Schlagwort: Wave-Punk

  • DECIBELLES + THE BETHS + STATIC MEANS

    Freitag, 23.08.19 Kantine

    THE BETHS

    High Energy Gitarrenpop, Pop-Punk (Neuseeland, Carpark Rec.)

    DECIBELLES

    Explosives Gemenge aus Noise, Punk und Edgy Pop (Frankreich)

    STATIC MEANS

    Post-Punk, Wave-Punk (Leipzig)

    Einlass 20:30, Beginn 21 Uhr
    Eintritt: Abendkasse: Zahl was du kannst zwischen 13 – 17 €, Vorverkauf. zzgl. Gebühr: 13 €

    Präsentiert von Testspiel, Byte.fm und Radio Z

     

    Seit sie 2015 im Zentralcafé spielten, hat sich einiges getan bei den DECIBELLES! Das Trio aus Lyon (Frankreich) räumt derzeit alle Bühnen ab. Noise, Punk und Edgy Pop vermengt zu einer Soundexplosion, die aller Beschreibung spottet.

    2005 gründeten drei Highschool Teenager in Lyon (Frankreich) eine Band ohne zu ahnen, dass genau diese Band mit dem Namen DECIBELLES im Laufe der Jahre eine sehr eigene und vor allem eigenständige musikalische Identität aus Noise, Punk und Edgy Pop entwickeln würde.

    2017 erschien mit TIGHT ein neues Album, bei welchem vor allem der schneidende Gesang, die noisige Gitarre, der brutale Bass und das unkonventionelle Schlagzeugspiel in Kombination mit gereizten Pop-Elementen und deutlicher Riot-Grrrl Inspiration einen Sound erzeugen, der so gar nicht in die gängigen Kategorisierungen passt.

    Dazu kommt eine Live-Performance, die so intensiv und krachend ist, dass die DECIBELLES auch Vergleiche mit den besten Live-Bands dieser Sparte nicht zu scheuen brauchen.

       

    Die Neuseeländer*innen von THE BETHS kanalisieren ihre langjährige Freundschaft in High Energy Gitarrenpop mit einem smarten textliche Biss. Die Gitarristin, Sängerin und hauptsächliche Songwriterin Elizabeth Stokes und der Gitarrist Johanthan Pearce gingen zusammen in die High School bevor sie ihren Freund und Bassisten Benjamin Sinclair und den Schlagzeuger Ivan Luketina-Johnston an der University of auckland trafen, wo sie alle vier Jazz studierten. Nachdem sie in einigen verschiedenen Konstellationen schon zusammen gespielt hatten, fanden sie sich für ein Projekt zusammen, in dem sie den Pop- und Punk-Sound ihrer Jugend erforschen wollten. Es machte „Klick!“ und THE BETHS waren geboren.

    Ihre Debut EP von 2016, Warm Blood, schäumt nur so über vor explosiven Gitarrenriffs und ansteckenden Indie-Rock Hooklines. Produziert wurde sie von Pearce und alle vier Bandmitglieder trugen darauf gutgelaunte Gesangsharmonien bei, die an den besten 60s Rock erinnern, super catchy, und ein echter „all-killer, no-filler“ Release, wie auch die Reviews in der neuseeländischen Musikpresse befanden. 2019 verspricht nun ein wirklich spannendes Jahr für THE BETHS zu werden. Nachdem sie schon ein beliebter Live Act in Neuseeland und Australien sind, tourt die Band nun in den USA und Europa. Ihr Debutalbum, Future Me Hates Me, das ebenfalls von Pearce produziert worden ist, wurde 2018 auf Carpark Records veröffentlicht und vertraut uns: Fans von Bands wie Sleater-Kinney und Best Coast sollten in Alarmbereitschaft sein!

       

    STATIC MEANS kommen aus Leipzig und sind schon seit 2012 aktiv. Nach einem 5-Song-Demotape in 2014 und einer 7″ (die beide längst ausverkauft sind) hat die Band inzwischen mit “No Lights” auch längst ein Album am Start. „No lights“ steht gleichermaßen für „No Future“-Gefühl und Betonburgen-Tristesse, verschmilzt frühe Punk- und Wave-Einflüsse mit einem treibenden Rhythmusfundament und einer glasklaren Frauenstimme. Musikalisch bewegt man sich klar im Post-Punk-Spektrum. Synthies treffen auf Punk und Wave und glasklaren Gesang. Sie werden den Abend eröffnen.

  • MAULGRUPPE + LEIDEN

    Mittwoch, 12.06.19 Kantine

    MAULGRUPPE

    Neue Band um Jens Rachut (Kommando Sonne-nmilch, Alte Sau, u.a.) mit (Post-)Punks von Yass / Ten Volt Shock / Kurt

    LEIDEN

    DHL-Indie-Punk aus Nürnberg

    Einlass 20:30, Beginn 21 Uhr
    Eintritt: Abendkasse: 15€, Vorverkauf. zzgl. Gebühr: 12€

    MAULGRUPPE ist ein Bandprojekt um JENS RACHUT, bei dem die Noise- und Post-Punk-Wissenschaftler aus dem schwarzwäldischen Wirkungskreis von YASS, TEN VOLT SHOCK und KURT involviert sind. Als wären ALTE SAU, NUCLEAR RAPED FUCK BOMB und KOMMANDO SONNE-NMILCH als Explosionszeichnung erst auf einem Tisch verteilt und dann zu einem dunkelgrauen Electro-Wave-Monolithen neu verschmolzen worden, findet sich hier lange Vertrautes unter ganz neuen Vorzeichen. Stoisch treibende Rhythmen, Gitarren und Keyboards, die sich umschlingen und gegenseitig erdrosseln und lange Hallfahnen schaffen eine neue Bühne für die RACHUTsche Dramatik – paranoiden, auf Loop- und Riff-Strukturen basierenden düster-dichten Elektropunksongs vom Feinsten…

    Das Debutalbum der neuen Rachut Band Maulgruppe „Tiere in Tschernobyl“ erscheint Ende März 2019 auf dem Major Label.

     

    LEIDEN sind drei Typen mit Gitarre, Bass und Schlagzeug, die krachige Melodien machen. Mit Hummeln im Arsch und dem Herzen auf der Zunge – hängen geblieben zwischen Muff Potter, den Nerven und einer Menge Kindheitsträume. Wenig Ansagen, viel Verzerrer und ein stures Schlagzeug. Ein Freund nennt es DHL-Punk – schlecht bezahlt und selten pünktlich.

  • KARIES + SCHUBSEN

    Donnerstag, 15.11.2018 Kantine

    KARIES

    Wave-Punk, Noise-Pop (This Charming Man Rec.)

    SCHUBSEN

    Post-Punkt mit einem Schuss Wave und Wahnsinn
    Einlass 20:30, Beginn 21 Uhr
    Eintritt: Abendkasse: Zahl was du kannst zwischen 12-15€, Vorverkauf. zzgl. Gebühr 12€

    „Alice“ wird es heißen, das dritte Album nach „Seid umschlungen, Millionen“ und „es geht sich aus“. KARIES heißt die Formation, This Charming Man Records das Label. Aufgenommen, produziert und gemischt von Max Rieger, eine Zusammenarbeit, die mittlerweile seit fast sechs Jahren besteht. Das Ergebnis überrascht, wird manche vor den Kopf stoßen und einige werden durch „Alice“ das erste Mal von KARIES hören. Gut so! Statt Gleichschritt, gehen KARIES diesmal zwei, drei Schritte auf einmal und unternehmen ästhetische Sprünge. Der Charakter der Produktion ist modern und es geht tanzbar, beschwingt und eingängig zu auf „Alice“ (mastered by Ralv Milberg), ohne dass die noisig-wavige Düsternis und Schwere gänzlich abgelegt wird. Die 80er Referenzen sind da, nostalgisch hängt dieser Zeit jedoch keiner nach, hier wird dieser Sound in die 10er befördert im Engtanz mit elektronischer Musik. Veröffentlicht wird im Herbst 2018 und natürlich kommen sie damit auch wieder zu uns nach Nürnberg!

    Die Story könnte hier schon zu Ende erzählt sein, ohne dass ich mich erinnern kann, wie sie wirklich begann. Vielleicht hat sie da drüben begonnen, mit dem Laden, in dem uns früher die vielen Aufkleber auf dem Klo die Welt erklärt haben. Heute sind die Aufkleber weg und die Welt müssen wir uns selbst erklären. Das tun wir natürlich weiterhin am Tresen, der jetzt aber immer blank geputzt ist. Kleine Drinks zu großen Preisen.

    Auch die Graffi­tiszene sprüht inzwischen ganz legal, sie tobt sich irgendwo dort hinter den Gleisen aus, wo sie gerade ein Neubau­viertel hochziehen. Erst die Graffitis, dann die Künstler, dann die Szenekneipen und dann die Leute von immowelt.de. Gentri­fi­dingsbums? Ach komm schon, lass’ doch bitte stecken. Illusionen hin, Explosionen weg.

    Im Neubau­gebiet wohnen dann die, die eigentlich auch gerne Teil der Graffi­tiszene wären. Oder wenigstens Skateboard­fahren können. Vielleicht gründen ihre Kinder ja irgendwann eine neue Gang und lassen Wasser­männer mit ihren Quallen lachen, aber bis dahin muss ein bisschen am Bier nippen reichen, für steife Rücken und perfekt geschminkte Leichen.

    Vielleicht haben wir uns am Tresen kennen­gelernt, vielleicht aber auch im Konzertsaal. Du auf der Bühne, er am T-Shirt-Stand, wir beide irgendwo dazwischen. Models, Meyers, Maskeraden. Heute stehen wir zu viert zusammen da oben. Schlagzeug, Gitarre, Bass, Gesang – und ein Ziel: Einfluss auf das Träumen nehmen.

    Die wollen nur spielen, sagt einer im Publikum und es klingt wie ein Vorwurf. Mag sein, doch das Chaos war besonders; vom Gefühl her gleich, vom Ergebnis anders. Welchen Stempel die Entscheider da nun drunter setzen, ist uns völlig einerlei, wir freuen uns auf glorreiche Zeiten und neue Blessuren. Am Ende ist es einfach Rockmusik von vier Menschen, die sich von den Aufklebern die Welt erklären haben lassen und ihre ganz eigenen Schlüsse gezogen haben. Die Story könnte hier auch starten, genau von Anfang an.

    photo: Andreas Hornhoff