Schlagwort: Doom

  • 01.07.23 Zement & Hannah Grünewald + Ashinoa

    Ein ganz großartiges Doppelpack zweier dancy psychedelic Neo-Kraut-Bands erwartet euch am 1. Juli in der Kantine: Zement & Hannah Grünewald mit ihrer A/V-Show und aus Lyon stoßen Ashinoa dazu, die letztes Jahr ein verdammt gutes neues Album auf Fuzz Club rausgebracht haben!

    Samstag, 01.07.23 Kantine

    Zement & Hannah Grünewald

    + Ashinoa

    Einlass 20:30, Beginn 21 Uhr
    Eintritt: Abendkasse, Zahl was du kannst zwischen 11-18€

    Hannah Grünewald:   Website   Instagram
    Zement: Bandcamp   YouTube „Soil“   YouTube „Goa“   YouTube Hersbrooklyn Live Session   Spotify   Instagram   Facebook

    Mit ihrem Mix aus drehenden motorischen Rhythmen, flirrenden Synths und psychedelischen bis noiseigen Gitarren, erschaffen Zement einen eklektischen Mix aus Neo-Krautrock, Psychedelic, Noise-Rock und EDM. Philipp Hager (Gitarre, Synthesizer, Drum-Machine, Effekte, Flöte) und Christian Büdel (Drums, Percussion) spielen in dieser Kombination seit 2014 als Zement zusammen und sind beide bereits über viele Jahre in verschiedenen musikalischen Zusammenhängen aktiv.

    Auf ihrem dritten Album Rohstoff bleiben Zement der thematischen Bearbeitung ihres Namens treu, erweitern ihren Sound aber um mehr und mehr Facetten aus anderen Genren der elektronischen Musik. Die Synthesizer nehmen mehr Raum ein als früher, Drumcomputer kommen zum Einsatz und man hört zum ersten Mal maschinellen Gesang. So finden sich darauf auch Anklänge an frühen Detroit-Techno und House, aber auch Ausflüge in Free-Jazz Gefilde und Saxophon Improvisationen von Gastmusiker Martin Pirner sind zu hören, ohne sich dabei zu weit vom Grundpuls des Motorik-Beat zu entfernen.

    Die spannende Mischung aus unterschiedlichen musikalischen Einflüssen und qualitativ hochwertigem Songwriting bringt Zement mit Rohstoff auf eine Ebene mit etablierten Experimental-Rockbands wie Maserati, Trans Am oder Föllakzoid. Wer auf den Sound der genannten steht, wird sich hier bestens aufgehoben fühlen. In seiner Kombination aus Autobahn und Hallogallo, Techno und Free Jazz, ist Rohstoff eine konsequente Fortführung und Erweiterung des bisherigen Oeuvres von Zement. Eine endlose Reise für Körper und Geist, ähnlich wie eine Clubnacht.

    Im Jahr 2022 spielten Zement ihre erste Show zusammen mit der langjährigen visuellen Kollaborateurin Hannah Grünewald, die die technischen und ästhetischen Aspekte von Live-Coding, Visual Mapping und Video-Sampling durch multimediale Performances erforscht. Auf dieser Tournee werden sie als audiovisuelles Trio auftreten, wobei der Sound Hannahs Live-Coding und Visuals beeinflussen wird und umgekehrt! Eine endlose Meditation über die Architektur des Geistes und die Bewegung der Körper

    „Zement ist ein Mehl, das Festungen formen kann. Zement ist aber auch eine Band, die Ernst und Spiel zugleich ist.“  (Visions Magazin)
    „This is high modern music, that also has soul.“ (Simon Smith, The Fragmented Flaneur)
    „Mit diesem dritten Album etablieren sich Zement endgültig als Kraut-Powerhouse.“ (beatblogger)
    „It’s just the rhythm of the Zement tribe, it’s Christian and Philipp melting into one entity.“ Sebastian Dyrschka (Otomatik Muziek)
    „A hybrid of Autobahn-inspired early electronic from the school of Kraftwerk and the hypnotic repetition from Krautrock pioneers Neu! Similar to contemporary groups like Föllakzoid and Trans Am, Zement take those inspirations and add in their own ingredients to propel the genre forward. „Rohstoff“ their third full-lenght, has some exciting psychedelic undertones stirred into the cauldron.“ (SlyVinyl)

    Bandcamp   Instagram   YouTube „Vieille Vigne“ (live version)   YouTube „Koalibi“   YouTube „Disguised in Orbit“   Spotify

    Seit ihrer Gründung im Jahr 2015 gehört die vierköpfige französische Band Ashinoa zu den Vorreiter*innen der alternativen Szene in ihrer Heimatstadt Lyon. Ursprünglich mit der Misère Records-Bewegung und dem Kollektiv der Stadt verbunden, unterschrieb die Band 2021 bei dem Londoner Label Fuzz Club Records (Night Beats, Tess Parks, The Underground Youth) und veröffentlichte Anfang 2022 ihr zweites Album „L’Orée“.

    Musikalisch knüpft es an die Debüt-LP „Sinie Sinie“ und die nur auf Vinyl erhältliche Single „Koalibi“ an, während es gleichzeitig einen natürlicheren und organischeren Sound erforscht. Teils perkussiv und tänzerisch, teils hypnotisch und cineastisch fühlen sich die größtenteils synthesizergesteuerten Klanglandschaften von „L’Orée“ sowohl antik als auch futuristisch an, indem sie eine Synthese aus jazzig angehauchtem Krautrock, formwandelnder psychedelischer Elektronik und experimenteller Weltmusik bilden.

    Auf ihren zahlreichen Tourneen durch Frankreich teilten Ashinoa die Bühne unter anderem mit Metz, Flamingods, Tomaga, Warmduscher, Bo Ningen, Kikagaku Moyo, Minami Deutsch und The Holydrug Couple und erwarben sich den Ruf eines beeindruckenden Live-Acts, der sein Publikum mit einer schieren Vielfalt und Intensität des Sounds in seinen Bann zieht.

     

     

     

  • 20.05.23 UNRU + Sun Worship

    20.05.23 UNRU + Sun Worship

    Black Metal vom Düstersten! Am 20. Mai könnt ihr euch in der Kantine dem wuchtigten Weltuntergangssound mit UNRU und Sun Worship hingeben.

    Samstag, 20.05.23 Kantine

    UNRU

    + Sun Worship

    Einlass 20:30, Beginn 21 Uhr
    Eintritt: Abendkasse: Zahl was du kannst zwischen 12-15€

    Präsentiert von Zosh! und Radio Z

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    Dystopischer Black Metal, AZ-Metal, linker Black Metal, Extreme Metal – vieles wurden UNRU schon genannt. Es gibt nicht viele Bands, die es schaffen, gleichzeitig einen modernen, dabei aber auch völlig un-„post“-irgendwas Sound zu fahren, sondern bis zum Hals in den atmosphärischen Abgründen des 90er Jahre Black Metal zu versinken, oder eher: ihr Totenschiff da hindurch zu ihrem Ding zu navigieren. Mit sicherer Hand nehmen sie dich mit auf ihren Trip durchs Verderben, ein kathartisches Untergangserlebnis.

    „Bar jeder Ideologie, befreit von jeglichen Szenezwängen nutzen UNRU ihre Form des Black Metals, um Aggression, Verlorenheit und Schönheit in ein Gewand zu kleiden, das die stilistische Weiterentwicklung als zutiefst dankbaren Prozess erscheinen lässt.“ (Black Salvation)

    Die Band wurde im Jahre 2012 unter einem nicht bekannten, anderen Namen gegründet. Zur Anfangsbesetzung gehörten der Sänger A., der Bassist T. und der Schlagzeuger H., wobei die letzteren beiden zuvor schon in einer anderen Band spielten. Nachdem der ursprüngliche Gitarrist die Band verlassen hatte, wurde er durch S. ersetzt. Die Band änderte daraufhin ihren Namen in Unru und steht in enger Verbindung mit dem Bielefelder AJZ. Der Bandname Unru steht sowohl für Unruhe im medizinischen Sinne, als auch für das Unruh als Bauteil eines mechanischen Uhrwerkes. Dabei steht das Unruh als Metapher dafür, dass der Mensch unfähig ist, aus den Grenzen seiner Ängste, Süchte und Zwänge zu fliehen.

     

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    Black Metal ohne Mummenschanz und zweifelhaften ideologischen Überbau, mit Postpunk-geschultem Blick erschlossen und auf das Wesentliche reduziert. Die Musik von SUN WORSHIP ist sowohl eine entfernte formell-ästhetische Hommage an eine Ära in der diese Art von Musik erstmals spirituell erfahrbar wurde als auch zeitlose Katharsis durch Brachialität, Geschwindigkeit und Lautstärke.

    „SUN WORSHIP vertonen mit ihrer Mischung aus traditionellem und modernem Black Metal die Unendlichkeit des dunklen Kosmos und gehen dabei musikalisch keine Kompromisse ein: Die tiefen Gitarren schrammeln sich gnadenlos nach vorne, das Schlagzeugspiel ist nahezu beängstigend präzise und der Gesamtsound unfassbar organisch. Über allem liegt das fast an Urmenschen erinnernde Gebrüll von Lars und Felix und immer wieder weben SUN WORSHIP kleine rhythmische, melodische und strukturelle Finessen in ihren dichten Klangteppich ein und wissen mit stimmigem, packendem Songwriting zu begeistern.“ (Metal1)

    „Dass sich SUN WORSHIP genauso von Mayhem wie von Manuel Göttsching (Ash Ra Tempel, The Cosmic Jokers) beeinflusst sehen, hört man aufgrund einer nahezu kompletten Abwesenheit „elektronischer“ Musik nicht sofort, aber nach dem ersten Durchlauf von „Pale Dawn“ weiß man, was das Trio meint, noch nicht mal das im Presse-Info benutzte, nicht ganz unprätentiöse Strawinsky-Zitat „Music is just notes – what you speculate beyond that is pure nonsense“ steht dem entgegen: Die Berliner offerieren mit Emanations of Desolation (Broken Silence) nicht nur ein noch besseres Gesamtergebnis, sondern tatsächlich das beeindruckendste Black-Metal-Album seit MGLAs unantastbarem Dauerbrenner „Exercises In Futility“.

    Dass SUN WORSHIP optisch und ideologisch nur wenig mit der alten Schule gemeinsam haben und auch nicht in die aktuelle Wald-und-Wiesen-Strömung von Misþyrming über Alda bis Murg passen, ist (zumindest mir) dabei komplett egal: Die unbändige, knochentrockene Raserei in den überlangen Songs dieses Albums verwaltet das Erbe der (vor allem) norwegischen Legenden weit beeindruckender, als diese das (ausnahmslos!) selbst tun, und sorgt damit für eine Erhabenheit, wie sie zwar oft behauptet, aber eben nur selten erreicht wird.“ (Rock Hard)

  • 26.04.23 BIG | BRAVE + Aicher

    Am 26. April könnt ihr euch endlich wieder von Big Brave und ihrem intensiven, minimalistischem Heavy-Drone/Doom/Sludge-Rock/Avantgarde-Rock aus dieser Welt fegen lassen. Verloren im Raum, nur noch Sound, Lautstärke, rohe Emotionen. (Southern Lord Rec., Montreal) Und mit auf Tour kommt Aicher, alias Liam Andrews von My Disco, zum ersten Mal live mit diesem Soloprojekt.

    Mittwoch, 26.04.23 Kantine

    BIG ‡ BRAVE

    + Aicher

    Einlass 20:30, Beginn 21 Uhr
    Eintritt: Abendkasse: Zahl was du kannst zwischen 13-17€, Vorverkauf. zzgl. Gebühr: 13€ Ticketlink

    Website   Bandcamp   YouTube   Spotify   Instagram

    BIG‡BRAVE sind eine Band aus Montreal, die für wahrhaft schwergewichtigen Zeitlupen-Rock steht, für Sludge, Minimalismus, Slowcore, irgendwo Richtung GODSPEED! YOU BLACK EMPEROR, SHELLAC und SWANS. Heavy experimental Rock von Leuten, die schon auch das Feingefühl für doomige Drones und ausgefeilte Feedbackorgien haben.

    Neben doomiger Rhythmik, grollenden Drones und beißendem Gitarrenfeedback als integralem Bestandteil des Klangspektrums sticht vor allem die Stimme von Robin Wattie hervor und macht den Sound von BIG‡BRAVE so unverwechselbar. Diese arbeitet mehr mit Ausdruck und Emotion denn mit klassischen Melodielinien, was auf der einen Seite in ihren introvertierteren, fast lieblichen Momenten einen spannenden Kontrapunkt zur dystopischen Instrumentierung darstellt, sich aber insgesamt absolut harmonisch in den eher atonalen Sound der Band einfügt.

    Ohnehin spielt Dynamik bei ihnen eine kritische Rolle: mal dominiert das zäh und stoisch groovende Schlagzeug, mal frönen die Gitarren solistisch ausufernden Drones, bis wieder die Vocals im Zentrum des Geschehens stehen – und alles das, ohne sich davor zu scheuen, auch Stille ihren Platz einzuräumen. BIG‡BRAVE erforscht die Möglichkeiten wie eine Band klingen kann, während sie konstant den Charakteristika von Songstruktur und -form widersteht – spektakulärer, invertierter Rock, der um einige Größenordnungen fetter klingt, als man es einem Trio zutrauen würde.

    Minimalismus und Instinkt, Struktur/Freiheit und akribisches Timing bilden die Eckpfeiler des prägnanten, rhythmischen Sounds von BIG | BRAVE. Auf ihrem aktuellen Album VITAL hat das Kerntrio Robin Wattie, Mathieu Ball und Tasy Hudson ihr bisher kollaborativstes Album aufgenommen. Die Band kommentiert: „Da wir unsere Zähne in sehr unterschiedlichen musikalischen Hintergründen ausgebildet haben, unterscheiden sich unsere Intuitionen, was einen interessanten Effekt auf unsere individuellen Herangehensweisen und Ohren hat.“  Textlich beschäftigt sich VITAL mit dem Gewicht von „Race“ und „Gender“, mit Ausdauer und dem Umgang mit dem Verhalten anderer Menschen, mit Beobachtung und Protest. Die Band kommentiert weiter: „Dieses Album beschäftigt sich damit, was es bedeutet, in einem rassifizierten Körper durch die Außenwelt zu navigieren und was dies mit der Psyche als Ganzes macht, während wir individuelle Würde innerhalb dieser Realität erforschen.“

    Die ersten Samen wurden 2012 gepflanzt, als Robin Wattie und Mathieu Ball begannen, gemeinsam subtile Ambient-/Minimal-Folk-Songs zu schreiben, ohne ein anderes Ziel als das Experimentieren mit Instrumenten, die ihnen zur Verfügung standen. Als ihr langjähriger Freund Louis Alexandre Beauregard am Schlagzeug dazukam, blieb das Ziel, so zurückhaltend wie möglich zu spielen. Nach einem Zwischenfall, bei dem Watties Akustikgitarre kaputt ging, und nachdem er sich die E-Gitarre eines Freundes als Ersatz geliehen hatte, wurden größere Verstärker, die Ball noch von früheren Bands aufbewahrt hatte, in das Outfit integriert. BIG | BRAVE, die nun die Verstärkung als kompositorisches Mittel nutzten, verloren nie das Interesse an der Kraft des Minimalismus und der Zerbrechlichkeit. Es wurde klar, dass hohe Lautstärken genauso effektiv sein würden wie die geringstmöglichen, und die Gegenüberstellung von beidem wurde zu etwas, das BIG | BRAVE bis heute als ihr Hauptmittel einsetzt.

    Nach dem Weggang von Beauregard im Jahr 2018 reiste die Band mit Loel Campbell am Schlagzeug nach Rhode Island, um eine erste Platte mit Seth Manchester bei Machines with Magnets aufzunehmen. Nach der Veröffentlichung des Albums, als Campbell nicht auf Tournee gehen konnte, stieß Tasy Hudson dazu, und die Band verbrachte den Großteil des Jahres damit, ihr 2019er Album A Gaze Among Them zu touren. Im Jahr 2020 machte sich das Kerntrio Ball, Wattie und Hudson erneut auf den Weg zu Machines with Magnets, um ihre fünfte LP VITAL aufzunehmen, die wieder auf Southern Lord erscheint.

    „BIG|BRAVE are big and oceanic, their music flowing and crashing like waves…Robin Wattie’s clear, piercing vocals, which occupy an emotional zone right at the point between ecstasy and abject despair.“ – PITCHFORK

    „BIG | BRAVE have somehow made a ruthlessly loud record that is also fascinating, and consistently elegant.“ – DROWNED IN SOUND

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    AICHER ist das neueste Projekt des in Kopenhagen lebenden Musikers Liam Andrews. Übersetzt bedeutet AICHER „scharf“, „heftig“ und „bitter (vom Wind)“, und die Bedeutung dieses Titels ist passend. Er arbeitet mit der atonalen und monochromen Ästhetik, zu der er sich hingezogen fühlt, und die Einbeziehung des Ortes und Einfluss der Umgebung der kargen skandinavischen Winter erweisen sich als perfektes Gegengift. Unheimliche Hohlräume voll Wind, Einsamkeit und das Knirschens von Eis unter den Füßen bringen die Klanglandschaft des Nordens auf den brutalistischen Pfad, für den er bekannt ist.

    In den letzten zwei Jahrzehnten hat Andrews mit der Industrial-Band MY DISCO verstärkte Gitarrenmusik erforscht und arbeitet seit kurzem mit Karl O’Connor (Regis, Downwards Records) und Boris Wilsdorf (Einstürzende Neubauten) als EROS zusammen. Die Arbeiten von AICHER konzentrieren sich auf die Wiederverwendung von Nebengeräuschen. Er stützt sich auf seinen Katalog von bereits Der Künstler greift auf sein Archiv an bereits aufgenommenem Material zurück (mit E-Bass als dominierendem Instrument) und übersetzt es in Kompositionen mit detailliertem Feedback-Ausdruck und tiefstem Klangdruck.

    Das Ergebnis ist eine Sammlung von Klangbewegungen, die sich mit generativer Computersoftware neu vorgestellt wurden. 2023 wird AICHER das zum ersten Mal als Live-Performance umsetzen.

     

  • 02.07.22 Divide And Dissolve

    Anfang Juli kommt ein fantastisch gewaltiges Doom Metal-Ungetüm auf euch zu: DIVIDE AND DISSOLVE kommen in die Kantine!

    Samstag, 02.07.22 Kantine

    Divide And Dissolve

    Einlass 20:30, Beginn 21:00 Uhr
    Eintritt: Abendkasse: 15 – 20€ (Zahl was du kannst) / Vorverkauf zzgl. Gebühr: 15€, Ticketlink

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    „Ein brutales Avantgarde-Doom-Metal-Monster, das die großen politischen Themen unserer Zeit behandelt.“ (Deutschlandfunk Kultur)

    „Die beiden Musikerinnen stellen eher ambivalente Fragen: Wie schwer können Gitarren eigentlich klingen? Und zugleich doch nahezu schwerelos? Wie breitbeinig kann ein Riff sein und doch dahinschweben? Das Ergebnis sind Klanglandschaften von erhabener Brutalität und versunkener Schönheit, die ebenso aus klassischer Musik wie aus dem Metal schöpfen, so sehr Meditation sind wie Ekstase.“ (Musikexpress)

    „Reeds bassiges Stahlseiten-Gewühl verzahnt sich dabei mit jazziger Verspieltheit und Nehills tonnenschwer synkopierten Drums zu einem transzendentalen Sound-Erlebnis …. ruinöses Mahlen im Geiste einer spirituellen Ausgabe von Sunn O))) oder Earth“ (Plattentests)

    Von den frühen Protestsongs, die aus der gewaltvollen Besetzung von Turtle Island (den sogenannten Vereinigten Staaten) hervorgingen, bis hin zum Kampf der Punk-Musik gegen das System stand Kunst schon immer an der Spitze des gesellschaftlichen Wandels. Ob durch gezielte Angriffe oder etwas Existenzielleres – leise gesungen oder so laut wie möglich vorgetragen – Musik ist nach wie vor ein Sprungbrett für kollektiven Widerstand.

    Dennoch nutzen nur wenige Bands ihre Stimme und ihre Plattform so kraftvoll wie Divide and Dissolve. Die beeindruckende Takiaya Reed (Saxophon, Gitarre, Live-Effekte) und Sylvie Nehill (Schlagzeug, Live-Effekte) tragen ihren Kampf und den ihrer Vorfahren jeden Tag weiter und nutzen die Kraft ihrer Auftritte, um die Aufmerksamkeit auf den anhaltenden Kampf gegen systemische Unterdrückung zu lenken.

    „Wir möchten einen radikalen Wandel im derzeitigen Paradigma der Selbstgefälligkeit in Bezug auf unterdrückerische Machtdynamiken, Völkermord, Rassismus, weiße Vorherrschaft und Kolonialisierung beobachten“, sagt die Band. „Wir wollen den Stimmen, die traditionell unterdrückt und kriminalisiert werden, bevor sie Wort kommen, mehr Gewicht verleihen und sie anerkennen.“

    Mehr Pressestimmen:

    „Air-raising, earth-splintering tracks of heavy doom, drone metal and desolate jazz … There’s an unnerving magic and beauty that plays throughout their harsh noise, like a dense mist lifting off a still river.“ (NME)

    „This group means a lot – they’re a tacit reminder that metal’s expressive potential is limitless. Fuck the man-babies: Divide and Dissolve are the coolest thing to happen to metal since Deafheaven.“ (Loud And Quiet)

    „Guitarist Takiaya Reed and drummer Sylvie Nehill use sirening saxophones and blown-out drone metal to set systemic injustices ablaze.“ (Pitchfork)

    „The new Divide and Dissolve album may be pitched at fans of James Baldwin, Octavia Butler, and Toni Morrison, but – whisper it – it is also a really good sludge record“ (The Quietus)

  • NADJA + FLORIAN VON AMELN – Achtung, in den Z-Bau verlegt!

    Donnerstag, 17.10.19 Z-Bau, Roter Salon

    NADJA

    Ambient-Doom Duo (Kanada)

    FLORIAN VON AMELN

    Ambient, Drone, Field Recordings, Experimental (Nürnberg)

    Achtung! Aufgrund eines Brandanschlags muss das Konzert in den Z-Bau verlegt werden! Bitte weitersagen, teilen usw.! Wir danken dem Z-Bau schon mal für diese Unterstützung!

    Einlass 20:30, Beginn 21 Uhr
    Eintritt: Zahl was du kannst zwischen 11 – 14 €

    Foto: Ana Petrovic

    NADJA ist das Duo des Multiinstrumentalisten Aidan Baker und der Bassistin Leah Buckareff, das schon seit 2005 aktiv ist. NADJA wird als eine der Vorläuferbands der Genres ‚Drone Doom‘ oder ‚Metalgaze‘ verehrt. NADJAs heavy, atmosphärische Musik verwebt die Dunkelheit und das Volumen des Doom Metal und Industrial mit den Texturen und Melodizismen des Shoegaze und der Ambient und elektronischen Musik.

    NADJA hat zahlreiche Alben auf vielen verschiedenen Undergroundlabels veröffentlicht – Alien8 Recordings, Daymare Records, Essence Music, Hydrahead Records, Gizeh Records, und Important Records, um nur ein paar zu nennen – und tourte ausgedehnt mit Performances in Europa, Japan, Russland, Australien, Neuseeland, und Nord- sowie Südamerika, darunter Auftritte auf Festivals wie SXSW, FIMAV, Roadburn, Le Guess Who, Incubate und Unsound.

    Außerhalb von NADJA ist Aidan Baker auch als Autor und als Solomusiker aktiv, und performt mit verschiedensten Gruppenprojekten, deren Musik von Drone-Jazz bis Space-Rock reicht. Aidan Baker hat etliche Soloalben veröffentlicht und ist der Autor von vier Gedichtsammlungen.

    Leah Buckareff ist ebenfalls mit diversen mit Papier und Buch verbundenen künstlerischen Projekten aktiv, darunter The Lesen Lounge, eine mobile Zine Bibliothek, und Pulp Papier, ein Importeur von handgemachtem japanischen Papier.

    Ursprünglich aus Toronto, Kanada, lebt das Duo heute in Berlin.


    Foto: Elisabeth Thoma

     

    Fast zwei Jahre hat Florian von Ameln (Muzan Editions, Eilean Rec.) seine Ambient Projekte pausieren lassen. Jetzt kehrt er mit einem neuen Programm auf die Bühne zurück. Auf einer Linie mit seinen früheren Arbeiten wird auch 2019 die Verschmelzung von Akustischen, Elektronischen und Elektroakustischen Instrumenten mit Field Recordings und Rundfunkaufnahmen zu einem akustischen Gesamtwerk im Vordergrund stehen.

  • BIG‡BRAVE + MY DISCO

    Donnerstag, 16.05.19 Kantine

    BIG‡BRAVE

    Minimalistischer Avant-Rock, intensiver Heavy-Drone/Doom/Sludge-Rock. Raum, Lautstärke, rohe Emotionen. (Southern Lord Rec., Montreal)

    MY DISCO

    Folterkammer-Ambient. Metallische Industrial-Percussion trifft mit wuchtig-bassigen Drones mitten in die Magengrube (Downwards Rec., Australien)

    Einlass 20:30, Beginn 21 Uhr
    Eintritt: Abendkasse: Zahl was du kannst zwischen 13-17€, Vorverkauf. zzgl. Gebühr: 13 €

    Seit 2012 gibt es BIG‡BRAVE schon, eine Band aus Montreal, die für wahrhaft schwergewichtigen Zeitlupen-Rock steht, für Sludge, Minimalismus, Slowcore, irgendwo Richtung GODSPEED! YOU BLACK EMPEROR, SHELLAC und SWANS. Heavy experimental Rock von Leuten, die schon auch das Feingefühl für doomige Drones und ausgefeilte Feedbackorgien haben.

    Neben doomiger Rhythmik, grollenden Drones und beißendem Gitarrenfeedback als integralem Bestandteil des Klangspektrums sticht vor allem die Stimme von Robin Wattie hervor und macht den Sound von BIG‡BRAVE so unverwechselbar. Diese arbeitet mehr mit Ausdruck und Emotion denn mit klassischen Melodielinien, was auf der einen Seite in ihren introvertierteren, fast lieblichen Momenten einen spannenden Kontrapunkt zur dystopischen Instrumentierung darstellt, sich aber insgesamt absolut harmonisch in den eher atonalen Sound der Band einfügt.

    Ohnehin spielt Dynamik bei ihnen eine kritische Rolle: mal dominiert das zäh und stoisch groovende Schlagzeug, mal frönen die Gitarren solistisch ausufernden Drones, bis wieder die Vocals im Zentrum des Geschehens stehen – und alles das, ohne sich davor zu scheuen, auch Stille ihren Platz einzuräumen. BIG‡BRAVE erforscht die Möglichkeiten wie eine Band klingen kann, während sie konstant den Charakteristika von Songstruktur und -form widersteht – spektakulärer, invertierter Rock, der um einige Größenordnungen fetter klingt, als man es einem Trio zutrauen würde.

    Im Mai kommt auch ein neues Album und wir können’s kaum erwarten.

    photo: Rachel Cheng

    „BIG|BRAVE are big and oceanic, their music flowing and crashing like waves…Robin
    Wattie’s clear, piercing vocals, which occupy an emotional zone right at the point between
    ecstasy and abject despair.“ – PITCHFORK

    „BIG | BRAVE have somehow made a ruthlessly loud record that is also fascinating, and
    consistently elegant.“ – DROWNED IN SOUND

    MY DISCO sind als unglaublich wuchtige Liveband bekannt, die Definition von körperlichem Konzerterleben. Präzision und Minimalismus prägen ihre Herangehensweise. Erinnerte ihr früheres Schaffen an eine Art minimalistischere SHELLAC (Albini produzierte auch die vergangenen Alben), antirockistischen Präzisions-Postpunk, haben sie nun mit ENVIRONMENT ein neues Album geschaffen, das konsequent ihr Erforschen von Raum in der Musik fortschreibt, aber den Rock beiseitelegt und eher an RAIME als an SHELLAC denken lässt: Wabernde Soundwände, zerklüftete Industrial-Sounds, bis auf die Knochen nagende basslastige Drones, düsterer Folterkammer-Ambient, scharfkantig und dissonant, fiebrig glühende Synthieverzweiflung und kalte metallische Percussion. Eine meisterhafte Entführung ins Zentrum eines Sturms.

  • KAPUT KRAUTS + PUKE PUDDLE + TODESKOMMANDO ATOMSTURM

    KAPUT KRAUTS + PUKE PUDDLE + TODESKOMMANDO ATOMSTURM

    Freitag, 12.10.18

    KAPUT KRAUTS

    Szenepolizei-Punk aus Berlin

    PUKE PUDDLE

    Magic moshdoom for the weird & needy

    TODESKOMMANDO ATOMSTURM

    Punk aus München

    Nach der Show gibt’s noch DJs!

    Kantine (schräg gegenüber vom Eingang zum Zentralcafé auf der anderen Straßenseite der Königstormauer)

    Einlass 20:30, Beginn 21 Uhr

    Eintritt: Zahl was du kannst zwischen 10-13€


    Style? Message? Attitüde?
    Check, Check und nochmals Check!

    Aus latenter Unzufriedenheit resultiert ein generelles Dagegensein, ohne jetzt unbedingt wissen zu müssen, wofür man eigentlich ist. Ventilfunktion? Auf jeden!KAPUT KRAUTS pendeln dabei zwischen Punkrock und Hardcore, zwischen Wortwitz und politischem Anspruch, zwischen Ruhrgebiet und Berlin. 2003 aus Jugendzentrum-Allstar-Bands entstanden, ein paar Jahre im Keller gereift, wird nun in fachmännischer Handwerkskunst das Klischee der Klischeefreiheit bedient. Schublade? Aber Hallo!

    Nach zwei Alben, vier Splits und Auftritten bei Festivals wie dem Hamburger Hafengeburtstag oder dem Fusion Festival scheint es inzwischen ein bisschen ruhiger um die Band geworden zu sein. Die Auftritt sind weniger geworden, also ein Grund mehr, sich auf ein Konzert in Nürnberg zu freuen. Schließlich waren sie hier seit 2015 nicht mehr zu Gast.

    „In der Kür wird dann ordentlich gerotzt und geschimpft und Krach gemacht, trotzdem sind Melodien und ein toller Bass dabei und ach, so wünsche ich mir das, es ist ein bisschen geistreich, dazu ein bisschen Geschrei, Humor und vor allem kommen die KAPUT KRAUTS jedweden stumpfen Quatsch aus.“
    OX-Fanzine zu „Straße, Kreuzung, Hochhaus, Antenne“

    „Überhits der Scheibe: “Das kompromistische Manifest“, “Ergebniskosmetik“, “Auf Verfahren eingestellt“, “Selbstverständlich“, “Use Your Disillusion“, die restlichen sind die Hits.“
    Uglypunk Punkrock-Zine zu „Straße, Kreuzung, Hochhaus, Antenne“

    „Eins vorweg: Wir haben es hier zweifellos mit einer der besten deutschsprachigen Veröffentlichungen der Gegenwart zu tun.“
    OX-Fanzine zu „Quo vadis, Arschloch?“

    „Über Geschmack lässt sich streiten. Uns geht es vielmehr darum aufzuklären, warum der Staat, hier in Gestalt der Behörde für Wirtschaft, Verkehr und Innovation, linksextremen Musikgruppen und deren verrohtem, antidemokratischem Liedgut auf einem der eindrucksvollsten Feste eine Bühne bietet“
    AfD-Fraktion Hamburg zum Auftritt auf dem Hamburger Hafengeburtstag

    „Punkrock mit genau dem richtigen Maß an gehaltvoller Attitüde, astreine Typen, und wenn sie Bock haben spielen sie auch gute Auftritte.“
    Bierschinken

    „Es war ein Geburtstagsgeschenk für meinen Freund, die Lieferung war schnell und absolut Problemlos. Über Geschmack läßt sich nicht streiten, mein Fall ist die Musik nicht. Ansonsten hab ich nix auszusetzen.“
    Amazon Bewertung

    Wiener_innen aus dem Cut Surfac/Wilhelm Show Me The Major Label-Umfeld spielen bekannterweise gerne in hundert stilistisch sehr unterschiedlichen Bands gleichzeitig, so auch Tina Bauer (LEVIE, Falle, Terz Nervosa) und Ana Threat (Kristy and the Kraks, Sektstress, The Boiler). Für die gemeinsame Sache PUKE PUDDLE treten die beiden als tightes Hardcore-Tag-Team mit mit Synth, Schlagzeug und Geschreie aufs Tapet: Magic moshdoom for the weird & needy.

    TODESKOMMANDO ATOMSTURM aus München machen seit 2008 zusammen Musik. Das Bandkonzept basiert auf der gemeinsamen Liebe zu turbulenten Wasserrutschen, konspirativen Gangaktivitäten und diesem Punk-Ding. Die Fachpresse lässt verlauten, die Band spiele modernen, an manchen Stellen fast schon hymnisch anmutenden Punkrock mit famosem Gespür für eingängige Melodien, ordentlich Pfeffer im Arsch und einem gediegenen, formvollendet angepissten Rotzgesang. Textlich werden bissige, politische Themen stets mit einem persönlichem Bezug und einer angemessenen Portion Ironie behandelt ohne dabei plakativ zu sein oder den Zeigefinger zu erheben. Texte für Studenten, Mucke für die Strassenkids – Mittelfinger statt Zeigefinger, Herz und Hirn vor Klischee.