eve massacre: Speculative Fiction und das Recht auf Stadt

Mittwoch, 27.11.19 Kantine

eve massacre: Speculative Fiction und das Recht auf Stadt

Vortrag und danach Ambient Bar DJing mit STREAMING SERVICE

Beginn 20 Uhr
Eintritt: gegen Spende

“Wir können uns eher das Ende der Welt vorstellen als das Ende des Kapitalismus” ist heute zum weitverbreiteten Bonmot der Resignation geworden, ein Einknicken vor der vermeintlichen Unveränderlichkeit gesellschaftlicher Tatsachen.

Speculative Fiction, das “was wäre wenn…?”-Genre (Science Fiction, Climate Fiction, History Fiction, Solarpunk usw.) erkundet spielerisch Parallelperspektiven auf das Jetzt und die Zukunft. Können spekulative Weltentwürfe mehr als Eskapismus sein, sondern ein kritisches Medium und politisches Werkzeug?

Von Kriegsübungsstädten, Erdbebenrollenspielen und Robocop-Branding von Polizeiausrüstungsherstellern bis hin zu Speculative Fiction wie China Miévielles Embassytown, Naomi Aldermans The Power, Scott Westerfelds Uglies, Serien wie Dietland oder Filmen wie Born in Flames und Jurassic Park, Katastrophen wie Love Parade Duisburg, Ghostship Oakland und Grenfell London denkt dieser Vortrag an vielen Beispielen entlang und geht schließlich insbesondere auf urbane Politik, alternative Kultur und das Recht auf Stadt ein, um in einem Plädoyer gegen Sicherheit zu enden.

 

Eve Massacre ist Künstlerin, Autorin, Teil des Veranstaltungskollektivs Musikverein und DJ (Orchid). Sie hält Vorträge zu Kultur der Digitalität, sowie zu pop-kulturellen sozial-politischen Themen, nie ohne queer-feministische Perspektive. Sie veröffentlichte u.a. schon in testcard, Analyse & Kritik, war lange auch bei Radio Z mit eigenen Sendungen aktiv (zuletzt: Future Content), und sie liebt es zu bloggen: evemassacre.de (englisch) und breakingthewaves.de (deutsch).


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