Schlagwort: Desi

  • LiÆN + Magic Meru — Livekonzert Open Air

    Freitag, 24.07.20 Desi Open Air

    LiÆN
    MAGIC MERU

    Einlass 19:00 Uhr, Beginn 20:00 Uhr

    Eintritt 5-10 Euro

    LiÆN spielt Lieder gemischt aus Stimme und schiefen Instrumentalspuren, begleitet von verzerrten Erinnerungen und Gefühlen, sei es von persischem Autolärm, kreischenden Flamingos oder der täglichen Straßenbahnfahrt.

    Magic Meru ( VERYDEEPRECORDS)

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    Dazu gibts noch Pandemie-bedingte Infos von der Desi:
    Bitte kommt nur zu unseren Veranstaltungen, wenn ihr absolut ohne Covid-19- Symptome seid.
    Es wird aufgrund der aktuellen Vorschriften leider nur Sitzplätze geben.
    Wir haben aufgrund der Abstandsregelung zwischen den Sitzplätzen nur ca. 70 Karten / Sitzplätze pro Veranstaltung. Es wird keinen Vorverkauf geben, daher empfehlen wir euch pünktlich zu kommen.
    Auf dem gesamten Gelände der DESI gilt eine Tragepflicht für eine Mund-Nasen-Bedeckung > ausgenommen sind die Sitzplätze
    Bitte beachtet die Hinweisschilder auf dem Gelände – es gibt ein Wegeleitsystem, an das sich bitte gehalten werden muss
    An möglichen Engstellen (Toiletten & Theke) bitte unbedingt die 1,5m Abstand einhalten und die Bodenmarkierungen beachten
    Am Einlass nehmen wir für jede Karte / Sitzplatz eure Kontaktdaten auf, die wir sicher 4 Wochen aufbewahren müssen, um den aktuellen Auflagen gerecht zu werden
    Bei Nichteinhaltung der oben genannten Punkte, müssen wir leider von unserem Hausrecht Gebrauch machen.
    Bei Rückfragen sind unsere Mitarbeiter*innen immer ansprechbar
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    Trotz dieser vielen Sicherheitsregeln und Auflagen freuen wir uns sehr darüber, euch endlich wieder zu Kultur-Veranstaltungen in die DESI einladen zu können. Es gibt für die Termine keinen Ausweichort, d.h. es findet nur in der DESIrena im Freien statt und bei starkem Regen/Gewitter muss die Veranstaltung entfallen. Weniger anzeigen

  • HEIMAT – Eine Besichtigung des Grauens | 05.12.19 Desi

    Donnerstag, 05.12.19 DESI

    HEIMAT – Eine Besichtigung des Grauens

    Ein Anti-Heimatabend von und mit Thomas Ebermann und Thorsten Mense
    Künstlerische Mitarbeit: Florian Thamer und Peter Bremme

     

    Beginn 20 Uhr
    Eintritt: Abendkasse:  15€, Vorverkauf zzgl. Gebühr: 12€  

    Eine Kooperation von musikverein, desi und Schweigen durchbrechen

    In der musikverein-Reihe Popgesellschaft und der desi-Reihe Haymatlos

     

    Mit ihr wird für Zahnpasta und Banken geworben, der Trachtenhandel erzielt Umsatzrekorde und das provinzielle Kostüm enthemmt seine Träger/innen. Ein »Volks-Rock´n´Roller« füllt große Arenen mit jungem Publikum, die Bild-Zeitung ehrt sie mit einer kostenlosen Sonderausgabe, die Qualitätsmedien mit Features und Debatten-Serien. Zeitschriften, die das richtige Anlegen von Rosenbeeten lehren, sind der Renner auf dem Medienmarkt.

    Grüne plakatieren ihr zur Ehre, Sozialdemokraten melden ältere Besitzansprüche an, und beneiden die Christdemokraten um die Idee mit dem Ministerium. Nazis verkünden, die Liebe zur ihr sei kein Verbrechen, und wer sie nicht liebe, sei aus ihr zu entfernen. Linke kontern knallhart: ihre Liebe zu Region und Gebietskörperschaft sei noch viel tiefer, echter und unverbrüchlicher.

    Die staatlichen Programme zur Förderung solcher Gefühle sind satt budgetiert, und je trostloser das Kaff, desto hymnischer hat der Song zu sein, der seinen Liebreiz besingt. Der deutsche Pop folgt diesem Credo, unsubventioniert und in Privatinitiative. Hauptsache es wird gefühlt. Und das heißt immer: Allem zersetzenden Denken und kritischer Reflexion wird die Stirn geboten.

    So fühlt man sich schonmal wie ein Baum, also tief verwurzelt und unumtopfbar, weil sonst Psyche und Identität Schaden erlitten. Manche schnuppern auch an Bratwürsten und behaupten, dann spürten sie Heimat. Vor allem rein und unbefleckt soll sie sein, von ihren Männern beschützt und verteidigt.

    Im Namen von Idyll, Harmonie, Tradition, Brauchtum, Familie und weiterer Höllen wird gegen die Fremden und das Fremde zu Felde gezogen. Was man bereits ohne Meinungsforschung erkennen konnte, wurde mittlerweile auch empirisch belegt: Je mehr Heimatliebe, desto ausgeprägter die rassistische Gesinnung.

    Unbeeindruckt davon, stets dem Konstruktiven verpflichtet, bastelt die Zivilgesellschaft an ,alternativen‘ Heimatbegriffen. Und wo noch ein Restwissen oder eine Ahnung vorhanden ist, über die Geschichte dieses rechten Kampfbegriffs, der oft nur ein anderes Wort für ,Blut und Boden‘ war, zitiert man das letzte Wort aus »Prinzip Hoffnung« des marxistischen Philosophen Ernst Bloch: »Heimat« – und verschafft sich so gutes Gewissen.

    Das und vieles mehr – das Absurde und das Gefährliche – wird an diesem Abend auf Bühne und Leinwand besichtigt und vorgeführt, nachgespielt und kommentiert, analysiert und in die Tonne getreten. Stets parteiisch auf der Seite der historischen und zukünftigen Opfer der Heimat.

    FRANK SPILKER (Die Sterne) trägt eine brauchtumsfremde Komposition bei – sein Song möge Heimatfeinde in Bewegung und Heimatfreunde zum Erstarren bringen.

    Wer das für Nestbeschmutzung hält, versteht uns richtig.