Ventil-Verlag.

    Über die Reihe TRANS ANGST:

    Transfeindlichkeit und der sogenannte „Anti-Genderismus“ ist ein Thema, bei dem bei vielen ein vages Bauchgefühl an die Stelle von Wissen tritt und das oft als Brücke von rechten und anderen frauen*- und queerfeindlichen Bewegungen zum bürgerlichen Mainstream ausgenutzt wird. Weil sich auch in Nürnberg solche Bewegungen breitmachen und solches Gedankengut verbreitet wird, wollen wir den Ängsten, der Stigmatisierung und dem Hass, die da geschürt werden, etwas entgegensetzen. Wir vom musikverein und ORCHID haben uns deswegen gedacht, wir machen eine Vortragsreihe dazu bzw. dagegen. Wir freuen uns, dass Künstlerhaus und Kunsthalle das Ganze kooperativ unterstützen.

    Den Namen TRANS ANGST haben wir u.a. wegen seiner mehrdeutigen Offenheit gewählt: Er greift sowohl die Ängste auf, die trans Menschen derzeit verstärkt durch gesellschaftliche Stigmatisierung und der (social)-medialen Ausbreitung von Transfeindlichkeit ausgeliefert sind, aber er spielt auch auf Ängste von cis Leuten vor trans Personen an, die der Hetze der Antigender-Bewegung glauben, und wo wir hoffen, mit Aufklärung etwas entgegensetzen zu können.

    Wir sind überzeugt, dass politische Bildung, Informationsangebot und Diskussionsgelegenheit gerade auch auf lokaler Ebene immer ein gutes Mittel sind, um aufzuklären und gegen solche Tendenzen zu arbeiten.

    Wir wollen mit der Reihe aber auch ein trans-solidarisches Zeichen setzen. Deswegen freuen wir uns, dass es, um die trans-solidarische Symbolwirkung noch zu verstärken, eine Reihe von politischen Gruppen und guten Läden in der Stadt gibt, die das Ganze symbolisch unterstützen, um ihre Solidarität auszudrücken: Solidarisch unterstützt von CSD Nürnberg, Dyke*March Nürnberg, DESI, Ende Gelände Nürnberg, Radio Z, Interventionistische Linke Nürnberg, Das Schweigen durchbrechen, t*time, AIDS-Hilfe Nürnberg, Filmkunsttheater Casablanca, Diversity Media e.V., Projekt 31 und die Buchhandlung Jakob!

    *  ~  *
    Einlassvorbehalt
    Personen, die rechtsextremen Parteien oder Organisationen angehören, der rechtsextremen Szene zuzuordnen sind oder bereits in der Vergangenheit durch rassistische, nationalistische, antisemitische oder sonstige menschenverachtende Äußerungen in Erscheinung getreten sind, sind von der Veranstaltung ausgeschlossen, das behalten die Veranstaltenden sich gem. §6 VersG / Art. 10 BayVersG vor.
  • Muss verschoben werden: TRANS ANGST: Simon Strick – Antifeminismus, Antigender, Antitrans

    Simon Strick, Autor von „Rechte Gefühle – Affekte und Strategien des digitalen Faschismus“, kommt am 12. Oktober in der Reihe TRANS ANGST ins SOFT SPOT und erklärt uns mit einem medienwischaftlichen Blick, was mit der Aufmerksamkeitsökonomie der Medien und sozialen Medien für Koalitionen rund um Antifeminismus, Antigender und Antritrans entstehen und wie.

    Donnerstag, 12.10.23 Soft Spot / Kantine*
    [aux_highlight style=“aux-highlight-yellow“ extra_classes=““]Muss leider verschoben werden. Ein neuer Termin steht noch nicht fest.[/aux_highlight]

    Antifeminismus, Antigender, Antitrans

    Gedanken zu alten und neuen Koalitionen

    Referentin: Simon Strick

    In der Reihe TRANS ANGST

    Eine trans-solidarische Vortragsreihe für Information, Aufklärung und Diskussionsmöglichkeit zu Themen rund um Transfeindlichkeit und Anti-Gender/Anti-Woke-Hetze

    Eine Kooperation von Orchid, musikverein und Künstlerhaus im Kunstkulturquartier
    Präsentiert von Buchhandlung Jakob und Radio Z

    Einlass 19:30 Uhr, Beginn 20 Uhr
    Eintritt frei

    Buch   Twitter   Mastodon

    Ein Jahr nach den Medienwellen, die ein Vortrag auf der Langen Nacht der Wissenschaften in Berlin nach sich zog, wird der Vortrag die neuen strategischen Bündnisse besprechen, die sich in der Folge gebildet haben. Dabei geht es sowohl um neue Resonanzräume zwischen feministischen und Antigender-Bewegungen, als auch um überraschende Bündnisse auf medialer und aufmerksamkeitsökonomischer Ebene. Um diese nachzuvollziehen, wird der Vortrag auf Synergien des 2nd Wave Feminism mit neuen nationalistischen und biohegemonialen Projekten eingehen, und aus Perspektive der Gender Studies einordnen.

    Dr. Simon Strick ist Genderforscher und Medienwissenschaftler am ZeM Brandenburg. Er hatte Positionen u.a. an FU Berlin, Universität Paderborn und University of Virginia inne. Seine Forschungs- und Lehrtätigkeit konzentriert sich auf Gender- und Rassismustheorien, Populäre Kulturen, Affect Studies, Medien- und Kulturanalyse. Mit Susann Neuenfeldt und Werner Türk gründete er 2009 das Performancekollektiv PKRK. Simon Strick lebt und arbeitet in Berlin.

    Für seine herausragende wissenschaftliche Forschung und Publikationsleistung für „Rechte Gefühle. Affekte und Strategien des digitalen Faschismus“ (Transcript, 2021) wurde Simon Strick mit dem Hans Bausch Mediapreis 2021 ausgezeichnet.

     

    ——-

    * Wir ziehen irgendwann im September in unseren neuen Club SOFT SPOT auf die gegenüberliegende Straßenseite in den Keller des Künstlerhauses. Der genaue Zeitpunkt steht noch nicht fest. Informiert euch bitte sicherheitshalber kurz vorher noch mal, ob diese Veranstaltung im SOFT SPOT oder doch noch in der KANTINE stattfindet.

    Über die Reihe TRANS ANGST:

    Transfeindlichkeit und der sogenannte „Anti-Genderismus“ ist ein Thema, bei dem bei vielen ein vages Bauchgefühl an die Stelle von Wissen tritt und das oft als Brücke von rechten und anderen frauen*- und queerfeindlichen Bewegungen zum bürgerlichen Mainstream ausgenutzt wird. Weil sich auch in Nürnberg solche Bewegungen breitmachen und solches Gedankengut verbreitet wird, wollen wir den Ängsten, der Stigmatisierung und dem Hass, die da geschürt werden, etwas entgegensetzen. Wir vom musikverein und ORCHID haben uns deswegen gedacht, wir machen eine Vortragsreihe dazu bzw. dagegen. Wir freuen uns, dass Künstlerhaus und Kunsthalle das Ganze kooperativ unterstützen.

    Den Namen TRANS ANGST haben wir u.a. wegen seiner mehrdeutigen Offenheit gewählt: Er greift sowohl die Ängste auf, die trans Menschen derzeit verstärkt durch gesellschaftliche Stigmatisierung und der (social)-medialen Ausbreitung von Transfeindlichkeit ausgeliefert sind, aber er spielt auch auf Ängste von cis Leuten vor trans Personen an, die der Hetze der Antigender-Bewegung glauben, und wo wir hoffen, mit Aufklärung etwas entgegensetzen zu können.

    Wir sind überzeugt, dass politische Bildung, Informationsangebot und Diskussionsgelegenheit gerade auch auf lokaler Ebene immer ein gutes Mittel sind, um aufzuklären und gegen solche Tendenzen zu arbeiten.

    Wir wollen mit der Reihe aber auch ein trans-solidarisches Zeichen setzen. Deswegen freuen wir uns, dass es, um die trans-solidarische Symbolwirkung noch zu verstärken, eine Reihe von politischen Gruppen und guten Läden in der Stadt gibt, die das Ganze symbolisch unterstützen, um ihre Solidarität auszudrücken: Solidarisch unterstützt von CSD Nürnberg, Dyke*March Nürnberg, DESI, Ende Gelände Nürnberg, Radio Z, Interventionistische Linke Nürnberg, Das Schweigen durchbrechen, t*time, AIDS-Hilfe Nürnberg, Filmkunsttheater Casablanca, Diversity Media e.V., Projekt 31 und die Buchhandlung Jakob!

    *  ~  *
    Einlassvorbehalt
    Personen, die rechtsextremen Parteien oder Organisationen angehören, der rechtsextremen Szene zuzuordnen sind oder bereits in der Vergangenheit durch rassistische, nationalistische, antisemitische oder sonstige menschenverachtende Äußerungen in Erscheinung getreten sind, sind von der Veranstaltung ausgeschlossen, das behalten die Veranstaltenden sich gem. §6 VersG / Art. 10 BayVersG vor.
  • 07.09.23 TRANS ANGST: Felicia Ewert – Trans. Frau. Sein.

    Felicia Ewert wird uns in der Reihe TRANS ANGST am 7. September aus ihrem Buch Trans. Frau. Sein einiges zu Transfeindlichkeit, auch aus persönlicher Perspektive erzählen, einen Überblick über das sog. „Transsexuellengesetz“ geben und uns Tipps was wir gegen diskriminierende Geschlechtervorstellungen tun können mit auf den Weg geben.

    Donnerstag, 07.09.23 Kantine / Soft Spot*

    Trans. Frau. Sein.

    Aspekte geschlechtlicher Marginalisierung

    Referentin: Felicia Ewert

    In der Reihe TRANS ANGST

    Eine trans-solidarische Vortragsreihe für Information, Aufklärung und Diskussionsmöglichkeit zu Themen rund um Transfeindlichkeit und Anti-Gender/Anti-Woke-Hetze

    Eine Kooperation von Orchid, musikverein und Künstlerhaus im Kunstkulturquartier
    Präsentiert von Buchhandlung Jakob und Radio Z

    Einlass 19:30 Uhr, Beginn 20 Uhr
    Eintritt frei

    Der Vortrag umfasst eine Aufklärung über gängige diskriminierende Begriffe und zeigt wie sie im Alltag verankert sind. Die Referentin beschäftigt sich mit der Existenz von offen transfeindlichen Personen und Organisationen. Hierin wird auch dargestellt, dass Transfeindlichkeit ein verbindendes Element (Querfront) zwischen entgegengesetzten politischen Strömungen sein kann. Wie tief deutsches Recht in die Leben von trans Personen eingreift, zeigt sie mit einem Überblick über das sogenannte „Transsexuellengesetz“ und widmet sich der Frage, was *wir alle* tun müssen, um bestehende diskriminierende geschlechtliche Vorstellungen zu erkennen und abzubauen. Felica Ewerts Buch „Trans. Frau. Sein.“ (2020) ist eine Kombination aus wissenschaftlicher Arbeit, überspitzter satirischer Darstellung, Dekonstruktion von Cissexismus und autobiographischen Elemente aus dem persönlichen (Er)-Leben der Autorin.

    Twitter   Podcast   Instagram   Autorinnen-Website des Verlags  Foto von Anne Koch

    Felicia Ewert ist Politikwissenschaftlerin, Autorin, Referentin, Kolumnistin und Podcasterin (Unter anderen Umständen / nd).
    ———–
    * Wir ziehen irgendwann im September in unseren neuen Club SOFT SPOT auf die gegenüberliegende Straßenseite in den Keller des Künstlerhauses. Der Zeitpunkt steht noch nicht fest. Informiert euch bitte kurz vorher noch mal, ob diese Veranstaltung in KANTINE oder SOFT SPOT stattfindet.

    Über die Reihe TRANS ANGST:

    Transfeindlichkeit und der sogenannte „Anti-Genderismus“ ist ein Thema, bei dem bei vielen ein vages Bauchgefühl an die Stelle von Wissen tritt und das oft als Brücke von rechten und anderen frauen*- und queerfeindlichen Bewegungen zum bürgerlichen Mainstream ausgenutzt wird. Weil sich auch in Nürnberg solche Bewegungen breitmachen und solches Gedankengut verbreitet wird, wollen wir den Ängsten, der Stigmatisierung und dem Hass, die da geschürt werden, etwas entgegensetzen. Wir vom musikverein und ORCHID haben uns deswegen gedacht, wir machen eine Vortragsreihe dazu bzw. dagegen. Wir freuen uns, dass Künstlerhaus und Kunsthalle das Ganze kooperativ unterstützen.

    Den Namen TRANS ANGST haben wir u.a. wegen seiner mehrdeutigen Offenheit gewählt: Er greift sowohl die Ängste auf, die trans Menschen derzeit verstärkt durch gesellschaftliche Stigmatisierung und der (social)-medialen Ausbreitung von Transfeindlichkeit ausgeliefert sind, aber er spielt auch auf Ängste von cis Leuten vor trans Personen an, die der Hetze der Antigender-Bewegung glauben, und wo wir hoffen, mit Aufklärung etwas entgegensetzen zu können.

    Wir sind überzeugt, dass politische Bildung, Informationsangebot und Diskussionsgelegenheit gerade auch auf lokaler Ebene immer ein gutes Mittel sind, um aufzuklären und gegen solche Tendenzen zu arbeiten.

    Wir wollen mit der Reihe aber auch ein trans-solidarisches Zeichen setzen. Deswegen freuen wir uns, dass es, um die trans-solidarische Symbolwirkung noch zu verstärken, eine Reihe von politischen Gruppen und guten Läden in der Stadt gibt, die das Ganze symbolisch unterstützen, um ihre Solidarität auszudrücken: Solidarisch unterstützt von CSD Nürnberg, Dyke*March Nürnberg, DESI, Ende Gelände Nürnberg, Radio Z, Interventionistische Linke Nürnberg, Das Schweigen durchbrechen, t*time, AIDS-Hilfe Nürnberg, Filmkunsttheater Casablanca, Diversity Media e.V., Projekt 31 und die Buchhandlung Jakob!

    *  ~  *
    Einlassvorbehalt
    Personen, die rechtsextremen Parteien oder Organisationen angehören, der rechtsextremen Szene zuzuordnen sind oder bereits in der Vergangenheit durch rassistische, nationalistische, antisemitische oder sonstige menschenverachtende Äußerungen in Erscheinung getreten sind, sind von der Veranstaltung ausgeschlossen, das behalten die Veranstaltenden sich gem. §6 VersG / Art. 10 BayVersG vor.
  • 27.07.23 TRANS ANGST: Franca Parianen – Reclaim Your Hormones

    Zum Auftakt zur Reihe TRANS ANGST kommt in der CSD-Woche am 27. Juli die Neurowissenschaftlerin und Science Slammerin Franca Parianen und erklärt ebenso unterhaltsam wie wissenschaftsgetreu, warum das mit dem sogenannten „biologischen“ Geschlecht alles auch nicht so einfach ist, wie einige meinen: „Reclaim Your Hormones“ heißt ihr Vortrag.

    Donnerstag, 27.07.23 Kantine

    Reclaim Your Hormones

    Warum Sexhormone genauso wild durcheinandergehen wie Geschlechter

    Referentin: Franca Parianen

    In der Reihe TRANS ANGST

    Eine trans-solidarische Vortragsreihe für Information, Aufklärung und Diskussionsmöglichkeit zu Themen rund um Transfeindlichkeit und Anti-Gender/Anti-Woke-Hetze

    Eine Kooperation von Orchid, musikverein und Künstlerhaus im Kunstkulturquartier
    Präsentiert von Buchhandlung Jakob und Radio Z

    Einlass 19:30 Uhr, Beginn 20 Uhr
    Eintritt frei

    Männer, Frauen, wir alle dazwischen. Wer sich mit Hormonen beschäftigt, öffnet ziemlich schnell das Bücherregal der Pandora, aber wenn wir’s vor lauter Diskussionen und rausstürzenden Mythen, gleich wieder zuschlagen, kommen wir eben auch nicht an bessere Antworten. Dabei wissen wir heute so viel mehr – über Herz, Hirn und Hormone, Sex, Entwicklung und Pubertät und wie Hormone alles davon steuern. Darüber, dass Sexhormone ziemlich oft nützlich sind, aber niemals rosa oder hellblau. Und dass Hormonschwankungen alle betreffen (wenn auch manche heftiger als andere). Unsere Hormonmissverständnisse halten Frauen zurück, genauso wie jede vielschichtigere Idee on Sex und Gender. Zeit, sie aus dem Weg zu räumen!

    Homepage   Twitter   Mastodon   Instagram   Autorinnen-Website des Verlags  Foto von Anke Illing

    Dr. Franca Parianen, geboren 1989, ist Kognitions- und Neurowissenschaftlerin, Science-Slammerin und Buchautorin. Nach ihrem Bestseller „Woher soll ich wissen, was ich denke, bevor ich höre, was ich sage“ (2017) erschien von ihr u.a. „Hormongesteuert ist immerhin selbstbestimmt“ (2020) und 2023 freuen wir uns auf „Herz, Hirn und Hormone. Wie Kortisol, Testosteron und Co unser Leben steuern und warum sie besser sind als ihr Ruf.“ Außerdem ist sie Herausgeberin von „Weltrettung braucht Wissenschaft“ (2023). Franca Parianen lebt in Berlin.

    Über die Reihe TRANS ANGST:

    Transfeindlichkeit und der sogenannte „Anti-Genderismus“ ist ein Thema, bei dem bei vielen ein vages Bauchgefühl an die Stelle von Wissen tritt und das oft als Brücke von rechten und anderen frauen*- und queerfeindlichen Bewegungen zum bürgerlichen Mainstream ausgenutzt wird. Weil sich auch in Nürnberg solche Bewegungen breitmachen und solches Gedankengut verbreitet wird, wollen wir den Ängsten, der Stigmatisierung und dem Hass, die da geschürt werden, etwas entgegensetzen. Wir vom musikverein und ORCHID haben uns deswegen gedacht, wir machen eine Vortragsreihe dazu bzw. dagegen. Wir freuen uns, dass Künstlerhaus und Kunsthalle das Ganze kooperativ unterstützen.

    Den Namen TRANS ANGST haben wir u.a. wegen seiner mehrdeutigen Offenheit gewählt: Er greift sowohl die Ängste auf, die trans Menschen derzeit verstärkt durch gesellschaftliche Stigmatisierung und der (social)-medialen Ausbreitung von Transfeindlichkeit ausgeliefert sind, aber er spielt auch auf Ängste von cis Leuten vor trans Personen an, die der Hetze der Antigender-Bewegung glauben, und wo wir hoffen, mit Aufklärung etwas entgegensetzen zu können.

    Wir sind überzeugt, dass politische Bildung, Informationsangebot und Diskussionsgelegenheit gerade auch auf lokaler Ebene immer ein gutes Mittel sind, um aufzuklären und gegen solche Tendenzen zu arbeiten.

    Wir wollen mit der Reihe aber auch ein trans-solidarisches Zeichen setzen. Deswegen freuen wir uns, dass es, um die trans-solidarische Symbolwirkung noch zu verstärken, eine Reihe von politischen Gruppen und guten Läden in der Stadt gibt, die das Ganze symbolisch unterstützen, um ihre Solidarität auszudrücken: Solidarisch unterstützt von CSD Nürnberg, Dyke*March Nürnberg, DESI, Ende Gelände Nürnberg, Radio Z, Interventionistische Linke Nürnberg, Das Schweigen durchbrechen, t*time, AIDS-Hilfe Nürnberg, Filmkunsttheater Casablanca, Diversity Media e.V., Projekt 31 und die Buchhandlung Jakob!

    *  ~  *
    Einlassvorbehalt
    Personen, die rechtsextremen Parteien oder Organisationen angehören, der rechtsextremen Szene zuzuordnen sind oder bereits in der Vergangenheit durch rassistische, nationalistische, antisemitische oder sonstige menschenverachtende Äußerungen in Erscheinung getreten sind, sind von der Veranstaltung ausgeschlossen, das behalten die Veranstaltenden sich gem. §6 VersG / Art. 10 BayVersG vor.
  • 27.04.23 Dating & Sexualität in Bezug auf Rassismus – Priscilla Hirschhausen + Bar DJing mit awkward Mud

    Deep Talk About Sex! In dieser Reihe, die von der AIDS-Hilfe Nürnberg mit uns veranstaltet wird, kommt am 27. April Priscilla Hirschhausen in die Kantine und nimmt Rassismus bei Dating und Sexualität unter die Lupe. Und danach wird awkward Mud noch auflegen.

    Donnersta, 27.04.23 Kantine

    Dating und Sexualität in Bezug auf Rassismus

    Referentin: Priscilla Hirschhausen

    Danach Bar Djing: awkward Mud

    In der Reihe Deep Talk About Sex

    Kooperation von Aidshilfe Nürnberg und musikverein
    Einlass 19:30 Uhr, Beginn 20 Uhr
    Eintritt frei

    Wir beleuchten den historischen Kontext von Rassismus bezogen auf Sexualität und Dating von nicht weiß gelesenen Personen und gehen in den Erfahrungsaustausch sowie in die Selbstreflexion.
    Referentin: Priscilla Hirschhausen (sie/ihr)

    Im Anschluss wird noch awkward Mud auflegen und es gibt Raum für Gespräche.
    Bar geöffnet.

    All Genders Welcome.
    Bei Bedarf können wir Gebärdendolmetscher*innen organisieren. Hierzu ist bitte eine Anmeldung erforderlich bis 12.04.2023 an veranstaltung@aidshilfe-nuernberg.de.

    Gefördert von der „Nürnberger Partnerschaft für Demokratie“ im Bundesprogramm „Demokratie leben!“

  • 01.12.22 Das Klima des Kapitals – Buchvorstellung

    Das Buch „Das Klima des Kapitals“ ist eine Einladung zum Austausch über Wege zur Überwindung der für Mensch, Natur und Klima destruktiven Produktionsweise des Kapitalismus. Zusammen mit Ende Gelände laden wir euch zur Buchvorstellung mit einem der Herausgeber, Moritz Zeiler, ein!

    Donnerstag, 01.12.22 Kantine

    Das Klima des Kapitals

    Buchvorstellung und Diskussion mit Mitherausgeber Moritz Zeiler

    Kooperation von Ende Gelände Nürnberg und musikverein
    19:30 Uhr
    Eintritt: 5 – 7 Euro

     

    Die Klimakrise fordert unser Denken heraus, denn der Kapitalismus zwingt zur Profitmaximierung, doch diese untergräbt mit Marx gesprochen permanent die Quellen allen gesellschaftlichen Reichtums: Natur und Arbeit. Exzessiver Raubbau durch kommerzielle Landwirtschaft, massive Verschmutzung von Luft, Boden und Wasser durch die Industrie und rapide ansteigende Erderwärmung infolge enormen Energieverbrauchs haben fatale Folgen für das globale Klima.

    Manche sehen in einem Green New Deal eine Lösung, doch dieser wird bestenfalls zur Modernisierung des Kapitalismus führen, wie soll da ein Ausweg aus der Klimakrise möglich sein? Produktion, Verteilung und Konsum nach menschlichen Bedürfnissen wie auch ein respektvoller Umgang mit der Natur erfordern daher einen Bruch mit der kapitalistischen Logik. Karl Marx konnte zwar die aktuelle Klimakrise nicht vorhersehen, aber sein Werk liefert wichtige Anregungen für aktuelle Diskussionen um einen wünschenswerten Stoffwechsel von Mensch und Natur. Die Autorinnen des Buches gehen diesen Gedanken nach.

    »Das Buch versteht sich als Einladung zum Austausch über Wege zur Überwindung dieser für Mensch, Natur und Klima destruktiven Produktionsweise.« (aus der Einleitung)

    Eine Anthologie mit Beiträgen von Martina Backes, Maximilian Becker, Peter Bierl, Valeria Bruschi, Mike Davis, direction f, Alexander Dunlap, Silvia Federici, Julia Fritzsche, Ehrenfried Galander, Jan Hoff, Daniel Hofinger, Stefanie Hürtgen, Guillaume Pitron, Nora Räthzel, Christian Schmidt, Rainer Trampert und Markus Wissen.

    Moritz Zeiler hat Geschichte und Politikwissenschaften studiert. Veröffentlichungen unter anderem: »Materialistische Staatskritik. Eine Einführung« (2017) und zusammen mit associazione delle talpe »Staatsfragen. Einführungen in materialistische Staatskritik« (2009) sowie »Maulwurfsarbeit I–V« (2010–2020).

     

     

  • 18.11.22 Sexualität & Normativität – Vortrag vom Consent Calling Sexshop-Kollektiv

    Deep Talk About Sex! In dieser Reihe kommt das Consent Calling Sexshop-Kollektiv am 18.11. nach Nürnberg um über Sexualität und Normativität zu sprechen!

    Freitag, 18.11.22 Kantine

    Sexualität und Normativität

    Vortrag vom Consent Calling Sexshop-Kollektiv

    In der Reihe Deep Talk About Sex

    Kooperation von Aidshilfe Nürnberg und musikverein
    20 – 22:30 Uhr (Um 23 Uhr findet die queere Party ORCHID statt.), Einlass: 19:30 Uhr
    Bei Bedarf können wir Gebärdendolmetscher*innen organisieren. Hierzu ist bitte eine Anmeldung erforderlich bis
    10.11.2022 an veranstaltung@aidshilfe-nuernberg.de.
    All Genders Welcome.
    Eintritt: 0 – 10 Euro

    Liebe, Sex und unser Zusammenleben wird gesamtgesellschaftlich meist aus einer männlichen, cis- und heteronormativen,
    sowie monogamen Perspektive thematisiert. Doch nicht alle Menschen passen in diese Kategorien. Was macht das mit uns
    und unseren Vorstellungen davon, wie Beziehung, Sex, Begehren und Liebe dargestellt werden und wie gelingt es,
    vorgefertigte Rollenbilder aufzubrechen, ohne neue Zwänge herzustellen?
    Der Vortrag wird sich diesen Fragen unter Anderem anhand von Beispielen aus der Popkultur nähern und sie gleichzeitig
    so in Kontext zu setzen, dass die künstliche Beschaffenheit dieser Normen sichtbar und Sexualität außerhalb dieser
    Eingrenzungen greifbar wird.
    Eine Austauschrunde für Fragen und Diskussion wird es nach dem Vortrag geben.
    Referent*innen:
    Jojo und Miriam sind von „Consent Calling“, dem Sexshopkollektiv München, welches das Ziel, hat einen feministischen
    Sexshop zu eröffnen. Neben dem Shop soll in erster Linie Raum für feministische Bildungsarbeit und Austausch geschaffen werden.
    Website   Instagram

     

  • Entfällt! | 27.10.22 Kein Platz für Jüdinnen? Aktuelle Formen des feministischen Antisemitismus – Vortrag von Randi Becker

    Der Vortrag entfällt leider wegen Krankheit.

     

    Zusammen mit dem Jungen Forum der DIG bringen wir euch am 27.10. Randi Becker mit einem Vortrag zu Antisemitismus in verschiedenen Strömungen des Feminismus in den Glasbau des Künstlerhauses.

    Donnerstag, 27.10.22 Künstlerhaus 2. Deck

    Kein Platz für Jüdinnen? Aktuelle Formen des feministischen Antisemitismus

    Vortrag von Randi Becker

    Kooperation von Junges Forum der Deutsch-Israelischen Gesellschaft Nürnberg und musikverein

    Beginn 20 Uhr

    FeministInnen bezeichnen sich heute oft als „intersectional feminist“. Das soll abbilden, dass FeministInnen für sich beanspruchen, nicht nur gegen sexistische Diskriminierung zu kämpfen, sondern für einen inklusiven Feminismus stehen wollen. So versuchen aktuelle feministische Strömungen Feminismus nicht nur als Bewegung weißer Mittelstandsfrauen zu definieren, sondern Feminismus als gemeinsamen Kampf unterschiedlichster Frauen und LGBTIQ zu verstehen.

    Trotz diesem bemühen um Sensibilität gegenüber verschiedenen Diskriminierungsformen nehmen die antisemitischen Tendenzen in aktuellen feministischen Strömungen zu oder treten sichtbarer und hörbarer zutage. So gibt es eine Anzahl an (queer-) feministischen Gruppen, welche BDS (Boycott Divestment Sanctions) unterstützen, Israel Homonationalismus und Pinkwashing vorwerfen und so antizionistische und antisemitische Positionen vertreten. Antisemitismus im Feminismus ist dabei leider kein neues Phänomen sondern zieht sich durch diverse feministische Strömungen und Theorien.

    Im Vortrag führt die Referentin in verschiedene Formen von modernem Antisemitismus ein und zeigt, wie sich diese Formen auch in feministischen Theorien und Strömungen der Vergangenheit und Gegenwart finden. Sie fragt daran anschließend, wie unser Feminismus tatsächlich „intersectional“, im Sinne von alle Diskriminierungsformen reflektierend, sein kann.

    Zur Referentin:
    Randi Becker hat Sozialwissenschaften, Soziologie und Politische Theorie in Gießen, Darmstadt und Frankfurt studiert und ist Doktorandin der Universität Passau. Sie arbeitet als Lehrbeauftragte an hessischen Universitäten sowie als Dozentin der politischen Bildung vor allem zu den Themen Rassismus, Sexismus, Antisemitismus und NS-Aufarbeitung.

     

  • 31.03.22 Israelbezogener Antisemitismus in Franken

    Israelbezogener Antisemitismus ist leider auch in Franken ein Thema. Einen Vortrag mit Felix Balandat von der Recherche- und Informationsstelle Antisemitismus bringen wir euch in Koop mit dem Jungen Forum am 31. März ins Künstlerhaus.

    31.03.22 Künstlerhaus 2. OG Glasbau

    Israelbezogener Antisemitismus in Franken

    Vortrag und Diskussion mit Felix Balandat (RIAS Bayern)

    In Kooperation mit dem Jungen Forum DIG Nürnberg
    19 Uhr gehts los

    Einlass voraussichtlich 2G+, informiert euch bitte kurz vorher noch mal über den aktuellen Stand unserer Pandemieregeln.

     

    Im Mai 2021 kam es zu massiven Kampfhandlungen zwischen Israel und palästinensischen Terrororganisationen. Auch in Bayern wurden, wie schon während des Gaza-Krieges im Sommer 2014, zahlreiche 
Kundgebungen und Demonstrationen mit Bezug zum „Nahostkonflikt“ durchgeführt. Bei allen Versammlungen, die die Recherche- und Informationsstelle Antisemitismus (RIAS) Bayern beobachten konnte, waren antisemitische Inhalte festzustellen, insbesondere auch in Nürnberg. Auch abseits des Versammlungsgeschehens häuften sich antisemitische Vorfälle, die mit den Geschehnissen 
in Israel und den palästinensischen Gebieten zusammenhingen. Mussten kurz zuvor noch im besonderen Maße antisemitische Vorfälle im Zusammenhang mit der Coronapandemie dokumentiert werden, stand ab Mitte Mai nun Israel im Fokus.
    Der Antisemitismus zeigte sich einmal mehr als wandelbares Phänomen, das an aktuelle politische Entwicklungen anknüpft und sich in verschiedensten politischen und weltanschaulichen Milieus artikuliert. Dass Antisemitismus nie weit ist, wenn Israel im Fokus der Weltöffentlichkeit steht, ist nicht 
überraschend. Denn der israelbezogene Antisemitismus ist eine der gesellschaftlich weniger geächteten und somit attraktiveren Ausdrucksformen des Antisemitismus nach der Schoah.In seinem Vortrag beleuchtet RIAS-Bayern-Mitarbeiter Felix Balandat antisemitische Vorfälle in Franken, die im Bezug zu den Geschehnissen in Israel im Mai 2021 standen. Er geht der Frage nach, was israelbezogener Antisemitismus ist, und ordnet Begriffe, Akteure, Parolen und Symbole ein, die im Kontext der Kundgebungen dokumentiert wurden.
  • LIVESTREAM: eve massacre: Speculative Fiction und das Recht auf Stadt

    Sonntag, 22.03.20
    LIVESTREAM twitch.tv/evemassacre

    eve massacre: Speculative Fiction und das Recht auf Stadt

    Vortrag
    Wer mit-chatten will, einfach vorher einen Twitch-Account anlegen.

    Eigentlich war auch ein Ambient Bar DJing mit STREAMING SERVICE geplant, aber wir wissen noch nicht, ob wir’s technisch auch im Stream hinkriegen.

    19 Uhr

    “Wir können uns eher das Ende der Welt vorstellen als das Ende des Kapitalismus” ist heute zum weitverbreiteten Bonmot der Resignation geworden, ein Einknicken vor der vermeintlichen Unveränderlichkeit gesellschaftlicher Tatsachen.

    Speculative Fiction, das “was wäre wenn…?”-Genre (Science Fiction, Climate Fiction, History Fiction, Solarpunk usw.) erkundet spielerisch Parallelperspektiven auf das Jetzt und die Zukunft. Können spekulative Weltentwürfe mehr als Eskapismus sein, sondern ein kritisches Medium und politisches Werkzeug?

    Von Kriegsübungsstädten, Erdbebenrollenspielen und Robocop-Branding von Polizeiausrüstungsherstellern bis hin zu Speculative Fiction wie China Miévielles Embassytown, Naomi Aldermans The Power, Scott Westerfelds Uglies, Serien wie Dietland oder Filmen wie Born in Flames und Jurassic Park, Katastrophen wie Love Parade Duisburg, Ghostship Oakland und Grenfell London denkt dieser Vortrag an vielen Beispielen entlang und geht schließlich insbesondere auf urbane Politik, alternative Kultur und das Recht auf Stadt ein, um in einem Plädoyer gegen Sicherheit zu enden.

     

    Eve Massacre ist Künstlerin, Essayistin/Autorin, Aktivistin, Teil des Veranstaltungskollektivs Musikverein und DJ (Orchid, Messy, Dancing With TIME). Sie hält Vorträge zu Kultur der Digitalität, sowie zu pop-kulturellen sozial-politischen Themen, nie ohne queer-feministische Perspektive. Sie veröffentlichte u.a. in testcard, Analyse & Kritik, war lange auch bei Radio Z mit eigenen Sendungen aktiv (zuletzt: Future Content), und sie liebt es zu bloggen: evemassacre.de (englisch) und breakingthewaves.de (deutsch).

  • Alex Schmidt: Geschlechterkonstruktionen der „Neuen Rechten“

    Wegen des Brandes in der Kantine ist der Vortrag verlegt ins Künstlerhaus, ins 2. Obergeschoss vom Glasbau. Zugang über Touri-Info (ebenerdig, Aufzug) oder Filmhauseingang (Treppen).

    Dienstag, 12.11.19 Künstlerhaus (Glasbau, 2. OG)

    Alex Schmidt: Geschlechterkonstruktionen der „Neuen Rechten“

    In Kooperation mit Das Schweigen durchbrechen in der Reihe ‚Feminismus oder Barbarei 2

    Beginn 18:30 Uhr, Eintritt gegen Spende

    In den letzten Jahren konnte man beobachten, wie antifeministische sowie
    gegen sexuelle und geschlechtliche Vielfalt gerichtete Kampagnen ein
    breites Spektrum von Konservativen über christliche Fundamentalisten bis
    hin zur Extremen Rechten vereinen konnten. Die wütende Verteidigung des
    „biologischen Geschlechts“ und der angeblich im Kern bedrohten Familie
    sowie der Kampf gegen „Political Correctness“ und Gender Mainstreaming
    sind eine Reaktion dieses Spektrums auf die Veränderung der
    Geschlechterverhältnisse in den letzten Jahrzehnten und die
    Herausforderung des heteronormativen Geschlechterarrangements
    insbesondere durch die Kämpfe der feministischen und der LGBTI-Bewegung.
    Geschlecht und Geschlechterverhältnisse gelten dank dieser Kämpfe
    zumindest in Teilen der Gesellschaft nicht mehr als natur- oder
    gottgegebene Tatsachen, sondern als veränderbare gesellschaftliche
    Verhältnisse. Geschlecht wieder als unverrückbare Naturtatsache zu
    etablieren und die Errichtung einer starren Geschlechterordnung, in der
    Verstöße nicht geduldet werden, sind zentrale Anliegen der sogenannten
    „Neuen Rechten“ in Deutschland. In diesem Vortrag soll gezeigt werden,
    welche Funktionen und welchen Stellenwert die Kategorie Geschlecht in
    der „neu-rechten“ Ideologie hat.

  • Bini Adamczak – Beziehungsweise Revolution

    Freitag, 04.10.19 Kantine

    Bini Adamczak:
    Beziehungsweise Revolution – 1917, 1968 und kommende.
    Postrevolutionäre Depression

    In Kooperation mit Das Schweigen durchbrechen in der Reihe ‚Feminismus oder Barbarei 2

    Beginn 18:30 Uhr, Eintritt gegen Spende

    Entlang vergangener Revolutionen unternimmt Bini Adamczak in ihrem Buch »Beziehungsweise Revolution« den Versuch, der Geschichte eine Sprache abzuringen. Eine Sprache, die traurige Revolutionärinnen trösten, Geschichte neu enden lassen könnte und ausdrückt, was zu oft unausgesprochen und unartikuliert bleibt: Das Begehren nach einer anderen, einer solidarischen Gesellschaft. Bini Adamczak schreibt über kommunistische Theorie und Praxis und setzt die Ereignisse der revolutionären Bedingungen von 1917 und 1968 in ein Verhältnis der gegenseitigen Betrachtung und Kritik, das die Geschlechterverhältnisse in Vergangenheit und Gegenwart klar in den Blick nimmt.
    Wir möchten mit der Autorin über das Alte und das Neue sprechen, über vielfältige Missverständnisse, unabgegoltenes Begehren, die gegenwärtigen Verhältnisse und die Bedeutung der Geschlechter- und (Re-)Produktionsverhältnisse. Was braucht revolutionäre Theorie um nicht nur Schmuckkante der verheerenden Gegenwart zu sein? Wie heben wir die scharfen Trennungen zwischen Affektivität und Rationalität, Privatheit und Öffentlichkeit, aktiv und passiv auf?
    Beziehungsweise: Warum bildet das Geschlechterverhältnis nicht bloß den altbekannten Nebenwiderspruch, sondern liegt im »Herzen der Revolution«?

    Bini Adamczak, 1979, arbeitet als freie (lies: prekäre) Autorin und Künstlerin in Berlin. 2004 erschien Kommunismus. Kleine Geschichte, wie endlich alles anders wird, dessen englische Übersetzung Communism For Kids 2017 einen antikommunistischen Shitstorm in der US-Rechten auslöste. 2007 veröffentlichte sie Gestern Morgen. Über die Einsamkeit kommunistische Gespenster und die Rekonstruktion der Zukunft. 2017 folgten Der schönste Tag im Leben des Alexander Berkman. Vom möglichen Gelingen der Russischen Revolution sowie Beziehungsweise Revolution – 1917, 1968 und kommende. Bini Adamczak ist Mitglied der ›jour fixe initiative berlin‹.

  • SMART CITIES – Der Traum von der intelligenten Stadt-Maschine

    Sonntag, 14.07.19 Kantine

    Smart Cities

    Der Traum von der intelligenten Stadt-Maschine: Smart City-Initiativen in Europa und Indien

    Vortrag von Christian Eichenmüller mit Q&A und Diskussionsmöglichkeit
    Danach Bar-DJing

    In der Reihe Popgesellschaft, im Rahmen des Nürnberg Digital Festival

    Beginn 18 Uhr
    Eintritt auf Spendenbasis

    In Zeiten des Klimawandels versprechen sogenannte „Smart Cities“ intelligente Lösungsansätze zur Bewältigung von Umweltkrisen und hohe Lebensqualität zugleich. Die Stadt „smarter“ zu machen, so die Befürworter des Konzepts, heißt sie technologisch fortschrittlicher und effizienter werden zu lassen. Durch den Einsatz von intelligenten technologischen Lösungen sollen Ressourcen über Effizienzsteigerungen geschont und ein reibungsloses „Funktionieren“ von Städten gewährleistet werden. Das Versprechen der Stadt als intelligente und effiziente Maschine – lässt sich dieses Versprechen einlösen? Und ist dies überhaupt erstrebenswert?

    Neben der Auseinandersetzung mit den Versprechen der „Smart City“ wird der Vortrag Einblicke in laufende Forschungsprojekte zu konkreten „Smart City“-Initiativen in Europa und Indien geben.

    Christian Eichenmüller ist Doktorand am Institut für Geographie an der Friedrich-Alexander-Universität Erlangen-Nürnberg. Er forscht zum Thema Stadtentwicklung und Smart Cities in Indien.

  • „Stonewall was a riot!“ Vortrag

    Sonntag, 28.07.19 Kantine

    „Stonewall was a riot!“

    50 Jahre Gay Liberation, queere Emanzipation und Kampf für gleiche Rechte
    Vortrag von Muriel Aichberger

    18 Uhr
    Eintritt gegen Spende – beachtet die Spendenbox vom Queer Culture e.V.!

    Kooperation mit dem Queer Culture e.V.
    Im Rahmen der Prideweek des CSD Nürnberg

    „Stonewall“ quasi der Gründungsmythos einer QueerNation; eine kollektive Coming-Out-Geschichte. Endlich nicht mehr unterdrückt. Endlich zurückgeschlagen gegen die Willkür und Gewalt der Polizei. Endlich das eigene Recht erstritten, offen man selbst sein und die eigene Liebe leben zu dürfen. So sauber und geradlinig klingt es fast nach einem Spaziergang. Doch: Stonewall was a riot!

    Wir schauen genauer hin: Was ist alles geschehen damit die Gay Liberation möglich wurde? Wie war das in diesen 6 Tagen? Wer war dabei? Wie kam es dazu? Wir konsultieren zeigtenössische Dokumente, Berichte und setzen uns mit wichtigen Personen der Gay Liberation auseinander. Wir schauen, welche Auswirkungen die Riots damals hatten und welche sich bis heute fortschreiben. Wir zeichnen die Skizze der Erzählung nach und vertiefen sie zu einem farbigen, vielgestaltigen Bild um zu verstehen, was das heißt: Stonewall. Wir bleiben aber nicht nur historisch, sondern schlagen auch den Bogen in die Gegenwart und zu den ältesten und weitreichendsten Fragen der queeren Emanzipation: Rein in die Gesellschaft, oder raus aus den Konventionen? Wie schrill darf Protest sein? oder kurz: Anpassung oder Angriff, Widerstand oder Wohlfühlaktivismus?

     

    Muriel Aichberger (35) wohnt in München und engagiert sich für gesellschaftliche Vielfalt, rechtliche Gleichstellung und Chancengleichheit, sowie für Inklusion.

    Als Autor, Trainer und Speaker berät er internationale Unternehmen, lehrt an Universitäten, schreibt für Magazine und Online-Publikationen und unterstützt Vereine und LGBTIAQ-Gruppen durch Wissensvermittlung.

    Er forscht außerdem als Kunst-, Medien- und Sozialwissenschaftler mit besonderem Fokus auf Männlichkeitsforschung, nicht-binäre Geschlechterforschung und Queer-Studies.

  • PornoPop – Paula Villa

    Donnerstag, 27.06.19 Kantine

    PornoPop

    Weibliches Empowerment in der popkulturellen Gegenwart
    Vortrag von Paula Villa

    In der Reihe Popgesellschaft
    Im Anschluss Bar-DJing

    Einlass 19:30, Beginn 20 Uhr, Eintritt gegen Spende

    Das »Bemächtigungsimperativ« (Bröckling 2004) ist die Textur der Gegenwart. Und tatsächlich ist in neoliberalen Zeiten nichts so verwerflich wie ›Opfer-Sein‹. Egal also, was und wer man ist, Hauptsache man ist dies selbstermächtigt und selbstbewusst. Gerade für junge Frauen muss es daher doch enorm verlockend sein, aus der sexistischen Not eine erfolgsträchtige Tugend zu machen und ihre Selbstpornografisierung als handlungsmächtiges Empowerment zu begreifen und zu inszenieren. Das wäre  im übrigen eine traditionsreiche »weibliche List der Ohnmacht« (Honegger/Heintz 1992), deren Genealogien weit reicht, von den Kurtisanen der vormodernen Herrscher, über Josephine Baker und Mae West, Madonna, viele Frauen im HipHop und womöglich den neuen feministischen Alphamädchen, die »Knaller-Sex für Alle« fordern (Haaf/Klingner/Streidl 2008, S. 63). Kurzum: Wenn Du schon nichts ›werden‹ kannst, so mach aus jeder Not noch eine vermeintliche Tugend und biete selbstermächtigt Deinen Körper zur Lust an. Noch kürzer: Besser ficken als gefickt werden. Körpereinsatz im Dienste der Ich-AG, auch so kann Feminismus heute aussehen. Der Vortrag geht diesen Formen entlang von Beispielen aus der Populärkultur nach und diskutiert dabei Ambivalenzen und Dilemmata moderner Emanzipation.

         

    Paula-Irene Villa (Dr.rer.soc.) ist Professorin für Soziologie und Gender Studies an der LMU München. Sie lehrt und forscht zu soziologischen und Geschlechter-Theorien, Biopolitik / Verkörperungen, Care, Populärkultur und Politik.

    Neben ihren zahreichen Veröffentlichungen (hier z.B. ein Auszug vom Transcript-Verlag) ist ihre Stimme auch immer wieder zu aktuellen Diskussionen in den Medien (von SZ und DIE ZEIT bis FAZ, von Missy Magazin bis DLF u.v.m.) zu hören, wo sie immer wieder großartig erklärend und differenzierend die Schärfe aus polarisierend-zugespitzten Themen nimmt – wider den „positionalen Fundamentalismus„.

    Wenn ihr Lust habt, vorher schon mal was von ihr zu lesen, können wir z.B. auch hier „The Sargnagel talks back“ in der Missy empfehlen, wo sie sich in Replik auf einen EMMA-Text ausführlich mit Vorurteilen gegen Gender Studies auseinandersetzt.

    Wir freuen uns sehr auf ihren Abstecher in die Kantine!

  • Matrix und die Manosphere – verletzte und vernetzte Männlichkeit als Einstieg in rechtes Denken

    Donnerstag, 28.3.19 Kantine

    Matrix und die Manosphere

    Verletzte und vernetzte Männlichkeit als Einstieg in die Radikalisierung nach Rechts

    Vortrag von eve massacre
    Danach Bar DJing mit Maggie und Mo

    In der Reihe Popgesellschaft

    Einlass 19:30 Uhr, Beginn 20 Uhr

    Eintritt: frei, Spende erwünscht

       

    Frustrierte und hilfesuchende Männlichkeit findet in der frauenfeindlichen Szene der Manosphere oft in einer brodelnden Einstiegs­szene für die neue Rechte ein Zuhause. Von 4chan- und Reddit-Trolltum, über Gamergate und Dark Enlightenment, bis hin zur Pick Up Artist- und Männerrechts­szene ziehen sich Radikalisierungsstrukturen zur selbsternannten „Alt-Right“ oder Identitären Bewegung. Es ist ein loses, ideologisches Netzwerk mit durchaus sektenhaften Zügen, das taktisch vorgeht und die Aufmerksamkeitsökonomie der (sozialen) Medien für Radikalisierungs-, Manipulations- und Einschüchterungskampagnen zu nutzen weiß und sich dabei auch der Popkultur und Memes bedient. So wird im „Redpilling“ die rote Pille aus dem Film Matrix zum Bild für einen verschwörungstheoretisch-augenöffnenden Moment für misogyne und rechte Ideologie.

  • Frauen- und Queers-Streik

    Donnerstag, 31.1.19 Glasbau vom K4 (Künstlerhaus), 2. OG

    Frauen- und Queers-Streik

    Info- und Diskussionsveranstaltung

    Koop der Initiative zur Gründung eines Frauenstreikkomitees in Nürnberg und dem musikverein

    Eintritt frei

    Gegen Sexismus und Rechtsruck! Für Gleichstellung und Selbstbestimmung! Für einen Frauen*streik in Nürnberg!

    Im letzten Jahr sind Frauen*¹ überall auf der Welt auf die Straße gegangen: In Spanien verließen am 8. März Millionen von Frauen* ihre Arbeitsplätze, sie störten den Verkehr und verweigerten die Hausarbeit. Das Land war in großen Teilen lahmgelegt und der Streik bekam extrem große Aufmerksamkeit und Zustimmung. In Chile kämpften Frauen* gegen Sexismus, indem sie Universitäten besetzten. In Argentinien und Polen demonstrierten unzählige Frauen* für ihr Recht auf Selbstbestimmung.

    Auch in Deutschland gab es schon mal einen Frauen*streik. 1994 haben eine Million Frauen* gegen schlechte Arbeitsbedingungen, den Abbau von Sozialleistungen und für ein Recht auf körperliche und sexuelle Selbstbestimmung gestreikt.

    Wir denken, dass derzeit in Deutschland wieder die Notwendigkeit und die Möglichkeit besteht, einen bundesweiten Frauen*streik durchzuführen. Wir wollen eine breite Öffentlichkeit für feministische Themen schaffen und möglichst viele Menschen bewegen, gegen Sexismus aktiv zu werden. Wir wollen dem aktuellen Rechtsruck und rechten Frauen*bildern die Forderung nach Gleichstellung und Selbstbestimmung entgegensetzen.

    Es gibt viele Gründe für einen Frauen*streik. Die Forderungsliste beginnt bei ungleichen Löhnen, hört da aber noch lange nicht auf. Denn wir finden, dass sich ein Frauen*streik nicht nur auf Lohnarbeit beschränken, sondern auch Bereiche einbeziehen sollte, in denen Frauen* unbezahlt arbeiten: in der Familie, in der Beziehung, im Alltag, in der Politik und so weiter.

    Wir wollen uns nicht mehr zwischen Beruf und Privatleben zerreißen müssen und weniger Geld für die gleiche Arbeit erhalten. Wir haben genug davon, dass ein Großteil unserer Arbeit nicht mal als solche anerkannt wird. Wir haben genug davon, dass Armut auch in Deutschland vor allem Frauen* betrifft. Wir haben genug davon, dass wir im Alter schlechtere Renten bekommen. Wir haben genug davon, dass an unseren Arbeitsplätzen, in der Klinik, in den Altenpflegeeinrichtungen, in den KiTas, an der Kasse, schlechte Arbeitsbedingungen herrschen. Wir haben genug davon, dass Frauen*projekte wie zum Beispiel Frauen*häuser nicht genug Geld bekommen. Und wir haben genug davon, dass manche von uns jeden Tag Rassismus erfahren.

    Wir werden die festgefahrenen und diskriminierenden Strukturen nicht weiter hinnehmen und wollen gemeinsam für unsere Rechte kämpfen. Wie kann das aussehen? Das wollen wir mit euch diskutieren und auf den Weg bringen.

    Darum kommt zu unserer Infoveranstaltung zum Thema Frauen*streik am 31. Januar und bringt eure Freund*innen und Bekannten mit.

    Es wird kurze Inputs geben zur Geschichte des Frauen*streiks, zur Notwendigkeit politischer Streiks und zum Stand der aktuellen Streikbewegung in der BRD. Anschließend soll über einen Frauen*streik in Nürnberg diskutiert werden.

    In über zwanzig Städten, darunter auch Augsburg und Bamberg, haben sich bereits Komitees gegründet, die auf einen bundesweiten Frauenstreik* für 2019 und/oder 2020 hinarbeiten. Wir wollen nun auch in Nürnberg mit euch zusammen ein solches Komitee gründen. Wenn ihr Lust habt, mitzuarbeiten, dann kommt zur Infoveranstaltung am 31. Januar oder schreibt uns. Im Februar soll es ein weiteres Planungs- und Vernetzungstreffen geben.


    ¹ Für uns bezieht ein Frauen*streik alle Menschen ein, die von struktureller geschlechtsspezifischer Diskriminierung betroffen sind, also Frauen, Queers und andere Personen. Im Text wollen wir das durch ein Sternchen hinter dem Begriff „Frauen“ zum Ausdruck bringen. Queers sind Personen, die sich nicht einer der Geschlechterkategorien „Mann“ und „Frau“ zuordnen.

  • Die Gewalt der Musik: Techno und gesellschaftlicher Gehorsam

    Mittwoch, 23.01.19 Kantine

    DIE GEWALT DER MUSIK

    Techno und gesellschaftlicher Gehorsam

    Vortrag von Iris Dankemeyer
    Danach DJs

    20 Uhr
    Eintritt frei, Spende erwünscht

    In der Reihe

    Techno begann als Revolte gegen die Unterhaltungskultur. Die neue Musik wollte nicht mehr als akustische Hintergrundkulisse zur Vermeidung von Einsamkeitsgefühlen vor sich hindudeln oder in Diskotheken als Animiermelodik die Lügen der love songs verbreiten. Sie erschuf dagegen mit konsequent geilem Bumsbeat eine eigene Clubkultur und ein neues Gemeinschaftsgefühl. Wo die Ohren zuvor von bekömmlichen Tönen verweichlicht worden waren, forderte Techno zwingend und kompromisslos Gehorsam. In Berlin wurde aus einer anfangs noch in Tresoren und Bunkern abgeschotteten Subkultur binnen weniger Wendejahre zuerst eine Massenkundgebung mit verzehntausendfachter Mitläuferzahl. Bis heute ist die Partykultur ein Standortfaktor der Kreativindustrie. Die Instrumentalisierung von Techno zur Generalhymne der „arm, aber sexy“- Ideologie hat geholfen, die prototypische Existenzweise des Prekariats gegen deren eigene politische Interessen durchzusetzen. Wer die Arbeitslosigkeit mit dem Ende der Arbeit verwechselt, braucht keine Freizeit und keinen Feierabend zur Kompensation der Arbeitsstunden, sondern ein Nachtleben, das zur neuen Vollzeitaufgabe wird.

    Der Vortrag erinnert an das, was Techno einmal ausdrückte: das Lebensgefühl der untergegangenen Industriestadt Detroit. Hier entstanden die dystopischen Zukunftsklänge zum einen als musikalische Emanzipation von den Standards der „race music“, zum anderen als verzweifelte Reaktion auf die Erfahrung von Verwahrlosung, Armut und Gewalt. Wie konnte aus der Not der amerikanischen „Techno City“ eine Tugend der selbsternannten „Hauptstadt der Clubkultur“ Berlin werden? Und warum eignete sich ausgerechnet die musikalische Negation der Popkultur als Exportschlager und Massenkulturware fürs gesamtdeutsche Gemeinschaftsgefühl? Ist es die Gewalt der Musik, die noch heute Individuen in mythischen Tanztempeln zusammenführt, wo sie sich durch eine gemeinsame Sache glücklich verbunden fühlen und nicht als Konkurrenten durch ein abstraktes Gesetz getrennt?
    Oder ist Techno die Musik der Gewalt, die Hörige in einen konformistischen Kollektivritus zwingt und ihnen das Gesetz der Gesellschaft mit bis zu 150 Schlägen pro Minute einprügelt?

    Zur Vortragenden:

    Iris Dankemeyer studierte Soziologie und Sozialpsychologie in Hannover und Philosophie und Neuere deutsche Literatur in Berlin. Nach dem Ende des Studiums 2008 arbeitete sie als freie Autorin (u.a. für konkret, jungle world, De:Bug, testcard), mit den Schwerpunkten Musik- und Kulturkritik, Feminismus und Neosexualitäten.

    Ab 2010 begann sie, zusammen mit dem Künstler Ernst Markus Stein eine Konzert- und Performancereihe in Berlin und New York zu organisieren. Seitdem richtete sie zahlreiche Veranstaltungen der seltsameren ästhetischen Art aus; beispielsweise das dreitägige Happening „The Will Of An Eccentric“ auf einem Mecklenburger Resthof; zusammen mit der Künstlerin Johanna Daab die installative Abendrevue „DREAMLAND. A Night Of Spectacle“ für die Julia-Stoschek-Collection Düsseldorf; zuletzt das zweitägige Festival „Das Naturschöne“ auf einem Brachland der deutschen Bahn in Hamburg.

    Anschließend schrieb sie von 2013 bis 2017 an der FU Berlin im Fach Philosophie eine Dissertation über „Die Erotik des Ohrs. Musikalische Erfahrung und Emanzipation nach Adorno“. Parallel unterrichtete sie am Design Department der Hochschule für Angewandte Wissenschaften Hamburg („Hegel versus Hollywood: Adorno in Los Angeles“ SoSe 2013/ „Texte zur Veränderung der Welt: Kant, Hegel, Marx, Freud“ WS 2013/14 /“On Popular Music“ SoSe 2014/ „Social Media Is The Message: Alltagsrituale und Bewusstseinsformen der Kommunikationstechnologie“ WS 2016/17).

    Ihre Interessengebiete umfassen vor allem Sozialphilosophie, Dialektik, psychoanalytische Kulturtheorie und materialistische Ästhetik.

    In ihrer freien Zeit versucht sie, das altmodische Handwerk der Zauberei zu erlernen.

    Foto: Matthias Ritzmann

    Plakat: eve massacre

     

  • „Can’t hug every cat“ – Vortrag entfällt.

    Der Vortrag entfällt leider und wird evtl. zu einem späteren Zeitpunk nachgeholt.

    Mittwoch, 07.11.18 Kunsthaus

    „Can’t hug every cat“
    Aufmerksamkeitsökonomie und Folgen

    Vortrag von eve massacre
    Moderation: Matthias Dachwald

    Beginn 19 Uhr
    Eintritt: 3€

    In der Reihe POPGESELLSCHAFT
    Begleitprogramm der Ausstellung NEWS FLASH #message #socialmedia #artists

    eve massacre richtet in diesem Vortrag einen einführenden Blick auf die Aufmerksamkeitsökonomie, von der die Struktur sozialer Plattformen und darüber auch der öffentliche Diskurs heute geprägt sind. Was macht es mit uns, wenn unsere soziale Kommunikation ebenso wie die Art, wie wir uns über unsere Gesellschaft informieren und wie wir uns öffentlich mit ihr auseinandersetzen über Metrik strukturiert werden? Über Likes und Ranking? Wie wirkt sich das offline aus?

    Wie Zeynep Tufekci schreibt: „Is the internet good or bad? Yes.“ Denn partizipatorische Kultur und die verstärkende Funktion von Social Media werden oft genutzt, um gesellschaftliche Misstände sichtbar zu machen, sie bringen uns einander näher, zeigen uns verschiedenste Perspektiven auf die Welt, erweitern unseren Blick. Aber wenn Gegner der offenen Gesellschaft die typische Ausdrucksformen sozialer Plattformen und ihrer Aufmerksamkeitsökonomie wie Meme- und Trollkultur für Desinformation und rechtspopulistische Beeinflussung von Journalismus und gesellschaftlichem Diskurs einsetzen, gilt es sich zu fragen: Wie funktioniert das, wie gefährlich ist das und was gibt es dem entgegenzusetzen?

     

  • POPGESELLSCHAFT 5: Schwarz Rot Pop – Thorsten Hindrichs

    POPGESELLSCHAFT 5: Schwarz Rot Pop – Thorsten Hindrichs

    Donnerstag, 12.07.2018 – 20:00

    POPGESELLSCHAFT 5:

    Thorsten Hindrichs: Schwarz Rot Pop

    Popmusik im Echoraum des Rechtspopulismus

    Vortrag + Bar-DJing

    Zentralcafé
    Eintritt: gegen Spende

    So klingt die neue Mitte heute

    Von vorgeblich unpolitischen Selbstpositionierungen bis zu unverkrampften Sommermärchen, vom eigentlich ganz anders Gemeinten bis zu »das wird man doch noch sagen dürfen«-Attitüden, von Eskapismus bis Populismus: Wenn jede Gesellschaft genau die Musik hervorbringt, die ihrer Verfasstheit entspricht, dann eröffnet der Blick auf aktuelle deutsche Popmusik Einsichten, die noch deprimierender sind, als Martin Büssers Bestandsaufnahme zum Klang der »Neuen Mitte« es vor gut zehn Jahren befürchten ließ.

    Philipp Burger von Frei.Wild hält das Wort völkisch für »Geschmackssache«, MIA hingegen findet, derweil sie »neues deutsches Land« betritt, das Weltbild von Frei.Wild zum Kotzen. Xavier Naidoo sieht ›da oben‹ nur noch Marionetten, Kollegah will kein Antisemit sein, findet nicht so gut, dass die Juden »sich immer in diese Opferrolle setzen« … Die Liste lässt sich problemlos fortsetzen, denn immer mehr deutschsprachige Musikerinnen und Musiker fischen an neuen politischen Ufern, und aus den rechtspopulistischen Echoräumen, den sozialen Medien, Blogs und Foren, schallt viel Zustimmung zurück.

    Auch für 2016 meldet der Bundesverband Musikindustrie, dass sich »der Erfolgskurs deutschsprachiger Musik bzw. Musik heimischer Künstlerinnen und Künstler fortsetzt«. Thorsten Hindrichs blickt auf diese heimischen Künstlerinnen und Künstler der letzten zwanzig Jahre und zeigt, quer durch alle Genres, wie reaktionäre und rechte Einstellungen in ›deutscher‹ Popmusik widerhallen.

     

    Thorsten Hindrichs, geboren 1969, studierte Musikwissenschaft, Sonderpädagogik und Italienisch in Köln, Perugia und Mainz. Seit 2002 ist er wissenschaftlicher Mitarbeiter in der Abteilung Musikwissenschaft der Johannes Gutenberg-Universität. Er kennt sich ziemlich gut mit rechter Musik und RechtsRock aus und ist deswegen auch in der politischen Bildungsarbeit unterwegs. 2015 hat er für den Dokumentarfilm »Deutsche Pop Zustände« die wissenschaftliche Beratung übernommen, zuletzt hat er gemeinsam mit Andreas Linsenmann 2017 den Sammelband »Hobsbawm, Newton und Jazz – Zum Verhältnis von Musik und Geschichtsschreibung« herausgegeben. Außerdem spielt er sehr sehr gerne Gitarre. Wer mehr über ihn wissen möchte: Er ist ganz leicht in allen möglichen Suchmaschinen zu finden. Das Buch „Schwarz Rot Pop“ soll im Juni im Ventil Verlag erscheinen.