Schlagwort: Soziokultur

  • LIVESTREAM: eve massacre: Speculative Fiction und das Recht auf Stadt

    Sonntag, 22.03.20
    LIVESTREAM twitch.tv/evemassacre

    eve massacre: Speculative Fiction und das Recht auf Stadt

    Vortrag
    Wer mit-chatten will, einfach vorher einen Twitch-Account anlegen.

    Eigentlich war auch ein Ambient Bar DJing mit STREAMING SERVICE geplant, aber wir wissen noch nicht, ob wir’s technisch auch im Stream hinkriegen.

    19 Uhr

    “Wir können uns eher das Ende der Welt vorstellen als das Ende des Kapitalismus” ist heute zum weitverbreiteten Bonmot der Resignation geworden, ein Einknicken vor der vermeintlichen Unveränderlichkeit gesellschaftlicher Tatsachen.

    Speculative Fiction, das “was wäre wenn…?”-Genre (Science Fiction, Climate Fiction, History Fiction, Solarpunk usw.) erkundet spielerisch Parallelperspektiven auf das Jetzt und die Zukunft. Können spekulative Weltentwürfe mehr als Eskapismus sein, sondern ein kritisches Medium und politisches Werkzeug?

    Von Kriegsübungsstädten, Erdbebenrollenspielen und Robocop-Branding von Polizeiausrüstungsherstellern bis hin zu Speculative Fiction wie China Miévielles Embassytown, Naomi Aldermans The Power, Scott Westerfelds Uglies, Serien wie Dietland oder Filmen wie Born in Flames und Jurassic Park, Katastrophen wie Love Parade Duisburg, Ghostship Oakland und Grenfell London denkt dieser Vortrag an vielen Beispielen entlang und geht schließlich insbesondere auf urbane Politik, alternative Kultur und das Recht auf Stadt ein, um in einem Plädoyer gegen Sicherheit zu enden.

     

    Eve Massacre ist Künstlerin, Essayistin/Autorin, Aktivistin, Teil des Veranstaltungskollektivs Musikverein und DJ (Orchid, Messy, Dancing With TIME). Sie hält Vorträge zu Kultur der Digitalität, sowie zu pop-kulturellen sozial-politischen Themen, nie ohne queer-feministische Perspektive. Sie veröffentlichte u.a. in testcard, Analyse & Kritik, war lange auch bei Radio Z mit eigenen Sendungen aktiv (zuletzt: Future Content), und sie liebt es zu bloggen: evemassacre.de (englisch) und breakingthewaves.de (deutsch).

  • Bini Adamczak – Beziehungsweise Revolution

    Freitag, 04.10.19 Kantine

    Bini Adamczak:
    Beziehungsweise Revolution – 1917, 1968 und kommende.
    Postrevolutionäre Depression

    In Kooperation mit Das Schweigen durchbrechen in der Reihe ‚Feminismus oder Barbarei 2

    Beginn 18:30 Uhr, Eintritt gegen Spende

    Entlang vergangener Revolutionen unternimmt Bini Adamczak in ihrem Buch »Beziehungsweise Revolution« den Versuch, der Geschichte eine Sprache abzuringen. Eine Sprache, die traurige Revolutionärinnen trösten, Geschichte neu enden lassen könnte und ausdrückt, was zu oft unausgesprochen und unartikuliert bleibt: Das Begehren nach einer anderen, einer solidarischen Gesellschaft. Bini Adamczak schreibt über kommunistische Theorie und Praxis und setzt die Ereignisse der revolutionären Bedingungen von 1917 und 1968 in ein Verhältnis der gegenseitigen Betrachtung und Kritik, das die Geschlechterverhältnisse in Vergangenheit und Gegenwart klar in den Blick nimmt.
    Wir möchten mit der Autorin über das Alte und das Neue sprechen, über vielfältige Missverständnisse, unabgegoltenes Begehren, die gegenwärtigen Verhältnisse und die Bedeutung der Geschlechter- und (Re-)Produktionsverhältnisse. Was braucht revolutionäre Theorie um nicht nur Schmuckkante der verheerenden Gegenwart zu sein? Wie heben wir die scharfen Trennungen zwischen Affektivität und Rationalität, Privatheit und Öffentlichkeit, aktiv und passiv auf?
    Beziehungsweise: Warum bildet das Geschlechterverhältnis nicht bloß den altbekannten Nebenwiderspruch, sondern liegt im »Herzen der Revolution«?

    Bini Adamczak, 1979, arbeitet als freie (lies: prekäre) Autorin und Künstlerin in Berlin. 2004 erschien Kommunismus. Kleine Geschichte, wie endlich alles anders wird, dessen englische Übersetzung Communism For Kids 2017 einen antikommunistischen Shitstorm in der US-Rechten auslöste. 2007 veröffentlichte sie Gestern Morgen. Über die Einsamkeit kommunistische Gespenster und die Rekonstruktion der Zukunft. 2017 folgten Der schönste Tag im Leben des Alexander Berkman. Vom möglichen Gelingen der Russischen Revolution sowie Beziehungsweise Revolution – 1917, 1968 und kommende. Bini Adamczak ist Mitglied der ›jour fixe initiative berlin‹.

  • NUNOFYRBEESWAX + HOUSEPARTY

    Donnerstag, 26.09.19 Kantine

    NUNOFYRBEESWAX

    Garage-Punk, Proto-Indie, Lo-Fi songs for real human beings, Pop songs as raw as their hearts

    HOUSEPARTY

    Indie, Surf, Emo, Pop-Punk, Powerpop of love!

    Einlass 20:30, Beginn 21 Uhr

    Eintritt: 8-11€ (Zahl was du kannst)

             

    Nunofyrbeeswax sind ein temperamentvoller Ausbund von „lo-fi hymns for real human beings“. Garage-Rock, Punk, Proto-Indie, runtergestrippt auf rohen Minimalismus und viel Energie und Leidenschaft – wie gut das funktionieren kann, kennt ihr von Bands wie Mondo Ray, Beat Happening oder Sleaford Mods. Nunofyrbeeswax verschmelzen Garage-Rhythmen mit surfigen Gitarren, die bestens dafür gerüstet sind, eure melancholischen Knochen zum Schmelzen zu bringen. Das in Berlin lebende spanisch/italienische Duo hat letztes Jahr sein zweites Album rausgebracht: ‘Music Don’t Matter’. Ein Titel, den ihnen spätestens nach einem Konzertbesuch niemand abnimmt.

         

    Geht’s dir heute unglaublich gut?
    Houseparty!
    Du fühlst dich heut ’n bisschen mies?
    Houseparty!
    Du brauchst Urlaub und hast keinen Bock auf den Alltagsscheiß?
    Houseparty fangen dich auf! Immer!

    Vier Jungs. Ein Van. Das Roadtripmixtape auf Dauerschleife und Sprit genug um entweder zum nächsten Wasserplatz, oder zum nächsten Gig zu kommen. Pizza und Bier auf dem Rücksitz, Sonne auf der Windschutzscheibe. Und überall Musik: Indie-Surf-Emo-Sound, der mal entspannt, mal punkig, aber immer emotional durch die Luft schwingt. Every Woman, every Man, join the Caravan of Free Time, Fun and Friendship (=Love) at a Houseparty Concert.

    Rev Reefer (vocals, guitar), Domi Daiquiri (drums, skits)
    Simi High (Bass, herbs), Chris Panda (guitar, vocals)