Nachdem wir schon einige Male im Z-Bau veranstalten durften, freuen wir uns sehr darauf, nun mal ein gemeinsames Konzert im Soft Spot zu veranstalten: DITZ, noisiger Post-Punk aus Brighton, UK!
Samstag, 18.04.26 Soft Spot
Ditz
Hi Mum
Einlass 19:30 Uhr, Beginn 20:30 Uhr
Eintritt: Abendkasse tba / Vorverkauf 26 € zzgl. Gebühr, TixForGigs Ticketlink
Eine gemeinsame Veranstaltung von Z-Bau und musikverein, empfohlen von Orchid

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Seit der Veröffentlichung ihres ersten Albums „The Great Regression“ sind DITZ unermüdlich auf Tour (u.a. mit den IDLES) und auch davor waren sie seit COVID mindestens 100 Tage im Jahr unterwegs. Im letzten Jahr kam mit „Never Exhale“ das jüngste Album – mit dem passenden Titel zu einer Band, die nie Pause macht.
Staubtrocken schlägt einem der Post-Punk-Noise-Rock von Ditz entgegen. Nächtliche Grooves aus Lärmschrammen und zwingende, unverzichtbare Gitarrenlinien, schroff und kratzig wie Stahlwolle, und doch seltsam umgarnend und einladend. Engmaschige Rhythmen, die einen umkreisen und mitnehmen. Dazu diese unendlich eindringlichen Vocals zwischen Murmeln und Bellen, abgründig, wissend und hellwach. Ein dunkler Sog aus Angst und Verzweiflung: eine grandiose Band.
Die Texte der Band sind oft tiefgründig und reflektiert. Themen wie Unsicherheit, Gender und der menschliche Körper, der auf unnatürliche Weise verletzt wird, tauchen häufig auf. Sänger Cal Francis wechselt zwischen lethargischem Nölen und plötzlichen Explosionen, während die Musik tanzbare Momente mit bitterbösen Stampfattacken verbindet.

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DIY-Haltung, Slacker-Romantik und der Flirt mit den MTV-Heydays – eine bekannte Ästhetik, die irgendwie nicht totzukriegen ist und in HI MUM aus Nürnberg ein weiteres Pro-Argument findet. Das Spiel mit der Laut-Leise-Dynamik beherrscht das Quartett ebenso wie die Kombi aus unbeschwerten Pop-Harmonien und den obligatorischen Gitarrenwänden. Ein angenehmes Gefühl von Vertrautheit, in der Nostalgie aber trotzdem nur eine Randnotiz bleibt. Dafür sind die Songs zu dringlich und die Attitüde zu unverkrampft. Textlich schweift der Blick mal bittersüß, mal semifröhlich durch die bunte Gefühlskiste aus persönlichen Erfahrungen, rätselhaften Begegnungen und popkulturellen Referenzen. Wer Genres zur Sound-Einordnung braucht, sollte mit den Begriffen Alternative, Shoegaze, Indie und Grunge eine konkrete Vorstellung bekommen. Der Vibe ist damit klar – HI MUM liefern ihn maximal unverbraucht.
