OTOMATIK MUZIEK LABELNIGHT

Samstag, 24.08.19 Kantine

OTOMATIK MUZIEK Labelnight mit Günter Schlienz, Schweben und S.U.V.

Einlass 20:30 Uhr, Beginn 21 Uhr
Eintritt:

OTOMATIK MUZIEK ist ein Nürnberger/Berliner Label, das seit 2016 mittlerweile 13 Tapes veröffentlicht hat. Dabei richtet das Label den Blick auf eine Szene, die sich wenig um öffentlichkeitswirksames Auftreten schert und sich stattdessen ganz auf Improvisation, elektroakustische Forschung und grenzgängerische Intensität konzentriert. Musikalisch bewegt sich das dann zwischen New Age Ambient, harten Industrialdrones, klassischer Minimalmusic und mäandernden Noise-Eskapaden – an diesem Abend stehen aber Synthesizer im Zentrum.

   

GÜNTER SCHLIENZ baut Maschinen: Modular-Synthesizer, um genau zu sein. Diese seltsamen kleinen und großen Kisten generieren und modulieren Töne, und übernehmen bei Günters legendären Liveshows manchmal so weit das Geschehen, das er selbst schon dabei gesichtet wurde, wie er daneben auf dem Boden lag und Zigaretten geraucht hat. Wie die Rakete in den Weltraum trägt, so tragen Günter Schlienz’ Maschinen ganz ohne Übertreibung in kosmische Weiten. Zudem veröffentlicht Günter am laufenden Band überall auf der Welt Alben, die meistens innerhalb weniger Tage ausverkauft sind, auf so illustren Labels wie Sacred Phrases, dem japanischen Muzan Editions – oder eben, unter dem Alias „Trista Magnetique“, auf Otomatik Muziek. Musik ist für Günter ein Prozess, eine Notwendigkeit – der atmet das. Wer Einordnung braucht: ein spätgeborener Artgenosse von Klaus Schulze, Brian Eno oder Popol Vuh – die Essenz kosmischer Musik.

SCHWEBEN ist das Solo-Ding von Philipp Hager, der normalerweise eine Hälfte des monolithischen Krautrock-Duos ZEMENT ist. Wo Zement sich ganz dem Motorikbeat von Bands wie Neu! hingeben, spielt Schweben mit analogen Synthesizer-Arpeggios, fluffigem Sequenzer-Gezirpe und skeletalen Rhythmen – flirrende wie ein heißer Sommerwind, tänzelnde Minimalmusic, die an einem heißen Augustabend perfekt aufgehoben ist.

Hinter S.U.V. – dem Kürzel für Sex Und Violence – steckt der Labelgründer Franz Joseph Kaputt. Die Testcard hat seine Musik mal als „Autoren-Noise“ bezeichnet, so richtig musikalisch festlegen lässt er sich aber nicht. Nach dem verhuschten Grusel-Folk seines letzten Albums verbindet er aktuell dub-orientierte Beats mit Dronegitarren, Synthesizerschleifen mit Spoken Word-Fetzen, und orchestrale Melodika-Arrangements mit schmutzigen Folk-Anleihen.


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