27.10.22 Kein Platz für Jüdinnen? Aktuelle Formen des feministischen Antisemitismus – Vortrag von Randi Becker

Zusammen mit dem Jungen Forum der DIG bringen wir euch am 27.10. Randi Becker mit einem Vortrag zu Antisemitismus in verschiedenen Strömungen des Feminismus in den Glasbau des Künstlerhauses.

Donnerstag, 27.10.22 Künstlerhaus 2. Deck

Kein Platz für Jüdinnen? Aktuelle Formen des feministischen Antisemitismus

Vortrag von Randi Becker

Kooperation von Junges Forum der Deutsch-Israelischen Gesellschaft Nürnberg und musikverein

Beginn 20 Uhr

FeministInnen bezeichnen sich heute oft als „intersectional feminist“. Das soll abbilden, dass FeministInnen für sich beanspruchen, nicht nur gegen sexistische Diskriminierung zu kämpfen, sondern für einen inklusiven Feminismus stehen wollen. So versuchen aktuelle feministische Strömungen Feminismus nicht nur als Bewegung weißer Mittelstandsfrauen zu definieren, sondern Feminismus als gemeinsamen Kampf unterschiedlichster Frauen und LGBTIQ zu verstehen.

Trotz diesem bemühen um Sensibilität gegenüber verschiedenen Diskriminierungsformen nehmen die antisemitischen Tendenzen in aktuellen feministischen Strömungen zu oder treten sichtbarer und hörbarer zutage. So gibt es eine Anzahl an (queer-) feministischen Gruppen, welche BDS (Boycott Divestment Sanctions) unterstützen, Israel Homonationalismus und Pinkwashing vorwerfen und so antizionistische und antisemitische Positionen vertreten. Antisemitismus im Feminismus ist dabei leider kein neues Phänomen sondern zieht sich durch diverse feministische Strömungen und Theorien.

Im Vortrag führt die Referentin in verschiedene Formen von modernem Antisemitismus ein und zeigt, wie sich diese Formen auch in feministischen Theorien und Strömungen der Vergangenheit und Gegenwart finden. Sie fragt daran anschließend, wie unser Feminismus tatsächlich „intersectional“, im Sinne von alle Diskriminierungsformen reflektierend, sein kann.

Zur Referentin:
Randi Becker hat Sozialwissenschaften, Soziologie und Politische Theorie in Gießen, Darmstadt und Frankfurt studiert und ist Doktorandin der Universität Passau. Sie arbeitet als Lehrbeauftragte an hessischen Universitäten sowie als Dozentin der politischen Bildung vor allem zu den Themen Rassismus, Sexismus, Antisemitismus und NS-Aufarbeitung.

 


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