MOTORAMA + MALA HERBA

Samstag, 16.02.18 Kantine

MOTORAMA

Herrlich melodisch-düsterer Cold Wave / Shoegaze-Pop aus Russland (Talitres Rec.)

MALA HERBA

Synthwave-Witchcraft aus Den Haag

Einlass 20:30, Beginn 21 Uhr
Eintritt: Abendkasse: 20 €, Vorverkauf. zzgl. Gebühr: 17 € 

Die Cold-Wave-Minimalisten von MOTORAMA kommen aus Rostow am Don in Südrussland, aber klingen als wären sie mitten im Shoegazepop, Post-Punk und New Wave Großbritanniens vergangener Jahrzehnte aufgewachsen. “There’s something interesting going on in Russia, but I believe that Motorama are the forerunners of this burgeoning movement”, schrieb Jacob Graham von The Drums im NME schon vor einigen Jahren, und er behielt recht: es lohnt sich wirklich, sich musikalisch mit der interessanten Szene dieses Landes auseinanderzusetzen. Motorama spielen New Wave, Post Punk und Dream Twee Pop der Marke Factory Records für Freundinnen und Freunde von The Cure, Joy Division oder auch The National.

“Many Nights” ist das fünftes Album von Motorama, das am 21. September 2018 über Talitres veröffentlicht wurde. Aufgenommen wurde das Album dieses Mal in Vlads Wohnung und im Proberaum der Band über einen Zeitraum von fünf Monaten. Das neue Album ist eine Mischung aus Gothic-Balearen-Beats und Jangle-Pop-Gitarren mit den Texten über Transzendenz und surreale Welten, beeinflusst von Arthur Rimbaud und Alexander Blok. Zehn Songs gliedern sich um ein paar Instrumente mit den einfachen Melodien und Grooves, inspiriert von der sowjetischen New Wave-Szene, der kinematographisch-elektronischen Musik von Eduard Artemiev, neuseeländischem Kiwi-Pop und afrikanischen Percussion-Arrangements.

Photo: Irene Parshina

Mala Herba ist ein Soloprojekt der Künstlerin und queeren Musikaktivistin Zosia Hołubowska. Mit dem Bezug auf traditioneller Musik, Magie und Mythologie Osteuropas erforscht Mala Herba Queerness und Sex-Positivity. Kraftvoller Gesang ist verwebt mit hypnotischen Beats, kalte Basslinien und romantische Synthesizer-Melodien. Das hat was von Goth und was Dramatisches, aber trotzdem lässt einen “das” tanzen. Darkwave trifft Disco eben. Manchmal zerbricht die Melodie, die Stimme wird zur Beschwörung und der Song verwandelt sich in eine Geräuschkulisse. Aber dann setzt ein Arpeggio ein und deine Knochen schwingen mit dem von Italo-Disco inspirierten Bass und Rhythmus.

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