Schlagwort: K4

  • ORCHID Queer Night

    Freitag, 16.11.18 Kantine

    ORCHID

    Indiedanceriotpopelectrobass QUEER night
    dj & host: eve massacre
    very dear und special guest dj: not betty

    23-5 Uhr
    Eintritt: Zahl was du kannst zw. 6-8€

    ƪ(‘-’ ƪ)(/_ _ )/♪へ(-。-へ)♪(/_ _ )/

    ORCHID ist eine Party, bei der statt Gay/Lesbian-Regenbogen-Hochglanz-Klischees die offene dirty Queer-Vielfalt zelebriert wird. Das spiegelt sich in geschmackssicherer Musikauswahl jenseits des Rosa-Mainstream-Geblubbers wieder, gebrochen mit gut dosierten geschmacksverunsichernden Trash-Momenten. We are post-cool, we are community. Von Musik über Flyerartwork bis zu Deko: alles im Geiste einer Queer Avantgarde/DIY Punk/Antifashista/Fashionista Idee.

    ORCHID versucht, nicht nur hedonistischer Community-Party-Treffpunkt zu sein, sondern hilft mit dem erfeierten Erlös über den Musikverein auch queere Künstler zu supporten und ein bisschen mehr urban international Queer Culture nach Nürnberg zu bringen – Mykki Blanco, Xiu Xiu, Le Tigres J. Sampson, Austra, SSION, Patrick Wolf, Hunx & His Punx, Le1f uvm. waren schon da.

    For all you fags & dykes & friends & dancers & closet dancers & queens & riot people & bears & brothers & lovers & sisters & misters & queers & dears & discoteers & gays & drrrty butchez & nancy boys & Xenas & antisexuals & androgynous art fags & shapeshifters & breeders & homotrash & leathermen & lipstick lezzies & camp vamps & funky hunks & trans bees & kittens & dancing queens & divas & pre-op humans & anti-barbies & fagetarians & genderpunks & ghosts & moustache dykes & post-30-anythings & hairy fairies & & ugly huggies & part-time zombies & age-resistant-scenesters & pre-op unicorns & post-rainbowgays & snoop doggy dykes & otters & superwomen & not-so-super-women & vagitarians & werepandas & post-sexuals & boys who love girls who look like boys, ach – ach! – all queer creatures of the night BUT PLZ: No hools, no fools!

    ʅ(。◔‸◔。)ʃ

    ORCHID ist eine Queer Party, die auf all die rosa Mainstreamklischeeparties mit einer intimeren Undergroundvariante im Zentralcafé kontert, bei der alle willkommen sind, die jenseits einer heteronormativen Partyroutine feiern wollen. Host und Resident DJ ist Eve Massacre, alles unter den Fittichen von www.musikverein-concerts.com

  • DRAMA mit MECHATOK

    DRAMA mit MECHATOK

    Freitag, 05.10.18

    DRAMA

    post-genre clubbing
    mit

    MECHATOK

    Kantine (schräg gegenüber vom Eingang zum Zentralcafé auf der anderen Straßenseite der Königstormauer)

    23-5 Uhr

    Eintritt: Zahl was du kannst zwischen 6-9€

    Post-genre clubbing.

    At DRAMA safe space meets radical urban club culture.

    We play electronic club music.

    DRAMA is jus your basic lil community clubbing experience from the block.

    DJs: eve massacre + philip manthey + MAUNZ + dana. (Trouble In Paradise)

    Visuals: Prizesin Haralt

    and special guest:

    MECHATOK

    ? ?  ?staycore?presto?!? ? ?

                 

    Timur Tokdemir aka Mechatok hails from Munich but now calls Berlin his home. With his debut ‚See Thru‘ EP the young producer exhibited a rare gift of honing a distinct and unique style at quite a young age. In May 2018 the artist is back with his highly anticipated sophomore EP ‚All My Time‘ on Lorenzo Senni’s Presto?! Records.

    The allure of Mechatok’s music can be partly traced back to the fact that he’s a classically trained instrumentalist. In his DJ sets Mechatok juggles club music, melodic pieces and rap, conveying feels from vulnerability to bliss. In his mixes, Mechatok tells stories of melancholy, which also radiate with uplifting energy. Much more than just a club kid, Mechatok has also shown his face as a top-notch pop producer, as can be heard in his instrumental for „Schemin“ featuring Uli K and Yung Lean or the remix for Mr Mitch’s „VPN“ on Planet Mu.

    In November 2017 Mechatok completed his first tour of Asia, including live performances with visual artist Kim Laughton.

  • BAR NIGHT: Fipsigs Trinktheater

    Donnerstag, 6.12.19

    FIPSIGS TRINKTHEATER

    Trinktheater mit Fipsig und friends

    Ab 20 Uhr, Eintritt frei

  • KAPUT KRAUTS + PUKE PUDDLE + TODESKOMMANDO ATOMSTURM

    KAPUT KRAUTS + PUKE PUDDLE + TODESKOMMANDO ATOMSTURM

    Freitag, 12.10.18

    KAPUT KRAUTS

    Szenepolizei-Punk aus Berlin

    PUKE PUDDLE

    Magic moshdoom for the weird & needy

    TODESKOMMANDO ATOMSTURM

    Punk aus München

    Nach der Show gibt’s noch DJs!

    Kantine (schräg gegenüber vom Eingang zum Zentralcafé auf der anderen Straßenseite der Königstormauer)

    Einlass 20:30, Beginn 21 Uhr

    Eintritt: Zahl was du kannst zwischen 10-13€


    Style? Message? Attitüde?
    Check, Check und nochmals Check!

    Aus latenter Unzufriedenheit resultiert ein generelles Dagegensein, ohne jetzt unbedingt wissen zu müssen, wofür man eigentlich ist. Ventilfunktion? Auf jeden!KAPUT KRAUTS pendeln dabei zwischen Punkrock und Hardcore, zwischen Wortwitz und politischem Anspruch, zwischen Ruhrgebiet und Berlin. 2003 aus Jugendzentrum-Allstar-Bands entstanden, ein paar Jahre im Keller gereift, wird nun in fachmännischer Handwerkskunst das Klischee der Klischeefreiheit bedient. Schublade? Aber Hallo!

    Nach zwei Alben, vier Splits und Auftritten bei Festivals wie dem Hamburger Hafengeburtstag oder dem Fusion Festival scheint es inzwischen ein bisschen ruhiger um die Band geworden zu sein. Die Auftritt sind weniger geworden, also ein Grund mehr, sich auf ein Konzert in Nürnberg zu freuen. Schließlich waren sie hier seit 2015 nicht mehr zu Gast.

    „In der Kür wird dann ordentlich gerotzt und geschimpft und Krach gemacht, trotzdem sind Melodien und ein toller Bass dabei und ach, so wünsche ich mir das, es ist ein bisschen geistreich, dazu ein bisschen Geschrei, Humor und vor allem kommen die KAPUT KRAUTS jedweden stumpfen Quatsch aus.“
    OX-Fanzine zu „Straße, Kreuzung, Hochhaus, Antenne“

    „Überhits der Scheibe: “Das kompromistische Manifest“, “Ergebniskosmetik“, “Auf Verfahren eingestellt“, “Selbstverständlich“, “Use Your Disillusion“, die restlichen sind die Hits.“
    Uglypunk Punkrock-Zine zu „Straße, Kreuzung, Hochhaus, Antenne“

    „Eins vorweg: Wir haben es hier zweifellos mit einer der besten deutschsprachigen Veröffentlichungen der Gegenwart zu tun.“
    OX-Fanzine zu „Quo vadis, Arschloch?“

    „Über Geschmack lässt sich streiten. Uns geht es vielmehr darum aufzuklären, warum der Staat, hier in Gestalt der Behörde für Wirtschaft, Verkehr und Innovation, linksextremen Musikgruppen und deren verrohtem, antidemokratischem Liedgut auf einem der eindrucksvollsten Feste eine Bühne bietet“
    AfD-Fraktion Hamburg zum Auftritt auf dem Hamburger Hafengeburtstag

    „Punkrock mit genau dem richtigen Maß an gehaltvoller Attitüde, astreine Typen, und wenn sie Bock haben spielen sie auch gute Auftritte.“
    Bierschinken

    „Es war ein Geburtstagsgeschenk für meinen Freund, die Lieferung war schnell und absolut Problemlos. Über Geschmack läßt sich nicht streiten, mein Fall ist die Musik nicht. Ansonsten hab ich nix auszusetzen.“
    Amazon Bewertung

    Wiener_innen aus dem Cut Surfac/Wilhelm Show Me The Major Label-Umfeld spielen bekannterweise gerne in hundert stilistisch sehr unterschiedlichen Bands gleichzeitig, so auch Tina Bauer (LEVIE, Falle, Terz Nervosa) und Ana Threat (Kristy and the Kraks, Sektstress, The Boiler). Für die gemeinsame Sache PUKE PUDDLE treten die beiden als tightes Hardcore-Tag-Team mit mit Synth, Schlagzeug und Geschreie aufs Tapet: Magic moshdoom for the weird & needy.

    TODESKOMMANDO ATOMSTURM aus München machen seit 2008 zusammen Musik. Das Bandkonzept basiert auf der gemeinsamen Liebe zu turbulenten Wasserrutschen, konspirativen Gangaktivitäten und diesem Punk-Ding. Die Fachpresse lässt verlauten, die Band spiele modernen, an manchen Stellen fast schon hymnisch anmutenden Punkrock mit famosem Gespür für eingängige Melodien, ordentlich Pfeffer im Arsch und einem gediegenen, formvollendet angepissten Rotzgesang. Textlich werden bissige, politische Themen stets mit einem persönlichem Bezug und einer angemessenen Portion Ironie behandelt ohne dabei plakativ zu sein oder den Zeigefinger zu erheben. Texte für Studenten, Mucke für die Strassenkids – Mittelfinger statt Zeigefinger, Herz und Hirn vor Klischee.

     

  • DIVES + SOFT GRID + CRYPTIC COMMANDS + AGI NAJÚ

    Mittwoch, 31.10.18 Kantine

    DIVES

    IndiePop / Garage Punk / Surf Rock

    SOFT GRID

    Krautrock, Experimental Pop

    CRYPTIC COMMANDS

    Indie, Twee Pop, Power Pop, Garage Punk,

    AGI NAJÚ

    electronic experimental (ex-AGIKAKALUNA!)

    Einlass 20:30, Beginn 21 Uhr
    Eintritt: Abendkasse: Zahl was du kannst zwischen 9-12€ / Vorverkauf. zzgl. Gebühr 9€ 

     

    Die Band DIVES wurde im Februar 2016 gegründet und in kürzester Zeit waren die 3 Musikerinnen fest im Netz des Wiener Underground eingewoben. Startpunkt dieser fantastischen Formation war das Girls Rock Camp 2015, wo sich die Protagonistinnen kennenlernten. Voller Selbstvertrauen sperrten sich DIVES im Mai 2017 gemeinsam mit dem Wiener Soundtüftler, Musiker und Produzenten Wolfgang Möstl (Mile Me Deaf, Sex Jams, Clara Luzia, Melt Downer…) ins Studio um ihre ersten Songs einzuspielen. Das Ergebnis sind die sechs Titel ihres ersten Releases, dem nach der Band selbst benannten Mini-album DIVES. Der Prozess war schnell, auf den Punkt und voll von gegenseitigen Vertrauen.

    DIVES sind facetten- und abwechslungsreich. Der einprägsame zweistimmige Gesang von Tamara Leichtfried und Viktoria Kirner drückt eine Stärke aus, häufig formuliert als Forderung an ein Gegenüber. Es finden sich sonnige Surf-Momente wie auf dem Opener „Shrimp“, verspielte Fragemente wie in „Roof“, verträumt-hymnisches („Tomorrow“) und markanter Garage-Punk („Squeeze“). Dieser Stilmix kommt alles andere als fragil daher. DIVES schaffen es ein markantes Statement zu setzen, sich nicht an aalglatter Popphantasie zu orientieren. Vergleiche mit internationalen Szene-Größen können ohne falsche Bescheidenheit problemlos Stand halten. Referenzen wie die zeitgenössische La Sera, La Luz oder L.A. Witch drängen sich auf. Unbewusste Einflüsse der frühen 1980er wie The Shop Assistants, Black Tambourine oder Altered Images lassen sich beim zweiten Hinhören vermuten. Man kann auch noch weiter zurückgehen in die goldenen Zeit der Girlbands wie Shangri-la’s.

    Aber keine Angst – hier wird es nicht allzu nostalgisch. DIVES umgibt vielmehr eine Aura der unbeschwerten Jugendlichkeit. In ihren Songs besingen sie die Freuden aber auch die Mühseligkeiten des wilden jungen Lebens. Aber ganz ohne pathetischer Teenage Angst. Zu sehr blicken sie nach vorne, der Beat – ein Rhythmus. Hinaus in die Welt. Wir werden gespannt verfolgen wo sie bei ihrem Höhenflug weiter hin segeln.

    photo: Tina Bauer

    SOFT GRID ist ein experimentelles Pop Trio aus Berlin. In ihren energetischen Liveshows vermischen sie diverse Musikstile zu einem vielköpfigen freundlichen Monster. Dreistimmiger Gesang legt sich über treibende Kraut Rhythmen, eingängige Hooks und heftige Synthiegewitter, manchmal verletzlich, manchmal krachig. Ein zusammenhängender, vor sich hin mäandernder Strom bei dem sich aus jeder musikalischen Idee bereits die nächste herausschält, mitreißend, vertrackt und voller Energie.

    Soft Grid’s Debutalbum „Corolla“ erschien 2016 auf Antime. Ihr zweites Album „Agency“ wurde 2017 bei Tobias Levin aufgenommen und gemischt.

    Soft Grid besteht aus Theresa Stroetges (Golden Diskó Ship), Jana Sotzko (Ex-The Dropout Patrol) und Christian Hohenbild.

    “Aus dem Urschaum von Improvrock und Synthiepop schälen sich gleich zwei Berliner Göttinnen des leidenschaftlichen Krachs: Jana Sotzko und Theresa Stroetges, letztere auch bekannt als Golden Diskó Ship, erstere von der Band Dropout Patrol. Zusammen mit dem Schlagzeuger Sam Slater sind sie Soft Grid und entfesseln auf ihrem Langspieldebüt Synthiestürme, Gitarrengewitter, Geigenentgleisungen sowie Stimmband- und Kehlkopforgien.” ZEIT ONLINE

    “Dabei wechselt das Trio so leichtfüßig zwischen leise und laut, springt so rasch von Stil zu Stil, dass es den Eindruck erweckt, man lausche einer spontanen Improvisation. Doch die scheinbare Leichtigkeit ist sorgfältig erarbeitet, jeder abrupte Bruch penibel geplant.” SPEX

    “Denn was die Multiinstrumentalistinnen Theresa Stroetges (Golden Diskó Ship) und Jana Sotzko (The Dropout Patrol) sowie Drummer Sam Slater da in fünf opulenten und wendungsreichen Stücken hinlegen, gehört zum Besten, was dieses Jahr erschienen ist. Dabei changiert das Trio zwischen Krautrock, Indietronica, Songwriter, Orientcore – sagen wir doch einfach: zwischen allen möglichen Musiken. So klingt wirklich vielschichtiger Sound – manuell und maschinell erzeugt –, der gegenwärtiger kaum sein könnte. ” TAZ

    photo: Louisa Zimmer


    Das vom Duo zum Vierergespann angewachsene Musikprojekt „Cryptic Commands“ kredenzt live ein mehrgängiges amerikanisch geprägtes Indie-Rock- Menü. Alles aus erlesensten Zutaten, in mühsamer Handarbeit geerntet und im Proberaum geputzt, geschält und vorgegart. Es wird klassische Kost der 90er Jahre Küche, mit modernen kulinarischen Akzenten versehen, serviert. Süß trifft Sauer, Frisches auf Eingelegtes, Super-Food auf Tiefkühlpizza. Raus kommt dabei ein Lo-Fi Powerpop Gemisch, das durch catchy Melodien und kryptische Texte besticht. Eine Gaumenfreude für Jung und Alt!

    AGI NAJÚ macht experimentelle elektronische Musik und war vorher unter dem Namen AGIKAKALUNA! unterwegs.

  • LINGUA NADA + PAULINCHEN BRENNT

    Donnerstag, 2.5.19 Kantine

    LINGUA NADA

    Höchstexplosiver Indie-Noisepop-Garagepunk-Math-Rock

    PAULINCHEN BRENNT

    Vertracktes zwischen Noise, Screamo, Post-Rock und Math-Core

    Einlass 20:30, Beginn 21 Uhr

    Eintritt: Zahl was du kannst zwischen 9-11€

           

    Indie-Rock à la Weezer oder Pixies trifft auf durchgeknallten Garage-Punk, verspielte Emo- und unfassbare Math-Rock-Parts und das so verzerrt und toll, dass man schon auch brachialen Noise-Pop – wie ihn zuletzt vielleicht noch Parts & Labour so gut hinbekommen hatten – als Bezugspunkt nennen muss. Das hat Melodie und Charme und hört sich an wie aus dem Bauch, nicht nur aus dem Kopf gespielt – großartige Sache, das.

    „ein Angriff auf sämtliche Synapsen und wir lieben es.“ -Noisey

    „Eine der außergewöhnlichsten und bemerkenswertesten Bands aus Deutschland“ – prettyinnoise

    „Lingua Nada are one of the most exciting bands on the planet right now, period.“- Punktastic UK

    „LINGUA NADA ist deine neue Lieblingsband. 10/10“ – Allschools

    „Nie fassbar, superlaut, superpräzise“-Intro Magazine

    „Wertung: 1000/10 (Album des Jahres, wenn nicht sogar der letzten Zehn Jahre)“ – bierschinken

    „Their new record Snuff is simply explosive. Dangerously explosive. Taking various genres, influences and ideas and making their own mark on music, could this be the record of 2018.“ – Circuit Sweet UK

     

         

    Mit der Überheblichkeit eines Protzbischofs schicken PAULINCHEN BRENNT seit Ende 2014 lärmende Geschichten über Hexerei, Besessenheit und planetares Bewusstsein einmal quer durch den Äther.  Musikalisch vertrackt bis anstrengend zwischen Noise, Screamo, Post-Rock und Math-Core beheimatet, scheut der Dreier aus Nürnberg und Leipzig weder Experimente noch die direkte Konfrontation mit dem Zuhörer, dessen Hörgewohnheiten durch stotternde Taktverschiebungen, störrische Riffs und keifende Vocals ein ums andere mal auf die Probe gestellt werden.

     

  • ROME IS NOT A TOWN + EXIT OPTION

    Donnerstag 22.11.18 Kantine

    ROME IS NOT A TOWN

    Indierock, Noiserock, Post-Riot Grrl

    EXIT OPTION

    Midi-Wave / Post-Punk Duo

    Einlass 20:30, Beginn 21 Uhr
    Eintritt: Abendkasse: Zahl was du kannst zwischen 8-11€, Vorverkauf zzgl. Gebühr: 8€

    Rome Is Not A Town aus Göteborg (SE) veröffentlichten 2015 ihre Debüt-Single „Stupid“ auf 7“-Vinyl. Es folgten mehrere Singles und die EP „Careful Like You Cared“ und mit ihrem krachigen Indie-Rock spielten sie sich sofort in die Herzen all jener mit einer Vorliebe zu rohen Gitarren und wütend hämmernden Songs. „It‘s A Dare“ ist das Debütalbum der Band und erschien am 29. September 2017 auf Startracks. Es wurde von der Band in Zusammenarbeit mit Pelle Gunnefeldt, Per Stalberg und Olle Björk produziert

    “It‘s sorta post-Riot grrrl, post-No Wave, experimental music and completely engaging from beginning to end.”
    Thurston Moore (Sonic Youth), NME

    Eine ganz neue Band aus Würzburg: EXIT OPTION, ein Midi-Wave und Post-Punk Duo, dessen Mitglieder früher bei den wunderbaren Caretta Caretta und The Falcon Five gespielt haben.

  • JOAN OF ARC + MOCK

    Montag, 26.11.18 Kantine

    JOAN OF ARC

    Legendärer experimenteller Indie-Rock, Post-Hardcore, Post-Folk

    MOCK

    Post-Hardcore und Puzzle-Rock

    Einlass 20:30 Uhr, Beginn 21 Uhr
    Eintritt: Abendkasse: Zahl was du kannst zw. 12-15€, Vorverkauf 12€ zzgl. VVK-Gebühr 

     

    In ihrer über 20jährigen Diskografie wurde das raffinierte, musikalisch immer weiterforschende Experimentieren von JOAN OF ARC – das stets resistent gegen Dogma und Genre blieb, am ehesten blieb noch das vage Emo / Post-Hardcore haften, reichte aber nie auch nur annähernd aus – von einer Flut von Stimmen getragen, meist alleine vom Kehlkopf Tim Kinsellas, der immer besessen von (und wütend über) Orwellscher Sprache und ihrer Herrschaft über das „American life“ war. Richard Brautigan, Mark Twain, Elizabeth Taylor, und Assata Shakur mögen seine Texte besuchen, aber es ist die Band selbst, die eine Vielfalt von Stimmen ausmacht. In JOAN OF ARC, haben Kinsella und seine Bandkolleg*innen – das waren über die Jahre zwei Dutzend – durchwegs eine echte künstlerische Demokratie erarbeitet, um den sich verdüsternden politischen Realitäten und zwischenmenschlichen Mysterien unserer Zeit etwas entgegenzusetzen. Wie ihre Namensschwester – eine mit Erleuchtung Beschenkte, die zur grimmigen heiligen Kriegerin wurde, nur um von einem König entsorgt und an einem Pfahl als Ketzerin verbrannt zu werden – haben JOAN OF ARC auch ihren Teil an wahrhaft Gläubigen inspiriert und Legionen von Skeptikern mit offenen Mündern staunend zurückgelassen.

    Seit sich JOAN OF ARCs aktuelles Line Up herausgeformt hatte – Kinsella, Theo Katsaounis, Melina Ausikaitis, Bobby Burg, und Jeremy Boyle— und 2015 Konzerte zu spielen begann, um dann sein Album ‘He’s Got The Whole This Land Is Your Land In His Hands’ aufzunehmen und auf Joyful Noise am Tag von Donald Trumps Amtseinführung zu veröffentlichen, wurden die Fans der Band Zeug*innen einer noch radikaleren Demokratie. ‘Your War (I’m One Of You): 20 Years of Joan of Arc’, eine Doku in Spielfilmlänge von Vice’s Noisey, öffnete ein Fenster zum großzügigen kollaborativen Spirit der Band und der weit verstreuten, improvisierten Erschaffung dieses neuen Albums. Livemusik, alte Jams und neue Tracks verschmolzen oft miteinander und mutierten, Mitglieder sprangen von Instrument zu Instrument, zwischen oder mitten in Liedern, alles, woran sich hätte festhalten lassen, jeglicher Stillstand, wurde über Bord geworfen. Und nun wurde eine Reihe von fast-Acapella Live Performances von Kinsellas Mitsängerin Melina Ausikaitis nach ihrem Livedebut in den letzten paar Jahren, zum Rückgrat des neuen Albums, ‘1984’.

    Bemerkenswerterweise ist auf ‚1984‘ viel vom überladenen Sound von JOAN OF ARCs früheren Alben wegfallen, sowie Kinsellas Stimme. Im ersten Moment ist das wirklich schockierend. Aber die Songs hier sind eine Offenbarung, so tiefgründig und geradeheraus wie Parabeln. Durch und durch im Geiste JOAN OF ARCs sind Ausikaitis Texte gleichermaßen getragen von Scharfsinnigkeit, Witz, Verzweiflung und hartnäckigem Ausdauern. Da gibt es peinlichen Sex im Haus der Großmutter. Da sind Kinder im Schnee, die Cop-Sonnenbrillen tragen, und die zerbröselnden psychischen Widerstände gegen Kindheitserinnerungen. Da sind Nurdachhäuser und weiße Pferde. Da gibt es Trucks, deren Bremsen auf dem Hügel am Ende der Straße versagen. Da sind haufenweise nützliche Selbsthilferatschläge (“stop chicken-shittin’ all over your life” ist mir ein persönliches Mantra geworden). So wie das markante handgezeichnete Albumartwork, ist die Musik drinnen oft spärlich gehalten. In hymnische Hochs klingen elegische Tiefs nach und umgekehrt. Manchmal singt Ausikaitis in einem ernsthaft spritzigem und alles umschmeichelndem Näseln, das nach dem Mittleren Westen duftet, bevor sie ihre Stimme zu einem furchterregenden Brüllen aufbäumt. Manchmal ist ihre Stimme elektronisch verzerrt, wie Glocken am Firmament, in klingende Unendlichkeit. Bei „Vemont Girl“ bin ich mir nicht sicher, ob sie aus Jux Kinsella nachmacht,aber ich muss jedes Mal lachen, wenn ich es höre.

    Wann immer ich dachte, ich hätte diese Band eingeordnet, haben sie mich auf’s Neue herausgefordert und belohnt: Mit der Vertonung eines Stummfilms, einem halbstündigen minimalistischen Cover der Beatles, „Helter Skelter“, das durch ein Kunstmuseum hämmerte, durch eine performative Zusammenarbeit mit einer Theatergruppe, und eine besonders in Erinnerung haftende Empty Bottle Show, bei der sie Salven von katastrophalem EDM in ein Publikum jagten, das in die Wänder zu schmelzen schien. Öfter als nicht, war es so, dass, je weniger ich von einem ihrer Konzerte oder Alben erwartete, ich desto mehr bekam. Je mehr ich andere ihre Köpfe über den stetigen Bruch der Band mit Erwartungshaltungen kratzen sah, desto mehr begriff ich JOAN OF ARCs künstlerische Weisheit. Auf ‚1984‘ haben sie es wieder getan, und ich vermute, sie werden noch weit über die letzten zwei verwirrenden Dekaden hinaus ein Soundtrack zu meinem Leben bleiben. Es gibt heutzutage zu wenige Bands, die machen, dass ich mich mich weniger alleine fühle.

    Du magst bis jetzt versucht haben, eine Person ohne Probleme zu sein, aber du hast noch Zeit, auf den JOAN OF ARC Einbahnzug aufzuspringen und mit mir zu ihrem Scheiterhaufen einer gerechten, reinen Demokratie zu fahren. Setz deine Kopfhörer auf und zünde ‚1984‘ und erinnere dich an dich selbst als ein Kind, als deine einzige Tätowierung die Erinnerung an das erste Mal, dass du deine Mutter weinen gesehen hattest, war, tief über dein Herz geschrieben. Hör zu: Du brauchst nicht deinen persönlichen Abgrund zu schließen. Es ist ein Ort, an den nur du gehen kannst. Dir wurde wegen der Läuse der Kopf rasiert. Deine Kragenhemden waren in die Hose gestopft. Dein ganzes Leben wurde nur über uns hergezogen, aber seh uns jetzt an. Wir sind wahre „Punk Kid“s.

    by JR Nelson

       

    mOck aus Berlin fordern uns heraus. Das Trio bewegt sich zwischen sprühenden Ausbrüchen und mimimalistischer Zurückhaltung. Ihr eigenwilliger und doch eingängiger Sound speist sich etwa aus dem Post-Hardcore. Bands wie Karate, Honey For Petzi oder Tortoise sind wichtige Einflüsse. Treibende Melodiösität, Rhythmuswechsel, fließende und sich plötzlich ändernde Strukturen ergeben zusammen einladenden Puzzle-Rock zum genaueren Hinhören.

  • AALE

    AALE

    Freitag, 06.07.18 – 23:00 Uhr

    AALE

    Eine Party für Aale! Aal night long!
    DJs: Maunz, vAale, Dj Fat Aal, Ramshackle, Lisa ColosAal

    Zentraalcafé
    23 Uhr, Eintritt Zahl was du kannst zwischen 6-8 Euro

    AALERTA! AALERTA! AALARMA! AALARMA! Eine Aalmeldung an Aale, Aal Over the World! Der FrontAal ruft zum letzten AbendAal: Wir bilden eine Aalianz fernab vom Aaltag, immer RadikAal, nie BanAal, meist FatAal, und dieses mAal vor Aalem SemntimentAal… Das Aalmächtige ZentrAalcafe schliesst seine Schleusen und öffnet den TränenkanAal, um der letzen Schwestern und Brüdern in den lokAalen Weihern und Tümpeln zu gedenken… Geladen sind Aalte Freunde und die Aalgemeinheit. Eine Party für Aale, Aal Night Long! Aalividerci.

  • RAUSCHEN

    RAUSCHEN

    Donnerstag, 05.07.18 – 21:00

    RAUSCHEN

    musikvereins-all-(anti-)stars am dj pult und wir haben ein superspiel ausgetüftelt, dass ihr an dem abend testen dürft!

    Zentralcafé
    Eintritt frei

    RAUSCHEN: An ausgewählten Donnerstagen ab 21 Uhr (oder wenn ein Konzert oder ein Vortrag ist, dann im Anschluss daran) im Zentralcafé im K4/Künstlerhaus. Eintritt frei.
    Wechselnde DJings von poppig-pompös bis minimalistisch-melancholisch; irgendwo zwischen Bar und Club.
    Ein Raum zum Rumhängen, Leute treffen, Drinks schlürfen, Musik hören und Tanzen.

  • POPGESELLSCHAFT 5: Schwarz Rot Pop – Thorsten Hindrichs

    POPGESELLSCHAFT 5: Schwarz Rot Pop – Thorsten Hindrichs

    Donnerstag, 12.07.2018 – 20:00

    POPGESELLSCHAFT 5:

    Thorsten Hindrichs: Schwarz Rot Pop

    Popmusik im Echoraum des Rechtspopulismus

    Vortrag + Bar-DJing

    Zentralcafé
    Eintritt: gegen Spende

    So klingt die neue Mitte heute

    Von vorgeblich unpolitischen Selbstpositionierungen bis zu unverkrampften Sommermärchen, vom eigentlich ganz anders Gemeinten bis zu »das wird man doch noch sagen dürfen«-Attitüden, von Eskapismus bis Populismus: Wenn jede Gesellschaft genau die Musik hervorbringt, die ihrer Verfasstheit entspricht, dann eröffnet der Blick auf aktuelle deutsche Popmusik Einsichten, die noch deprimierender sind, als Martin Büssers Bestandsaufnahme zum Klang der »Neuen Mitte« es vor gut zehn Jahren befürchten ließ.

    Philipp Burger von Frei.Wild hält das Wort völkisch für »Geschmackssache«, MIA hingegen findet, derweil sie »neues deutsches Land« betritt, das Weltbild von Frei.Wild zum Kotzen. Xavier Naidoo sieht ›da oben‹ nur noch Marionetten, Kollegah will kein Antisemit sein, findet nicht so gut, dass die Juden »sich immer in diese Opferrolle setzen« … Die Liste lässt sich problemlos fortsetzen, denn immer mehr deutschsprachige Musikerinnen und Musiker fischen an neuen politischen Ufern, und aus den rechtspopulistischen Echoräumen, den sozialen Medien, Blogs und Foren, schallt viel Zustimmung zurück.

    Auch für 2016 meldet der Bundesverband Musikindustrie, dass sich »der Erfolgskurs deutschsprachiger Musik bzw. Musik heimischer Künstlerinnen und Künstler fortsetzt«. Thorsten Hindrichs blickt auf diese heimischen Künstlerinnen und Künstler der letzten zwanzig Jahre und zeigt, quer durch alle Genres, wie reaktionäre und rechte Einstellungen in ›deutscher‹ Popmusik widerhallen.

     

    Thorsten Hindrichs, geboren 1969, studierte Musikwissenschaft, Sonderpädagogik und Italienisch in Köln, Perugia und Mainz. Seit 2002 ist er wissenschaftlicher Mitarbeiter in der Abteilung Musikwissenschaft der Johannes Gutenberg-Universität. Er kennt sich ziemlich gut mit rechter Musik und RechtsRock aus und ist deswegen auch in der politischen Bildungsarbeit unterwegs. 2015 hat er für den Dokumentarfilm »Deutsche Pop Zustände« die wissenschaftliche Beratung übernommen, zuletzt hat er gemeinsam mit Andreas Linsenmann 2017 den Sammelband »Hobsbawm, Newton und Jazz – Zum Verhältnis von Musik und Geschichtsschreibung« herausgegeben. Außerdem spielt er sehr sehr gerne Gitarre. Wer mehr über ihn wissen möchte: Er ist ganz leicht in allen möglichen Suchmaschinen zu finden. Das Buch „Schwarz Rot Pop“ soll im Juni im Ventil Verlag erscheinen.