Schlagwort: synthwave

  • BODY OF LIGHT + WRONG BODY | 21.11.19 Z-Bau

    Donnerstag, 21.11.2019 Z-Bau (Roter Salon)

    BODY OF LIGHT

    Synth-Pop / Dark Wave  (Arizona), der Glamour von 80s Pop mit dem Sleaze der frühen 90s NYC Dance Music

    WRONG BODY

    Traurig-entrückter Synth-Pop, Goth Crooner Projekt von Dino Spiluttini (Wien)

    Einlass 20:30, Beginn 21 Uhr
    Eintritt: Abendkasse: Zahl was du kannst zwischen 10-13 €, Vorverkauf. zzgl. Gebühr: 11 €  

               

    BODY OF LIGHT, von den Brüdern Andrew und Alexander Jarson schon 2012 in der staubigen Wüste von Tempe, Arizona, gegründet, entwickelten die beiden, die auch Mitbegründer des Ascetic House Kollektivs sind, sich von Drone-Experimentalanfängen hin zum heutigen soundbewussten Synth-Pop, der den Glamour von 80s Pop mit dem Sleaze der frühen 90s NYC Dance Music vereint. Boomkat schreibt: „Depeche Mode meets early Joey Beltram auf einer Clubnacht mit Stranger Things-Motto“.

    Ihre Musik spiegelt nicht nur ihre individuellen Persönlichkeiten, sondern schöpft auch aus den gemeinsamen Erfahrungen der beiden Brüder. Als langjährige Fans und Macher aller möglicher elektronischer Musik mischen sich Elemente aus New Wave, Freestyle, Grunge, Goth und Techno in ihre Werke, als ob alte Radiosignale in Raum und Zeit wie im PingPong voneinander abprallen. Eindringliche Keyboards, anschwellende Pads, und hämmernde Drums prägen ihre Musik während Alex mystisch-romantische Texte hineinwebt. Sie erweisen sich als ein Duo, das perfekt für den Dancefloor ist, ohne Angst vor Trend oder vorübergehenden Moden – Synth-Pop Hymnen, erotische Ästhetik und zügelloser Hedonismus.

    Auf ihrer aktuellen LP „Time to Kill“ (2019) verfeinern Body of Light ihren kalten und treibenden Synth-Pop mit einer mutigen Soundpalette und einem Fokus auf neuentdeckte Technik und Sinn: Verschwurbelte Tape-Loops, Samples aus abgenutzten VHS-Aufnahmen ihrer Kindheit, primitive Waveformen. Wie der bleiche digitale Blick der Vielheit von Geräten, die unsere täglichen Leben umgeben, weben die Songs Geschichten von Liebe und Besessenheit in eine Ära des digitalen Bondage und flüchtiger Begeisterung. Das heißt nicht, dass das Album eine pessimistische Botschaft trägt, es soll uns eher daran erinnern, wie wichtig unsere Zeit ist.

     

           

    Traurig-entrückter Synth-Pop, wunderschön dunkel, verhallt und abgründig, so klingt WRONG BODY, das Goth Crooner Projekt von DINO SPILUTTINI, dem Wiener Komponisten elektronischer Musik, der sonst eher für seine Ambient und Drone Soundmanipulationen bekannt ist, die nicht weniger melancholisch und dramatisch daherkommen und zum Eintauchen einladen. Als WRONG BODY gibt er sich ganz dem wavigen Düsterpop hin und entführt in hypnotische Abgründe der Agonie, des Verlassenseins, der Liebe.

  • MOTORAMA + MALA HERBA

    Samstag, 16.02.18 Kantine

    MOTORAMA

    Herrlich melodisch-düsterer Cold Wave / Shoegaze-Pop aus Russland (Talitres Rec.)

    MALA HERBA

    Synthwave-Witchcraft aus Den Haag

    Einlass 20:30, Beginn 21 Uhr
    Eintritt: Abendkasse: 20 €, Vorverkauf. zzgl. Gebühr: 17 € 

    Die Cold-Wave-Minimalisten von MOTORAMA kommen aus Rostow am Don in Südrussland, aber klingen als wären sie mitten im Shoegazepop, Post-Punk und New Wave Großbritanniens vergangener Jahrzehnte aufgewachsen. „There’s something interesting going on in Russia, but I believe that Motorama are the forerunners of this burgeoning movement“, schrieb Jacob Graham von The Drums im NME schon vor einigen Jahren, und er behielt recht: es lohnt sich wirklich, sich musikalisch mit der interessanten Szene dieses Landes auseinanderzusetzen. Motorama spielen New Wave, Post Punk und Dream Twee Pop der Marke Factory Records für Freundinnen und Freunde von The Cure, Joy Division oder auch The National.

    „Many Nights“ ist das fünftes Album von Motorama, das am 21. September 2018 über Talitres veröffentlicht wurde. Aufgenommen wurde das Album dieses Mal in Vlads Wohnung und im Proberaum der Band über einen Zeitraum von fünf Monaten. Das neue Album ist eine Mischung aus Gothic-Balearen-Beats und Jangle-Pop-Gitarren mit den Texten über Transzendenz und surreale Welten, beeinflusst von Arthur Rimbaud und Alexander Blok. Zehn Songs gliedern sich um ein paar Instrumente mit den einfachen Melodien und Grooves, inspiriert von der sowjetischen New Wave-Szene, der kinematographisch-elektronischen Musik von Eduard Artemiev, neuseeländischem Kiwi-Pop und afrikanischen Percussion-Arrangements.

    Photo: Irene Parshina

    Mala Herba ist ein Soloprojekt der Künstlerin und queeren Musikaktivistin Zosia Hołubowska. Mit dem Bezug auf traditioneller Musik, Magie und Mythologie Osteuropas erforscht Mala Herba Queerness und Sex-Positivity. Kraftvoller Gesang ist verwebt mit hypnotischen Beats, kalte Basslinien und romantische Synthesizer-Melodien. Das hat was von Goth und was Dramatisches, aber trotzdem lässt einen „das“ tanzen. Darkwave trifft Disco eben. Manchmal zerbricht die Melodie, die Stimme wird zur Beschwörung und der Song verwandelt sich in eine Geräuschkulisse. Aber dann setzt ein Arpeggio ein und deine Knochen schwingen mit dem von Italo-Disco inspirierten Bass und Rhythmus.

  • DAME AREA + FUNCTION LEVEL MARKER

    Donnerstag, 08.11.18 Kantine

    DAME AREA

    Industrial, Tribal, Synthwave (Barcelona)

    FUNCTION LEVEL MARKER

    Florian von Ameln experimentiert mit Downbeat und Industrial

    Einlass 20:30, Beginn 21 Uhr

    DAME AREA wurde 2017 in Barcelona von der klassisch ausgebildeten Musikerin Silvia Konstance ins Leben gerufen und bald stieß Viktor L. Crux dazu (alias Futuro de Hierro, ex Ordre Etern, ex Qa’a, der auch schon mit Künstlern wie Nurse With Wound und Jochen Arbeit von den Einstürzende Neubauten zusammengearbeitet hat).
     
    Beeinflusst von Franco Battiato, von Silvias Erfahrungen in der Türkei, von ihrem Background in Barcelonas lebendiger post-industrial Szene und von der Vorstellung, wie es wäre, wenn “Il Secondo Canto delle Lavandaie” von Roberto de Simone eine Band wäre statt nur einfach ein Song, erschaffen die beiden Musik, die grob als eine Mischung zwischen Industrial Tribalism und Synthetic Minimalism beschrieben werden könnte.
     
    Ihre erste LP “Centro di Gravitá” wurde im Mai 2018 von Màgia Roja und BFE Records zusammen veröffentlicht und ihre erste EP wurde von dem deutschen Label U-Bac kurz danach veröffentlicht (und zwar wie sich’s seit einer Weile bei ordentlichen Experimentalmusiker*innen gehört: auf Tape.)

     

    Der musikalische Spagat zwischen Downbeat und Industrial – das klingt im Jahr 2018 nicht nach dem angesagtesten Konzept. Function Level Marker beweist jedoch, dass es Abseits der schnelllebigen Trends elektronischer Musik auch möglich ist, ohne jeglichen Retro-Kitsch Verganenes neu zu interpretieren.
    Für den Produzenten Florian von Ameln (Magnetic Purely, Muzan Editions) ist Function Level Marker die Möglichkeit, sich abseits seiner etablierten Drone- und Techno-Projekte in anderen Genres auszuleben.
    So entstehen Stücke, die 1998 fabelhaft funktioniert hätten, aber auch im Jahr 2018 begeistern können.