Mit zerbrechlichem Ghost Pop von Daniel Benyamin und kraut/psych-angehauchtem Synth Rock von Hilma Nikolaisen wärmen wir euch am 5. November die Knochen!
Donnerstag, 05.11.26 Soft Spot
Daniel Benyamin
Hilma Nikolaisen
Einlass 19:30 Uhr, Beginn 20:30 Uhr

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Schon seit Kindertagen vermischt Daniel Benyamin die verschiedensten Genres. Die melancholische Seite J.S. Bachs verehrte er genauso wie heimliche Wave-Punk Bands, die zuhause verboten waren. Mit 12 Jahren entdeckte er zufällig auf einem defekten Kassettenrekorder das Mehrspurrecording und komponierte damit die Musik, die er nicht hören durfte. Diese kreative Bipolarität zeigt sich nie so klar wie in seinem zweiten Album als Daniel Benyamin: „Life After Music“, das der kreative Kopf von Sea + Air und Jumbo Jet im Mai 2026 auf Ghost Palace Records/Cargo veröffentlichte. Das Album reist spielerisch von einem Pol zum anderen: opulent und reduziert zugleich, ist es ebenso eingängig wie atmosphärisch und schöpft aus seinen Tanz- und Filmsoundtracks der letzten Jahre.
Seit er mit 17 Schule und Zuhause verließ, performte Daniel Benyamin seine Kunst in über 2000 Konzerten in 35 Ländern. Hunderte veröffentlichte Songs und Kompositionen später wagte Daniel Benyamin 2022 einen Neuanfang als Solokünstler. Sein größter Erfolg dabei ist, dass er sich völlig unverfälscht in seiner Musik widerspiegelt, losgelöst von Mainstream und Erwartungen. Zerbrechlichkeit, großes Songwriting und energievolle Rhythmen, vorgetragen von analogen Instrumenten und allem voran seiner einzigartig emotionalen Stimme, lassen einen musikalischen Kosmos wachsen, den Daniel Benyamin „Ghost Pop“ nennt.

Hilma Nikolaisen (*1982) verfeinerte ihre musikalischen Fähigkeiten Ende der 1990er-Jahre in den Kultbands „Umbrella“ und „The Loch Ness Mouse“. Später – und vielleicht entscheidender für ihre musikalische Entwicklung – spielte sie als Bassistin in der psychedelischen Noise-Pop-Band „Serena Maneesh“, dem Projekt ihres Bruders Emil. Die Band, bei der auch Sufjan Stevens mitwirkte, gilt als eine der einflussreichsten norwegischen Bands des vergangenen Jahrzehnts. Als vielseitige Musikerin spielte Nikolaisen u.a Percussion bei The Jesus and Mary Chain und stand mit Serena Maneesh gemeinsam mit Oasis auf der Bühne.
Nach einer fast zehnjährigen Solokarriere kann Nikolaisen mittlerweile auf fünf von der Kritik gefeierte Alben zurückblicken. In ihren Songs klingen die Erfahrungen aus ihren früheren Projekten an – in der klanglichen Vielfalt, den vielschichtigen Texturen und dem spannungsreichen Wechsel zwischen Melancholie und Extase, von softeren Klängen hin zu mehr upbeat und catchy Alternative / Synth Rock mit Psych- und Kraut-Elementen, besonders auf ihrem Album „Social Works“ kommt das großartig zum Tragen.
Nikolaisen hat ein ausgeprägtes Gespür für Melodien und ein besonders feines Ohr für geradezu verführerische musikalische Details. Nikolaisen verbindet ambitionierte Popmusik mit starkem Songwriting und verleiht ihren Songs durch ihren eigenwilligen, androgynen Gesang und einen ausgereiften, charaktervollen Sound eine unverwechselbare Handschrift.