Schlagwort: Politik

  • Wir müssen reden, Nürnberg. Die Politbande im Stadtgespräch.

    Mittwoch, 03.03.20 Kantine

    Wir müssen reden, Nürnberg.

    Die Politbande im Stadtgespräch.

    19 Uhr
    Eintritt frei

    Zu den Themen alternatives Wohnen, Freiräume (mit Fokus auf den geplanten Umnutz der Kongresshalle) und zukunftsfähige Mobilität lädt die politbande jeweils Expert*innen und Ideengeber*innen ein, um neue Ansätze und Visionen für Nürnberg zu diskutieren.

    Wir freuen uns auf Hanna Rentschler (Urbanistin), Matthias Neubeck (Architekt), Babis Cloud (Künstler), Märit Heinrich (Olga Projekt), Dietrich Will (Architekt und Wohnprojekt Wahlverwandtschaften & Hof e.V.), Bauwagenplatz Kristallpalast, Markus Stipp (Radentscheid Nbg) und Dr. Theobald Fuchs.

  • Bini Adamczak – Beziehungsweise Revolution

    Freitag, 04.10.19 Kantine

    Bini Adamczak:
    Beziehungsweise Revolution – 1917, 1968 und kommende.
    Postrevolutionäre Depression

    In Kooperation mit Das Schweigen durchbrechen in der Reihe ‚Feminismus oder Barbarei 2

    Beginn 18:30 Uhr, Eintritt gegen Spende

    Entlang vergangener Revolutionen unternimmt Bini Adamczak in ihrem Buch »Beziehungsweise Revolution« den Versuch, der Geschichte eine Sprache abzuringen. Eine Sprache, die traurige Revolutionärinnen trösten, Geschichte neu enden lassen könnte und ausdrückt, was zu oft unausgesprochen und unartikuliert bleibt: Das Begehren nach einer anderen, einer solidarischen Gesellschaft. Bini Adamczak schreibt über kommunistische Theorie und Praxis und setzt die Ereignisse der revolutionären Bedingungen von 1917 und 1968 in ein Verhältnis der gegenseitigen Betrachtung und Kritik, das die Geschlechterverhältnisse in Vergangenheit und Gegenwart klar in den Blick nimmt.
    Wir möchten mit der Autorin über das Alte und das Neue sprechen, über vielfältige Missverständnisse, unabgegoltenes Begehren, die gegenwärtigen Verhältnisse und die Bedeutung der Geschlechter- und (Re-)Produktionsverhältnisse. Was braucht revolutionäre Theorie um nicht nur Schmuckkante der verheerenden Gegenwart zu sein? Wie heben wir die scharfen Trennungen zwischen Affektivität und Rationalität, Privatheit und Öffentlichkeit, aktiv und passiv auf?
    Beziehungsweise: Warum bildet das Geschlechterverhältnis nicht bloß den altbekannten Nebenwiderspruch, sondern liegt im »Herzen der Revolution«?

    Bini Adamczak, 1979, arbeitet als freie (lies: prekäre) Autorin und Künstlerin in Berlin. 2004 erschien Kommunismus. Kleine Geschichte, wie endlich alles anders wird, dessen englische Übersetzung Communism For Kids 2017 einen antikommunistischen Shitstorm in der US-Rechten auslöste. 2007 veröffentlichte sie Gestern Morgen. Über die Einsamkeit kommunistische Gespenster und die Rekonstruktion der Zukunft. 2017 folgten Der schönste Tag im Leben des Alexander Berkman. Vom möglichen Gelingen der Russischen Revolution sowie Beziehungsweise Revolution – 1917, 1968 und kommende. Bini Adamczak ist Mitglied der ›jour fixe initiative berlin‹.

  • LEO FISCHER liest aus seiner Markus Söder Autobiografie

    LEO FISCHER liest aus seiner Markus Söder Autobiografie

    Mittwoch, 03.10.18

    LEO FISCHER – Gottes Werk und mein Beitrag

    Die komplett erfundene Autobiografie des Markus Söder

    Lesung mit Leo Fischer (TITANIC, taz, Neues Deutschland, jungle world)

    In der Reihe „Fan Fiction?!“

     

    Kantine (schräg gegenüber vom Eingang zum Zentralcafé auf der anderen Straßenseite (Königstormauer))

    Einlass 19:30, Beginn 20 Uhr

    Eintritt: gegen Spende

    “ ‚Heute erscheint es uns lächerlich, was damals alles im Schwange war. Gelangweilt folgte ich den Koalitionsgesprächen. Immer wieder stand Merkel auf, warf einen Motivationsball in die Runde. Lindner wollte ein fancy Ministerium – für Frisuren und innere Sicherheit. Die Grünen wollten ihr Okay zu beschleunigten Asylrückführungen nur geben, wenn in den Ankerzentren veganes Essen serviert wurde. Sie alle konnten nicht sehen, dass es um viel, viel Wichtigeres ging – um mich!‘

    Dieses Buch soll helfen zu verstehen, dass ich trotz aller Erfolge immer noch der Markus geblieben bin. Der Markus aus Nürnberg. Und nicht etwa die Birgit aus Fulda. Das ist mir wichtig. Das wird auch immer so bleiben. So wahr ich Gott helfe.

    Wenn in Bayern demnächst anstelle des Schulgebets aus diesem Buch vorgetragen wird, bin ich zuversichtlich, dass wir es schaffen können. Dazu müssen wir alle Opfer bringen. Außer mir selbst, denn ich habe ja alle mir möglichen Opfer schon gebracht.“

     

    Leo Fischer, geboren 1981 in München, war von 2008 bis 2013 Chefredakteur des endgültigen Satiremagazins TITANIC. Verklagt wurde er unter anderem von Papst Benedikt XVI., der sich durch ein Titelblatt geschmäht fühlte. In seiner reichlich bemessenen Freizeit schreibt Fischer Kolumnen für TITANIC, Taz, Neues Deutschland und die Jungle World.