Kategorie: Diskussion

  • 30.07.26 Deep Talk About Sex Prideweek-Edition mit Hans Berlin

    Am 30. Juli gibt’s die Prideweeks-Ausgabe von Deep Talk About Sex und da wird kein geringerer als der schwule Pornostar und HIV-Aktivist Hans Berlin in den Soft Spot kommen.

    Donnerstag, 30.07.26 Soft Spot

    Deep Talk About Sex Prideweeksedition

    mit Hans Berlin

    Schwuler Pornostar und HIV-Aktivist

    Eine Kooperation von musikverein und AIDS-Hilfe Nürnberg-Erlangen-Fürth e.V.

    Einlass 19:30 Uhr, Beginn 20 Uhr
    Wichtig: Die Veranstaltung ist komplett kostenfrei und offen für Alle!

    Hans Berlin zählt zu den international bekanntesten schwulen Pornostars. Der offen HIV-positive Bayer lebt in den USA, schrieb ein Musical über sein Leben und engagiert sich als HIV-Aktivist. Mit seiner Initiative HANS HILFT setzt er sich gegen HIV-Stigma ein und informiert über Safer Sex, Leben mit HIV, HIV im Porno, mentale Gesundheit und das Älterwerden in der Community. An diesem Abend spricht er über sein Leben als Pornostar, HIV, Safer Sex, schwules Leben und das Pornobusiness.

  • 23.04.26 Deep Talk About Sex mit Jana Haskamp zu Transition in Beziehungen

    Beziehungen sind Räume der Bestärkung und des Rückhalts, wenn queerfeindliche Diskurse und Diskriminierungen im Außen zunehmen. Eine Transition bringt Bewegung und oft auch Unsicherheiten in eine Beziehung. Diesem Thema widmet sich Deep Talk About Sex-Abend am 23. April mit Jana Haskamp. Es geht um Fragen wie: Was gibt uns Stabilität, wenn sich Nähe, (Diskriminierungs-)Erfahrungen, Lust und Sexualität während einer Transition verändern?

    Donnerstag, 23.04.26 Soft Spot

    Transition in Beziehungen

    mit Jana Haskamp

    In der Reihe DEEP TALK ABOUT SEX

    Eine Kooperation von musikverein und AIDS-Hilfe Nürnberg-Erlangen-Fürth e.V.

    Einlass 19:30 Uhr, Beginn 20 Uhr
    Eintritt auf Spendenbasis

    In den letzten Jahrzehnten gab es mehr mediale Aufmerksamkeit für queere Personen, die Sichtbarkeit von geschlechtlicher, amouröser und sexueller Vielfalt nahm zu, jedoch auch die offenen Anfeindungen. Das gesellschaftliche Klima ist transfeindlich, Debatten auf Sozialen Medien oder in Talkshows sind kaum zu ertragen.

    Gerade deshalb sind private und Community-basierte Empowermentstrategien wichtig. Unter anderem Beziehungen sind Räume der Bestärkung und des Rückhalts, wenn queerfeindliche Diskurse und Diskriminierungen im Außen zunehmen.

    Transitioniert eine oder mehrere Personen in einer Partner*innenschaft, bringt das Bewegung in eine Beziehung.

    Es entstehen Fragen wie: Wie können wir mit den Veränderungen einer Transition umgehen und in Verbindung bleiben? Was gibt uns Stabilität, wenn sich Nähe, (Diskriminierungs-)Erfahrungen, Lust und Sexualität während einer Transition verändern? Diese und weitere Fragen werden wir uns an diesem Abend anschauen.

  • 18.02.26 Wir müssen reden, Nürnberg – Die politbande im Stadtgespräch

    Am 18. Februar im Soft Spot: Zu den Themen Clubkultur / Stadtgestaltung / Rechtsruck lädt die politbande jeweils Expert*innen und Ideengeber*innen ein, um Bedarfe, neue Ansätze und Visionen zu diskutieren.

    Mittwoch, 18.02.26 Soft Spot

    Wir müssen reden, Nürnberg

    Die politbande im Stadtgespräch zu den Themen Clubkultur / Stadtreparatur / Rechtsruck

    Eine Kooperation von musikverein und politbande

    Einlass 18:30 Uhr, Beginn 19 Uhr
    Eintritt frei

    Zu den Themen Clubkultur / Stadtgestaltung / Rechtsruck lädt die politbande jeweils Expert*innen und Ideengeber*innen ein,
    um Bedarfe, neue Ansätze und Visionen zu diskutieren.

    Stadtreparatur
    „Und was, wenn wir unsere Stadt schöner machen?“

    Nürnberg gilt als eine der am stärksten versiegelten Städte Deutschlands. Diskutiert werden Visionen einer autofreien Altstadt, das Schwammstadt-Prinzip und die Rückgewinnung des öffentlichen Raums für Begegnung und Grün.
    Zu diesem Thema werden  Vertreter*innen der Initiativen Baulust e.V./zurück auf los, sowie Urban Lab/Essbare Stadt Nürnberg (Charlotte Haas) und vom Nürnberg-Fürther Stadtkanalverein e.V. (Detlef Pauly) sprechen.
    Moderation: Gawain Joest (Geschichte für alle e.V., Brückenfestival)

    Clubkultur
    „Tanzen ist die wärmste Jacke- warum wir eine lebendige Clubkultur brauchen”

    Clubs sind unverzichtbare Begegnungsorte, sehen sich jedoch zunehmend mit Vorurteilen und Kriminalisierung konfrontiert.
    Über die aktuelle Lage der Nürnberger Nachtkultur und Forderungen an die Stadtverwaltung sprechen Vertreter*innen vom Haus33 (Dominique Lamee), dotBass (Nico Eichholz), die Rakete (Tom Zitzmann) sowie des „Grillwoch“-Kollektivs (Dorottya Olah) .
    Moderation: Tim Steinheimer (Brückenfestival, Bierchen & Bühnchen)

    Rechtsruck

    Gemeinsam dagegen stellen oder einzeln umfallen?

    In diesem Block wird beleuchtet, welche Auswirkungen der gesellschaftliche Rechtsruck auf die selbstorganisierte Kultur hat: Über rechten Kulturkampf, der Instrumentalisierung des „Neutralitätsgebots“, bis hin zu konkreten Einschüchterungsversuchen durch rechte Kräfte um kritische Kunst, freie Kultur und Engagement klein zu halten.
    Gemeinsam mit Vertreter*innen des Stadtteilzentrum Desi (Marie Richter), vom Z Bau ( Andi Wallner) sowie vom Kongress der freien Szenen “ChemnitzCalling” (Andii Meret Weber) werden Strategien gegen Einschüchterungsversuche und die Organisation echter Solidarität diskutiert.
    Moderation: Maggie Bernreuther (Radio Z)
  • 19.03.26 Deep Talk About Sex mit Andrea Newerla: Nach dem Romantikdiktat

    Beim Deep Talk About Sex-Abend am 19. März wird Andrea Newerla spricht über ein Ende des Romantikdiktats sprechen. Gibt es andere, für manche*n vielleicht bessere Modelle des Zusammenlebens als die traditionelle romantische Zweierbeziehung? Warum nicht mit Freund*innen eine Wahlfamilie gründen?

    Donnerstag, 19.03.26 Soft Spot

    Nach dem Romantikdiktat:
    Wie wir unser Zusammenleben besser gestalten können

    Buchvorstellungen und Gespräch mit Andrea Newerla

    In der Reihe DEEP TALK ABOUT SEX

    Eine Kooperation von musikverein und AIDS-Hilfe Nürnberg-Erlangen-Fürth e.V.

    Einlass 19:30 Uhr, Beginn 20 Uhr
    Eintritt auf Spendenbasis

    andrea-newerla.de

    Liebesgeschichten folgen seit Jahrhunderten einem Skript, das ungefähr gleich abläuft: Verliebt, verlobt, verheiratet – oder moderner: daten, crushen, verlieben, zusammenziehen, Kinder kriegen, Familie werden. Doch das intime Zusammenleben in Deutschland sieht mittlerweile anders aus: Seit Jahrzehnten sinkt die Anzahl an Heiratswilligen, zugleich steigt die Scheidungsrate, Ein-Personen-Haushalte nehmen stetig zu, alleinerziehende Mütter und Väter stemmen ihren Alltag mit Kindern und mehr und mehr Menschen vereinsamen. Gleichzeitig gibt es immer mehr Datingportale – und dort tummeln sich Menschen mit den unterschiedlichsten Zielen. Alle scheinen auf der Suche zu sein, endlich die richtige Person zu finden.

    Gemeinsam mit der Autorin Andrea Newerla stellen wir uns die Frage, warum Menschen nicht auch mal etwas anderes ausprobieren und warum die romantische Zweierbeziehung bis heute der Garant für unser Bedürfnis nach Nähe und Liebe zu sein scheint. Wir spüren den Entstehungsbedingungen vorherrschender Beziehungsbilder nach und fragen, warum es so schwer ist, sich ihrer zu entledigen. Und fragen uns schließlich, welche Möglichkeiten des sozialen Miteinanders noch bestehen, um ein verbindliches Zusammenleben aktiv zu gestalten. Warum nicht mit Freund*innen eine Wahlfamilie gründen?

    In ihren Büchern „Das Ende des Romantikdiktats“ (2023) und „Wie Familie, nur besser“ (2025) beschäftigt sich Andrea Newerla mit genau diesen Fragen und zeigt konkrete Möglichkeiten auf, wie wir schon heute unser Zusammenleben auf vielfältige Weise gestalten können.

    Andrea Newerla ist promovierte Soziologin und forschte an verschiedenen Universitäten zu Intimitäten, Onlinedating und Beziehungsmustern jenseits heteronormativer Standards. Heute ist sie Autorin und Beziehungsberaterin.

  • 26.02.26 Deep Talk About Sex: Quiz dich schlau!

    Von „unverschämter Neugierde“ bis zu „tanzenden Genitalien“: Am 26. Februar laden wir in der Reihe Deep Talk About Sex zu einem Quiz-Abend zu den sexuellen Lebenswelten von trans und nicht-binären Menschen ein! Komm vorbei und finde dein Dream-Team des Abends um gemeinsam zu quizzen.

    Donnerstag, 26.02.26 Soft Spot

    Quiz dich schlau!

    Ein Quiz-Abend zur sexuellen Gesundheit in trans und nicht-binären Communities

    In der Reihe DEEP TALK ABOUT SEX

    Eine Kooperation von musikverein und AIDS-Hilfe Nürnberg-Erlangen-Fürth e.V.

    Einlass 19:30 Uhr, Beginn 20 Uhr
    Eintritt auf Spendenbasis

    alexanderhahne.com

    Komm vorbei und finde dein Dream-Team des Abends um gemeinsam zu quizzen. In lockerer Runde wird es explizit!

    Deine „unverschämte Neugierde“ findet genauso Platz wie „Sprünge ins Fettnäpfchen“ stattfinden werden. Über Fragen zu Sexuellen Lebenswelten von trans und nicht-binären Menschen wird sich ausgetauscht, genauso zu den brennenden Fragen Rund ums „Kennenlernen, Dating und Cruisen“. In der Kategorie „Tanzende Genitalien“ gibt es Fragen zum maximal expliziten sprechen über Sex. Einige werden die Möglichkeit haben „Alexanders Sexführerschein“ zu machen.

    Wie immer gibt es nur Gewinner*innen an diesem Abend!!! Keine*r wird leer ausgehen.

    Durch den Abend führt Alexander Hahne, Referent für sexuelle Gesundheit und mehr.

     

  • 20.11.25 Deep Talk About Sex: 40 Jahre HIV – Ein Generationengespräch

    Zum Jubiläum der AIDS-Hilfe Nürnberg gibt’s ein Podiumsgespräch, moderiert von Julia Jenkner.

    Donnerstag, 20.11.25 Soft Spot

    40 Jahre HIV – Ein Generationengespräch!

    In der Reihe DEEP TALK ABOUT SEX

    Eine Kooperation von musikverein und AIDS-Hilfe Nürnberg-Erlangen-Fürth e.V.

    Einlass 19:30 Uhr, Beginn 20 Uhr
    Eintritt auf Spendenbasis

    Den Abschluss unserer diesjährigen Deep Talk About Sex-Reihe bildet im Rahmen des 40jährigen Jubiläums der AIDS-Hilfe eine Podiumsdiskussion im Softspot. Auf dieser sprechen vier Personen verschiedener Generationen sowohl über schwule als auch weibliche Sexualität & Lust im Schatten der HIV-/Aids-Krise der 80er und 90er Jahre, verändertes Risikomanagement, neue Medikamente und Präventionsmöglichkeiten und deren Auswirkungen auf (gelebten) Sex sowie Dating-Gewohnheiten. Wir beleuchten, welche Rolle dabei auch Angebote von AIDS-Hilfen spielen und wie sich aktuelle Krisen auf queere und Menschen mit HIV auswirken.Die Veranstaltung wird von Julia Jenkner moderiert.

     

  • 24.04.25 Should I Stay Or Should I Go?! Deep Talk About Sex mit Yaniv Barinberg

    Freut euch auf den nächsten Deep Talk About Sex Abend am 24. April! Da wird Yaniv Barinberg mit euch über Problem rund um Trennungsentscheidungen reden!

    Donnerstag, 24.04.25 Soft Spot

    24.04.25 Should I Stay Or Should I Go?!

    mit Yaniv Barinberg

    In der Reihe DEEP TALK ABOUT SEX

    Eine Kooperation von musikverein und AIDS-Hilfe Nürnberg-Erlangen-Fürth e.V.

    Einlass 19:30 Uhr, Beginn 20 Uhr
    Eintritt gegen Spende

    Eine Beziehung zu beenden oder nicht, ist manchmal eine der schwersten Entscheidungen im Leben. Die Entscheidung zu treffen, kann einem niemand abnehmen, aber es gibt Faktoren, die wir uns anschauen können, um diese zu erleichtern!

    Yaniv führt euch in diesem Vortrag durch diverse Blickwinkel auf Trennung. Neben Kompatibilität, (Streit-)Mustern, Dynamiken und generellen Vorstellungen von einer guten Beziehung, wollen wir auch einen Blick darauf werfen, wieso Trennungen auch durchaus etwas Schönes an sich haben können.

    Referent*in: Yaniv Barinberg (kein Pronomen, er/ihm // they; them )

  • 20.03.25 Yalla, Yalla – Pussydeeptalk about Sex mit Dr. Reyhan Şahin / Lady Bitch Ray

    Freut euch auf den nächsten Deep Talk About Sex Abend am 20. März! Da wird Dr. Reyhan Şahin alias Lady Bitch Ray zu Gast sein!

    Donnerstag, 20.03.25 Soft Spot

    Yalla, Yalla – Pussydeeptalk about Sex

    mit Dr. Reyhan Şahin / Lady Bitch Ray

    In der Reihe DEEP TALK ABOUT SEX

    Eine Kooperation von musikverein und AIDS-Hilfe Nürnberg-Erlangen-Fürth e.V.

    Einlass 19:30 Uhr, Beginn 20 Uhr
    Eintritt gegen Spende

    Für die Finanzierung der Veranstaltung freuen wir uns sehr über Spenden! Wer nicht spenden kann hat aber wie immer auch die Möglichkeit umsonst an der Veranstaltung teilzunehmen.

    Es wird wie immer nur Abendkasse geben, keinen Vorverkauf.

    Im März freuen wir uns ganz besonders über unseren Gast für die DEEPTALK-Veranstaltung „Yalla, Yalla – Pussydeeptalk about Sex“!

    Dr. Reyhan Şahin, auch bekannt als „Lady Bitch Ray“, ist als Wissenschaftlerin, Aktivistin, Buchautorin, Performance-Künstlerin, Rapperin, Modedesignerin, Journalistin, Speakerin und Bildungsreferentin tätig. Sie studierte Linguistik, Germanistik und Erziehungswissenschaft in Bremen und promovierte 2012 im Fach Linguistik/Language Science zum Bedeutungssystem des muslimischen Kopftuchs in Deutschland. Ihre umfassende Dissertation „Die Bedeutung des muslimischen Kopftuchs“ wurde 2013 mit dem Deutschen Studienpreis ausgezeichnet. Im Anschluss daran führte sie von 2014 bis 2017 ihr Postdoc-Projekt zur (Selbst)-darstellung und Religiosität von Muslim:innen in sozialen Medien durch. Derzeit forscht sie im Rahmen ihrer Habilitation seit 2018 zu den Zusammenhängen von Rassismus, Antisemitismus, Neue Rechte, Rechtsextremismus, Nationalismus, Intersektionalität, antimuslimischer Rassismus, antialevitischer (und antikurdischer) Rassismus, Islam und Gender. Seit 2020 verfasst und performt sie daneben Spoken Word-Texte zu Themen wie Antirassismus, Feminismus, Erinnerungskultur und Gedenkarbeit, Intersektionalität und Sexualität.

    Sexpositivität und (queer)feministische Intersektionalität gepaart mit einem kritischen Blick auf den Bereich Rassismus und Sexualität – oder: Wie hängen sprachliches Empowerment mit female Sexspeech zusammen? Dr. Bitch Ray spricht aus eigenen Erfahrungen als Rapperin, Künstlerin, Aktivistin und Wissenschaftlerin und liest geeignete Stellen aus ihren Büchern „Yalla, Feminismus!“ und „Lady Bitch Ray über Madonna“.

    Wir freuen uns sehr auf die Veranstaltung und auf rege Gespräche und Diskussionen mit euch! Wie immer werden wir als AIDS-Hilfe auch mit einem ausführlichen Informationsstand vor Ort sein und zusätzlich könnt ihr die Bücher von Lady Bitch Ray an einem Büchertisch der Buchhandlung Jakob erwerben!

     

  • 29.06.22 Radical Utopias #15: Our Shared Storm von Andrew Dana Muldoon

    Mittwoch, 29.06.22 online

    Radical Utopias

    Training For A Complicated Future

    Reihe für Buchvorstellungen und utopische politische Diskussionen mit Tobi Lindemann und eve massacre Radical Utopias Telegram-Channel: und Website:

    #15

    Our Shared Storm: A novel of five climate futures

    Von Andrew Dana Hudson

    Ablauf: 20:15 Uhr eine Buchvorstellung auf Youtube. Anschließend laden wir dann zur gemeinsamen Diskussion auf Zoom ein. Den Link gibt’s gegen Ende der Buchvorstellung im Chat und Info des YouTube-Clips.

    Zum Buch:

    Our Shared Storm von Andrew Dana Hudson verbindet Fiktion und Sachbuch, er benutzt spekulative Methoden für wissenschaftliche Zwecke. In diesem Buch erkundet er fünf mögliche Zukunftsstränge, die sich je nach heutigem Handeln entwickeln. Diese fünf parallelen Universen zeigen politische, wirtschaftliche und kulturelle Aspekte von Zukünften, in denen die heute versprochenen Investitionen in die Abschwächung des Klimawandels erfolgreich abgeschlossen, verschoben geschoben oder gänzlich aufgegeben sein würden. Diese Geschichten, die von erschütternd bis hoffnungsvoll reichen, zeigen Entscheidungen, die wir treffen müssen, um den Planeten zu stabilisieren.


    Andrew Dana Hudson ist Speculative Fiction Autor und Nachhaltigkeitsforscher. Seine Geschichten sind u.a. schon in Slate Future Tense, VICE Terraform, Grist und MIT Technology Review erschienen.

    Die Reihe Radical Utopias:

    Die Zukunft sah schon mal rosiger aus: Klimakatastrophe, immer neue Extremformen des Kapitalismus, das Erstarken der Rechten, inhumane Flüchtlingspolitik, neue Pandemien – wir sind nur noch mit Aufklärung und Dagegenhalten beschäftigt, während Dystopien sich großer Beliebtheit erfreuen. Frust ist allgegenwärtig, aber nicht nur das, wir verlernen auch, große positive Zukunftsentwürfe zu wagen. Dabei gilt doch nach wie vor: Wir können nur erkämpfen, was wir uns vorstellen können. In unserer neuen Veranstaltungsreihe wollen wir faszinierende Denker*innen, Theoretiker*innen und Aktivist*innen vorstellen, die sich trauen, radikal utopisch zu denken. Die Debatte, von der sie ein Teil sind, findet in Deutschland viel zu wenig statt und die Bücher, die wir superspannend finden, erscheinen bei uns meist erst mit langer Verspätung in deutscher Übersetzung. Es sind Bücher des unkonventionellen, kritischen, und radikalen zukunftszugewandten Denkens. Ihnen ist diese Reihe gewidmet, in der wir für eine bessere Zukunft „trainieren“ wollen. Wir wollen uns an jedem der Radical Utopia-Abende einem Buch widmen, das ihr nicht gelesen haben müsst. Wir werden in die Themen des Buches einführen, es vorstellen und ein paar Worte zu den Autor*innen sagen. Und danach wollen wir mit euch darüber sprechen, diskutieren, anknüpfen, weiterdenken. Wenn Ihr Lust habt, das Buch vorab zu lesen: umso besser, das wird die Diskussion natürlich sehr bereichern! Zwingend notwendig ist es aber nicht.

    Die Hosts:

    Wir – Tobias Lindemann und eve massacre – sind beide leidenschaftlich an progressiver linker Politik und Kultur, an Lesen und Rumtheoretisieren interessiert, aber kommen nicht aus dem akademischen Bereich, sondern stehen für lustvollen, anarchischen Wissenserwerb, der auch mal respektlos und hemmungslos sein kann, und sich nicht im Abstrakten verliert. Artwork: Philipp Dittmar von Complex Pleasures

  • Radical Utopias #14: Platform Socialism von James Muldoon

    Mittwoch, 27.04.22 online

    Radical Utopias

    Training For A Complicated Future

    Reihe für Buchvorstellungen und utopische politische Diskussionen mit Tobi Lindemann und eve massacre
    Radical Utopias Telegram-Channel: und Website:

    #14

    Platform Socialism:  How to Reclaim our Digital Future from Big Tech

    Von James Muldoon

    Ablauf:

    20:15 Uhr eine Buchvorstellung auf Youtube. Anschließend laden wir dann zur gemeinsamen Diskussion auf Zoom ein. Den Link gibt’s gegen Ende der Buchvorstellung im Chat des YouTube-Clips. Wer sich anmeldet, kriegt die Links zugeschickt.

    Zum Buch:

    Wer die Plattformen kontrolliert, kontrolliert die Zukunft. Mächtige Technologieunternehmen besitzen heute die digitale Infrastruktur des gesellschaftlichen Lebens des 21. Jahrhunderts. Unter dem Deckmantel des Aufbaus globaler Communities haben diese Unternehmen ausgeklügelte Technologien entwickelt, um mit ihren User*innen Geld zu verdienen. James Muldoon zeigt, wie Graswurzelinitiativen und transnationale soziale Bewegungen die Kontrolle von den Big Tech zurückerobern könnten. Er schlägt eine Vielzahl von Ideen vor, wie wir die emanzipatorischen Möglichkeiten digitaler Plattformen zurückgewinnen können – von der lokalen bis zur internationalen Ebene.

    James Muldoon ist Dozent der Politikwissenschaften an der University Exeter, Leiter des Forschungsbereich Digitales bei autonomy.work und philosophiert auf YouTube bei Political Philosophy.

    Die Reihe Radical Utopias:

    Die Zukunft sah schon mal rosiger aus: Klimakatastrophe, immer neue Extremformen des Kapitalismus, das Erstarken der Rechten, inhumane Flüchtlingspolitik, neue Pandemien – wir sind nur noch mit Aufklärung und Dagegenhalten beschäftigt, während Dystopien sich großer Beliebtheit erfreuen. Frust ist allgegenwärtig, aber nicht nur das, wir verlernen auch, große positive Zukunftsentwürfe zu wagen. Dabei gilt doch nach wie vor: Wir können nur erkämpfen, was wir uns vorstellen können.

    In unserer neuen Veranstaltungsreihe wollen wir faszinierende Denker*innen, Theoretiker*innen und Aktivist*innen vorstellen, die sich trauen, radikal utopisch zu denken. Die Debatte, von der sie ein Teil sind, findet in Deutschland viel zu wenig statt und die Bücher, die wir superspannend finden, erscheinen bei uns meist erst mit langer Verspätung in deutscher Übersetzung. Es sind Bücher des unkonventionellen, kritischen, und radikalen zukunftszugewandten Denkens. Ihnen ist diese Reihe gewidmet, in der wir für eine bessere Zukunft „trainieren“ wollen.

    Wir wollen uns an jedem der Radical Utopia-Abende einem Buch widmen, das ihr nicht gelesen haben müsst. Wir werden in die Themen des Buches einführen, es vorstellen und ein paar Worte zu den Autor*innen sagen. Und danach wollen wir mit euch darüber sprechen, diskutieren, anknüpfen, weiterdenken. Wenn Ihr Lust habt, das Buch vorab zu lesen: umso besser, das wird die Diskussion natürlich sehr bereichern! Zwingend notwendig ist es aber nicht.

    Die Hosts:

    Wir – Tobias Lindemann und eve massacre – sind beide leidenschaftlich an progressiver linker Politik und Kultur, an Lesen und Rumtheoretisieren interessiert, aber kommen nicht aus dem akademischen Bereich, sondern stehen für lustvollen, anarchischen Wissenserwerb, der auch mal respektlos und hemmungslos sein kann, und sich nicht im Abstrakten verliert.

    Artwork: Philipp Dittmar von Complex Pleasures

  • Radical Utopias #13: Gemeinschaft der Ungewählten von Sabine Hark

    Mittwoch, 23.02.22 online

    Radical Utopias

    Training For A Complicated Future

    Reihe für Buchvorstellungen und utopische politische Diskussionen mit Tobi Lindemann und eve massacre
    Radical Utopias Telegram-Channel: und Website:

    #13

    Gemeinschaft der Ungewählten: Umrisse eines politischen Ethos der Kohabitation

    Von Sabine Hark

    Ablauf:

    20:15 Uhr eine Buchvorstellung hier auf Youtube. Anschließend laden wir dann zur gemeinsamen Diskussion auf Zoom ein. Den Link gibt’s gegen Ende der Buchvorstellung im Chat des YouTube-Clips. Wer sich anmeldet, kriegt die Links zugeschickt.

    Zum Buch:

    Frei ist, wer an der sozialen Praxis einer Gemeinschaft teilhat und sich als Teil eines »Wir« in der Welt beheimaten kann. Leider ist dies ein in unserer Gegenwart vielfach bestrittenes Menschenrecht. Doch ein gutes Leben ist nur das mit anderen geteilte Leben. In ihrem Essay erzählt Sabine Hark die Geschichte von Zugehörigkeit und Gleichheit, ausgehend von den Leben jener, deren Gemeinschaften mit Gewalt zertrennt werden, deren Hoffnungen auf ein gutes Leben an den Grenzzäunen der Macht zerschellen, deren Stimmen unerhört bleiben und deren Gleichheit mit Füßen getreten wird. Hark entwirft in einer zwischen Theorie und Dichtung oszillierenden Sprache ein machtsensibles politisches Ethos für ein plurales, demokratisches Zusammenleben, das Räume zum Atmen für die Vielen entstehen lässt.

    Sabine Hark ist leitet das Zentrum für Interdisziplinäre Frauen- und Geschlechterforschung an der TU Berlin. Im Fokus ihrer Forschung stehen die Auswirkungen gesellschaftlicher, wissenschaftlicher und technologischer Transformationsprozesse auf das Geschlecht und Geschlechterforschung als Kritische Ontologie der Gegenwart.

    Die Reihe Radical Utopias:

    Die Zukunft sah schon mal rosiger aus: Klimakatastrophe, immer neue Extremformen des Kapitalismus, das Erstarken der Rechten, inhumane Flüchtlingspolitik, neue Pandemien – wir sind nur noch mit Aufklärung und Dagegenhalten beschäftigt, während Dystopien sich großer Beliebtheit erfreuen. Frust ist allgegenwärtig, aber nicht nur das, wir verlernen auch, große positive Zukunftsentwürfe zu wagen. Dabei gilt doch nach wie vor: Wir können nur erkämpfen, was wir uns vorstellen können.

    In unserer neuen Veranstaltungsreihe wollen wir faszinierende Denker*innen, Theoretiker*innen und Aktivist*innen vorstellen, die sich trauen, radikal utopisch zu denken. Die Debatte, von der sie ein Teil sind, findet in Deutschland viel zu wenig statt und die Bücher, die wir superspannend finden, erscheinen bei uns meist erst mit langer Verspätung in deutscher Übersetzung. Es sind Bücher des unkonventionellen, kritischen, und radikalen zukunftszugewandten Denkens. Ihnen ist diese Reihe gewidmet, in der wir für eine bessere Zukunft „trainieren“ wollen.

    Wir wollen uns an jedem der Radical Utopia-Abende einem Buch widmen, das ihr nicht gelesen haben müsst. Wir werden in die Themen des Buches einführen, es vorstellen und ein paar Worte zu den Autor*innen sagen. Und danach wollen wir mit euch darüber sprechen, diskutieren, anknüpfen, weiterdenken. Wenn Ihr Lust habt, das Buch vorab zu lesen: umso besser, das wird die Diskussion natürlich sehr bereichern! Zwingend notwendig ist es aber nicht.

    Die Hosts:

    Wir – Tobias Lindemann und eve massacre – sind beide leidenschaftlich an progressiver linker Politik und Kultur, an Lesen und Rumtheoretisieren interessiert, aber kommen nicht aus dem akademischen Bereich, sondern stehen für lustvollen, anarchischen Wissenserwerb, der auch mal respektlos und hemmungslos sein kann, und sich nicht im Abstrakten verliert.

    Artwork: Philipp Dittmar von Complex Pleasures

  • Radical Utopias #12 – Ending Fossil Fuels von Holly Jean Buck (online)

    Mittwoch, 05.01.22 online

    Radical Utopias

    Training For A Complicated Future

    Reihe für Buchvorstellungen und utopische politische Diskussionen mit Tobi Lindemann und eve massacre
    Radical Utopias Telegram-Channel: und Website:

    #12

    Ending Fossil Fuels – Why Net Zero Is Not Enough
    von Holly Jean Buck

    Ablauf:

    20:15 Uhr eine Buchvorstellung hier auf Youtube. Anschließend laden wir dann zur gemeinsamen Diskussion auf Zoom ein. Den Link gibt’s gegen Ende der Buchvorstellung im Chat des YouTube-Clips. Wer sich anmeldet, kriegt die Links zugeschickt.

    Zum Buch:

    Weltweit setzen sich Länder und Konzerne Netto-Null-Emissionsziele. Aber was, wenn diese Ziele erreicht werden? Es ist zu fürchten, dass Fossile Brennstoff-Konzerne weiterhin Milliarden Tonnen CO2 produzieren während sie sich auf eine symbiotische Industrie verlassen, um die Atmosphäre sauber zu schrubben.

    Sich auf die Emissionen zu konzentrieren lenkt Aufmerksamkeit vom tatsächlichen Problem ab: Dass Fossile Brennstoffe komplett beendet werden müssen.

    Diese Industrie wird nicht freiwillig aufhören; Regierungen müssen einschreiten. Holly Jean Buck schlägt einen 3-Stufen-Plan vor, mit dem der Ausstieg geschafft werden kann. Mit einer Politik rural-urbaner Koalitionen und Plattformregulierung kann die politische Kraft aufgebaut werden, die es braucht, die Fossile Brennstoff-Industrie zu verstaatlichen und ihre Ressourcen dafür zu verwenden, Kohlenstoff aus der Atmosphäre zu ziehen.

    Holly Jean Bucks After Geoengineering ist eins der wichtigsten Bücher zu Klimakampf und sie ist richtig gut darin, die politischen, sozialen, ökonomischen und technologischen Komplexitäten verständlich zu erklären und dabei nie den Blick aufs Eigentlich zu verlieren: Wie müssen wir uns sozial organisieren, um die Klimakatastrophe aufzuhalten. Deswegen sind wir sehr auf dieses Nachfolgewerk von ihr gespannt. Sie arbeitet derzeit als Assistant Professor of Environment and Sustainability at the University at Buffalo in Buffalo, New York und untersucht, wie sich Technologien zur Entfernung von Kohlendioxid aus der Atmosphäre auf die Landschaften in den USA auswirken könnten und wie eine Politik zur Ausweitung der Kohlendioxid-Entfernung zum Nutzen der Gemeinschaft gestaltet werden kann.

    Die Reihe Radical Utopias:

    Die Zukunft sah schon mal rosiger aus: Klimakatastrophe, immer neue Extremformen des Kapitalismus, das Erstarken der Rechten, inhumane Flüchtlingspolitik, neue Pandemien – wir sind nur noch mit Aufklärung und Dagegenhalten beschäftigt, während Dystopien sich großer Beliebtheit erfreuen. Frust ist allgegenwärtig, aber nicht nur das, wir verlernen auch, große positive Zukunftsentwürfe zu wagen. Dabei gilt doch nach wie vor: Wir können nur erkämpfen, was wir uns vorstellen können.

    In unserer neuen Veranstaltungsreihe wollen wir faszinierende Denker*innen, Theoretiker*innen und Aktivist*innen vorstellen, die sich trauen, radikal utopisch zu denken. Die Debatte, von der sie ein Teil sind, findet in Deutschland viel zu wenig statt und die Bücher, die wir superspannend finden, erscheinen bei uns meist erst mit langer Verspätung in deutscher Übersetzung. Es sind Bücher des unkonventionellen, kritischen, und radikalen zukunftszugewandten Denkens. Ihnen ist diese Reihe gewidmet, in der wir für eine bessere Zukunft „trainieren“ wollen.

    Wir wollen uns an jedem der Radical Utopia-Abende einem Buch widmen, das ihr nicht gelesen haben müsst. Wir werden in die Themen des Buches einführen, es vorstellen und ein paar Worte zu den Autor*innen sagen. Und danach wollen wir mit euch darüber sprechen, diskutieren, anknüpfen, weiterdenken. Wenn Ihr Lust habt, das Buch vorab zu lesen: umso besser, das wird die Diskussion natürlich sehr bereichern! Zwingend notwendig ist es aber nicht.

    Die Hosts:

    Wir – Tobias Lindemann und eve massacre – sind beide leidenschaftlich an progressiver linker Politik und Kultur, an Lesen und Rumtheoretisieren interessiert, aber kommen nicht aus dem akademischen Bereich, sondern stehen für lustvollen, anarchischen Wissenserwerb, der auch mal respektlos und hemmungslos sein kann, und sich nicht im Abstrakten verliert.

    Artwork: Philipp Dittmar von Complex Pleasures

  • Radical Utopias #12 – Die Macht der Plattformen von Michael Seemann

    Mittwoch, 01.09.21 online

    Radical Utopias

    Training For A Complicated Future

    Reihe für Buchvorstellungen und utopische politische Diskussionen mit Tobi Lindemann und eve massacre
    Radical Utopias Telegram-Channel: und Website:

    #11

    Die Macht der Plattformen
    Politik in Zeiten der Internetgiganten
    von Michael Seemann

    Ablauf:

    Am Veranstaltungstag gibt’s um 20:15 Uhr eine Buchvorstellung hier auf Youtube. Anschließend laden wir dann zur gemeinsamen Diskussion auf Zoom ein. Den Link gibt’s gegen Ende der Buchvorstellung im Chat des YouTube-Clips. Wer sich anmeldet, kriegt die Links zugeschickt.

    Zum Buch:

    In die Die Macht der Plattformen – Politik in Zeiten der Internetgiganten arbeitet Michael Seemann heraus, wie die ganzen digitalen Plattformen von Facebook bis Spotify funktionieren, agieren und Zugänge regulieren oder verknappen. Aus der Erkenntnis, wie deren Macht entsteht, blickt er auf dann auf die Frage, wie sie vielleicht gebrochen und die Plattformen, die wir jetzt haben, durch etwas Besseres ersetzt werden könnten.

    Weit jenseits der stumpfen Technologiekritik, die sonst hierzulande so verbreitet ist, ist dieses Buch ein großartiger systemischer Überblick und inspirierender Aufschlag zum Weiterdenken.

    Michael Seemann alias mspr0 ist Kultur- und Medienwissenschaftler, der sich schon seit langem mit den Strukturen und Effekten digitaler Medien auseinandersetzt. Auch seinen Podcast “Planet B – Ideen für den Neuanfang” können wir Freund*innen von Radical Utopias auch ans Herz legen.

    Seemann lädt seine Leserschaft zur Analse ein und stellt dazu einen Werkzeugkasten mit vielen nützlichen Elementen bereit.
    Günter Hack, FAZ

    Seemann legt hier die notwendigen Grundlagen für eine wichtige Debatte, die uns noch lange beschäftigen wird.
    Felix Stalder, ZEIT Online

    »Die Macht der Plattformen« verbindet weitsichtige gesellschaftliche Überlegungen mit einem fundierten Wissen über die Plattformgeschichte.
    Katja Scherer, Deutschlandfunk

    Die Reihe Radical Utopias:

    Die Zukunft sah schon mal rosiger aus: Klimakatastrophe, immer neue Extremformen des Kapitalismus, das Erstarken der Rechten, inhumane Flüchtlingspolitik, neue Pandemien – wir sind nur noch mit Aufklärung und Dagegenhalten beschäftigt, während Dystopien sich großer Beliebtheit erfreuen. Frust ist allgegenwärtig, aber nicht nur das, wir verlernen auch, große positive Zukunftsentwürfe zu wagen. Dabei gilt doch nach wie vor: Wir können nur erkämpfen, was wir uns vorstellen können.

    In unserer neuen Veranstaltungsreihe wollen wir faszinierende Denker*innen, Theoretiker*innen und Aktivist*innen vorstellen, die sich trauen, radikal utopisch zu denken. Die Debatte, von der sie ein Teil sind, findet in Deutschland viel zu wenig statt und die Bücher, die wir superspannend finden, erscheinen bei uns meist erst mit langer Verspätung in deutscher Übersetzung. Es sind Bücher des unkonventionellen, kritischen, und radikalen zukunftszugewandten Denkens. Ihnen ist diese Reihe gewidmet, in der wir für eine bessere Zukunft „trainieren“ wollen.

    Wir wollen uns an jedem der Radical Utopia-Abende einem Buch widmen, das ihr nicht gelesen haben müsst. Wir werden in die Themen des Buches einführen, es vorstellen und ein paar Worte zu den Autor*innen sagen. Und danach wollen wir mit euch darüber sprechen, diskutieren, anknüpfen, weiterdenken. Wenn Ihr Lust habt, das Buch vorab zu lesen: umso besser, das wird die Diskussion natürlich sehr bereichern! Zwingend notwendig ist es aber nicht.

    Die Hosts:

    Wir – Tobias Lindemann und eve massacre – sind beide leidenschaftlich an progressiver linker Politik und Kultur, an Lesen und Rumtheoretisieren interessiert, aber kommen nicht aus dem akademischen Bereich, sondern stehen für lustvollen, anarchischen Wissenserwerb, der auch mal respektlos und hemmungslos sein kann, und sich nicht im Abstrakten verliert.

    Artwork: Philipp Dittmar von Complex Pleasures

  • Radical Utopias #10 – Medium Design von Keller Easterling | online

    Mittwoch, 30.06.21 online

    Radical Utopias

    Training For A Complicated Future

    Reihe für Buchvorstellungen und utopische politische Diskussionen mit Tobi Lindemann und eve massacre
    Radical Utopias Telegram-Channel: und Website:

    #10

    Medium Design
    Knowing how to work on the world
    von Keller Easterling

    Ablauf:

    Am Veranstaltungstag gibt’s um 20:15 Uhr eine Buchvorstellung hier auf YouTube
    Anschließend laden wir zur gemeinsamen Diskussion auf Zoom ein. Den Link dazu gibt’s dann im Chat des Youtube-Clips.
    Wer sich anmeldet, kriegt die Links zugeschickt.

    Zum Buch:

    Medium Design (Verso, 2020/auf deutsch bei Merve, 2021) von der Architektin, Designerin und Autorin Keller Easterling ist das nächste Buch, das wir uns bei Radical Utopias vorknöpfen wollen, nicht zuletzt, weil Design ein Thema ist, über das hierzulande nur selten im politischen Kontext nachgedacht wird. Wir sind sehr gut darin, uns individuelle Objekte anzusehen – Gebäude, Waren, Ideen, aber wir sind sehr schlecht darin, zu sehen, wie sie verbinden und interagieren, sehen das Politische nicht räumlich. Wir suchen die eine richtige Antwort und versäumen, ein ganzes Spektrum potenzieller Ergebnisse zu sehen. Easterling wirft nicht mit radikalen Erneuerungen und eindeutigen Lösungen um sich, sondern ermutigt zu einer Art zu arbeiten und zu denken, die von kreativen Rekonfigurationen und Zusammenarbeiten geleitet ist. Wie lassen sich in einer Welt, die von Komplexität überwältigt ist, bessere Systeme entwerfen?

     

    ’This book spans the globe with a learned, wise, and ethical eye. It is an inventory of resources for finding hope amid the wreckage and potential among the problems. With pragmatist creativity it shows how dumb our smart solutions can be. Medium design is a vaccine against the superbugs of environmental degradation, economic inequity, and political fascism.’
    John Durham Peters, author of Promiscuous Knowledge

    ‘In a time, when one cannot wait for definite answers, Easterling brilliantly proposes a protocol to work on resilience in the interim. This might include unbuilding, reworking, ungrowing and rearticulating. Medium Design not only describes these protocols. It actually puts them into practice.’
    Hito Steyerl, author of Duty Free Art

    ’Easterling is one of our most provocative theorists of infrastructures and the critical actions that might make them better. Here she gives us ways to remix, radically, their ingredients. Who else could parse the “canine mind” of the canny designer and city-dweller to show that we already know how to break the deadlock formed by binaries and manipulative media loops? Read this immensely engaging book to find a new toolkit for infiltrating, occupying, and recasting the mediated and material world.’
    Caroline A Jones, Professor in the Department of Architecture, MIT

    “Medium Design actively works against popular culture’s hunger for simple solutions. While embracing a diversity of tactics for a diversity of crises, Easterling puts forward an expansive definition of ‘design’ that includes examples of systemic hacks like community land trusts and tactical refusals of market norms like social capital credits.”
    Ingrid Burrington, OneZero

    Die Reihe Radical Utopias:

    Die Zukunft sah schon mal rosiger aus: Klimakatastrophe, immer neue Extremformen des Kapitalismus, das Erstarken der Rechten, inhumane Flüchtlingspolitik, neue Pandemien – wir sind nur noch mit Aufklärung und Dagegenhalten beschäftigt, während Dystopien sich großer Beliebtheit erfreuen. Frust ist allgegenwärtig, aber nicht nur das, wir verlernen auch, große positive Zukunftsentwürfe zu wagen. Dabei gilt doch nach wie vor: Wir können nur erkämpfen, was wir uns vorstellen können.

    In unserer neuen Veranstaltungsreihe wollen wir faszinierende Denker*innen, Theoretiker*innen und Aktivist*innen vorstellen, die sich trauen, radikal utopisch zu denken. Die Debatte, von der sie ein Teil sind, findet in Deutschland viel zu wenig statt und die Bücher, die wir superspannend finden, erscheinen bei uns meist erst mit langer Verspätung in deutscher Übersetzung. Es sind Bücher des unkonventionellen, kritischen, und radikalen zukunftszugewandten Denkens. Ihnen ist diese Reihe gewidmet, in der wir für eine bessere Zukunft „trainieren“ wollen.

    Wir wollen uns an jedem der Radical Utopia-Abende einem Buch widmen, das ihr nicht gelesen haben müsst. Wir werden in die Themen des Buches einführen, es vorstellen und ein paar Worte zu den Autor*innen sagen. Und danach wollen wir mit euch darüber sprechen, diskutieren, anknüpfen, weiterdenken. Wenn Ihr Lust habt, das Buch vorab zu lesen: umso besser, das wird die Diskussion natürlich sehr bereichern! Zwingend notwendig ist es aber nicht.

    Die Hosts:

    Wir – Tobias Lindemann und eve massacre – sind beide leidenschaftlich an progressiver linker Politik und Kultur, an Lesen und Rumtheoretisieren interessiert, aber kommen nicht aus dem akademischen Bereich, sondern stehen für lustvollen, anarchischen Wissenserwerb, der auch mal respektlos und hemmungslos sein kann, und sich nicht im Abstrakten verliert.

     

    Artwork: Philipp Dittmar

  • Radical Utopias #9 – The Ministry For The Future von Kim Stanley Robinson | online

    Artwork Philipp Dittmar

    Mittwoch, 19.05.21 Online

    Radical Utopias

    Training For A Complicated Future

    Reihe für Buchvorstellungen und utopische politische Diskussionen mit Tobi Lindemann und eve massacre
    Radical Utopias Telegram-Channel: und Website:

    #9

    The Ministry For The Future
    von Kim Stanley Robinson

    Ablauf:

    Am Veranstaltungstag gibt’s um 20:15 Uhr eine Buchvorstellung auf YouTube und zwar hier: youtu.be/mauhE9I8cgw
    Anschließend laden wir zur gemeinsamen Diskussion auf Zoom ein. Den Link dazu gibt’s dann im Chat des Youtube-Clips.
    Wer sich anmeldet, kriegt die Links zugeschickt.

    Zum Buch:

    Zum ersten Mal in unserer Reihe Radical Utopias nehmen wir uns einen Roman vor: Kim Stanley Robinsons The Ministry For The Future. Es ist ein höchstpolitischer Science Fiction, der eine Zukunft der Welt in der Klimakatastrophe beschreibt. Er spielt darin verschiedene Ansätze durch, wie Regierungen und einzelne Menschen darauf reagieren, schreibt von rutschenden Gletschern und angreifenden Ökoterroristen, der mächtigen Erdölindustrie und gelähmten Politiker*innen, Versuchen internationaler Kooperation, Bioterrorismus gegen Schlachthöfe und vielem mehr, und was für Lösungsversuche was für Folgen nach sich ziehen. Einer der Ansätze ist eben das Einführen eines den Vereinten Nationen unterstellten Ministeriums für die Belange zukünftiger Generationen, nach dem das Buch betitelt ist. Der Roman ist so nah dran an dem, wie es kommen könnte, und bietet eine tolle Vorlage, um über verschiedenste Szenarien der Zukunft in der Klimakatastrophe nachzudenken, dass es uns reizt, darüber mit euch zu sprechen.

    Die Reihe Radical Utopias:

    Die Zukunft sah schon mal rosiger aus: Klimakatastrophe, immer neue Extremformen des Kapitalismus, das Erstarken der Rechten, inhumane Flüchtlingspolitik, neue Pandemien – wir sind nur noch mit Aufklärung und Dagegenhalten beschäftigt, während Dystopien sich großer Beliebtheit erfreuen. Frust ist allgegenwärtig, aber nicht nur das, wir verlernen auch, große positive Zukunftsentwürfe zu wagen. Dabei gilt doch nach wie vor: Wir können nur erkämpfen, was wir uns vorstellen können.

    In unserer neuen Veranstaltungsreihe wollen wir faszinierende Denker*innen, Theoretiker*innen und Aktivist*innen vorstellen, die sich trauen, radikal utopisch zu denken. Die Debatte, von der sie ein Teil sind, findet in Deutschland viel zu wenig statt und die Bücher, die wir superspannend finden, erscheinen bei uns meist erst mit langer Verspätung in deutscher Übersetzung. Es sind Bücher des unkonventionellen, kritischen, und radikalen zukunftszugewandten Denkens. Ihnen ist diese Reihe gewidmet, in der wir für eine bessere Zukunft „trainieren“ wollen.

    Wir wollen uns an jedem der Radical Utopia-Abende einem Buch widmen, das ihr nicht gelesen haben müsst. Wir werden in die Themen des Buches einführen, es vorstellen und ein paar Worte zu den Autor*innen sagen. Und danach wollen wir mit euch darüber sprechen, diskutieren, anknüpfen, weiterdenken. Wenn Ihr Lust habt, das Buch vorab zu lesen: umso besser, das wird die Diskussion natürlich sehr bereichern! Zwingend notwendig ist es aber nicht.

    Die Hosts:

    Wir – Tobias Lindemann und eve massacre – sind beide leidenschaftlich an progressiver linker Politik und Kultur, an Lesen und Rumtheoretisieren interessiert, aber kommen nicht aus dem akademischen Bereich, sondern stehen für lustvollen, anarchischen Wissenserwerb, der auch mal respektlos und hemmungslos sein kann, und sich nicht im Abstrakten verliert.

     

     

  • Radical Utopias #8 – Der Pilz am Ende der Welt | online

    Artwork Philipp Dittmar

    Mittwoch, 31.03.21 Online

    Radical Utopias

    Training For A Complicated Future

    Reihe für Buchvorstellungen und utopische politische Diskussionen mit Tobi Lindemann und eve massacre
    Radical Utopias Telegram-Channel: und Website:

    #8:

    Der Pilz am Ende der Welt
    Über das Leben in den Ruinen des Kapitalismus
    von Anna Lowenhaupt-Tsing

    Ablauf:

    Am Veranstaltungstag gibt’s um 20:15 Uhr eine Buchvorstellung auf YouTube, Link posten wir hier kurz vorher.

    Anschließend laden wir zur gemeinsamen Diskussion auf Zoom ein. Den Link dazu gibt’s dann im Chat des Youtube-Clips.

    Wer sich anmeldet, kriegt die Links zugeschickt.

    Zum Buch:

    Ein Pilz namens Matsutake war das erste Leben, das sich nach der nuklearen Katastrophe in Hiroshima wieder regte. Einer der wertvollsten Speisepilze Asiens, der nicht nur in Japan, wo er Spitzenpreise aufruft, vorkommt, sondern auf der gesamten Nordhalbkugel verbreitet ist. Dieser stark riechende Pilz wächst bevorzugt auf von der Industrialisierung verwüsteten und ruinierten Böden und ist nicht kultivierbar. In ihrem kaleidoskopischen Essay geht die Anthropologin Anna Lowenhaupt-Tsing den Spuren dieses Pilzes sowie seiner biologischen und kulturellen Verbreitung nach und begibt sich damit auch auf die Suche nach den Möglichkeiten von Leben in einer vom Menschen zerstörten Umwelt. Sie erzählt Geschichten von Pilzsammler*innen, Wissenschaftler*innen und Matsutake-Händler*innen und öffnet einen neuen und ungewohnten Blick auf unsere kapitalistische Gegenwart. Das Beziehungsgeflecht um den Pilz herum wird zur Metapher für das Leben auf den Ruinen des Kapitalismus, das ein Leben in Beziehungen sein oder aber nicht sein wird.

    Die Reihe Radical Utopias:

    Die Zukunft sah schon mal rosiger aus: Klimakatastrophe, immer neue Extremformen des Kapitalismus, das Erstarken der Rechten, inhumane Flüchtlingspolitik, neue Pandemien – wir sind nur noch mit Aufklärung und Dagegenhalten beschäftigt, während Dystopien sich großer Beliebtheit erfreuen. Frust ist allgegenwärtig, aber nicht nur das, wir verlernen auch, große positive Zukunftsentwürfe zu wagen. Dabei gilt doch nach wie vor: Wir können nur erkämpfen, was wir uns vorstellen können.

    In unserer neuen Veranstaltungsreihe wollen wir faszinierende Denker*innen, Theoretiker*innen und Aktivist*innen vorstellen, die sich trauen, radikal utopisch zu denken. Die Debatte, von der sie ein Teil sind, findet in Deutschland viel zu wenig statt und die Bücher, die wir superspannend finden, erscheinen bei uns meist erst mit langer Verspätung in deutscher Übersetzung. Es sind Bücher des unkonventionellen, kritischen, und radikalen zukunftszugewandten Denkens. Ihnen ist diese Reihe gewidmet, in der wir für eine bessere Zukunft „trainieren“ wollen.

    Wir wollen uns an jedem der Radical Utopia-Abende einem Buch widmen, das ihr nicht gelesen haben müsst. Wir werden in die Themen des Buches einführen, es vorstellen und ein paar Worte zu den Autor*innen sagen. Und danach wollen wir mit euch darüber sprechen, diskutieren, anknüpfen, weiterdenken. Wenn Ihr Lust habt, das Buch vorab zu lesen: umso besser, das wird die Diskussion natürlich sehr bereichern! Zwingend notwendig ist es aber nicht.

    Die Hosts:

    Wir – Tobias Lindemann und eve massacre – sind beide leidenschaftlich an progressiver linker Politik und Kultur, an Lesen und Rumtheoretisieren interessiert, aber kommen nicht aus dem akademischen Bereich, sondern stehen für lustvollen, anarchischen Wissenserwerb, der auch mal respektlos und hemmungslos sein kann, und sich nicht im Abstrakten verliert.

     

     

  • Neues Datum! – Radical Utopias #7 – Revolution für das Leben von Eva von Redecker | online

    Artwork Philipp Dittmar

    Mittwoch, 10.02.21 Online

    Radical Utopias

    Training For A Complicated Future

    Reihe für Buchvorstellungen und utopische politische Diskussionen mit Tobi Lindemann und eve massacre
    Radical Utopias Telegram-Channel: und Website:

    #7:

    Revolution für das Leben
    von Eva von Redecker

    Ablauf:

    Am Veranstaltungstag gibt’s um 20:15 Uhr eine Buchvorstellung auf YouTube: www.youtube.com/watch?v=JoCINg9V9_s

    Anschließend laden wir zur gemeinsamen Diskussion auf Zoom ein. Den Link dazu gibt’s dann im Chat des Youtube-Clips.

    Zum Buch:

    „Revolution für das Leben“ von Eva von Redecker. In diesem Buch entwirft die Autorin eine Philosophie der neuen Protestformen in Zeiten der Krise. Black Lives Matter, Fridays for Future und NiUnaMenos kämpfen derzeit weltweit gegen Rassismus, Klimakatastrophe und Gewalt gegen Frauen. So unterschiedlich sie scheinen mögen, verfolgen diese Widerstandsbewegungen doch ein gemeinsames Ziel: die Rettung von Leben. Im Kern richtet sich ihr Kampf gegen den Kapitalismus, der unsere Lebensgrundlagen zerstört, indem er im Namen von Profit und Eigentum lebendige Natur in toten Stoff verwandelt, verwertet der Kapitalismus uns und unseren Planeten rücksichtslos. In autoritären Tendenzen und rassistischen Ausschreitungen, in massiven Klimaveränderungen und einer globalen Pandemie zeigt er seine verheerendsten Seiten.

    In den neuen Protestformen erkennt Eva von Redecker, die als Philosophin zu Fragen der Kritischen Theorie forscht, die Anfänge einer Revolution für das Leben, die die zerstörerische kapitalistische Ordnung stürzen könnte und unseren grundlegenden Tätigkeiten eine neue solidarische Form verspricht: Wir könnten pflegen statt beherrschen, regenerieren statt ausbeuten, teilhaben statt verwerten.

    Die Reihe Radical Utopias:

    Die Zukunft sah schon mal rosiger aus: Klimakatastrophe, immer neue Extremformen des Kapitalismus, das Erstarken der Rechten, inhumane Flüchtlingspolitik, neue Pandemien – wir sind nur noch mit Aufklärung und Dagegenhalten beschäftigt, während Dystopien sich großer Beliebtheit erfreuen. Frust ist allgegenwärtig, aber nicht nur das, wir verlernen auch, große positive Zukunftsentwürfe zu wagen. Dabei gilt doch nach wie vor: Wir können nur erkämpfen, was wir uns vorstellen können.

    In unserer neuen Veranstaltungsreihe wollen wir faszinierende Denker*innen, Theoretiker*innen und Aktivist*innen vorstellen, die sich trauen, radikal utopisch zu denken. Die Debatte, von der sie ein Teil sind, findet in Deutschland viel zu wenig statt und die Bücher, die wir superspannend finden, erscheinen bei uns meist erst mit langer Verspätung in deutscher Übersetzung. Es sind Bücher des unkonventionellen, kritischen, und radikalen zukunftszugewandten Denkens. Ihnen ist diese Reihe gewidmet, in der wir für eine bessere Zukunft „trainieren“ wollen.

    Wir wollen uns an jedem der Radical Utopia-Abende einem Buch widmen, das ihr nicht gelesen haben müsst. Wir werden in die Themen des Buches einführen, es vorstellen und ein paar Worte zu den Autor*innen sagen. Und danach wollen wir mit euch darüber sprechen, diskutieren, anknüpfen, weiterdenken. Wenn Ihr Lust habt, das Buch vorab zu lesen: umso besser, das wird die Diskussion natürlich sehr bereichern! Zwingend notwendig ist es aber nicht.

    Die Hosts:

    Wir – Tobias Lindemann und eve massacre – sind beide leidenschaftlich an progressiver linker Politik und Kultur, an Lesen und Rumtheoretisieren interessiert, aber kommen nicht aus dem akademischen Bereich, sondern stehen für lustvollen, anarchischen Wissenserwerb, der auch mal respektlos und hemmungslos sein kann, und sich nicht im Abstrakten verliert.

     

     

  • ENTFÄLLT: Die Burschenschaft: Sexualisierter Antisemitismus und deutsche Männlichkeit (online, mit Anmeldung)

    Dienstag, 08.12.20 18 Uhr online

    Wurde wegen Krankheit abgesagt.

    Die Burschenschaft: Sexualisierter Antisemitismus und deutsche Männlichkeit (Online mit Anmeldung)

    Vortrag von Veronika Kracher

    In der Reihe Feminismus oder Barbarei III, in Kooperation mit Das Schweigen durchbrechen

    Meldet euch für die Veranstaltung bitte unter schweigendurchbrechen@riseup.net an, damit ihr den Link zum Vortragsstream bekommt!

    Vortragsbeschreibung:

    „[Diederich Heßling] fühlte sich wohlig geborgen in dem Halbdunkel des niedrigen altdeutschen Lokals, mit den Mützen an der Wand, angesichts des Kranzes geöffneter Münder, die alle dasselbe tranken und sangen, bei dem Geruch des Bieres und der Körper, die es in der Wärme wieder ausschwitzten. Ihm war, wenn es spät ward, als schwitze er mit ihnen allen aus demselben Körper. Er war untergegangen in der Korporation, die für ihn dachte und wollte. Und er war ein Mann, durfte sich selbst hochachten und hatte eine Ehre, weil er dazu gehörte! Ihn herausreißen, ihm einzeln etwas anhaben, das konnte keiner!“
    (Heinrich Mann, „Der Untertan“)

    Diederich Heßlings, seines Zeichens Untertan, Vorläufer des deutschen Faschismus, Paradebeispiel des autoritären Charakters, Burschenschaftler: als Figur zwar eine Kreation Heinrich Manns, als Charaktertypus jedoch von so vielen deutschen Männern vertreten.
    Weder an diesen Männern, noch an der Institution „Burschenschaft“ hat sich seit der Veröffentlichung des „Untertans“ 1914 viel geändert. Nach wie vor ist der Männerbund (vor allem der schlagenden) Burschenschaft durch Elitedenken, Korpsgeist, die Abwertung des Weiblichen, Rassismus, Autoritätsgläubigkeit und Antisemitismus geprägt.
    Historisch gesehen spielen in der Ideologie der Studentenverbindung, die ihre einst demokratischen und freiheitlichen Wurzeln bereits zum Wartburgfest 1817 den gleichen Flammen übergaben, denen man damals schon die Werke jüdischer SchriftstellerInnen übergab, eine maßgebliche Rolle bei der Entwicklung des modernen deutschen Nationalstaates, als auch damit einhergehend der ihm innewohnenden antisemitischen Ideologie sowie einer spezifisch deutschen Vorstellung von Geschlechtlichkeit.
    Bei dieser wird der stramme, deutsche und naturwüchsige Mann, wie er durch den archetypischen Burschen vertreten wird, dem effeminierten, impotenten Juden als Vertreter der pervertierten Moderne entgegen gesetzt; somit steht er stellvertretend für den nationalsozialistischen Kampf des deutschen Reiches gegen das internationale, kosmopolitische Jüdische.
    Zudem kann das homoerotische Begehren, welches dem Männerbund innewohnt, sich aufgrund internalisiertem Hass gegen alles als weiblich, zärtlich und somit schwach verstandene nur sadistisch artikulieren: gegen die Untergebenen in der Verbindung einerseits, gegen die pathische Projektion des effeminierten Juden andererseits. In beiden Fällen wird man durch die massenpsychologische Erfahrung des Kollektivs in seinem Denken und Tun bestätigt.

     

    Zur Referentin

    Die Publizistin und Autorin Veronika Kracher analysiert in ihrem Vortrag „Die Burschenschaft: Sexualisierter Antisemitismus und deutsche Männlichkeit“ die historische Entstehung von Burschenschaften, setzt sich auf sozialpsychologische Art und Weise mit dem Männerbund und der ihm inhärenten Ablehnung des weiblichen Auseinander und erläutert, wieso das Bild einer spezifisch deutschen Männlichkeit als solches von Grund auf antisemitisch konnotiert ist.

     

    Allgemeines

    Die Veranstaltung ist Teil der Reihe „Feminismus oder Barbarei III“. Infos zur gesamten Reihe, Kinderbetreuung und dem Ablauf findet ihr unter: dasschweigendurchbrechen.wordpress.com

  • Radical Utopias #6 – The Terraforming von Benjamin Bratton | online

    Mittwoch, 25.11.20 Online

    Radical Utopias

    Training For A Complicated Future

    Reihe für Buchvorstellungen und utopische politische Diskussionen mit Tobi Lindemann und eve massacre
    Radical Utopias Telegram-Channel: und Website:

    #6:

    The Terraforming
    von Benjamin Bratton

    Gratis-Ebook:

    Ablauf:

    Am 25.11.20 gibt’s um 20:15 Uhr eine Buchvorstellung hier auf YouTube.

    Anschließend laden wir zur gemeinsamen Diskussion auf Zoom ein. Den Link dazu gibt’s dann im Chat des Youtube-Clips.

    Wenn du dich anmeldest, schicken wir dir die Links aber auch gern kurz vor der Veranstaltung zu : sigh@evemassacre.de oder telegram.me/evemassacre

    Zum Buch:

    Das Buch The Terraforming ist gleichzeitig Manifest und das Programm des Postgraduierten-Programms, das Benjamin Bratton am Strelka Institut führt. Es erklärt, dass wir eine kopernikanische Wende brauchen: diesmal weg von einem Blick, bei dem der Mensch im Mittelpunkt steht, hin zu einem technologisch unterstützten planetaren Blick. “Terraforming,” das Verändern des Ökosystems eines Planeten, bezieht sich dabei sowohl auf das Terraforming, das auf der Erde über das letzte Jahrhundert, das Anthropozän, im Laufe der Urbanisation stattgefunden hat, als auch auf eine planetare Designinitiative für das nächste Jahrhundert, die nötig ist, um der Klimakatastrophe entgegenzuwirken.

    Benjamin Bratton ist ein multi-disziplinärer Forscher, vor allem in Philosophie, Design und Technologie, aber auch in Soziologie, Städteentwicklung, und Umweltthemen. Grundlegend geht’s ihm darum, Denkkonzepte zu entwickeln, mit der die hochtechnologisierte Welt besser verstanden werden kann. Seit ein paar Jahren betreut er am Strelka Institut in Moskau ein Postgraduate Programm, das interdisziplinär und international über die planetare urbane Zukunft nachdenkt.

    Brattons Kritik gilt u.a. der derzeitigen computergestützen Praxis, weil sie viel zu personalisiert, auf Individualisierung ausgerichtet ist. Das zeichnet sogar die Kritik daran aus, die im Namen von Privacy geführt wird. Stattdessen brauchen wir systemischere Datensammlungen, einen systemischeren Blick auf den Planeten.

    Das Buch ist in Deutschland nicht in Printform erhältlich, aber als Gratis-Ebook. Mehr Infos zum The Terraforming Programm gibt es hier auf der Strelka-Website. Ein 6-teiliges Webinar von Bratton zum Buch gibt es hier auf YouTube.

     

    Die Reihe Radical Utopias:

    Die Zukunft sah schon mal rosiger aus: Klimakatastrophe, immer neue Extremformen des Kapitalismus, das Erstarken der Rechten, inhumane Flüchtlingspolitik, neue Pandemien – wir sind nur noch mit Aufklärung und Dagegenhalten beschäftigt, während Dystopien sich großer Beliebtheit erfreuen. Frust ist allgegenwärtig, aber nicht nur das, wir verlernen auch, große positive Zukunftsentwürfe zu wagen. Dabei gilt doch nach wie vor: Wir können nur erkämpfen, was wir uns vorstellen können.

    In unserer neuen Veranstaltungsreihe wollen wir faszinierende Denker*innen, Theoretiker*innen und Aktivist*innen vorstellen, die sich trauen, radikal utopisch zu denken. Die Debatte, von der sie ein Teil sind, findet in Deutschland viel zu wenig statt und die Bücher, die wir superspannend finden, erscheinen bei uns meist erst mit langer Verspätung in deutscher Übersetzung. Es sind Bücher des unkonventionellen, kritischen, und radikalen zukunftszugewandten Denkens. Ihnen ist diese Reihe gewidmet, in der wir für eine bessere Zukunft „trainieren“ wollen.

    Wir wollen uns an jedem der Radical Utopia-Abende einem Buch widmen, das ihr nicht gelesen haben müsst. Wir werden in die Themen des Buches einführen, es vorstellen und ein paar Worte zu den Autor*innen sagen. Und danach wollen wir mit euch darüber sprechen, diskutieren, anknüpfen, weiterdenken. Wenn Ihr Lust habt, das Buch vorab zu lesen: umso besser, das wird die Diskussion natürlich sehr bereichern! Zwingend notwendig ist es aber nicht.

    Die Hosts:

    Wir – Tobias Lindemann und eve massacre – sind beide leidenschaftlich an progressiver linker Politik und Kultur, an Lesen und Rumtheoretisieren interessiert, aber kommen nicht aus dem akademischen Bereich, sondern stehen für lustvollen, anarchischen Wissenserwerb, der auch mal respektlos und hemmungslos sein kann, und sich nicht im Abstrakten verliert.

     

     

  • Radical Utopias #5 – The End of Policing von Alex Vitale | online

    Mittwoch, 21.10.20 Online

    Radical Utopias

    Training For A Complicated Future

    Reihe für Buchvorstellungen und utopische politische Diskussionen mit Tobi Lindemann und eve massacre
    Radical Utopias Telegram-Channel: und Website:

    #5:

    The End of Policing
    von Alex Vitale

    Ablauf:

    Am 21.10.20 gibt’s um 20:15 Uhr eine Buchvorstellung auf YouTube, hier der Link.
    Anschließend laden wir dann zur gemeinsamen Diskussion auf Zoom ein. Den Link dazu gibt’s dann im Chat des Youtube-Clips.
    Wenn du dich anmeldest, dann schicken wir dir die Links aber auch gern kurz vor der Veranstaltungzu : sigh@evemassacre.de oder telegram.me/evemassacre

    Zum Buch:

    In den letzten Jahren kam es zu einer explosionartigen Zunahme von Protesten gegen Polizeibrutalität und Repression, am dramatischsten in den USA. Unter Aktivist:innen, Journalist:innen, und Politiker:innen konzentrierte sich die Diskussion darüber, wie zu reagieren und die Polizeiarbeit zu verbessern sei, auf die Themen Rechenschaftspflicht, Diversity, Ausbildung und Beziehungen zur Gemeinschaft. Leider werden diese Reformen weder allein noch in Kombination zu Resultaten führen. Der Kern des Problems muss angegangen werden: das Wesen der modernen Polizeiarbeit selbst. “Broken Windows” Praktiken, die Militarisierung der Strafverfolgung, und die dramatische Ausweitung der Rolle der Polizei in den letzten 40 Jahren haben ein Mandat für Polizeibeamte geschaffen, das zurückgenommen werden muss.

    Dieses Buch versucht, eine öffentliche Diskussion anzuregen, indem es die verdorbenen Ursprünge der modernen Polizei als Instrument der sozialen Kontrolle aufdeckt. Es zeigt, wie die Ausweitung der Polizeiautorität im Widerspruch zur Stärkung der Gemeinschaft, zur sozialen Gerechtigkeit, und sogar zur öffentlichen Sicherheit steht. Alex Vitale, der sich dabei auf bahnbrechende Forschungsarbeiten aus der ganzen Welt stützt und praktisch jeden Bereich des immer breiteren Spektrums der Polizeiarbeit abdeckt, zeigt, wie die Strafverfolgung genau die Probleme verschärft hat, die sie eigentlich lösen sollte.

    Im Gegensatz dazu gibt es Orte, an denen die konsequente Umsetzung von Alternativen zu Polizeiarbeit – wie Legalisierung, opferorientierte Justiz und Schadensminderung – zu einer Verringerung von Kriminalität, Ausgaben und Ungerechtigkeit geführt hat. Die beste Lösung für schlechte Polizeiarbeit könnte ein Ende der Polizeiarbeit sein.

    Alex S. Vitale ist Soziologieprofessor am Brooklyn College der City University of New York. Dort leitet er das Policing and Social Justice Project. Er forscht seit über 25 Jahren zum Thema Polizei. Sein Buch The End of Policing ist 2017 bei Verso erschienen.

     

    Die Reihe Radical Utopias:

    Die Zukunft sah schon mal rosiger aus: Klimakatastrophe, immer neue Extremformen des Kapitalismus, das Erstarken der Rechten, inhumane Flüchtlingspolitik, neue Pandemien – wir sind nur noch mit Aufklärung und Dagegenhalten beschäftigt, während Dystopien sich großer Beliebtheit erfreuen. Frust ist allgegenwärtig, aber nicht nur das, wir verlernen auch, große positive Zukunftsentwürfe zu wagen. Dabei gilt doch nach wie vor: Wir können nur erkämpfen, was wir uns vorstellen können.

    In unserer neuen Veranstaltungsreihe wollen wir faszinierende Denker*innen, Theoretiker*innen und Aktivist*innen vorstellen, die sich trauen, radikal utopisch zu denken. Die Debatte, von der sie ein Teil sind, findet in Deutschland viel zu wenig statt und die Bücher, die wir superspannend finden, erscheinen bei uns meist erst mit langer Verspätung in deutscher Übersetzung. Es sind Bücher des unkonventionellen, kritischen, und radikalen zukunftszugewandten Denkens. Ihnen ist diese Reihe gewidmet, in der wir für eine bessere Zukunft „trainieren“ wollen.

    Wir wollen uns an jedem der Radical Utopia-Abende einem Buch widmen, das ihr nicht gelesen haben müsst. Wir werden in die Themen des Buches einführen, es vorstellen und ein paar Worte zu den Autor*innen sagen. Und danach wollen wir mit euch darüber sprechen, diskutieren, anknüpfen, weiterdenken. Wenn Ihr Lust habt, das Buch vorab zu lesen: umso besser, das wird die Diskussion natürlich sehr bereichern! Zwingend notwendig ist es aber nicht.

    Die Hosts:

    Wir – Tobias Lindemann und eve massacre – sind beide leidenschaftlich an progressiver linker Politik und Kultur, an Lesen und Rumtheoretisieren interessiert, aber kommen nicht aus dem akademischen Bereich, sondern stehen für lustvollen, anarchischen Wissenserwerb, der auch mal respektlos und hemmungslos sein kann, und sich nicht im Abstrakten verliert.

     

     

  • Radical Utopias #4 – Staying With The Trouble von Donna Haraway (online)

    Mittwoch, 02.09.20 Online

    Radical Utopias

    Training For A Complicated Future

    Reihe für Buchvorstellungen und utopische politische Diskussionen mit Tobi Lindemann und eve massacre
    Radical Utopias Telegram-Channel: und Website:

    #4:

    Staying With The Trouble. Making Kin in the Chthulucene.
    Unruhig bleiben. Die Verwandtschaft der Arten im Chthuluzän.
    von Donna Haraway

    Ablauf:

    Am 29.7.20 gibt’s um 20 Uhr eine Buchvorstellung auf YouTube.
    Anschließend laden wir dann zur gemeinsamen Diskussion auf Zoom ein.
    Wenn du dich anmeldest, dann schicken wir dir die Links kurz vor der Veranstaltung: sigh@evemassacre.de oder telegram.me/evemassacre
    Hier ist der YouTube-Link: und den zur Diskussion auf Zoom gibt’s dann gegen Ende der Buchvorstellung im Chat des YouTube-Clips.

    Zum Buch:

    „Unruhig bleiben“ heißt Donna Haraways (Cyborg Manifesto) vieldiskutiertes letztes Werk, in dem sie als Rettung vor der Klimakatastrophe für eine Entgrenzung der Arten plädiert. Was die materialistische Theoretikerin damit meint? Nun, in ihren Büchern verschwimmen die Grenzen zwischen Mensch und Maschine und zwischen Mensch und Tier. Sie ruft als Nachfolger des Anthropozäns das Cthulhuzän aus, das nicht mehr den Menschen in Zentrum des Weltbilds trägt, sondern andere Spezies. Es geht um nichts weniger, als mit der Welt in radikal andere Beziehung zu treten.

     

    Die Reihe Radical Utopias:

    Die Zukunft sah schon mal rosiger aus: Klimakatastrophe, immer neue Extremformen des Kapitalismus, das Erstarken der Rechten, inhumane Flüchtlingspolitik, neue Pandemien – wir sind nur noch mit Aufklärung und Dagegenhalten beschäftigt, während Dystopien sich großer Beliebtheit erfreuen. Frust ist allgegenwärtig, aber nicht nur das, wir verlernen auch, große positive Zukunftsentwürfe zu wagen. Dabei gilt doch nach wie vor: Wir können nur erkämpfen, was wir uns vorstellen können.

    In unserer neuen Veranstaltungsreihe wollen wir faszinierende Denker*innen, Theoretiker*innen und Aktivist*innen vorstellen, die sich trauen, radikal utopisch zu denken. Die Debatte, von der sie ein Teil sind, findet in Deutschland viel zu wenig statt und die Bücher, die wir superspannend finden, erscheinen bei uns meist erst mit langer Verspätung in deutscher Übersetzung. Es sind Bücher des unkonventionellen, kritischen, und radikalen zukunftszugewandten Denkens. Ihnen ist diese Reihe gewidmet, in der wir für eine bessere Zukunft „trainieren“ wollen.

    Wir wollen uns an jedem der Radical Utopia-Abende einem Buch widmen, das ihr nicht gelesen haben müsst. Wir werden in die Themen des Buches einführen, es vorstellen und ein paar Worte zu den Autor*innen sagen. Und danach wollen wir mit euch darüber sprechen, diskutieren, anknüpfen, weiterdenken. Wenn Ihr Lust habt, das Buch vorab zu lesen: umso besser, das wird die Diskussion natürlich sehr bereichern! Zwingend notwendig ist es aber nicht.

    Die Hosts:

    Wir – Tobias Lindemann und eve massacre – sind beide leidenschaftlich an progressiver linker Politik und Kultur, an Lesen und Rumtheoretisieren interessiert, aber kommen nicht aus dem akademischen Bereich, sondern stehen für lustvollen, anarchischen Wissenserwerb, der auch mal respektlos und hemmungslos sein kann, und sich nicht im Abstrakten verliert.

     

     

  • Radical Utopias #2 – Capital Is Dead, Is This Something Worse?

    Mittwoch, 17.06.20

    Radical Utopias

    Training For A Complicated Future

    Reihe für Buchvorstellungen und utopische politische Diskussionen mit Tobi Lindemann und eve massacre

    #2

    Capital Is Dead, Is This Something Worse?

    von McKenzie Wark

    Artwork: Philipp Roth

    McKenzie Wark setzt sich seit Jahren u. a. mit einem neuen Marxismusverständnis, dem Situationismus, Medienkultur und mit dem Anthropozän auseinander. Dieses Buch stellt die Frage, ob wir noch im Kapitalismus oder Neoliberalismus leben, oder schon in etwas viel Schlimmeren? Besitz und Kontrolle von Infomation (Copyright, Datenhandel, Patente, logistische Systeme usw.) haben zu einem neuem, komplexeren Klassengefüge geführt. McKenzie Wark versorgt uns nicht nur mit neuem theoretischen Werkzeug, mit denen sich die heutigen Verhältnisse fassen lassen, sondern bietet auch Auswege an.

    Ablauf:
    Am 17.6.20 gbt’s um 20 Uhr eine Buchvorstellung auf YouTube hier.
    Anschließend laden wir dann zur gemeinsamen Diskussion auf Zoom ein.
    Wenn du dich anmeldest, dann schicken wir dir die Links kurz vor der Veranstaltung: sigh@evemassacre.de oder telegram.me/evemassacre
    Aber wir posten ihn auch wieder in den Chat am Ende der Buchvorstellung.

    Die Reihe:

    Die Zukunft sah schon mal rosiger aus: Klimakatastrophe, immer neue Extremformen des Kapitalismus, das Erstarken der Rechten, inhumane Flüchtlingspolitik, neue Pandemien – wir sind nur noch mit Aufklärung und Dagegenhalten beschäftigt, während Dystopien sich großer Beliebtheit erfreuen. Frust ist allgegenwärtig, aber nicht nur das, wir verlernen auch, große positive Zukunftsentwürfe zu wagen. Dabei gilt doch nach wie vor: Wir können nur erkämpfen, was wir uns vorstellen können.

    In unserer neuen Veranstaltungsreihe wollen wir faszinierende Denker*innen, Theoretiker*innen und Aktivist*innen vorstellen, die sich trauen, radikal utopisch zu denken. Die Debatte, von der sie ein Teil sind, findet in Deutschland viel zu wenig statt und die Bücher, die wir superspannend finden, erscheinen bei uns meist erst mit langer Verspätung in deutscher Übersetzung. Es sind Bücher des unkonventionellen, kritischen, und radikalen zukunftszugewandten Denkens. Ihnen ist diese Reihe gewidmet, in der wir für eine bessere Zukunft „trainieren“ wollen.

    Jeder Radical Utopia Abend widmet sich einem Buch, das ihr nicht gelesen haben müsst: Wir stellen es zusammenfassend vor. Und danach wollen wir mit euch darüber sprechen, diskutieren, anknüpfen.

    Die Hosts:

    Wir – Tobias Lindemann und eve massacre – sind beide leidenschaftlich an progressiver linker Politik und Kultur, an Lesen und Rumtheoretisieren interessiert, aber kommen nicht aus dem akademischen Bereich, sondern stehen für lustvollen, anarchischen Wissenserwerb, der auch mal respektlos und hemmungslos sein kann, und sich nicht im Abstrakten verliert.

  • Radical Utopias #1 – Feminism For The 99%

    Mittwoch, 27.05.20

    Radical Utopias

    Training For A Complicated Future

    Reihe für Buchvorstellungen und utopische politische Diskussionen mit Tobi Lindemann und eve massacre

    #1

    Feminism For The 99%

    Ablauf: Am 27.5.20 gibt’s um 20 Uhr eine Buchvorstellung auf YouTube.
    Anschließend laden wir dann zur gemeinsamen Diskussion auf Zoom ein. Dafür müsst ihr euch bitte möglichst jetzt schon melden, dann senden wir euch den Link kurz vor der Veranstaltung zu: sigh@evemassacre.de oder telegram.me/evemassacre

    Artwork: Philipp Roth

    Feminism for the 99% – A Manifesto
    Cinzia Arruzza, Tithi Bhattacharya, Nancy Fraser

    Das erste Buch, das wir ausgesucht haben, ist gleich ein Manifest, und es ist bereits auf deutsch erschienen: Feminism for the 99% entstand aus dem Umfeld des feministischen Streiks 2019 heraus und versucht Programmpunkte für einen zukunftsfähigen Feminismus herauszuarbeiten, der sich nicht auf die privilegierte „erste Welt“ beschränkt. Arruzza, Bhattacharya und Fraser sehen die Chance für einen Feminismus, der internationalistisch, antikapitalistisch, kooperativ und solidarisch ist, und sich nicht mit dem Platz weniger Frauen auf Chefsesseln oder Bühnen zufrieden gibt. Die deutsche Ausgabe erschien bei Matthes & Seitz Berlin.

    Die Reihe:

    Die Zukunft sah schon mal rosiger aus: Klimakatastrophe, immer neue Extremformen des Kapitalismus, das Erstarken der Rechten, inhumane Flüchtlingspolitik, neue Pandemien – wir sind nur noch mit Aufklärung und Dagegenhalten beschäftigt, während Dystopien sich großer Beliebtheit erfreuen. Frust ist allgegenwärtig, aber nicht nur das, wir verlernen auch, große positive Zukunftsentwürfe zu wagen. Dabei gilt doch nach wie vor: Wir können nur erkämpfen, was wir uns vorstellen können.

    In unserer neuen Veranstaltungsreihe wollen wir faszinierende Denker*innen, Theoretiker*innen und Aktivist*innen vorstellen, die sich trauen, radikal utopisch zu denken. Die Debatte, von der sie ein Teil sind, findet in Deutschland viel zu wenig statt und die Bücher, die wir superspannend finden, erscheinen bei uns meist erst mit langer Verspätung in deutscher Übersetzung. Es sind Bücher des unkonventionellen, kritischen, und radikalen zukunftszugewandten Denkens. Ihnen ist diese Reihe gewidmet, in der wir für eine bessere Zukunft „trainieren“ wollen.

    Jeder Radical Utopia Abend widmet sich einem Buch, das ihr nicht gelesen haben müsst: Wir stellen es zusammenfassend vor. Und danach wollen wir mit euch darüber sprechen, diskutieren, anknüpfen.

    Die Hosts:

    Wir – Tobias Lindemann und eve massacre – sind beide leidenschaftlich an progressiver linker Politik und Kultur, an Lesen und Rumtheoretisieren interessiert, aber kommen nicht aus dem akademischen Bereich, sondern stehen für lustvollen, anarchischen Wissenserwerb, der auch mal respektlos und hemmungslos sein kann, und sich nicht im Abstrakten verliert.

  • Radical Utopias #3 – After Geoengineering (online)

     

    Mittwoch, 29.07.20 Online

    Radical Utopias

    Training For A Complicated Future

    Reihe für Buchvorstellungen und utopische politische Diskussionen mit Tobi Lindemann und eve massacre
    Radical Utopias Telegram-Channel:

    #3:

    After Geoengineering – Climate Tragedy, Repair, and Restoration

    Holly Jean Buck

    Ablauf:

    Am 29.7.20 gibt’s um 20 Uhr eine Buchvorstellung auf YouTube. Hier der Link.
    Anschließend laden wir dann zur gemeinsamen Diskussion auf Zoom ein.
    Wenn du dich anmeldest, dann schicken wir dir die Links kurz vor der Veranstaltung: sigh@evemassacre.de oder telegram.me/evemassacre

    Zum Buch:

    Längst ist klar: der Klimawandel ist eine Tatsache. Das Zeitfenster, in dem wir noch das Allerschlimmste abwenden können, schließt sich unabänderlich. Als eine Lösung für drängende Probleme wird Geoengineering propagiert – keine Zukunftsmusik, sondern bereits jetzt eine Realität, an der fieberhaft geforscht und gearbeitet wird, z.B. Wälderaufforstung, Seegraswiesen zur CO2-Speicherung oder Solar Radiation Management. Holly Jean Buck ist eine der wenigen linken Denker*innen, die sich diesem schwierigen Thema annimmt. Sie untersucht, was wir tun können, um nicht in ein paar Jahren tatsächlich so drastische Maßnahmen wie Solar Radiation Management angehen zu müssen. Sie betont die Prozesshaftigkeit und Vielschichtigkeit von Geoengineering, und plädiert dafür, die Kontrolle über Geoengineering nicht Konzernen und Autoritäten zu überlassen, sondern darin Chancen für eine gerechtere, lebenswerte Zukunft zu ergreifen. Das Buch ist in einer großartigen Mischung aus sachlich-informativer Auseinandersetzung und kurzen spekulativen Erzähleinschüben verfasst, die eine gesellschaftlich-soziale Ebene einfließen lassen.

     

    Die Reihe Radical Utopias:

    Die Zukunft sah schon mal rosiger aus: Klimakatastrophe, immer neue Extremformen des Kapitalismus, das Erstarken der Rechten, inhumane Flüchtlingspolitik, neue Pandemien – wir sind nur noch mit Aufklärung und Dagegenhalten beschäftigt, während Dystopien sich großer Beliebtheit erfreuen. Frust ist allgegenwärtig, aber nicht nur das, wir verlernen auch, große positive Zukunftsentwürfe zu wagen. Dabei gilt doch nach wie vor: Wir können nur erkämpfen, was wir uns vorstellen können.

    In unserer neuen Veranstaltungsreihe wollen wir faszinierende Denker*innen, Theoretiker*innen und Aktivist*innen vorstellen, die sich trauen, radikal utopisch zu denken. Die Debatte, von der sie ein Teil sind, findet in Deutschland viel zu wenig statt und die Bücher, die wir superspannend finden, erscheinen bei uns meist erst mit langer Verspätung in deutscher Übersetzung. Es sind Bücher des unkonventionellen, kritischen, und radikalen zukunftszugewandten Denkens. Ihnen ist diese Reihe gewidmet, in der wir für eine bessere Zukunft „trainieren“ wollen.

    Wir wollen uns an jedem der Radical Utopia-Abende einem Buch widmen, das ihr nicht gelesen haben müsst. Wir werden in die Themen des Buches einführen, es vorstellen und ein paar Worte zu den Autor*innen sagen. Und danach wollen wir mit euch darüber sprechen, diskutieren, anknüpfen, weiterdenken. Wenn Ihr Lust habt, das Buch vorab zu lesen: umso besser, das wird die Diskussion natürlich sehr bereichern! Zwingend notwendig ist es aber nicht.

    Die Hosts:

    Wir – Tobias Lindemann und eve massacre – sind beide leidenschaftlich an progressiver linker Politik und Kultur, an Lesen und Rumtheoretisieren interessiert, aber kommen nicht aus dem akademischen Bereich, sondern stehen für lustvollen, anarchischen Wissenserwerb, der auch mal respektlos und hemmungslos sein kann, und sich nicht im Abstrakten verliert.

     

     

  • Radical Utopias #1: Feminism For The 99%

    Mittwoch, 08.04.20 Kantine

    RADICAL UTOPIAS – Training for a complicated future

    Radical Utopia #1:
    Feminism For The 99%

    Cinzia Arruzza, Tithi Bhattacharya, Nancy Fraser

    Buchvorstellung und utopische politische Diskussionsreihe mit Tobi Lindemann und eve massacre

    19:30 Uhr
    Eintritt auf Spendenbasis

    Die Zukunft sah schon mal rosiger aus: Klimakatastrophe, immer neue Extremformen des Kapitalismus, das Erstarken der Rechten, inhumane Flüchtlingspolitik, neue Pandemien – wir sind nur noch mit Aufklärung und Dagegenhalten beschäftigt, während Dystopien sich großer Beliebtheit erfreuen. Frust ist allgegenwärtig, aber nicht nur das, wir verlernen auch, große positive Zukunftsentwürfe zu wagen. Dabei gilt doch nach wie vor: Wir können nur erkämpfen, was wir uns vorstellen können.

    In unserer neuen Veranstaltungsreihe wollen wir faszinierende Denker*innen, Theoretiker*innen und Aktivist*innen vorstellen, die sich trauen, radikal utopisch zu denken. Die Debatte, von der sie ein Teil sind, findet in Deutschland viel zu wenig statt und die Bücher, die wir superspannend finden, erscheinen bei uns meist erst mit langer Verspätung in deutscher Übersetzung. Es sind Bücher des unkonventionellen, kritischen, und radikalen zukunftszugewandten Denkens. Ihnen ist diese Reihe gewidmet, in der wir für eine bessere Zukunft „trainieren“ wollen.

    Wir wollen uns an jedem der Radical Utopia-Abende einem Buch widmen, das ihr nicht gelesen haben müsst. Wir werden in die Themen des Buches einführen, es vorstellen und ein paar Worte zu den Autor*innen sagen. Und danach wollen wir mit euch darüber sprechen, diskutieren, anknüpfen, weiterdenken. Wenn Ihr Lust habt, das Buch vorab zu lesen: umso besser, das wird die Diskussion natürlich sehr bereichern! Zwingend notwendig ist es aber nicht.

    Wir – Tobias Lindemann und eve massacre – sind beide leidenschaftlich an progressiver linker Politik und Kultur, an Lesen und Rumtheoretisieren interessiert, aber kommen nicht aus dem akademischen Bereich, sondern stehen für lustvollen, anarchischen Wissenserwerb, der auch mal respektlos und hemmungslos sein kann, und sich nicht im Abstrakten verliert.

    Wir haben erst mal drei Abend geplant, denken aber schon über eine Forsetzung nach.

    Radical Utopia #1 am 08.04.20
    Feminism for the 99% – A Manifesto
    Cinzia Arruzza, Tithi Bhattacharya, Nancy Fraser

    Das erste Buch, das wir ausgesucht haben, ist gleich ein Manifest, und es ist bereits auf deutsch erschienen: Feminism for the 99% entstand aus dem Umfeld des feministischen Streiks 2019 heraus und versucht Programmpunkte für einen zukunftsfähigen Feminismus herauszuarbeiten, der sich nicht auf die privilegierte „erste Welt“ beschränkt. Arruzza, Bhattacharya und Fraser sehen die Chance für einen Feminismus, der internationalistisch, antikapitalistisch, kooperativ und solidarisch ist, und sich nicht mit dem Platz weniger Frauen auf Chefsesseln oder Bühnen zufrieden gibt. Die deutsche Ausgabe erschien bei Matthes & Seitz Berlin.

     

    Radical Utopia #2 am 13.05.20
    Capital Is Dead: Is This Something Worse?
    McKenzie Wark

    McKenzie Wark setzt sich seit Jahren in zahlreichen Büchern und Artikeln u. a. mit einem neuen Klassenverständnis (Hacker Class, Vertical Class), dem Situationismus und mit dem Anthropozän auseinander. Ihr neuestes Buch stellt die Frage, ob wir noch im Kapitalismus leben, oder schon in etwas viel Schlimmeren: Gibt es nicht schon längst eine neue herrschende Klasse, die nicht nur die Arbeiter*innen, sondern auch das Kapital, wie es klassisch verstanden wird, dominiert. McKenzie Wark schafft es nicht nur, uns theoretische Werkzeuge zu geben, mit denen sich die heutigen Verhältnisse fassen lassen, sondern bietet auch Auswege an – eine wunderbare Vertreterin für die Radical Utopias Reihe.

     

    Radical Utopia #3 am 10.06.20
    After Geoengineering – Climate Tragedy, Repair, and Restoration
    Holly Jean Buck

    Längst ist klar: der Klimawandel ist eine Tatsache. Das Zeitfenster, in dem wir noch das Allerschlimmste abwenden können, schließt sich unabänderlich. Als eine Lösung für drängende Probleme wird Geoengineering propagiert – keine Zukunftsmusik, sondern bereits jetzt eine Realität, an der fieberhaft geforscht und gearbeitet wird, z.B. Wälderaufforstung, Seegraswiesen zur CO2-Speicherung oder Solar Radiation Management. Holly Jean Buck ist eine der wenigen linken Denker*innen, die sich diesem schwierigen Thema annimmt. Sie betont die Prozesshaftigkeit und Vielschichtigkeit von Geoengineering, und plädiert dafür, die Kontrolle über Geoengineering nicht Konzernen und Autoritäten zu überlassen, sondern darin Chancen für eine gerechtere, lebenswerte Zukunft zu ergreifen. Das Buch ist in einer großartigen Mischung aus sachlich-informativer Auseinandersetzung und kurzen spekulativen Erzähleinschüben verfasst, die eine gesellschaftlich-soziale Ebene einfließen lassen.

  • Frauen- und Queers-Streik

    Donnerstag, 31.1.19 Glasbau vom K4 (Künstlerhaus), 2. OG

    Frauen- und Queers-Streik

    Info- und Diskussionsveranstaltung

    Koop der Initiative zur Gründung eines Frauenstreikkomitees in Nürnberg und dem musikverein

    Eintritt frei

    Gegen Sexismus und Rechtsruck! Für Gleichstellung und Selbstbestimmung! Für einen Frauen*streik in Nürnberg!

    Im letzten Jahr sind Frauen*¹ überall auf der Welt auf die Straße gegangen: In Spanien verließen am 8. März Millionen von Frauen* ihre Arbeitsplätze, sie störten den Verkehr und verweigerten die Hausarbeit. Das Land war in großen Teilen lahmgelegt und der Streik bekam extrem große Aufmerksamkeit und Zustimmung. In Chile kämpften Frauen* gegen Sexismus, indem sie Universitäten besetzten. In Argentinien und Polen demonstrierten unzählige Frauen* für ihr Recht auf Selbstbestimmung.

    Auch in Deutschland gab es schon mal einen Frauen*streik. 1994 haben eine Million Frauen* gegen schlechte Arbeitsbedingungen, den Abbau von Sozialleistungen und für ein Recht auf körperliche und sexuelle Selbstbestimmung gestreikt.

    Wir denken, dass derzeit in Deutschland wieder die Notwendigkeit und die Möglichkeit besteht, einen bundesweiten Frauen*streik durchzuführen. Wir wollen eine breite Öffentlichkeit für feministische Themen schaffen und möglichst viele Menschen bewegen, gegen Sexismus aktiv zu werden. Wir wollen dem aktuellen Rechtsruck und rechten Frauen*bildern die Forderung nach Gleichstellung und Selbstbestimmung entgegensetzen.

    Es gibt viele Gründe für einen Frauen*streik. Die Forderungsliste beginnt bei ungleichen Löhnen, hört da aber noch lange nicht auf. Denn wir finden, dass sich ein Frauen*streik nicht nur auf Lohnarbeit beschränken, sondern auch Bereiche einbeziehen sollte, in denen Frauen* unbezahlt arbeiten: in der Familie, in der Beziehung, im Alltag, in der Politik und so weiter.

    Wir wollen uns nicht mehr zwischen Beruf und Privatleben zerreißen müssen und weniger Geld für die gleiche Arbeit erhalten. Wir haben genug davon, dass ein Großteil unserer Arbeit nicht mal als solche anerkannt wird. Wir haben genug davon, dass Armut auch in Deutschland vor allem Frauen* betrifft. Wir haben genug davon, dass wir im Alter schlechtere Renten bekommen. Wir haben genug davon, dass an unseren Arbeitsplätzen, in der Klinik, in den Altenpflegeeinrichtungen, in den KiTas, an der Kasse, schlechte Arbeitsbedingungen herrschen. Wir haben genug davon, dass Frauen*projekte wie zum Beispiel Frauen*häuser nicht genug Geld bekommen. Und wir haben genug davon, dass manche von uns jeden Tag Rassismus erfahren.

    Wir werden die festgefahrenen und diskriminierenden Strukturen nicht weiter hinnehmen und wollen gemeinsam für unsere Rechte kämpfen. Wie kann das aussehen? Das wollen wir mit euch diskutieren und auf den Weg bringen.

    Darum kommt zu unserer Infoveranstaltung zum Thema Frauen*streik am 31. Januar und bringt eure Freund*innen und Bekannten mit.

    Es wird kurze Inputs geben zur Geschichte des Frauen*streiks, zur Notwendigkeit politischer Streiks und zum Stand der aktuellen Streikbewegung in der BRD. Anschließend soll über einen Frauen*streik in Nürnberg diskutiert werden.

    In über zwanzig Städten, darunter auch Augsburg und Bamberg, haben sich bereits Komitees gegründet, die auf einen bundesweiten Frauenstreik* für 2019 und/oder 2020 hinarbeiten. Wir wollen nun auch in Nürnberg mit euch zusammen ein solches Komitee gründen. Wenn ihr Lust habt, mitzuarbeiten, dann kommt zur Infoveranstaltung am 31. Januar oder schreibt uns. Im Februar soll es ein weiteres Planungs- und Vernetzungstreffen geben.


    ¹ Für uns bezieht ein Frauen*streik alle Menschen ein, die von struktureller geschlechtsspezifischer Diskriminierung betroffen sind, also Frauen, Queers und andere Personen. Im Text wollen wir das durch ein Sternchen hinter dem Begriff „Frauen“ zum Ausdruck bringen. Queers sind Personen, die sich nicht einer der Geschlechterkategorien „Mann“ und „Frau“ zuordnen.