Schlagwort: Subkultur

  • ORCHID

    Samstag, 03.08.19 Kantine

    ORCHID

    Stonewall was a riot! Edition
    Indiedanceriotpopelectrobass QUEER night

    dj & host: eve massacre
    special guest dj: Rashetta

    23-5 Uhr
    Eintritt: Zahl was du kannst zw. 6-9€  – Erlös geht als Spende an House Of Laconya für einen Voguing Ball im Herbst

    ƪ(‘-’ ƪ)(/_ _ )/♪へ(-。-へ)♪(/_ _ )/

    ORCHID ist eine Party, bei der statt Gay/Lesbian-Regenbogen-Hochglanz-Klischees die offene dirty Queer-Vielfalt zelebriert wird. Das spiegelt sich in geschmackssicherer Musikauswahl jenseits des Rosa-Mainstream-Geblubbers wieder, gebrochen mit gut dosierten geschmacksverunsichernden Trash-Momenten. We are post-cool, we are community. Von Musik über Flyerartwork bis zu Deko: alles im Geiste einer Queer Avantgarde/DIY Punk/Antifashista/Fashionista Idee.

    ORCHID versucht, nicht nur hedonistischer Community-Party-Treffpunkt zu sein, sondern hilft mit dem erfeierten Erlös über den Musikverein auch queere Künstler zu supporten und ein bisschen mehr urban international Queer Culture nach Nürnberg zu bringen – Mykki Blanco, Xiu Xiu, Le Tigres J. Sampson, Austra, SSION, Patrick Wolf, Hunx & His Punx, Le1f uvm. waren schon da.

    For all you fags & dykes & friends & dancers & closet dancers & queens & riot people & bears & brothers & lovers & sisters & misters & queers & dears & discoteers & gays & drrrty butchez & nancy boys & Xenas & antisexuals & androgynous art fags & shapeshifters & breeders & homotrash & leathermen & lipstick lezzies & camp vamps & funky hunks & trans bees & kittens & dancing queens & divas & pre-op humans & anti-barbies & fagetarians & genderpunks & ghosts & moustache dykes & post-30-anythings & hairy fairies & & ugly huggies & part-time zombies & age-resistant-scenesters & pre-op unicorns & post-rainbowgays & snoop doggy dykes & otters & superwomen & not-so-super-women & vagitarians & werepandas & post-sexuals & boys who love girls who look like boys, ach – ach! – all queer creatures of the night BUT PLZ: No hools, no fools!

    ʅ(。◔‸◔。)ʃ

    ORCHID ist eine Queer Party, die auf all die rosa Mainstreamklischeeparties mit einer intimeren Undergroundvariante im Zentralcafé kontert, bei der alle willkommen sind, die jenseits einer heteronormativen Partyroutine feiern wollen. Host und Resident DJ ist Eve Massacre, alles unter den Fittichen von www.musikverein-concerts.com

  • WE GOT THIS

    Samstag, 17.08.18 Kantine

    WE GOT THIS

    Pop, House, Beats, 80s, post-genre Club Music.
    From Four Tet to 80s pop, from addictive Fever Ray melodies to 1010 Benja SL r’n’b sweetness.

    mit
    eve massacre (Orchid, Drama, Dancing With Tears In My Eyes)
    Chris Mosbacher (aka Synthie & Bert, Dancing With Tears In My Eyes, Radio Z)

    23-5 Uhr, Eintritt: ZWDK 6-9€

  • XIU XIU + DELILUH – entfällt

    Konzert entfällt wegen Tourabsage! Ticketsrückerstattung bei der Vorverkaufstelle.

    Leider muss die XIU XIU Show im November entfallen. Das offizielle Statement dazu:
     
    „Xiu Xiu will be cancelling their upcoming US and European tour dates with refunds available at the point of purchase. Jamie needs to take some time to focus on his mental health and get the proper rest he needs in order to do so. We appreciate your understanding.
     
    We urge you all to take care of yourself and one another. Mental illness should never be treated lightly. If you or a friend ever feels lonely, depressed, sad, or confused there are resources available to you, now and always.“
     
    Wir sind traurig, dass nun schon das zweite Konzert dieses Jahr wegen psychischer Probleme abgesagt werden muss. Die darunter leiden sind nicht die Ausnahme (1), im Mai diesen Jahres sprach eine Statistik von 73% aller Indie Musicians als Betroffenen.
     
    Und Musiker*innen sind auch nicht die einzige Gruppe von Betroffenen: Allein zum Beispiel an Depression sind derzeit in Deutschland laut AOK (pdf) 11,3% der Frauen und 5,1% der Männer erkrankt; insgesamt 8,2 % der Bevölkerung. Laut Robert Koch Institut (pdf) sind es sogar 10,1%. Falls ihr dazu gehören solltet, falls ihr euch einsam, depressiv, oder langfristig immer wieder traurig oder verstört fühlen solltet – ihr seid nicht allein, bitte sucht Hilfe! Gebt euch nicht auf, ihr werdet euch auch wieder besser fühlen, selbst wenn ihr euch das in dem Moment nicht vorstellen könnt. Wenn ihr Menschen in eurem Bekanntenkreis habt, von denen ihr den Verdacht habt, dass sie darunter leiden, sprecht sie darauf an, ermutigt sie, Hilfe zu suchen, aber ohne Druck zu machen. Niemand sollte allein gelassen werden, es gibt Hilfe. (Zum Beispiel könnt ihr auf www.deutsche-depressionshilfe.de Kontakte zu Krisentelefonen, Selbsthilfegruppen u.a. finden.)

    Sonntag, 03.11.19 Kantine

    XIU XIU

    Emotionaler Avant-Pop, wave-angehauchte Indie-Rock-Experimente

    DELILUH

    Post-Punk, Art-Rock, Wave

    Einlass 20:30, Beginn 21 Uhr
    Eintritt: Abendkasse: 18€, Vorverkauf. zzgl. Gebühr: 15€

                 

    Xiu Xiu ist das Ventil für die kompromisslosen und nervenzermübend-persönlichen musikalischen Werke des in Los Angeles lebenden Multi-Instrumentalisten Jamie Stewart sowie eine lange Liste von Mitmusiker*innen, die daran im Studio und auf der Bühne teilhaben.

    Xiu Xius Musik, die seit 2002 einen unaufhörlichen Strom von Veröffentlichungen, Nebenprojekten, Kunstperformances und ausgedehnten internationalen Tourneen darstellt, hat sich von gebrochenem Avant-Pop zu kunstvoll orchestriertem Indie-Rock entwickelt, mit Böen von Noise aus tiefschwarzem Herzen und allen möglichen Stationen dazwischen, stets serviert mit verletzender Ehrlichkeit und Intensivität, die schon die Herzen einer ganzen Legion von obsessiven Zuhörer*innen herausgerissen hat.

    Das neueste Xiu Xiu Album Girl with Basket of Fruit (erschienen im Februar 2019) ist ein rowdyhafteres und stilistisch unwirscheres Werk als Forget von 2017 und abermals sticht die Liste von Mitwirkenden ins Auge, zu denen unter anderem Eugene Robinson (Oxbow), Devin Hoff und die haitianischen Percussionisten Emmanuel Obi und Ayo Okafor gehören.

    Für die Live-Shows 2019 manifestiert sich Xiu Xiu in Form von Jamie Stewart, Thor Harris (Swans, Shearwater, Thor & Friends) und Jordan Gieger (Minus Story, Shearwater).

    Deliluh ist eine aufstrebende experimentelle Art-Rock-Band, die sich in Toronto einen Ruf als Fackelträger für die DIY-Musikszene erworben hat. Ihr Sound verschmilzt Elemente von Punk, Drone und experimenteller Musik zu einer organischen, aber heftig resonierenden Klangidentität.

    Der Nachfolger ihrer selbstproduzierten Debüt-LP ‚Day Catcher‘ folgt auf die Fersen eines Jahres, das sie damit verbrachten, frische Ideen aufzuspüren und aufzunehmen. ‚Oath of Intent‘ ist eines von zwei Alben, die letztes Jahr entstanden sind, und dokumentiert die Gruppe in ihrer bisher eindringlichsten und mörderischst-direkten Form. Die fünf Tracks der Platte erzählen Geschichten, die den Konflikt und das Unbehagen innerhalb unserer menschlichen Beschaffenheit aufgreifen, bzw. in Charaktere schlüpfen und mit lyrischer Hartnäckigkeit und rasiermesserscharfem Takt durch beunruhigte Linsen auf Vergangenheit, Gegenwart und Zukunft schauen. Schnelle Instrumentalwechsel werden gegenüber Soundschichten oder -verschmelzungen bevorzugt und resultieren in einer durchgehend tighten Erlebniswelten, wie eine Sammlung ausgekochter Kurzgeschichten.

    Deliluhs Neigung, den traditionellen Rundlauf durch Bars und Clubs zugunsten unkonventioneller Veranstaltungsorte zu ignorieren, hat ihnen zu Hause einen Ruf beschert, der ihnen viel bedeutet. In den letzten Jahren haben sie dem Publikum eine Vielzahl von Auftritten in Bäckereien, Bibliotheken, Wohnungen und einer stillgelegten U-Bahn-Plattform geboten. Sie beginnen im Mai dieses Jahres eine Tournee durch Großbritannien und Europa, mit Festivalauftritten in ganz Kanada, die bis in den Sommer hinein andauern. Die Kernmitglieder sind auch für einen neuen Schub von kleinen Konzerten in ihrer Stadt verantwortlich, die im Wohnzimmer ihrer Bloordale Wohnung stattfinden, einem Raum, der bei vielen als Somewhere Else bekannt ist.

  • Feministisch Biertrinken 8 – ENTFÄLLT LEIDER!

    Donnerstag, 11.07.19

    FEMINISTISCH BIERTRINKEN 8

    Weil leider kurzfristig Krankheit und Festivalbesuch bei ein paar von uns dazwischenkam, muss es diesmal leider entfallen!

    Bar DJing und (queer-)feministische Textbeiträge und Rumhängen mit Amelie, Pola Ruin, Lisa Neher, eve massacre, not_betty und friends.

    Ein Special mit Textbeiträgen rund um Digitalisierung / Neue Technologien.

    Ab 20 Uhr, Eintritt ist frei.

    Von Tinder bis zu weiblichen Sprachassistants, von der Feminist Meme School bis zu Hashtag-Aktionismus und Vernetzung zu Protesten wie dem Frauenstreik, von appgesteuerten Vibratoren bis zu frauenfeindlichen Hassattacken auf Social Media, von künstlicher Intelligenz bis zu Menstruationstracking – kurz vorm Nürnberg Digital Festival haben wir uns mal als Themenschwerpunkt gesetzt, was die Digitalisierung, die so gut wie alle Lebensbereiche durchdring oder ergänzt, so aus feministischer Perspektive bedeutet.

  • Feministisch Biertrinken 7

    Donnerstag, 20.6.19

    FEMINISTISCH BIERTRINKEN 7

    Bar DJing und (queer-)feministische Textbeiträge und Rumhängen mit Amelie, Pola Ruin, Lisa Neher, eve massacre, not_betty und friends.

    Ab 20 Uhr, Eintritt ist frei.

     

  • ORCHID Queer Karaoke & Lipsync Night

    Donnerstag, 25.07.19 Kantine

    ORCHID Queer Karaoke & Lipsync Night

    Im Rahmen der Prideweek des CSD Nürnberg – 50 Jahre Stonewall Riots!

    20 Uhr
    Eintritt frei (Spende willkommen, wir stellen eine kleine Box an der Theke auf)

     

    ORCHID Queer Karaoke Night is back! Nach den unfassbar fabulous und vergnüglichen Gesangsattacken des letzten Mals, müssen wir euch einfach noch mal auf die Bühne einladen. Die Zeit hat ja auch hinten vorne nicht gereicht, um alle unterzubringen.

    Wir erweitern den Abend um noch ein Stück Queer Underground Culture: Ihr könnt auch Lip Sync machen!
    Dazu mailt uns bis zum 20. Juli einfach euren Wunschsong, zu dem ihr performen wollt!

    Lipsync bedeutet zu einem Playback-Song so zu performen, als ob du ihn singen würdest. Warum gehört es zu unserer LGBTI*-Kultur? In der Queer Geschichte entstand aus der marginalisierten und oft auch mittellosen Ferne zu angehimmelten Diven und Stars heraus das Nachahmen in Form von Lipsync, das ein wichtiger Teil der Drag Queen Culture wurde. Verborgene Fantasien und das Heimlich-Tun-Müssen gingen und gehen für viele immer noch Hand in Hand für die meisten Queers, und das Lipsyncen ist schlicht ein intensiver Ausbruchsmoment aus den normativen Rollen, in die du sonst gepresst bist. Eskapismus wird hier Teil der Überlebensstrategie in einer durch und durch heterosexuell und cis-geschlechtlich geprägten Gesellschaft.

    Es geht bei Lipsync nicht um Satire, der Star soll nicht lächerlich gemacht werden, wie es so oft in Hetero-Mainstreamversionen des Lipsync geschieht. Der Kern des Lipsync in der LGBTI*-Tradition ist das Channeln der Diva, das innigliche Nachempfinden und Darstellen, ein Verkörpern zum Ausbruch hin.

    Und wir machen das ganz basic, DIY eben – wie beim Queer Karaoke auch geht’s hier nicht drum, perfekt zu sein, sondern sich zu trauen! Egal wie schräg, egal wie tolpatschig, wir sind einander ein liebevolles, enthusiastisches Publikum, also traut euch und überlegt euch doch einen Song, zu dem ihr Lipsync performen wollt, gerne auch in Drag, und schickt ihn mir bis 20. Juli an sigh@evemassacre.de

    Wir öffnen um 20 Uhr – denkt dran: Gleich in die Karaoke-Songliste eintragen, denn erst wenn wir die ersten fünf Leute drin stehen haben, geht’s richtig los! Also: drag up, miezt euch auf, übt die großen Gesten! Perücken und Pathos, Glitter und Spandex, go full Diva – alle Hilfsmittel sind erlaubt!

    For all you fags & dykes & & trans-lovelies & friends & queens & riot people & bears & brothers & lovers & sisters & misters & queers & dears & discoteers & gays & drrty butchez & girls who love boys who look like girls & bambisexuals & androgynous art fags & breeders & camp vamps & cross breeders & trans bees & kittens & dancing queens & anti-barbies & fagetarians & genderpunks & divas & ghosts & moustache dykes & gorillaz & post-30-anythings & hairy fairies & homotrash & leathermen & lipstick lezzies & nancy boys & hotter otters & ugly huggies & part-time zombies & superwomen & not-so-super-women & age-resistant-scenesters & post-rainbow gays & pre-op unicorns & queen bees & snoop doggy dykes & funky hunks & vagitarians, ach – eigentlich für alle, die der heteronormativen Partyroutine und Genderklischees entgehen wollen, BUT PLZ: No hools, no fools!

    Let’s build a sexy glittering LBGT*-Safe Space!

  • Keep The Radio Alive Listen to 95…(.8)

    Samstag, 27.07.19, Kantine

    Keep The Radio Alive Listen to 95…(.8)

    Benefiz-Come-Together für Radio Z
    DJs:

    DJs: Philip Manthey, Ypsilon, Paul Maria, Ineshka und Molinero!
    Genre: organic House, obskure Tunes, whatever

    23 – 5 Uhr
    Eintritt: Zahl was du kannst: 6 bis 8€

    Keep The Radio Alive - Plakat von Philip Manthey

    Wie jedes Jahr findet beim Musikverein pünktlich zum Bardentreffen eine Benefizveranstaltung für das öfter mal mittellose Urgestein des Community Radios statt!
    Um die Gäste für ihre Unterstützung zu entschädigen, bauen wir Brücken zwischen besonders guten und den besonders fragwürdigen Momenten in der jüngeren Musikgeschichte, genau wie unser Lieblingsradio mit dem „Z“!

     

  • TACOCAT + TWEN

    Montag, 09.09.19 Kantine

    TACOCAT

    Pop Punk, Indie, Surf Music (USA)

    TWEN

    Irgendwo zwischen Psych-Rock und Dream-Pop, mit einem Schuss Surf

    Einlass 20:30, Beginn 21 Uhr
    Eintritt: Abendkasse: Zahl was du kannst zwischen 11 – 15€, Vorverkauf. zzgl. Gebühr: 11€

    Präsentiert von Radio Z, gaesteliste.de, testspiel.de, ByteFM, The Postie

    Tacocat Plakat von Philip Manthey

    Plakat: Philip Manthey

             

    Nur drei Termine:
    9. September: Nürnberg, Kantine
    10. September: Berlin, Marie-Antoinette
    11. September: Hamburg, Goldener Salon

    „This Mess is a Place“ ist das vierte Album von Tacocat und ihr erstes auf Sub Pop. Die Seattle-Band erwachte am Morgen nach den Wahlen 2016 und musste herausfinden, wie man auf eine neue Realität reagiert, in der sich das Böse nicht unter der Oberfläche versteckt, sondern mit neuen Tragödien und Bürgerrechtsangriffen, die jeden Tag den Nachrichtenticker füllen, an der Front und im Zentrum von allem steht.

    „What a time to be barely alive“ beklagt „Crystal Ball“, ein Pop-Juwel, das die intimere Seite der emotionalen Reaktion auf den Nachrichtenzyklus untersucht.

    Wie kämpft man weiter, wenn man den ganzen Tag nur im Bett bleiben will? Obwohl die gegenwärtigen Realitäten deprimierend genug sind, um jeden dazu zu bringen, tausend Jahre lang unter die Decke zu kriechen und zu schlafen, machen Tacocat, was sie immer am besten getan haben: Helligkeit, Energie und Hoffnung mit politischer Kritik zu vermischen.

    „This Mess is a Place“ ist von einer Hoffnung durchsetzt, die im krassen Gegensatz zur Musik steht, die Apathie, Verzweiflung und Benommenheit feiert.

    Tacocat reagieren mit purer Empathie, ob sie nun Oden an die magischen Verbindungen singen, die wir mit unseren Haustieren haben („Little Friend“), oder sich vorstellen, wie eine bessere Erde aussehen könnte („New World“), oder versuchen, Humor in einer völlig unheimlichen Welt zu finden („The Joke of Life“).

    Es ist ein herrlich kathartischer Moment und der Grundstein der Platte, wenn sie in „Grains of Salt“ ausrufen: „Don’t forget to remember who the fuck you are!“ Produzent Erik Blood (der auch den Vorgänger „Lost Time“ produziert hat) bringt die Band in ihr volles Pop-Potenzial, bewahrt aber dennoch das, was Tacocat so besonders macht: Sie sind vier Freunde, die sich als junge Punks kennengelernt haben und zu einer wirklichen Band zusammengewachsen sind.

    Wunderschöne Musik irgendwo zwischen Psych-Rock und Dream-Pop, mit einem Schuss Surf. Direkt aus dem DIY Underground. Die Band Twen ist in der Bostoner DIY-Punk-Szene geboren und aufgewachsen, wo sich Leadsängerin Jane Fitzsimmons und Gitarrist Ian Jones trafen, bevor sie nach Nashville zogen. Sie nahmen ein Live-Tape ihrer ersten Show in einem Bostoner Keller namens Twen Live auf, und obwohl es nicht für eine Veröffentlichung vorgesehen war, tourte die Band mit der EP in den letzten zwei Jahren nonstop. Es dokumentiert nicht nur die klangliche Entwicklung der Band seit ihrer Gründung im Jahr 2017, sondern zeigt auch, wie weit sie gekommen ist. Tweng werden ihr Debütalbum Awestruck am 20. September über Frenchkiss Records veröffentlichen.

  • SKATING POLLY + SHE MAKES WAR

    Samstag, 05.10.19 Kantine

    SKATING POLLY

    Extrem frischer Riot-Grrrl / Grunge / Alternative Rock / Indie-Rock aus Oklahoma

    SHE MAKES WAR

    One-Women-Band zwischen Indie-Rock und Grunge

    Einlass 20:30, Beginn 21:00 Uhr
    Eintritt: Abendkasse: Zahl was du kannst zwischen 10 – 13 €, Vorverkauf. zzgl. Gebühr: 10 €

             

    SKATING POLLY, das Stiefschwester-Duo aus Kelli Mayo und Peyton Bighorse, nannnten ihre Musik zu Anfangs einfach „ugly pop“, hässlichen Pop, und das ist ja auch eine treffende Bezeichnung für Musik, die im einen Moment total süß und eingängig ist und in der im nächsten Moment wütendes Geschrei aus vollem Hals und voller Seele auf lärmige Gitarren trifft. Ein anderer passender Begriff dafür wäre schlicht Grunge, den sie für sich und ihre 21.- Jahrhundert-Teen-Angst ganz neu errungen haben – wie eine ganze Menge (tumblr-)Millennials mit ihnen. Und nach Nirvana, Mudhoney, Babes in Toyland, Hole klingen sie wirklich im einen Moment, und nach Kimya Dawson und Beat Happening im anderen.

    Als sie sich 2008 gründeten, war Kelli gerade mal 14 Jahre alt und Peyton 18, und 2011 kam schon ihr erstes Album raus: Taking Over The World. Sie wurden bald von einigen Punk/Indie-Größen unterstützt und gefeiert: Xene Cervenka von X hat ihr zweites Album, Lost Wonderfuls, produziert, und Klyph Scurlock (Flaming Lips) hat ihnen sein altes Drumset geschenkt, und Babes In Toyland haben sie mit auf ihre Revival-Europatour genommen, Calvin Johnson (Beat Happening, K-Rec) hat ihr drittes Album produziert und mit Veruca Salts Loouise Post und Nina Gordon haben sie an einer EP namens New Trick gearbeitet, seit der auch Kurtis Mayo, ihr Bruder, als festes Bandmitglied dazugehört. Inzwischen haben SKATING POLLY sich wirklich nonstop den Allerwertesten abgetourt und schon ihr viertes Album raus: The Make It All Show.

               

    SHE MAKES WAR ist das Indie-Solo-Projekt der Multiinstrumentalistin und bildenden Künstlerin Laura Kidd aus Bristol. Die pazifistische Naturgewalt mit Punk-Spirit und ernsthaftem Arbeitsethos hat eine friedliche, aber provokative Botschaft — sie will ihre Songs mit der Welt teilen, auf Augenhöhe mit allen, die Musik ebenso lieben wie sie. Ihre kreativen Eine-Frau Shows mit grungiger E-Gitarre, klaustrophobischen Gesangsloops und fußbetätigter Percussion, Megafon und einer Handvoll Glitzer haben schon Zuhörerschaften rund um den Globus gefesselt. Ihr aktuelles Album Brave For Impact erschien vergangenes Jahr, und ganz in ihrem DIY Spirit wurde es crowdgefundet und schoss gleich in die Indie Album Charts.

  • DECIBELLES + THE BETHS + STATIC MEANS

    Freitag, 23.08.19 Kantine

    THE BETHS

    High Energy Gitarrenpop, Pop-Punk (Neuseeland, Carpark Rec.)

    DECIBELLES

    Explosives Gemenge aus Noise, Punk und Edgy Pop (Frankreich)

    STATIC MEANS

    Post-Punk, Wave-Punk (Leipzig)

    Einlass 20:30, Beginn 21 Uhr
    Eintritt: Abendkasse: Zahl was du kannst zwischen 13 – 17 €, Vorverkauf. zzgl. Gebühr: 13 €

    Präsentiert von Testspiel, Byte.fm und Radio Z

     

    Seit sie 2015 im Zentralcafé spielten, hat sich einiges getan bei den DECIBELLES! Das Trio aus Lyon (Frankreich) räumt derzeit alle Bühnen ab. Noise, Punk und Edgy Pop vermengt zu einer Soundexplosion, die aller Beschreibung spottet.

    2005 gründeten drei Highschool Teenager in Lyon (Frankreich) eine Band ohne zu ahnen, dass genau diese Band mit dem Namen DECIBELLES im Laufe der Jahre eine sehr eigene und vor allem eigenständige musikalische Identität aus Noise, Punk und Edgy Pop entwickeln würde.

    2017 erschien mit TIGHT ein neues Album, bei welchem vor allem der schneidende Gesang, die noisige Gitarre, der brutale Bass und das unkonventionelle Schlagzeugspiel in Kombination mit gereizten Pop-Elementen und deutlicher Riot-Grrrl Inspiration einen Sound erzeugen, der so gar nicht in die gängigen Kategorisierungen passt.

    Dazu kommt eine Live-Performance, die so intensiv und krachend ist, dass die DECIBELLES auch Vergleiche mit den besten Live-Bands dieser Sparte nicht zu scheuen brauchen.

       

    Die Neuseeländer*innen von THE BETHS kanalisieren ihre langjährige Freundschaft in High Energy Gitarrenpop mit einem smarten textliche Biss. Die Gitarristin, Sängerin und hauptsächliche Songwriterin Elizabeth Stokes und der Gitarrist Johanthan Pearce gingen zusammen in die High School bevor sie ihren Freund und Bassisten Benjamin Sinclair und den Schlagzeuger Ivan Luketina-Johnston an der University of auckland trafen, wo sie alle vier Jazz studierten. Nachdem sie in einigen verschiedenen Konstellationen schon zusammen gespielt hatten, fanden sie sich für ein Projekt zusammen, in dem sie den Pop- und Punk-Sound ihrer Jugend erforschen wollten. Es machte „Klick!“ und THE BETHS waren geboren.

    Ihre Debut EP von 2016, Warm Blood, schäumt nur so über vor explosiven Gitarrenriffs und ansteckenden Indie-Rock Hooklines. Produziert wurde sie von Pearce und alle vier Bandmitglieder trugen darauf gutgelaunte Gesangsharmonien bei, die an den besten 60s Rock erinnern, super catchy, und ein echter „all-killer, no-filler“ Release, wie auch die Reviews in der neuseeländischen Musikpresse befanden. 2019 verspricht nun ein wirklich spannendes Jahr für THE BETHS zu werden. Nachdem sie schon ein beliebter Live Act in Neuseeland und Australien sind, tourt die Band nun in den USA und Europa. Ihr Debutalbum, Future Me Hates Me, das ebenfalls von Pearce produziert worden ist, wurde 2018 auf Carpark Records veröffentlicht und vertraut uns: Fans von Bands wie Sleater-Kinney und Best Coast sollten in Alarmbereitschaft sein!

       

    STATIC MEANS kommen aus Leipzig und sind schon seit 2012 aktiv. Nach einem 5-Song-Demotape in 2014 und einer 7″ (die beide längst ausverkauft sind) hat die Band inzwischen mit “No Lights” auch längst ein Album am Start. „No lights“ steht gleichermaßen für „No Future“-Gefühl und Betonburgen-Tristesse, verschmilzt frühe Punk- und Wave-Einflüsse mit einem treibenden Rhythmusfundament und einer glasklaren Frauenstimme. Musikalisch bewegt man sich klar im Post-Punk-Spektrum. Synthies treffen auf Punk und Wave und glasklaren Gesang. Sie werden den Abend eröffnen.

  • MESSER + INFUSO GIALLO – verlegt in die DESI!

    Donnerstag, 31.10.19 DESI

    MESSER

    Post-Punk – »Anorak Tour«

    INFUSO GIALLO

    Krautronica, Moog-Exotica, Clubmusik

    Achtung! Aufgrund des Feuers in der Kantine muss das Konzert in die DESI verlegt werden! Bitte weitersagen, teilen usw.! Wir danken der DESI schon mal für diese Unterstützung!
    Wir danken auch Das Schweigen durchbrechen, die am selben Abend einen Vortrag in der DESI haben, uns aber trotzdem mit ermöglichen, das Konzert dort zu machen.

    Einlass 21:00, Beginn 21:30 Uhr
    Eintritt: Abendkasse: Zahl was du kannst zwischen 15 – 18 €, Vorverkauf. zzgl. Gebühr: 15 €
    Präsentiert von DIFFUS, BYTE.FM und RADIO Z

       

    Messer sind wieder da. Nach dem schweren, dunklen Album »Jalousie« von 2016 ging die wieder als Quartett spielende Band an die Arbeit zu ihrer mittlerweile vierten Platte, die ein paar neue Wendungen nimmt – doch das ist Zukunftsmusik, das Album erscheint zu Beginn des nächsten Jahres. Die Songs gibt es jedoch schon, eine Single mit zwei neuen Stücken erscheint schon bald auf dem Hamburger Label Trocadero, kurz nach dem zweiten Roman von Sänger Hendrik Otremba. Und der bringt die neue Musik dann gemeinsam mit Pogo McCartney, Milek und Philipp Wulf im Zuge einer kleinen Herbst-Tour auf die Bühnen.

    »Anorak«, die A-Seite, zeigt eine neue Seite der Band, der dubbige Song setzt mehr denn je auf Groove, legt sogar ihre Reggae-Affinität offen, während die B-Seite mit »Die Furcht (Theme 1)« eine andere, verschlossenere Facette aufzeigt und zugleich den immer schon präsenten Hang zu sphärischer, elektronischer Musik betont. Die neuen Klänge von Messer wirken insgesamt ein Stück weit einladender, vielleicht, weil durch die zahlreichen Variationen der Zwischentöne eine größere Gefühlswelt entsteht, als man das von der 2010 gegründeten Gruppe bisher gewohnt war. Bei all dem bleibt der energetische Ausgangspunkt der Entwicklung erkennbar – und um den ist es bei Messer immer schon insbesondere auf ihren Konzerten gegangen.


    Die Abende einleiten wird Infuso Giallo, dessen Sound von der Expertenschaft treffend als »Krautronica« bezeichnet wird. Seine hochgelobte Debüt-12″ »Ode to Sanseviera«, die Ende 2017 beim Kölner Label Kame House erschienen ist, bahnt sich zielsicher ihren Weg durch einen dichten Nebel aus Moog-Exotika, New Age und Clubmusik. Weitere Veröffentlichungen sollen bald folgen.

  • EUROTEURO + Mini-DANCING WITH TEARS IN MY EYES

    Donnerstag, 19.09.19 Kantine

    EUROTEURO

    Wiener Art-Pop-Eurotrash-Quintett

    + nach dem Konzert noch Party mit:

    DANCING WITH TEARS IN MY EYES

    Einlass 20:30, Beginn 21 Uhr
    Eintritt: 8-11€ (Zahl was du kannst)

    Euro Teuro Plakat von eve massacre
    Plakat: eve massacre

      

    Die Wiener Art-Pop Gruppe EUROTEURO, deren Name sich auf die Kontroverse um die Einführung des Euro als „Teuro“ bezieht, zeigt mit ihrem Debüt „VOLUME I“, dass sie von der NDW gelernt haben. Ein bisschen Gaga, und ein bisschen Dada, meinen sie selbst. „VOLUME I“ umfasst das Schaffen der letzten beiden Jahre. Auf einer Länge von 38 Minuten beinhaltet es 12 Tracks, die alle das Absurde und Abwegige mit spielerischen  Mitteln in einen Pop-Kontext bringen. Als musikalischer Bezugsrahmen können die frühe NDW, Reggae, Krautrock und PUnk genannt werden. Thematisch führt VOLUME I die HörerInnenschaft durch eine Gefühlswelt voller Euphorie, Resignation und Optimismus. Ein bisschen Zynismus ist auch dabei. Aber gut – das gehört wohl zu ihrem Lokalkolorit: EUROTEURO verbringendie meiste Zeit ihres Schaffens in Wien.

    Das die Werkschau einleitende Stück KOPF ist ein resignierendes aber doch positiv in eine Zukunft blickendes Lied, das aus der Feder von Element of Crime stammen könnte. In AUTOSTOPP wird der Leidenschaft nach immer wiederkehrenden Abenteuern gefrönt. „Urlaub   in Italien und alles was ich will, ist Autogrill!“ singt Ninjare Di Angelo in EUROTEURO’s erstem   großen Hit AUTOGRILL und trifft damit den Nerv einer Generation, die zu Urlauben mit den Eltern an der Adria verdonnert wurde. Wer erinnert sich nicht an diese Oasen entlang der Betonwüste der langen Autostradas und die Spannung, die die besungene italienische Erfrischungszwischenstopp-Kette barg. Die Süddeutsche Zeitung hob den Song gleich in die große Arena, um ein Ohrwurm-Battle gegen Wandas Bologna auszurufen: „AUTOGRILL ist der Sommerhit, der uns von Wanda befreit.“ Aber niemand hat noch gefragt, warum Ninjare denn nicht lieber an den Strand möchte…

    „EUROTEURO ist Sunshine Reaggae auf Rohypnol, Karstadt Fahrstuhlmusik kurz bevor man ohnmächtig wird – kurzum GANZ GROSSES KINO!!“ (Mark Kowarsch)

    „EUROTEURO orientieren sich an NDW und Elektropop mit Post-Punk-Einschlag … erinnert an F.S.K., aber auch die B-52s klingen an. Genretreu eher das Schnippische als das Emotionale im Stimmvortrag unterstreichend, tragen Sängerin Ninjare Di Angelo und Peter T. nützliche Ratschläge vor: „Ein Hobby ist ein schöner Zeitvertreib“ in „Hobby“ beispielsweise … Darin, im Finden eines Rahmens, der das Doofe weise werden lässt, liegt die Kunst, auf die sich diese lustvoll europäische Band versteht. Was Anfang der Achtzigerjahre neu war, kann auch heute wieder relevant sein: Das Clevere doof verpacken! Die Überwindung des Hirns zwecks Findung des Hirns!“

  • NADJA + FLORIAN VON AMELN – Achtung, in den Z-Bau verlegt!

    Donnerstag, 17.10.19 Z-Bau, Roter Salon

    NADJA

    Ambient-Doom Duo (Kanada)

    FLORIAN VON AMELN

    Ambient, Drone, Field Recordings, Experimental (Nürnberg)

    Achtung! Aufgrund eines Brandanschlags muss das Konzert in den Z-Bau verlegt werden! Bitte weitersagen, teilen usw.! Wir danken dem Z-Bau schon mal für diese Unterstützung!

    Einlass 20:30, Beginn 21 Uhr
    Eintritt: Zahl was du kannst zwischen 11 – 14 €

    Foto: Ana Petrovic

    NADJA ist das Duo des Multiinstrumentalisten Aidan Baker und der Bassistin Leah Buckareff, das schon seit 2005 aktiv ist. NADJA wird als eine der Vorläuferbands der Genres ‚Drone Doom‘ oder ‚Metalgaze‘ verehrt. NADJAs heavy, atmosphärische Musik verwebt die Dunkelheit und das Volumen des Doom Metal und Industrial mit den Texturen und Melodizismen des Shoegaze und der Ambient und elektronischen Musik.

    NADJA hat zahlreiche Alben auf vielen verschiedenen Undergroundlabels veröffentlicht – Alien8 Recordings, Daymare Records, Essence Music, Hydrahead Records, Gizeh Records, und Important Records, um nur ein paar zu nennen – und tourte ausgedehnt mit Performances in Europa, Japan, Russland, Australien, Neuseeland, und Nord- sowie Südamerika, darunter Auftritte auf Festivals wie SXSW, FIMAV, Roadburn, Le Guess Who, Incubate und Unsound.

    Außerhalb von NADJA ist Aidan Baker auch als Autor und als Solomusiker aktiv, und performt mit verschiedensten Gruppenprojekten, deren Musik von Drone-Jazz bis Space-Rock reicht. Aidan Baker hat etliche Soloalben veröffentlicht und ist der Autor von vier Gedichtsammlungen.

    Leah Buckareff ist ebenfalls mit diversen mit Papier und Buch verbundenen künstlerischen Projekten aktiv, darunter The Lesen Lounge, eine mobile Zine Bibliothek, und Pulp Papier, ein Importeur von handgemachtem japanischen Papier.

    Ursprünglich aus Toronto, Kanada, lebt das Duo heute in Berlin.


    Foto: Elisabeth Thoma

     

    Fast zwei Jahre hat Florian von Ameln (Muzan Editions, Eilean Rec.) seine Ambient Projekte pausieren lassen. Jetzt kehrt er mit einem neuen Programm auf die Bühne zurück. Auf einer Linie mit seinen früheren Arbeiten wird auch 2019 die Verschmelzung von Akustischen, Elektronischen und Elektroakustischen Instrumenten mit Field Recordings und Rundfunkaufnahmen zu einem akustischen Gesamtwerk im Vordergrund stehen.

  • Feministisch Biertrinken 7 – entfällt

    Mittwoch, 22.5.19

    FEMINISTISCH BIERTRINKEN 7 – entfällt!

     

    Muss leider wegen zuviel anderem Stress entfallen. :'(

     

    Bar DJing und (queer-)feministische Textbeiträge und Rumhängen mit Amelie, Pola Ruin, Lisa Neher, eve massacre, not_betty und friends.

    Ab 20 Uhr, Eintritt ist frei.

     

  • HERE

    Samstag, 25.05.19 Kantine 

    HERE

    House, Disco, Techno
    DJs: Eve Massacre, Ramshackle

    23–5 Uhr
    Eintritt: 6-8€

    Uplifting Dancemusic im Schein der Discokugel! Träumen von nie erlebten und gesehenen Sehnsuchtsorten wie den opulenten Discos der 70er und 80er oder den überdrehten britischen Raves der 90er.
    Bässe hüpfen und Synthies quieken während sich ein sanfter Kitsch-Schleier über den Dancefloor der Kantine legt.

    Euphorie statt Dystopie!

  • Die linke Party

    Samstag, 27.04.19 Kantine

    DIE LINKE PARTY

    Antifaschistische Soliparty zugunsten des revolutionären 1.Mai Bündnis

    23-5 Uhr
    Eintritt: Spende 3-7€

    Wir feiern mal wieder eine Party und ihr seid alle eingeladen: Spione des Mossad, Spione des FSB, Spione aller Arten. Spinner wie wir, interessierte Menschen wie wir.

    Die linke Party und der Musikverein spenden die Eintrittseinnahmen für jede Party an ein vorher von den InitiatorInnen ausgesuchtes politisches oder soziales Projekt. Dieses Mal werden die Eintrittseinnahmen an das revolutionäre 1. Mai Bündnis gespendet.

    Die DJs der linken Party legen alles zwischen technopunkzeckenraptrap auf, außerdem sind fantastische Gast-DJs angefragt.

    Refugees Welcome!

  • Feministisch Biertrinken 6

    Sonntag, 14.4.19

    FEMINISTISCH BIERTRINKEN 6

    Bar DJing und (queer-)feministische Textbeiträge und Rumhängen mit Amelie, Pola Ruin, Lisa Neher, eve massacre, not_betty u.a.

    Ab 20 Uhr, Eintritt ist frei.

    Playlist vom vorletzten Mal:

     

  • MAULGRUPPE + LEIDEN

    Mittwoch, 12.06.19 Kantine

    MAULGRUPPE

    Neue Band um Jens Rachut (Kommando Sonne-nmilch, Alte Sau, u.a.) mit (Post-)Punks von Yass / Ten Volt Shock / Kurt

    LEIDEN

    DHL-Indie-Punk aus Nürnberg

    Einlass 20:30, Beginn 21 Uhr
    Eintritt: Abendkasse: 15€, Vorverkauf. zzgl. Gebühr: 12€

    MAULGRUPPE ist ein Bandprojekt um JENS RACHUT, bei dem die Noise- und Post-Punk-Wissenschaftler aus dem schwarzwäldischen Wirkungskreis von YASS, TEN VOLT SHOCK und KURT involviert sind. Als wären ALTE SAU, NUCLEAR RAPED FUCK BOMB und KOMMANDO SONNE-NMILCH als Explosionszeichnung erst auf einem Tisch verteilt und dann zu einem dunkelgrauen Electro-Wave-Monolithen neu verschmolzen worden, findet sich hier lange Vertrautes unter ganz neuen Vorzeichen. Stoisch treibende Rhythmen, Gitarren und Keyboards, die sich umschlingen und gegenseitig erdrosseln und lange Hallfahnen schaffen eine neue Bühne für die RACHUTsche Dramatik – paranoiden, auf Loop- und Riff-Strukturen basierenden düster-dichten Elektropunksongs vom Feinsten…

    Das Debutalbum der neuen Rachut Band Maulgruppe „Tiere in Tschernobyl“ erscheint Ende März 2019 auf dem Major Label.

     

    LEIDEN sind drei Typen mit Gitarre, Bass und Schlagzeug, die krachige Melodien machen. Mit Hummeln im Arsch und dem Herzen auf der Zunge – hängen geblieben zwischen Muff Potter, den Nerven und einer Menge Kindheitsträume. Wenig Ansagen, viel Verzerrer und ein stures Schlagzeug. Ein Freund nennt es DHL-Punk – schlecht bezahlt und selten pünktlich.

  • BIG‡BRAVE + MY DISCO

    Donnerstag, 16.05.19 Kantine

    BIG‡BRAVE

    Minimalistischer Avant-Rock, intensiver Heavy-Drone/Doom/Sludge-Rock. Raum, Lautstärke, rohe Emotionen. (Southern Lord Rec., Montreal)

    MY DISCO

    Folterkammer-Ambient. Metallische Industrial-Percussion trifft mit wuchtig-bassigen Drones mitten in die Magengrube (Downwards Rec., Australien)

    Einlass 20:30, Beginn 21 Uhr
    Eintritt: Abendkasse: Zahl was du kannst zwischen 13-17€, Vorverkauf. zzgl. Gebühr: 13 €

    Seit 2012 gibt es BIG‡BRAVE schon, eine Band aus Montreal, die für wahrhaft schwergewichtigen Zeitlupen-Rock steht, für Sludge, Minimalismus, Slowcore, irgendwo Richtung GODSPEED! YOU BLACK EMPEROR, SHELLAC und SWANS. Heavy experimental Rock von Leuten, die schon auch das Feingefühl für doomige Drones und ausgefeilte Feedbackorgien haben.

    Neben doomiger Rhythmik, grollenden Drones und beißendem Gitarrenfeedback als integralem Bestandteil des Klangspektrums sticht vor allem die Stimme von Robin Wattie hervor und macht den Sound von BIG‡BRAVE so unverwechselbar. Diese arbeitet mehr mit Ausdruck und Emotion denn mit klassischen Melodielinien, was auf der einen Seite in ihren introvertierteren, fast lieblichen Momenten einen spannenden Kontrapunkt zur dystopischen Instrumentierung darstellt, sich aber insgesamt absolut harmonisch in den eher atonalen Sound der Band einfügt.

    Ohnehin spielt Dynamik bei ihnen eine kritische Rolle: mal dominiert das zäh und stoisch groovende Schlagzeug, mal frönen die Gitarren solistisch ausufernden Drones, bis wieder die Vocals im Zentrum des Geschehens stehen – und alles das, ohne sich davor zu scheuen, auch Stille ihren Platz einzuräumen. BIG‡BRAVE erforscht die Möglichkeiten wie eine Band klingen kann, während sie konstant den Charakteristika von Songstruktur und -form widersteht – spektakulärer, invertierter Rock, der um einige Größenordnungen fetter klingt, als man es einem Trio zutrauen würde.

    Im Mai kommt auch ein neues Album und wir können’s kaum erwarten.

    photo: Rachel Cheng

    „BIG|BRAVE are big and oceanic, their music flowing and crashing like waves…Robin
    Wattie’s clear, piercing vocals, which occupy an emotional zone right at the point between
    ecstasy and abject despair.“ – PITCHFORK

    „BIG | BRAVE have somehow made a ruthlessly loud record that is also fascinating, and
    consistently elegant.“ – DROWNED IN SOUND

    MY DISCO sind als unglaublich wuchtige Liveband bekannt, die Definition von körperlichem Konzerterleben. Präzision und Minimalismus prägen ihre Herangehensweise. Erinnerte ihr früheres Schaffen an eine Art minimalistischere SHELLAC (Albini produzierte auch die vergangenen Alben), antirockistischen Präzisions-Postpunk, haben sie nun mit ENVIRONMENT ein neues Album geschaffen, das konsequent ihr Erforschen von Raum in der Musik fortschreibt, aber den Rock beiseitelegt und eher an RAIME als an SHELLAC denken lässt: Wabernde Soundwände, zerklüftete Industrial-Sounds, bis auf die Knochen nagende basslastige Drones, düsterer Folterkammer-Ambient, scharfkantig und dissonant, fiebrig glühende Synthieverzweiflung und kalte metallische Percussion. Eine meisterhafte Entführung ins Zentrum eines Sturms.

  • REPETITOR + BLIND BUTCHER

    Mittwoch, 26.06.19 Kantine

    REPETITOR

    Garage-Rock / Post-Punk, Belgrad

    BLIND BUTCHER

    Elektrisierender Rock’n’Roll Trash! Kann Spuren von New Wave, Post-Punk und Krautrock enthalten.

     

    Einlass 20:30, Beginn 21 Uhr
    Eintritt: Abendkasse: Zahl was du kannst zwischen 10 – 13 €, Vorverkauf. zzgl. Gebühr: 10 €

    REPETITOR sind die Garage-Rock / Post-Punk-Überflieger aus Belgrad. Und Repetitor ist der beste Beweis dafür, wie sich die hoch energetische Musikkultur des Balkans mit den Säulenheiligen westlichen Alternative Rocks und Indie Punks (Mudhoney, Fugazi, Sonic Youth, Pixies, early Nivana, Black Sabbath und Suicide) vereinen lässt: mit zwei Alben und drei Europa-Touren seit 2008 hat sich das Power-Trio als eine der wildesten und energetischsten Bands des Balkans etabliert. John Robb sagte (auf Louder than War), Repetitor seien eine der besten Live-Bands, die er in der letzten Zeit gesehen hat – und wer sich an den bass-heavy Wall-of-Sound seiner Band The Membranes erinnert, wird verstehen, welche Furchen Repetitor dazu geschlagen haben müssen.

    Zusammen mit Bands wie Savages, Metz, Thee Oh Sess, Girl Band, Future of the Left, A Place To Bury Strangers oder Fat White Family beweisen sie das der vielfach totgesagte Rock n Roll auch im Jahr 2019 noch den Soundtrack der Gegenkultur liefern kann.

    photo: D. Rajic

    »They make you fall in love with guitar rock all over again and are arguably the best guitar band on the planet right now. They are the 21st Century Nirvana who have come to save rock.« (John Robb, Louder Than War)

     

    »Easily the most exciting band I saw during the whole festival were Serbia’s Repetitior, a noise-core trio in the METZ mould, only rawer, louder and five times as furious… « (Marc Burrows, Drowned In Sound)

     

    »It´s chaotic and they are angry – not in a faking it for the music kind of way, they are really fucking angry.« (Lauren Down, The Line of Best Fit)

     

    »Looking ahead and taking stock, Repetitor have made a timeless rock record, timeless like Unknown Pleasures, or Underwater Moonlight, or Kick out the Jams, or Fresh Fruit…« (Richard J. Foster, Louder Than War)

     

    Die große Kunst der Reduktion: BLIND BUTCHER ist ein abstrakt musikalisches Duo aus Luzern (Schweiz) in Glitter-Leggings und einer irritierenden Post-Punk-Attitüde. Sie bedienen sich seit ihrer Gründung 2010 unerschöpflich an Rock’n’Roll, New- und No Wave, Suicide-Disco, Punk, Blues, Kraut Rock, NDW oder Country und kreieren so ihren ganz eigenen Disco Trash Sound, der einzigartiger nicht sein könnte. 2014 ist ihr Erstling erschienen (produziert von Steve Albini im Electrical Audio Studio in Chicago) und seither spielten sie unzählige Konzerte in der Schweiz und in Europa.

    Neben BLIND BUTCHER spielen beide noch in diversen Nebenprojekten (Pierre Omer, the Shit, Grey Mole) oder produzieren Film und Theater Musik. „Die Brücke über den Fluss“ (Jadwiga Kowalska 2016) „Undine – Die kleine Meerjungfrau“ am Luzerner Theater (Claudia Brier 2015).

    Für Voodoo Rhythm Records haben sie das Album „ALAWALAWA“ eingespielt und haben ihren Verstand komplett verloren, kreieren ein debiles unangepasstes neues Musikuniversum, gesungen in Englisch, Deutsch oder Kauderwelsch – die Musik einer Generation, die sich frei gestalten will, ohne Grenzen. Musikalisch sind DEVO präsent oder auch CAN, die deutsche Krautrocklegende. Und live ist BLIND BUTCHER echt ein Erlebnis!

  • GYM TONIC + LASSIE

    Dienstag, 16.04.19 Kantine

    GYM TONIC

    Synth-punk/new wave four-piece with members from Canada and France, playing hyped up songs about carsickness, vitamin injections and nuclear disasters

    LASSIE

    Quirliger Garage-Punk aus Leipzig

    Einlass 20:30, Beginn 21 Uhr
    Eintritt: Zahl was du kannst zwischen 8-12€

       

    Gym Tonic are an international four-piece and talk of the town when it comes to hyped-up synth punk. In some parallel universe, DEVO, Half Japanese and The Residents grew into one and decided to channel their energy into songs about nuclear catastrophes, vitamin injections, car sickness and tourists. Throw melody lines straight out of the Twilight Zone on top and you have an all-around gem.

     

    LASSIE aus Leipzig sind eine quirlige Garagen-Punk Band bei der ganz klar eine große Liebe zu DEVO, URANIUM CLUB CONEHEADS, JAY REATARD oder alten TY SEGALL herauszuhören ist. Völlig zurecht werden LASSIE bereits als der neue heiße Scheiß gehandelt und hauen uns ihre nervös-hibbeligen Songperlen um die Ohren. Vorher waren sie u.a. bei den großartigen ZENTRALHEIZUNG OF DEATH (DES TODES) aktiv. Also nicht nur musikalisch sondern auch in Sachen Bandnamen eine sichere Bank.

  • The Noise And The Abstract Bar: Yellow Bros

    Donnerstag, 21.3.19 Kantine

    The Noise And The Abstract Bar:

    Yellow Bros

    Psychic Secession After The Screaming Stops

    Mit Tobi Lindemann und Franz-Josef Kaputt

    Ab 20 Uhr, Eintritt frei

    Cultural Noise der besonderen Art: Bros waren Ende der 80er Jahre des letzten Jahrhunderts eine Boyband, bestehend aus den Zwillingsbrüdern Matt und Luke, deren tausende Fans (die „Brosettes“) in einen Zustand panischer Massenemotion verfielen. Fun Fact: die Beiden sahen aus wie Klone des Scooter-Sängers HP Baxxter. Und lösten die Band Anfang der 90er in einem Bruderzwist epischen Ausmaßes auf. Außerhalb dieser Szene erinnerte sich nach ihrem Split Anfang der 90er niemand mehr an die Band, bis sie im vergangenen Jahr ein Reunion-Konzert in der Londoner O2-Arena gaben, das innerhalb von 10 Minuten ausverkauft war. Der BBC-Film „After The Screaming Stops“ begleitet die Brüder dokumentarisch bis zu dieser Show – ganz ernst, ungeschminkt, und unfreiwillig irre komisch.

    The Noise And The Abstract Bar zeigt den Film und überschneidet das Original-Videomaterial an den weniger eindrucksvollen Stellen mit der Musik der Yellow Swans. Diese waren zu Beginn der 00er-Jahre dieses Jahrhunderts eine Noiseband, die zwar keine Massenpaniken auslöste, aber in wenigen Jahren weit über 100 Veröffentlichungen herausbrachte, u.a. auf Labels wie Important Records, Release The Bats oder Load, und die von extremer Intensität, Ideenreichtum und Genrebending geprägt waren. Leider warten wir vergebens auf eine Reunion von Pete Swanson und Gabriel Saloman.

  • FEMINISTISCH BIERTRINKEN 5

    Samstag, 9.3.19

    FEMINISTISCH BIERTRINKEN 5

    Bar DJing und (queer-)feministische Textbeiträge und Rumhängen mit eve massacre, not_betty, Amelie, Pola Ruin, Lisa Neher u.a.

    Ab 21 Uhr, Eintritt ist frei.

    Playlist vom letzten Mal:

     

  • THICK AIR

    Samstag, 2.3.19 Kantine

    THICK AIR

    one time bass gang fusion gathering

    Grime // Trap // Memphis Rap // Footwork // Dubstep // Experimental Bass

    mit Nxtlvl Alien Gang (Gravity Club/Saarbrücken)
    Yung Hunnes (Schranke/Saarbrücken)
    double u cc (Trouble in Paradise/Nbg)
    N´dru (DAF/Nbg)
    LWT (Beatbetrieb/Subton/Nbg)

    23 – 5 Uhr
    Eintritt: Zahl was du kannst zwischen 7 – 9 €

    Die neuesten Entwicklungen in den Gesellschaften weltweit stimmen uns oft zynisch und wütend. Komm in die Kantine und entlade deinen Weltschmerz bei einer düsteren Mischung aus UK und US BASS.

    Nxtlvl Alien Gang

    Das ist ein fünfköpfiges Kollektiv aus Produzenten, Videokünstlern und DJs. Die in Saarbrooklean agierenden Jungs treiben seit 2 Jahren als Veranstalter des Gravity Club einen Sound voran, der sich – wenn man unbedingt sucht – irgendwo zwischen Trap, Bass-Music, roughem Memphis-Rap und Chief Keefs “Can you be my friend?” finden lässt. Nxtvl halt.
       

    Yung Hunnes

    Experimentelle Clubmusik verbindet treibende Rhythmen bestehend aus kalten industriellen Sounds mit der Experimentierfreude am Ausloten der Grenzen des Clubkontextes. Dieser energiegeladenen Mischung widmet sich Yung Hunnes live sowie in seinem Podcast »Yung Hunnes Radio«. Beeinflusst werden seine Sets außerdem durch Trap, Footwork und Grime.
     

     

    double u cc

    double u cc’s DJ-Sets vereinen Rap, Grime und Trap, driften aber auch ins Drone, Noise Genre ab und verwirren mit düsteren Metal-Parts.“Mysto“ nennt sie ihre Art des DJing. Düstere und schwerere Beatz mit Sample-Referenzen zu Fjodor M. Dostojewski oder Simone de Beauvoir. Sie ist Teil des Nürnberger Kollektivs Trouble in Paradise.

     

     

    N’DRU

    Der Produzent N’dru alias Alexandru Salariu beginnt mit einem Set aus Deep Bass, Tech Step, Trap und Footwork. Mit seinem ersten Release positioniert er sich zwischen die UK und US trends mit einer eigenen forschenden Note und einer Vielfalt an Rhythmen und Tempi.

     

    LWT

    Leander Wirth legt großen Wert auf Bass, Melodie und Message. Die Liebe zum Hip Hop hat LWT zu Grime geführt. Ergänzt durch Dubstep, Dub, Trap und Wave ergibt sich eine feine Mischung. Schöne Melodien, Ambient Vibes, Deep, Rude. LWT ist Mitbegründer und Resident der Partyreihen Subton und Beatbetrieb.

     

    Stay Positive! Mit Pessimismus, Bequemlichkeit oder blanker Wut sind die Gezeiten nicht zu wenden. Hass und Wut sollen unsere Inspiration und Triebfeder sein, um politisch zu handeln und etwas zu verändern. Lasst uns durch Musik unsere traurig-wütende Seite spüren, um danach wieder ein hoffnungsvolles Zeichen zu setzen. Gegen den Nationalismus, Verantwortungslosigkeit und die systematische Entwürdigung von Menschen auf Grund ihres Geburtsortes, ihres Geschlechts oder ihrer Hautfarbe!

  • TOMBERLIN + ELENA STERI

    Mittwoch, 5.6.19 Kantine

    TOMBERLIN

    Bewegender Singer/Songwriter Indie aus Kentucky

    ELENA STERI

    Singer/Songwriterin aus Nürnberg

    Einlass 20:30, Beginn 21 Uhr
    Eintritt: Abendkasse: Zahl was du kannst zwischen 8 – 11 €, Vorverkauf. zzgl. Gebühr: 8 €

    Präsentiert von ByteFM, Musikblog und Radio Z

                 

    Auf ihrem zutiefst bewegenden Debutalbum At Weddings schreibt Sarah Beth Tomberlin mit einer Klarheit und Weisheit, dass man die 23jährige für viel älter halten würde. Unvermessbarer Raum zirkuliert zwischen den zehn Singer/Songwriter Tracks des Albums, in denen die suchende Stimme Tomberlins sanft auf den satten Hintergrund von Piano und Gitarre aufsetzt. Wie Julien Baker oder Sufjan Stevens hat sie ein Händchen dafür, das Persönliche in Parabeln zu verwandeln. Wie Grouper hat sie ein Gefühl für das Transzendente im Gewöhnlichen.

    Photo: Carl Solether

       

    Wenn man dem Alltagstrott entfliehen will und den Blick hebt, sieht man vielleicht eine junge Frau mit einer Ukulele in der Hand in einem Fenster mitten in Gostenhof sitzen und klimpern. Zwischen dem Surren des
    Windes klingt die Stimme von elena steri leise bis vor in den Park – und erinnert daran, dass alle guten Dinge im Leben endlich sind, aber alle schlechten auch.

  • Frauen- und Queers-Streik

    Donnerstag, 31.1.19 Glasbau vom K4 (Künstlerhaus), 2. OG

    Frauen- und Queers-Streik

    Info- und Diskussionsveranstaltung

    Koop der Initiative zur Gründung eines Frauenstreikkomitees in Nürnberg und dem musikverein

    Eintritt frei

    Gegen Sexismus und Rechtsruck! Für Gleichstellung und Selbstbestimmung! Für einen Frauen*streik in Nürnberg!

    Im letzten Jahr sind Frauen*¹ überall auf der Welt auf die Straße gegangen: In Spanien verließen am 8. März Millionen von Frauen* ihre Arbeitsplätze, sie störten den Verkehr und verweigerten die Hausarbeit. Das Land war in großen Teilen lahmgelegt und der Streik bekam extrem große Aufmerksamkeit und Zustimmung. In Chile kämpften Frauen* gegen Sexismus, indem sie Universitäten besetzten. In Argentinien und Polen demonstrierten unzählige Frauen* für ihr Recht auf Selbstbestimmung.

    Auch in Deutschland gab es schon mal einen Frauen*streik. 1994 haben eine Million Frauen* gegen schlechte Arbeitsbedingungen, den Abbau von Sozialleistungen und für ein Recht auf körperliche und sexuelle Selbstbestimmung gestreikt.

    Wir denken, dass derzeit in Deutschland wieder die Notwendigkeit und die Möglichkeit besteht, einen bundesweiten Frauen*streik durchzuführen. Wir wollen eine breite Öffentlichkeit für feministische Themen schaffen und möglichst viele Menschen bewegen, gegen Sexismus aktiv zu werden. Wir wollen dem aktuellen Rechtsruck und rechten Frauen*bildern die Forderung nach Gleichstellung und Selbstbestimmung entgegensetzen.

    Es gibt viele Gründe für einen Frauen*streik. Die Forderungsliste beginnt bei ungleichen Löhnen, hört da aber noch lange nicht auf. Denn wir finden, dass sich ein Frauen*streik nicht nur auf Lohnarbeit beschränken, sondern auch Bereiche einbeziehen sollte, in denen Frauen* unbezahlt arbeiten: in der Familie, in der Beziehung, im Alltag, in der Politik und so weiter.

    Wir wollen uns nicht mehr zwischen Beruf und Privatleben zerreißen müssen und weniger Geld für die gleiche Arbeit erhalten. Wir haben genug davon, dass ein Großteil unserer Arbeit nicht mal als solche anerkannt wird. Wir haben genug davon, dass Armut auch in Deutschland vor allem Frauen* betrifft. Wir haben genug davon, dass wir im Alter schlechtere Renten bekommen. Wir haben genug davon, dass an unseren Arbeitsplätzen, in der Klinik, in den Altenpflegeeinrichtungen, in den KiTas, an der Kasse, schlechte Arbeitsbedingungen herrschen. Wir haben genug davon, dass Frauen*projekte wie zum Beispiel Frauen*häuser nicht genug Geld bekommen. Und wir haben genug davon, dass manche von uns jeden Tag Rassismus erfahren.

    Wir werden die festgefahrenen und diskriminierenden Strukturen nicht weiter hinnehmen und wollen gemeinsam für unsere Rechte kämpfen. Wie kann das aussehen? Das wollen wir mit euch diskutieren und auf den Weg bringen.

    Darum kommt zu unserer Infoveranstaltung zum Thema Frauen*streik am 31. Januar und bringt eure Freund*innen und Bekannten mit.

    Es wird kurze Inputs geben zur Geschichte des Frauen*streiks, zur Notwendigkeit politischer Streiks und zum Stand der aktuellen Streikbewegung in der BRD. Anschließend soll über einen Frauen*streik in Nürnberg diskutiert werden.

    In über zwanzig Städten, darunter auch Augsburg und Bamberg, haben sich bereits Komitees gegründet, die auf einen bundesweiten Frauenstreik* für 2019 und/oder 2020 hinarbeiten. Wir wollen nun auch in Nürnberg mit euch zusammen ein solches Komitee gründen. Wenn ihr Lust habt, mitzuarbeiten, dann kommt zur Infoveranstaltung am 31. Januar oder schreibt uns. Im Februar soll es ein weiteres Planungs- und Vernetzungstreffen geben.


    ¹ Für uns bezieht ein Frauen*streik alle Menschen ein, die von struktureller geschlechtsspezifischer Diskriminierung betroffen sind, also Frauen, Queers und andere Personen. Im Text wollen wir das durch ein Sternchen hinter dem Begriff „Frauen“ zum Ausdruck bringen. Queers sind Personen, die sich nicht einer der Geschlechterkategorien „Mann“ und „Frau“ zuordnen.

  • YACHT COMMUNISM + POLIZEI

    Freitag, 22.3.19 Kantine

    YACHT COMMUNISM

    Post-Punk und psychedelic Noise-Rock, mit Leuten von Svffer, Dropout Patrol, Henry Fonda

    POLIZEI

    LED-Future-Wave. Handmade. J€$u$/YOLO. XXX.

    HILDEGARD VON BINGE DRINKING mussten leider wegen Krankheit absagen – wir holen sie aber sobald wie möglich nach. Bis dahin: Gute Besserung!

     

    Yacht Communism sind ein Berliner Quartett um Svffer-Frontfrau Leonie, dazu Ex- und immernoch-Mitglieder von Henry Fonda, Dropout Patrol und Trompetenvogel Trondheim. Ihr Sound kombiniert düsteren Post-Punk, angelehnt an Bands wie Unwound, Esben & The Witch, oder auch der psychedelischen Sonic Youth-Seite mit Dub- und Psych-Einflüssen, meist dominiert von dicken Basslines, und dem prägnant-schwebendem Gesang.

    „Heißer Sand. Gleißendes Sonnenlicht. Die Welt ist am Abgrund oder schon weit darüber hinaus. Das Gesetz spielt längst keine Rolle mehr, sämtliches Vinyl ist geschmolzen, ebenso alle anderen Datenträger. Elektronischer Klang gilt als umkämpfte Währung der letzten Überlebenden. Die dreiköpfige Menschmusikmaschine POLIZEI stellt sich dieser Dystopie und stimuliert die Sehnsucht nach rhythmischer Ordnung dort, wo sonst nur destruktives Chaos herrscht.“

  • FEMINISTISCH BIERTRINKEN

    Mittwoch, 13.2.19

    FEMINISTISCH BIERTRINKEN

    Bar DJing und (queer-)feministische Textbeiträge und Rumhängen mit eve massacre, not_betty, Amelie, Pola Ruin, Lisa Neher u.a.

    Ab 20 Uhr, Eintritt ist frei.

     

  • ORCHID

    Samstag, 2.2.19 Kantine

    ORCHID

    „ORCHID – The queer contrails on cis-heteronormative skies.“

    Indiedanceriotpopelectrobass QUEER night
    dj & host: eve massacre
    special guest dj: Mary Maude (Candy Club, München)

    23-5 Uhr
    Eintritt: Zahl was du kannst zw. 6-8€

    ƪ(‘-’ ƪ)(/_ _ )/♪へ(-。-へ)♪(/_ _ )/

    ORCHID ist eine Party, bei der statt Gay/Lesbian-Regenbogen-Hochglanz-Klischees die offene dirty Queer-Vielfalt zelebriert wird. Das spiegelt sich in geschmackssicherer Musikauswahl jenseits des Rosa-Mainstream-Geblubbers wieder, gebrochen mit gut dosierten geschmacksverunsichernden Trash-Momenten. We are post-cool, we are community. Von Musik über Flyerartwork bis zu Deko: alles im Geiste einer Queer Avantgarde/DIY Punk/Antifashista/Fashionista Idee.

    ORCHID versucht, nicht nur hedonistischer Community-Party-Treffpunkt zu sein, sondern hilft mit dem erfeierten Erlös über den Musikverein auch queere Künstler zu supporten und ein bisschen mehr urban international Queer Culture nach Nürnberg zu bringen – Mykki Blanco, Xiu Xiu, Le Tigres J. Sampson, Austra, SSION, Patrick Wolf, Hunx & His Punx, Le1f uvm. waren schon da.

    For all you fags & dykes & friends & dancers & closet dancers & queens & riot people & bears & brothers & lovers & sisters & misters & queers & dears & discoteers & gays & drrrty butchez & nancy boys & Xenas & antisexuals & androgynous art fags & shapeshifters & breeders & homotrash & leathermen & lipstick lezzies & camp vamps & funky hunks & trans bees & kittens & dancing queens & divas & pre-op humans & anti-barbies & fagetarians & genderpunks & ghosts & moustache dykes & post-30-anythings & hairy fairies & & ugly huggies & part-time zombies & age-resistant-scenesters & pre-op unicorns & post-rainbowgays & snoop doggy dykes & otters & superwomen & not-so-super-women & vagitarians & werepandas & post-sexuals & boys who love girls who look like boys, ach – ach! – all queer creatures of the night BUT PLZ: No hools, no fools!

    ʅ(。◔‸◔。)ʃ

    ORCHID ist eine Queer Party, die auf all die rosa Mainstreamklischeeparties mit einer intimeren Undergroundvariante im Zentralcafé kontert, bei der alle willkommen sind, die jenseits einer heteronormativen Partyroutine feiern wollen. Host und Resident DJ ist Eve Massacre, alles unter den Fittichen von www.musikverein-concerts.com

  • GAZELLE TWIN + THE BOILER

    Freitag, 1.2.19 Kantine

    GAZELLE TWIN

    Industrial Pop, Avantgarde, Elektronik – ein Amalgam, in dem traditionelle Musikkonzepte in futuristischen Popstrukturen aufglühen (UK)

    THE BOILER

    No Wave, Elektronik, Pop-Non-Pop, Post-Industrial (Wien)

    + DJ nach Show: AMELIE

    Einlass 21 Uhr, Beginn 21:30
    Eintritt: Abendkasse: 15 €, Vorverkauf. zzgl. Gebühr: 13 €

    In der Reihe

    „Was für eine Spezies ist das denn? Und aus welchem Jahrhundert?“

    GAZELLE TWIN ist Elizabeth Bernholz, Performancekünstlerin, Komponistin und Produzentin, die auf ihren Konzeptalben dystopische Themen durch ungewöhnliche elektronische Produktionen verarbeitet und ihr Werk darüber hinaus in außergewöhnlichen Live-Performances mit wechselnden Personas erweitert.

    In der ländlichen Idylle von Mittleengland zusammengeschmiedet, exhumiert GAZELLE TWINS neues Album „Pastoral“ Englands faulige Vergangenheit und leuchtet mit einer Fackel seine sich zunehmend verdüsternde Gegenwart aus. Zeitgenössische elektronische Musik und Avant-Pop, die an Pionierarbeit von Aphex Twin, Björk, Matthew Herbert u.v.a. anknüpft, und von der Musikpresse mit hohen Positionen für ihre Gänsehaut-Elektronik in zahlreichen Jahresalbumsbestlisten gelobt wurde, z.B. von The Quietus (da ist es gar auf Platz 1), DiS Magazine, Drowned in Sound, Uncut, The Wire u.a.

    Erzählt mit Hilfe einer ganzen Schar von multi-gender Stimmen, in alten und neuen Sprachen, vom schrillen Echo des Volksliedes bis hin zu Abstechern in den Boulevardpresse-Jargon, präsentiert die Künstlerin GAZELLE TWIN die Vorstellung, dass „in jeder Idylle sich auch Horror befindet, und gleich hinter dem Anheimelnden die Gefahr lauert.“ Der Dorfplatz, einst Schauplatz jahrhundertelanger öffentlicher Folterungen, wird zur floral umrankten Postkarte, aufgehübscht für das Sommerfest. Ein sonniger, nachmittäglicher Spaziergang über die Hügel verunsichert einen Schwarm wütender Fliegen, die dabei sind, nicht näher identifizierbare Überreste zu fressen. Intolerante Verbitterung murmelt sanft inmitten von Teestubengeplauder, als sich das sauber gerahmte Hirtenbild in eine feierliche Langeweile auflöst.

    Vier Jahre hat die Arbeit am Album gedauert und es ist die erste große Veröffentlichung seit ihres viel beachteten Albums UNFLESH (2014). GAZELLE TWIN „The Composer, Musician and Producer“ hat ein Album geschaffen, das von einem Rausch traditioneller und zeitgenössischer Musiktropen nur so vibriert: die Instrumentierungen alter Musik von Cembalo und Blockflöte gespeist mit Elektronik bis hin zur überzeugenden, rituellen Anwendung gefundener Sample-Loops. Jenseits von Bernholzs charakteristischen Chorinfusionen, die hier wie ein verzerrter Sonntagsgottesdienst klingen, gibt es sogar Anklänge von 90er-House und der einst blühenden ländlichen Rave-Szene, wenn auch in Form verwässerte Second-Hand-Erinnerungen.

    Vor einer grünen Kulisse aus Hecken und Kirchtürmen konstruiert GAZELLE TWIN „The Artist and Performer“, auf die wir uns live freuen dürfen, eine exzentrische und souveräne visuelle Verkörperung all des oben genannten – ein Kostüm passend für einen Hofnarren des 21. Jahrhundert. Die Farben des Neo-Nationalismus. Cola-Dosen und GEFAHR. „Es“ (nicht „sie“) deutet auf folkloristische Traditionen mit einer rührseligen Glücksbringerwendung hin. Das „Ye Olde“ und „The Everyman“ des englischen Klischees. Spott und ein Steckenpferd schwingend. Ein Rätsel und ein Aufnahmegerät. Hohngelächter und ein Square Dance in rot, Adidas Gazelles und ein irres, festgefrorenes Grinsen. Eine derangierte, absurde Spiegelung unserer derangierten und absurden Zeiten.

    Wenn sich der Vorhang hebt und The Boiler auf ‚BODY=DEATH‘ mit „Drab Light“ das Bühnenlicht erhellt, liegt die Reise klar vor dem innerem Auge: Eine dunkle, urbane Straße entlang, getrieben von Beats, in denen die Geister des frühen Electro-Wave und Proto-Techno aufflackern, der Takt ein pochendes Herz, schnelle Schritte, ein Blick über die Schulter und schon erheben sich Philicorda-Orgel und Vocals zum ersten samtig-hymnischen Popmoment des Albums, dann ein Herabsinken in den mit verstörenden Noiseakzenten durchwobenen Downtempo-Track „Control“. Mit „Total Care“ folgt ein fordernder, treibender Track in bester post-industrial Manier, der mit dem Fuß am Gaspedal die Vocals tief in Kopf und Glieder pusht.

    Kristina Pia Hofer, als Ana Threat schon mit verschiedenen Musikprojekten bekannt, schafft hier mit Philicorda-Orgel, Tapedecks und 4-Spur-Bandmaschinen ein fokussiertes No Wave Juwel von Album.

    Mit dem Namen The Boiler greift sie den seinerzeits kontrovers diskutierten Rape-Song von Rhoda Dakar mit The Special AKA auf. Wie dieser weisen die hypnotischen, repetitiven Elemente des Albums, ob Sound oder Lyrics, auf Macht und Kontrolle als beherrschendes Moment der Rape Culture.  Zusammen mit Titeln wie ‚BODY=DEATH‘ – in dem das „SILENCE=DEATH“ der Queer-Bewegung ACT UP anklingt – oder „Body in a bag“ und dem
    düster schimmernden Sound des Albums wird der Körper quasi als Wagnis, das bloße Körperlich-Werden als Todesurteil skizziert. Der Bezug zu Popgeschichte ist hier keine der Wiederbelebung, keine Nostalgie, sondern wir erleben Vergangenes im Spiel mit der Gegenwart. The Boiler reicht „The Boiler“ die Hand, aber der Griff in die Vergangenheit, der auch durch die historische Instrumentenwahl besteht, versinkt auf ‚BODY=DEATH‘ nicht in Retrokitsch, sondern dient dem Dialog durch die Zeit.

    Ein berührendes und elektrifizierendes Album, auf dem Kristina Pia Hofer ihre sichere Hand dafür zeigt, Pop und Experiment, Trash und tiefere Auseinandersetzung in Beziehung zueinander zu setzen.

    Foto: Joanna Pianka

  • WEIRDO LANDS VOL. I

    Sa, 29.12.18 Kantine

    WEIRDO LANDS VOL. I

    MachineFunk, Lo-Fi Grooves, Cosmic Disco, Synth’n’Wave

    23-5 Uhr
    Eintritt: Zahl was du kannst zwischen 6 – 8 €


    HAYTER (Clear Memory)
    KRA.VALE (Team Underbelly)
    YPSILON (Team Underbelly)
    + Special Guest – Live

    All Night Long…

    MachineFunk
    Lo-Fi Grooves
    Cosmic Disco
    Synth’n’Wave

    …for the Freaks and the Lost!

  • FEMINISTISCH BIERTRINKEN

    Freitag, 11.1.19

    FEMINISTISCH BIERTRINKEN

    Bar DJing und (queer-)feministische Textbeiträge und Rumhängen mit eve massacre, not_betty, Amelie, Pola Ruin, Lisa Neher u.a.

    Ab 21 Uhr, Eintritt ist frei.

     

  • Die Gewalt der Musik: Techno und gesellschaftlicher Gehorsam

    Mittwoch, 23.01.19 Kantine

    DIE GEWALT DER MUSIK

    Techno und gesellschaftlicher Gehorsam

    Vortrag von Iris Dankemeyer
    Danach DJs

    20 Uhr
    Eintritt frei, Spende erwünscht

    In der Reihe

    Techno begann als Revolte gegen die Unterhaltungskultur. Die neue Musik wollte nicht mehr als akustische Hintergrundkulisse zur Vermeidung von Einsamkeitsgefühlen vor sich hindudeln oder in Diskotheken als Animiermelodik die Lügen der love songs verbreiten. Sie erschuf dagegen mit konsequent geilem Bumsbeat eine eigene Clubkultur und ein neues Gemeinschaftsgefühl. Wo die Ohren zuvor von bekömmlichen Tönen verweichlicht worden waren, forderte Techno zwingend und kompromisslos Gehorsam. In Berlin wurde aus einer anfangs noch in Tresoren und Bunkern abgeschotteten Subkultur binnen weniger Wendejahre zuerst eine Massenkundgebung mit verzehntausendfachter Mitläuferzahl. Bis heute ist die Partykultur ein Standortfaktor der Kreativindustrie. Die Instrumentalisierung von Techno zur Generalhymne der „arm, aber sexy“- Ideologie hat geholfen, die prototypische Existenzweise des Prekariats gegen deren eigene politische Interessen durchzusetzen. Wer die Arbeitslosigkeit mit dem Ende der Arbeit verwechselt, braucht keine Freizeit und keinen Feierabend zur Kompensation der Arbeitsstunden, sondern ein Nachtleben, das zur neuen Vollzeitaufgabe wird.

    Der Vortrag erinnert an das, was Techno einmal ausdrückte: das Lebensgefühl der untergegangenen Industriestadt Detroit. Hier entstanden die dystopischen Zukunftsklänge zum einen als musikalische Emanzipation von den Standards der „race music“, zum anderen als verzweifelte Reaktion auf die Erfahrung von Verwahrlosung, Armut und Gewalt. Wie konnte aus der Not der amerikanischen „Techno City“ eine Tugend der selbsternannten „Hauptstadt der Clubkultur“ Berlin werden? Und warum eignete sich ausgerechnet die musikalische Negation der Popkultur als Exportschlager und Massenkulturware fürs gesamtdeutsche Gemeinschaftsgefühl? Ist es die Gewalt der Musik, die noch heute Individuen in mythischen Tanztempeln zusammenführt, wo sie sich durch eine gemeinsame Sache glücklich verbunden fühlen und nicht als Konkurrenten durch ein abstraktes Gesetz getrennt?
    Oder ist Techno die Musik der Gewalt, die Hörige in einen konformistischen Kollektivritus zwingt und ihnen das Gesetz der Gesellschaft mit bis zu 150 Schlägen pro Minute einprügelt?

    Zur Vortragenden:

    Iris Dankemeyer studierte Soziologie und Sozialpsychologie in Hannover und Philosophie und Neuere deutsche Literatur in Berlin. Nach dem Ende des Studiums 2008 arbeitete sie als freie Autorin (u.a. für konkret, jungle world, De:Bug, testcard), mit den Schwerpunkten Musik- und Kulturkritik, Feminismus und Neosexualitäten.

    Ab 2010 begann sie, zusammen mit dem Künstler Ernst Markus Stein eine Konzert- und Performancereihe in Berlin und New York zu organisieren. Seitdem richtete sie zahlreiche Veranstaltungen der seltsameren ästhetischen Art aus; beispielsweise das dreitägige Happening „The Will Of An Eccentric“ auf einem Mecklenburger Resthof; zusammen mit der Künstlerin Johanna Daab die installative Abendrevue „DREAMLAND. A Night Of Spectacle“ für die Julia-Stoschek-Collection Düsseldorf; zuletzt das zweitägige Festival „Das Naturschöne“ auf einem Brachland der deutschen Bahn in Hamburg.

    Anschließend schrieb sie von 2013 bis 2017 an der FU Berlin im Fach Philosophie eine Dissertation über „Die Erotik des Ohrs. Musikalische Erfahrung und Emanzipation nach Adorno“. Parallel unterrichtete sie am Design Department der Hochschule für Angewandte Wissenschaften Hamburg („Hegel versus Hollywood: Adorno in Los Angeles“ SoSe 2013/ „Texte zur Veränderung der Welt: Kant, Hegel, Marx, Freud“ WS 2013/14 /“On Popular Music“ SoSe 2014/ „Social Media Is The Message: Alltagsrituale und Bewusstseinsformen der Kommunikationstechnologie“ WS 2016/17).

    Ihre Interessengebiete umfassen vor allem Sozialphilosophie, Dialektik, psychoanalytische Kulturtheorie und materialistische Ästhetik.

    In ihrer freien Zeit versucht sie, das altmodische Handwerk der Zauberei zu erlernen.

    Foto: Matthias Ritzmann

    Plakat: eve massacre

     

  • ITALO! DISCO!

    Freitag, 04.01.18 Kantine

    ITALO! DISCO

    Nächtlicher Eskapismus zu Italo Disco, HI NRG MUSIC und ähnlichem

    23-5 Uhr
    Eintritt: Zahl was du kannst zwischen 6-9€

    DJs: atomic_betty, Agyena, eve massacre, mfy

    Italo Disco verhält sich zu Disco ziemlich genau wie Italo Western zu Western. Und das ist nicht unbedingt auf der sprachlichen Ebene gemeint. Alles ist ein bisschen mehr Kitsch und Plastik. Die Stücke sind nicht unbedingt perfekt komponiert und produziert, dafür vermitteln sie einen tiefe Emotionalität. Herzschmerz, Liebe, Selbstüberhöhung und wilde, durchgetanzte Nächte sind die dominierenden Themen. Eskapismus? Auf jeden Fall. Aber so, dass es offensichtlich ist. Eine Nacht wild Tanzen, den Club zu einer Traumwelt machen, den es so eigentlich nicht gibt, gleichzeitig diese Utopie zu dekonstruieren, und daraus Kraft für die Welt da draußen zu schöpfen. Das ist ITALO! DISCO!

  • WE GOT THIS

    Freitag, 28.12.18 Kantine

    WE GOT THIS

    Pop, House, Beats, 80s, post-genre Club Music.
    From Four Tet to 80s pop, from addictive Fever Ray melodies to 1010 Benja SL r’n’b sweetness.

    mit
    eve massacre (Orchid, Drama, Dancing With Tears In My Eyes)
    Chris Mosbacher (aka Synthie & Bert, Dancing With Tears In My Eyes, Radio Z)

    23-5 Uhr, Eintritt: ZWDK 6-8€