Schlagwort: Clubkultur

  • SECCO ONE: Mission Mittelmeer

    Freitag, 20.09.19 Kantine

    SECCO ONE: Mission Mittelmeer

    Techno über Disco & House bis Electro-Punk mit NASB und friends
    Soliparty zugunsten der Seenotrettung
    23-5 Uhr
    Eintritt: 6-8€ (Zahl was du kannst)

    Secco One Plakat

    Heimat-Horst haut einen nach dem Andern raus: Während im Mittelmeer Menschen ersaufen, diskutieren alte weiße Männer darüber, wie man die europäische Asylpolitik weiter verschärfen kann. Mit dem Geordnete-Rückkehr-Gesetz, das einen Angriff auf Schutzsuchende darstellt, hat sich Horsti selbst ein trauriges Denkmal geschaffen. Während mehr als 60 Kommunen in Deutschland bereit sind, gerettete Menschen bei sich aufzunehmen, stellt sich das Innenministerium quer und blockiert quasi die pragmatische Initiative.
    In unserer Secco-One Mission „Mittelmeer“ sammeln wir deshalb für zivilgesellschaftliche Organisationen, die sich für Seenotrettung einsetzen.
    Freut euch auf einige Specials, bei denen ihr das Kirchweih-Geld eurer Eltern verpulvern könnt – für die gute Sache.

  • ITALO! DISCO!

    Samstag, 07.09.19 Kantine

    ITALO! DISCO!

    Nächtlicher Eskapismus zu Italo Disco, HI NRG MUSIC und ähnlichem
    DJs: atomic_betty, mfy, Chris ‚Synthie&Bert‘ + Caro

    23-5 Uhr
    Eintritt: Zahl was du kannst zwischen 6-9€

    Plakat: Ellie

    Italo Disco verhält sich zu Disco ziemlich genau wie Italo Western zu Western. Und das ist nicht unbedingt auf der sprachlichen Ebene gemeint. Alles ist ein bisschen mehr Kitsch und Plastik. Die Stücke sind nicht unbedingt perfekt komponiert und produziert, dafür vermitteln sie einen tiefe Emotionalität. Herzschmerz, Liebe, Selbstüberhöhung und wilde, durchgetanzte Nächte sind die dominierenden Themen. Eskapismus? Auf jeden Fall. Aber so, dass es offensichtlich ist. Eine Nacht wild Tanzen, den Club zu einer Traumwelt machen, den es so eigentlich nicht gibt, gleichzeitig diese Utopie zu dekonstruieren, und daraus Kraft für die Welt da draußen zu schöpfen. Das ist ITALO! DISCO!

  • POLYESTER

    Samstag, 13.7.19 Kantine

    Polyester

    Liquified by the heat of electronic music

    23 – 5 Uhr
    Eintritt: 6 – 8 Euro (Zahl was du kannst)

    Techno Party mit

     

    Agyena

    Dennis aka Agyena war eine ganze Weile auch beim Musikverein dabei, aber hat uns längst gen Berlin verlassen und kehrt meist nur für vereinzelte DJ Gigs in der Rakete oder beim Pulsar Festival zurück. Um so mehr freuen wir uns, dass er seine POLYESTER Party nun auch mal in der Kantine veranstaltet.

    + friends

    live, opening the night:

         

    MIKEY

    MIKEY. is a songwriter and performer born in Newcastle Australia, now living in Berlin by way of New York and London. They have won a place in a striking number of human hearts both for their music and iconic nightlife fashions, both of which travel into uncharted territories of gender and sexuality.

    Their songs address unconditional states such as energetic connections on the dancefloor, annihilation in love, and an exploration of immaterial & hidden dimensions. Throughout music, there is an intense longing to be able to connect beyond identity, beyond body and beyond fear. MIKEY. is not positioning themselves inside of anyone’s storyline, but giving flesh to that space where we are no one and all.

    We’re happy to have them join us for this edition of POLYESTER with an exclusive live performance at the start of the night! ??

  • CURE presents: DIS FIG

    Freitag, 05.07.19 Kantine

    DIS FIG

    live (PTP, Berlin/New York)

    KOXETTE

    live (Baumusik, Köln)

    + DJs:

    Amelie

    Lotti

    Dana

    Einlass 21:30, Beginn 22 Uhr, Ende 5 Uhr

    Timetable:
    ca 22 Uhr Koxette
    ca 23 Uhr Dis Fig
    ca 0 Uhr DJs

    Eintritt: Abendkasse: Zahl was du kannst zwischen 11 – 16 €, Vorverkauf. zzgl. Gebühr: 11 €  

           

    „Mein Ziel ist es, die Leute, die mir zuhören, emotional zu packen – meine Seele ihre Hälse hinunterfließen zu lassen und jede Faser ihres Seins durchzurütteln,“ sagt DIS FIG, alias Felicia Chen.

    Die Wahlberlinerin aus New York hat sich in den letzten Jahren einen Namen als DJ und Produzentin gemacht, und hat von Boiler Room, CTM, Hyperreality und Berghain über Mutek und Unsound bis zu Festivals wie Nyege Nyege in Uganda oder Wetware in China ihre Crowds mit ihren provokativen Sets begeistert, die von Rap, Noise und Techno bis zu perkussiven Club Tracks und ja, Popmomenten, reichen. Mit Hunni’d Jaws zusammen war sie in Form ihrer Radio Show Call Dibs in Berlin lange eine tragende Säule der spannenden Szene experimenteller Club Artists wie Giant Swan, Via App, Air Max ’97, Chino Amobi, Shygirl u.a. Für eine Avantgarde-Pop-Opera des Video- und Performance-Künstlers Tianzhuo Chen hat sie 2018 eine großartige 13-Minuten Komposition geschaffen, die zwischen Field Recordings, Deconstructed Club Music und Noise changierte und ebenso wie 2019 dann ihr Debutalbum Purge auf dem dafür wie Faust auf’s Auge passenden PTP (Purple Tape Pedigree) Label erschien, das sich 2018 endgültig als eines der spannendsten Labels derzeit für experimentierfreudige elektronische Musik herausschälte.

    Mit Purge hat Dis Fig ein hypnotisches, verstörendes Juwel geschaffen, in dem sie emotionale Verletzlichkeit erforscht. Flötenloops, die kurz an Grime gemahnen. Ultrabassige Beats wie Gewitterdonner und gutturale, verzerrt-geschriene Vocals umrollen ruhigere, reflektierende Momente. Ein flirrender, schnell pumpender Beat drängt mit eindringlichen Vocals voran, reißt dich mit, wirbelt dich auf die Tanzfläche, und lässt dich im nächsten Moment schon wieder los. Du gleitest durch einen noisig-kathartischen Industrial-Tunnel in einen sanften See choraler Akzente, wirst von düsteren Field Recordings und grummelnden Subbässe bedroht einen emotionalem Popmoment lang von Dis Figs sanftem Gesang getragen bis die dunklen Drones sich in einem orchestralen Crescendo entlädt.

    „Dis Fig’s ‚PURGE‘ fits snugly into the PTP credo: The record wavers between Chen’s scorched vocals battling to be heard over brutal, electronic production and luminous, minimalist moments where her words resonate as tender pleas. Along the way, the album nods to trip-hop, techno, noise, punk and soul influences. But despite its progressive production, its emotional heart challenges the listener to empathize why Chen whips between violent outbursts and quiet pockets of respite.“ Pitchfork

    „The album resembles a horror soundtrack in its ominous use of light and shade (…) lurching electronics thick with dread (…) cyclical, hymnal chant(s), at once hypnotic and sinister (… and) harsh percussive bursts, their suddenness and unpredictable rhythm mimicking the timing of jump scares. … Chen’s chameleon-like vocal performance is one of the album’s major strengths, switching from tonal growls and hisses to assured jazz singing. Her voice is the emotional and expressive core of the album, assuming the roles of an omnipresent threat and its vulnerable victim with equal conviction. … The title of PURGE is ultimately self-fulfilling: a violent, cathartic release fueled by emotional decadence.“ The Wire

    „PURGE is the sound of industrial runoff, of sludgy instrumentation bubbling and swirling—sometimes literally, as in the case of the sickening splashes that fill “Watering.” Melodies creep through the ooze, but by and large, the record’s nine tracks consist mostly of bleak electronics. … The lead single, “Unleash,” is a ballad of static and screaming; Chen’s voice is distorted to hell. But there are other sides to the purge too, like “WHY,” … (t)he instrumental is still harsh and droney, but Chen sings gently, cushioned by some ghostly reverb echoing out into the darkness. Her words can be hard to make out, but she sounds centered and self-possessed, a suggestion that there is peace to be found amid the pain. …

    Harrowing as they can be, ‚PURGE’’s compositional twists and turns are harsh enough to offer you the same thing that they offered Dis Fig herself—relief from the bad shit you’re holding inside. Listen … and let go. It’ll help.“ Noisey

             

    KOXETTE funktioniert im Zwischenbereich von Neuer Musik und Radiomüll. Als dystopische Actionfigur geschaffen, soll jeder Takt einem Verlust einer Zukunft entgegenfiebern, dessen Versprechen nie eingelöst wurde. Think: Abstract Techno, R&B concrète. Für das Duo (manchmal Trio) steht immer der politische Kontext im Zentrum ihrer Arbeit. „Dystopian Dance Music“. KOXETTE ist ein Hightech-Traum, eine Kampfmeditation, eine heilende Pop-Replik.

    KOXETTE (ex-Colorist) startete bereits im Gründungsjahr 2017 fulminant mit Auftritten und einer Tour durch Chinas Techno- und DIY-Szene. Kommen tun sie aber aus Köln und sind als Gründungsmitglieder des baumusik Kollektivs am Ebertplatz für einige der interessantesten Off-Spaces der Stadt verantwortlich und auch für ein eigenes Label, auf dem 2018 KOXETTEs Debutalbum 21st Century Migraine erschien, mit Releaseshow am Schauspielhaus Köln.

     

  • HERE

    Samstag, 25.05.19 Kantine 

    HERE

    House, Disco, Techno
    DJs: Eve Massacre, Ramshackle

    23–5 Uhr
    Eintritt: 6-8€

    Uplifting Dancemusic im Schein der Discokugel! Träumen von nie erlebten und gesehenen Sehnsuchtsorten wie den opulenten Discos der 70er und 80er oder den überdrehten britischen Raves der 90er.
    Bässe hüpfen und Synthies quieken während sich ein sanfter Kitsch-Schleier über den Dancefloor der Kantine legt.

    Euphorie statt Dystopie!

  • SECCO ONE

    Samstag, 20.04.19 Kantine

    SECCO ONE mit NASB

    Techno über Disco & House bis Electro-Punk
    Line-Up: tba

    23-5 Uhr
    Eintritt: Zahl was du kannst zwischen 6 – 8 €

     

    NASB Residents & Gäste: Von Techno über Disco & House bis zum Electro-Punk ist alles geboten.

    ———

    NASB aka Not Another Saxo Beat wurde 2014 gegründet, um guter elektronischer Musik wieder eine Plattform zu geben – von Freunden für Freunde. Genervt von schlechten Edits und langweiligem, weil austauschbarem Sound lag der Fokus von Anfang an auf Qualität, Realness, und dem DIY-Gedanken.

    Seitdem steht NASB für entspannte Feiern, auf denen sich Mensch ganz ohne Zwänge wohlfühlen kann. Wir verstehen uns als Netzwerk von Musikenthusiasten, und machen dort Halt, wo es uns hinverschlägt – egal ob Club, Wald, oder Wiese – hauptsache der Vibe stimmt.

    Denn mit Techno ist’s wie mit allen anderen Leidenschaften – Gibt’s zwar mittlerweile überall fertig und verpackt, schmeckt aber handgemacht und ehrlich immer noch am Besten. Wir freuen uns auf jeden, der diese Leidenschaft mit uns teilt

     

  • Feministisch Biertrinken 6

    Sonntag, 14.4.19

    FEMINISTISCH BIERTRINKEN 6

    Bar DJing und (queer-)feministische Textbeiträge und Rumhängen mit Amelie, Pola Ruin, Lisa Neher, eve massacre, not_betty u.a.

    Ab 20 Uhr, Eintritt ist frei.

    Playlist vom vorletzten Mal:

     

  • FEMINISTISCH BIERTRINKEN 5

    Samstag, 9.3.19

    FEMINISTISCH BIERTRINKEN 5

    Bar DJing und (queer-)feministische Textbeiträge und Rumhängen mit eve massacre, not_betty, Amelie, Pola Ruin, Lisa Neher u.a.

    Ab 21 Uhr, Eintritt ist frei.

    Playlist vom letzten Mal:

     

  • FEMINISTISCH BIERTRINKEN

    Mittwoch, 13.2.19

    FEMINISTISCH BIERTRINKEN

    Bar DJing und (queer-)feministische Textbeiträge und Rumhängen mit eve massacre, not_betty, Amelie, Pola Ruin, Lisa Neher u.a.

    Ab 20 Uhr, Eintritt ist frei.

     

  • WEIRDO LANDS VOL. I

    Sa, 29.12.18 Kantine

    WEIRDO LANDS VOL. I

    MachineFunk, Lo-Fi Grooves, Cosmic Disco, Synth’n’Wave

    23-5 Uhr
    Eintritt: Zahl was du kannst zwischen 6 – 8 €


    HAYTER (Clear Memory)
    KRA.VALE (Team Underbelly)
    YPSILON (Team Underbelly)
    + Special Guest – Live

    All Night Long…

    MachineFunk
    Lo-Fi Grooves
    Cosmic Disco
    Synth’n’Wave

    …for the Freaks and the Lost!

  • SECCO ONE – MISSION WELTRAUM mit NASB

    Samstag, 26.01.19 Kantine

    SECCO ONE – MISSION WELTRAUM mit NASB

    Techno über Disco & House bis Electro-Punk
    Line-Up:

    XXX

    // LIEBESKOMMANDO

    // FREDERICK TRAUMSTADT b2b MURMEL

    // PHILADELPHIA

    23 Uhr
    Eintritt: Zahl was du kannst zwischen 6 – 8 €

    Bayern kann aufatmen: Astro-Markus schießt sich endlich ins Weltall und wir feiern die Party des Jahrhunderts. Astronomische Deko und diverse Schampus Specials für nen guten Zweck verstehen sich bei diesem Anlass von selber! Die Hits dazu liefern die NASB Residents & Gäste: Von Techno über Disco & House bis zum Electro-Punk ist alles geboten.

    ———

    NASB aka Not Another Saxo Beat wurde 2014 gegründet, um guter elektronischer Musik wieder eine Plattform zu geben – von Freunden für Freunde. Genervt von schlechten Edits und langweiligem, weil austauschbarem Sound lag der Fokus von Anfang an auf Qualität, Realness, und dem DIY-Gedanken.
    Seitdem steht NASB für entspannte Feiern, auf denen sich Mensch ganz ohne Zwänge wohlfühlen kann. Wir verstehen uns als Netzwerk von Musikenthusiasten, und machen dort Halt, wo es uns hinverschlägt – egal ob Club, Wald, oder Wiese – hauptsache der Vibe stimmt.
    Denn mit Techno ist’s wie mit allen anderen Leidenschaften – Gibt’s zwar mittlerweile überall fertig und verpackt, schmeckt aber handgemacht und ehrlich immer noch am Besten.
    Wir freuen uns auf jeden, der diese Leidenschaft mit uns teilt

  • FEMINISTISCH BIERTRINKEN

    Freitag, 11.1.19

    FEMINISTISCH BIERTRINKEN

    Bar DJing und (queer-)feministische Textbeiträge und Rumhängen mit eve massacre, not_betty, Amelie, Pola Ruin, Lisa Neher u.a.

    Ab 21 Uhr, Eintritt ist frei.

     

  • WE ARE 138 – a UK thing

    Samstag, 12.1.19 Kantine

    WE ARE 138 – a UK thing

    We Are 138 feiert die vielfältigen Spielarten der UK Rave Kultur

    23 Uhr, Eintritt: ZWDK 6-8€

    Vor dem Hintergrund der aktuellen britischen Abschottungspolitik ist es fast unvorstellbar, dass in Großbritannien seit mehreren Jahrzehnten eine der vielseitigsten, offensten und innovativsten Dance Music Szenen überhaupt existiert. Ende der 1980er / Anfang der 90er Jahre ist hier, mit Einflüssen aus den ehemaligen Kolonien des Commonwealth, die Rave Kultur bzw. das sog. UK Hardcore Continuum (Simon Reynolds) entstanden. We Are 138 möchte für eine Nacht eine Zeitreise unternehmen und verschiedenen Sounds aus diesem Kontinuum auf dem Dancefloor der Kantine präsentieren: Von global rhythmischer Bass Music, Tech Step, IDM & Dub zu Techno, House, Electro, Breakbeat und UK Hardcore. Is there a way back to the future?

    DJs

    ♫ RAMSHACKLE

    ♫ AIŌN

    ♫ & PHILIP MANTHEY

     

  • Die Gewalt der Musik: Techno und gesellschaftlicher Gehorsam

    Mittwoch, 23.01.19 Kantine

    DIE GEWALT DER MUSIK

    Techno und gesellschaftlicher Gehorsam

    Vortrag von Iris Dankemeyer
    Danach DJs

    20 Uhr
    Eintritt frei, Spende erwünscht

    In der Reihe

    Techno begann als Revolte gegen die Unterhaltungskultur. Die neue Musik wollte nicht mehr als akustische Hintergrundkulisse zur Vermeidung von Einsamkeitsgefühlen vor sich hindudeln oder in Diskotheken als Animiermelodik die Lügen der love songs verbreiten. Sie erschuf dagegen mit konsequent geilem Bumsbeat eine eigene Clubkultur und ein neues Gemeinschaftsgefühl. Wo die Ohren zuvor von bekömmlichen Tönen verweichlicht worden waren, forderte Techno zwingend und kompromisslos Gehorsam. In Berlin wurde aus einer anfangs noch in Tresoren und Bunkern abgeschotteten Subkultur binnen weniger Wendejahre zuerst eine Massenkundgebung mit verzehntausendfachter Mitläuferzahl. Bis heute ist die Partykultur ein Standortfaktor der Kreativindustrie. Die Instrumentalisierung von Techno zur Generalhymne der „arm, aber sexy“- Ideologie hat geholfen, die prototypische Existenzweise des Prekariats gegen deren eigene politische Interessen durchzusetzen. Wer die Arbeitslosigkeit mit dem Ende der Arbeit verwechselt, braucht keine Freizeit und keinen Feierabend zur Kompensation der Arbeitsstunden, sondern ein Nachtleben, das zur neuen Vollzeitaufgabe wird.

    Der Vortrag erinnert an das, was Techno einmal ausdrückte: das Lebensgefühl der untergegangenen Industriestadt Detroit. Hier entstanden die dystopischen Zukunftsklänge zum einen als musikalische Emanzipation von den Standards der „race music“, zum anderen als verzweifelte Reaktion auf die Erfahrung von Verwahrlosung, Armut und Gewalt. Wie konnte aus der Not der amerikanischen „Techno City“ eine Tugend der selbsternannten „Hauptstadt der Clubkultur“ Berlin werden? Und warum eignete sich ausgerechnet die musikalische Negation der Popkultur als Exportschlager und Massenkulturware fürs gesamtdeutsche Gemeinschaftsgefühl? Ist es die Gewalt der Musik, die noch heute Individuen in mythischen Tanztempeln zusammenführt, wo sie sich durch eine gemeinsame Sache glücklich verbunden fühlen und nicht als Konkurrenten durch ein abstraktes Gesetz getrennt?
    Oder ist Techno die Musik der Gewalt, die Hörige in einen konformistischen Kollektivritus zwingt und ihnen das Gesetz der Gesellschaft mit bis zu 150 Schlägen pro Minute einprügelt?

    Zur Vortragenden:

    Iris Dankemeyer studierte Soziologie und Sozialpsychologie in Hannover und Philosophie und Neuere deutsche Literatur in Berlin. Nach dem Ende des Studiums 2008 arbeitete sie als freie Autorin (u.a. für konkret, jungle world, De:Bug, testcard), mit den Schwerpunkten Musik- und Kulturkritik, Feminismus und Neosexualitäten.

    Ab 2010 begann sie, zusammen mit dem Künstler Ernst Markus Stein eine Konzert- und Performancereihe in Berlin und New York zu organisieren. Seitdem richtete sie zahlreiche Veranstaltungen der seltsameren ästhetischen Art aus; beispielsweise das dreitägige Happening „The Will Of An Eccentric“ auf einem Mecklenburger Resthof; zusammen mit der Künstlerin Johanna Daab die installative Abendrevue „DREAMLAND. A Night Of Spectacle“ für die Julia-Stoschek-Collection Düsseldorf; zuletzt das zweitägige Festival „Das Naturschöne“ auf einem Brachland der deutschen Bahn in Hamburg.

    Anschließend schrieb sie von 2013 bis 2017 an der FU Berlin im Fach Philosophie eine Dissertation über „Die Erotik des Ohrs. Musikalische Erfahrung und Emanzipation nach Adorno“. Parallel unterrichtete sie am Design Department der Hochschule für Angewandte Wissenschaften Hamburg („Hegel versus Hollywood: Adorno in Los Angeles“ SoSe 2013/ „Texte zur Veränderung der Welt: Kant, Hegel, Marx, Freud“ WS 2013/14 /“On Popular Music“ SoSe 2014/ „Social Media Is The Message: Alltagsrituale und Bewusstseinsformen der Kommunikationstechnologie“ WS 2016/17).

    Ihre Interessengebiete umfassen vor allem Sozialphilosophie, Dialektik, psychoanalytische Kulturtheorie und materialistische Ästhetik.

    In ihrer freien Zeit versucht sie, das altmodische Handwerk der Zauberei zu erlernen.

    Foto: Matthias Ritzmann

    Plakat: eve massacre

     

  • ITALO! DISCO!

    Freitag, 04.01.18 Kantine

    ITALO! DISCO

    Nächtlicher Eskapismus zu Italo Disco, HI NRG MUSIC und ähnlichem

    23-5 Uhr
    Eintritt: Zahl was du kannst zwischen 6-9€

    DJs: atomic_betty, Agyena, eve massacre, mfy

    Italo Disco verhält sich zu Disco ziemlich genau wie Italo Western zu Western. Und das ist nicht unbedingt auf der sprachlichen Ebene gemeint. Alles ist ein bisschen mehr Kitsch und Plastik. Die Stücke sind nicht unbedingt perfekt komponiert und produziert, dafür vermitteln sie einen tiefe Emotionalität. Herzschmerz, Liebe, Selbstüberhöhung und wilde, durchgetanzte Nächte sind die dominierenden Themen. Eskapismus? Auf jeden Fall. Aber so, dass es offensichtlich ist. Eine Nacht wild Tanzen, den Club zu einer Traumwelt machen, den es so eigentlich nicht gibt, gleichzeitig diese Utopie zu dekonstruieren, und daraus Kraft für die Welt da draußen zu schöpfen. Das ist ITALO! DISCO!

  • DRAMA mit WAQWAQ KINGDOM

    Samstag, 05.01.18 Kantine

    DRAMA

    post-genre clubbing.
    very special live guests:

    WAQWAQ KINGDOM

    Japanisches Duo mit Cosmic Dub, trippy tropical Beats, post-tribal Psychedelic Pop

    23-5 Uhr , Eintritt: 6-9 € (Zahl was du kannst)

    WAQWAQ KINGDOM zaubern Cosmic Dub, trippy tropical post-tribal Beats, next level psychedelic Cyber-Pop. Quasi Jamaika durch die Linse Japans und UKs, post-nomadische und global-not-folk Sounds, in denen heavy hypnotischer Dub auf trippige Moondog-Style Trimba-Percussion von Andrea Belfi trifft, während Kiki Hitomis (Kind Midas Sound) ätherische Vocal Hooks durch einen crazy Nebel psychedelischer Synthies, herumwirbelnde Arpeggiators und polyrhythmische Texturen schweben, all das ganz wunderbar zusammengehalten vom Bass- und Chaos-Experten Shigeru Ishihara (DJ Scotch Egg, Seefeel). Nicht zu vergessen ein Schuss UK Bass, On-U Sounds und Tricky-Triphop.

    Das japanische Science Ninja Team WAQWAQ KINGDOM führt seine geheimen Operationen von ihren Untergrundquartieren in Berlin und Leipzig aus. Mit ihren kombinierten WaqWaq Kräften schwirren sie aus, um die Galaxie zu retten und Soundterritorien neu abzustecken.

    Das WAQWAQ KINGDOM Team besteht aus:

    Kiki Hotimi, Singer/Songwriter der Bass Explorers KING MIDAS SOUND (Ninja Tune), BLACK CHOW, des japanischen Dubstep Noise Duos DOKKEBI Q und des NOINONOINONOINO Projekts. Ihr vielgepriesenes Solo-Debutalbum ‚Karma No Kusari‘ erschien 2016 auf JAHTARI.

    Shigeru Ishihara wurde als Breakcore-Gameboy Legende DJ SCOTCH EGG bekannt, aber auch als Bassist von SEEFEEL (Warp Records), dem DEVILMAN Projekt und Small But Hard Records. Wenn er nicht gerade mit dem WaqWaq Science Lab die Welt rettet, führt er SAMURAI SPOON und macht das beste Okonomiyaki von ganz Berlin – oi-shiii!

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    DRAMA
    Post-genre clubbing.

    At DRAMA safe space meets radical urban club culture.

    We play electronic club music.

    DRAMA is jus your basic lil community clubbing experience from the block.

    DJs eve massacre + Philip Manthey.

    #hybridsoundsforhybridpeople #post-borders #post-binary